KAY DÖRFEL: Gründe für TV- und Rundfunkabsagen sind abenteuerlich 0

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Wenn selbst etablierte und langjährig beliebte, populäre Schlagerstars wie aktuell Geraldine Olivier und Peter Orloff den Mut haben, öffentlich die in aus ihrer Sicht fragwürdigen Besetzungsmethoden von Schlagersendungen zu kritisieren, kann man sich vorstellen, wie schwer es für Künstler ohne große TV-Engagements ist, sich diesen Namen zu machen. Aus Angst vor Sanktionen trauen sich nur wenige betroffene Künstler, dazu etwas zu sagen. Kay Dörfel bildet da eine Ausnahme – er gab uns im Gespräch, das wir anlässlich der Veröffentlichung seiner Single „California Blue“ mit ihm führten, offene und unverblümte Antworten:

Lieber Kay, Dir ist gemeinsam mit „de Lancaster“ ein echter Diskotheken-Hit gelungen. Mit „Rosenzeit“ habt ihr einen beliebten Roy-Black-Song der heutigen Zeit angepasst. Warum ausgerechnet „Rosenzeit“? Und wie kam die Zusammenarbeit mit Georg Fischer und „de Lancaster“ zustande?

Mit der Doppel-LP „Goldedition – Die Legende ROY BLACK“ habe ich im Jahr 2016 eine Vielzahl von Roy Black-Hits synchronisiert, die mit Live-Musikern vorher in meinem Studio neu eingespielt wurden. U.a. war da auch die „Rosenzeit“ dabei. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich aber nie so eine Bindung zu dem Titel, einzig der Bezug zu Dieter Bohlen hatte mich seinerzeit bewogen, dass wir den Song überhaupt auf das Album machten. Dann war seit Längerem die Idee in meinem Kopf, dass Roy Black sicher Potenzia  im Discofox hat, nur die Umsetzung und die zündende Idee fehlten einfach. Genau da kam Georg mit „DeLancaster“ ins Spiel. Er sagte, wenn Discofox, dann „Rosenzeit“. Gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas entstand dann diese wunderbare Diskothekenversion, die uns dreien einen beachtlichen Erfolg einbrachte. Ohne Georg hätte ich diesen Diskothekenerfolg nicht erreicht und dafür gebührt ihm sehr großer Dank!

Deine aktuelle Single ist eine Neuauflage von „California Blue“ – ein Song, der Roy Black damals ein Comeback in den Charts bescherte. Auch bei Dir läuft der Song gut an. Was muss man heute machen, um am Puls der Zeit zu sein?

Ach, wenn ich da ein Erfolgsrezept hätte … Meiner Meinung nach sollte man versuchen, immer fleißig und neugierig zu bleiben, sich nicht beirren zu lassen und manchmal einfach den längeren Atem zu behalten.Einer wie ich, der im Grunde auf romantische Schnulzen steht und den Mainstream nicht immer gleich mitmacht, hat es doch von vorn herein nicht leicht. Die Medien tun ja auch nicht viel für Breite und Vielfalt. Da kommt immer nur das Quoten-Argument bzw. dass meine Musik nicht ins Format passe. „California Blue“ ist einer der schönsten Songs aus der Feder von Roy Orbison, von dem Sich Gerhard Höllerich sozusagen den Künstler-Vornamen lieh.

Ich hatte schon längst mal Lust, einen englischen Klassiker aufzunehmen. Nun ist es eine Nummer geworden, die es sowohl auf Deutsch als auch in englischer Sprache gab, und zwar von zwei herausragenden Musikern und Sängern. Für mich wurde es das erste zeisprachige Projekt überhaupt und ich bin dankbar, dass Andreas mir die Möglichkeit dazu gegeben hat. Natürlich schüttele ich oft mit dem Kopf, wenn ich sehe, was alles funktioniert und in die Charts kommt, obwohl es völlig talentfrei interpretiert und musikalisch bedenklich arrangiert ist, aber dann sage ich mir – wenn es erfolgreich ist, wollen es die Leute.

Trotz allem wird es für Künstler immer schwerer, im Radio gespielt zu werden oder TV Auftritte zu bekommen. Jetzt gehörst Du im Live-Booking zu einem sehr gut gebuchten Künstler, und trotzdem hast auch Du Dich im letzten Jahr an die Redaktion des ZDF Fernsehgartens gewandt, weil Du bei der Gästeauswahl nicht berücksichtigt wirst. Kannst Du uns einen kleinen Einblick geben?

Man plaudert ja da nicht so gern aus dem Nähkästchen, aber was da in den Redaktionen festgelegt und ausgewählt wird, das kann ich genauso wenig verstehen wie viele Kollegen und mittlerweile auch ein Großteil der Zuschauer. Manchmal hat man tatsächlich den Eindruck, es werden nur Freunde der Gastgeber eingeladen oder „Tourneekumpels“. Natürlich lässt mich das nicht kalt und ich rege mich in meinen vier  Wänden auch immer wieder tierisch darüber auf, aber es bringt doch nichts. Wer die Macht hat, entscheidet und wenn Du kein „Roland Kaiser“, „Semino Rossi“ und co bist, dann kannst du scheinbar die Quote nicht erfüllen.

Parallel dazu stehen diese Kollegen auch nicht auf den Bühnen, auf denen ich zum Glück live noch zahlreich stattfinden darf – direkt an den Leuten: Volksnah und zu fairen Konditionen. Ich trage es mit Humor, wenn ich in den wenigen TV-Shows, die es überhaupt noch gibt, Dauergast wäre, dann könnten mich meine treuen Veranstalter gar nicht mehr bezahlen, und die Fans wären enttäuscht, wenn plötzlich ein großes Label und ein Mangement über mich entscheiden … Natürlich träumt man, aber es ist alles okay und ich bin doch zufrieden und langweile mich noch nicht …

Wie stehst Du zu der aktuellen Diskussion ausgelöst von Géraldine Olivier und Peter Orloff? Letzterer wandte sich ja mit einem offenen Brief an Werner Kimmig?

Das mit Geraldine hat mich schon ganz schon getroffen. Eine Künstlerin aufgrund Ihrer Frisur zu degradieren, das geht einfach nicht. Aber das ist, wie ich gerade sagte, wer die Macht hat …

Diese stellenweise abwertende Haltung zu unserem Genre und ausgewählten Vertretern ist einfach untragbar. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben einen Auftrag für das gesamte Land und unsere deutsche Kultur. Dafür sind wir auch alle „Zwangszahler“! Wo bleibt der Respekt dem Zuhörer, Zuseher und natürlich den Kollegen gegenüber? Ich habe sämtliche Korrespondenz mit den Anstalten bei mir abgeheftet, dabei eine Vielzahl von Antworten, die Fans von Redaktionen erhalten haben. Die Begründungen, warum ein spezieller Künstler, in diesem Falle dann ich., nicht platziert wird, sind abentuerlich. Und ganz ehrlich, es bringt Null, sich beim Intendanten zu beschweren, ich bin überzeugt, dass die Zeilen dort gar nicht ankommen und vorher mit Arroganz und Überheblichkeit entsorgt werden.

Kommen wir zurück zu Deinen Projekten. Welchen Ausblick kannst Du uns für die nächsten Monate geben?

Wir sind fleißig im Studio. Gerade kam ein Longplay meiner Band „be happy“ heraus, und für den Spätsommer ist ein Discofox-Album geplant. Es dauert nicht mehr lange, dann darf ich vor die Kamera zu Videodrehs. In wenigen Wochen startet die Ostsee-Tour, es kommt eine Nachfolge-Single und auch danach stehen viele Live-Termine an.

Ein besonderes Highlight wird sicher im Oktober mein gemeinsames Konzert mit Anita Hegerland werden.

Vielen Dank für das interessante und offene Gespräch!

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…und hier noch die Presseinfo zu Kays aktueller Single „California Blue“:

1989 bis 2019 – 30 Jahre California Blue mit Kay Dörfel

Der Welthit von 1988, geschrieben von Roy Orbison und Tom Petty, landete im Juni 1989 international in den Charts. Parallel dazu veröffentlichte Roy Black 1989 die deutsche Originalversion.

Kay Dörfel, der u. a. mit Roy Blacks Originalband (The Cannons) Konzerte gespielt hat und großer Fan beider Roys ist, hat nun diesen Klassiker neu zum Leben erweckt. Zum ersten Mal singt der erfolgreiche Musiker und Musikproduzent dabei auch eine Single-Version in englischer Sprache ein.

Mit dem einstigen Roy Black Erfolgstitel „Rosenzeit“ stieg Kay Dörfel, gemeinsam mit dem Studioprojekt „De Lancaster“, im letzten Jahr in die Charts ein und landete damit einen Diskothekenhit.

Nun folgt ein würdiger Nachfolger und Kult-Klassiker: „California Blue“, einzigartig interpretiert mit der Stimme und dem Timbre von Kay Dörfel und im zeitgemäßen Gewand produziert. Beide Versionen haben Ohrwurdmgarantie. Die deutsche Version richtet sich an alle Schlagerfans, und Oldie-Liebhaber können sich an der englischen Version erfreuen.

Ein geschichtsträchtiges Jubiläum: 30 Jahre California Blue von Roy Black  – das geht einher mit „30 Jahre deutsche Wiedervereinigung“. 30 Jahre später katapultiert der ostdeutsche Sänger Kay Dörfel den Hit des westdeutschen SchlagerIdols Roy Black in die Charts – da sind wir sicher.

Veröffentlicht wird die Single vom erfolgreichen Label „Fiesta Records“ (Andreas Rosmiarek, LC 02000).

Der Song ist ab 31.05.2019 auf allen Download- und Streaming-Portalen erhältlich.

 

 

 

 

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VINCENT GROSS unterschreibt bei TELAMO – neue Single und Album angekündigt 0

Nachdem der sympathische Künstler kürzlich seine Trennung von SONY bekannt gab, ist es seit heute offiziell – Vincent Gross wechselt zu TELAMO. Dazu gratulieren wir herzlich! Das Münchener Label kümmert sich exzellent um seine Künstler – insbesondere die Centerpromotion ist immer ein sehr kluger Schachzug. Nachdem Vincent unserem rasenden Reporter Kevin schon im Interview exklusiv verriet, wann die neue Single und das neue Album kommen, ist auch dies nun ebenfalls offiziell verkündet worden.

Hier noch die offizielle Meldung von TELAMO:

„Vincent Gross und die TELAMO Musik & Unterhaltung GmbH haben eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. 2020 wird der Schweizer Schlagerstar sein neues Studio-Album beim Münchner Label veröffentlichen.

Der 23-jährige Basler arbeitet intensiv gemeinsam mit seinem Kreativteam mit Oliver Lukas, Frederik Boström, Christian Böhmkes, Felix Gauder und weiteren an Songs für sein drittes Studioalbum. Bereits am 31. Januar wird die erste Single „Über uns die Sonne“ und am 24. Juli 2020 sein neues Album „Hautnah“ bei TELAMO erscheinen.

Vincent Gross: „Mit TELAMO habe ich einen Partner gefunden, der die Leidenschaft zur Musik und zum Schlager mit mir teilt. Es fühlt sich gut an und ist so wie ich eigentlich immer dachte, dass es sein sollte.“

Ken Otremba, TELAMO-Geschäftsführer: „Vincent ist einer der vielversprechendsten und erfolgreichsten jungen Sänger im Popschlager-Segment, der mit zwei Solotourneen, zahlreichen Live-Auftritten und zwei veröffentlichten Studioalben bereits seine besondere Qualität bewiesen hat.


Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Ausnahme-Künstler für uns gewinnen konnten.“

Kevin Drewes

GLÜXKINDER liefern mit neuem Song „Ich bin so wie ich bin“ tolle und aktuelle Message 0

Am vergangenen Freitag brachte das Pop-Duo GLÜXKINDER ihre neue Single „Ich bin so wie ich bin“ heraus. Die Beiden stehen für modernen Pop mit Tiefgang, musikalisch klingen sie wie ein Mix aus Rosenstolz und Glasperlenspiel, finden wir. Erstgenannte Band wird aus unserer Sicht schmerzlich vermisst in der deutschen Musik. Von Zweitgenannten waren sie übrigens sogar schon der Supportact. Dazu haben sie eine beatliche, sehr aktive Fanbase. Rezensionsexperte Kevin Drewes hat sich den neuen Titel der GLÜXKINDER mal genau angehört, hier seine Meinung.

Der Titel wandelt deutlich auf den Spuren von Rosenstolz , die Message ähnelt der von „Ich bin ich“ – nur eben aktueller – sind ja auch schon einige Jahre ins Land gegangen. Denn die GLÜXKINDER greifen aktuelle Themen wie das Schubladendenken und Homosexualität offen auf. Die passende Zeile dazu: „Lass die Schubladen vergessen, wir klettern einfach raus“ und weiter „je mehr Farben desto besser“. Der schnelle Sound ist gut gemischt, einzig die kräftigen Beats beim Part des Sprechgesangs gefallen uns nicht und wirken wie ein Fremdkörper in dem ansonsten überzeugenden Titel. Aber das ist nur unsere Meinung und genau dieser Part des Songs macht den Titel eben klar zu einem modernen Pop-Song.

Unser Fazit. Auf jeden Fall einmal reinhören! Ganz vielleicht kann das Duo die Lücke füllen, die ROSENSTOLZ hinterließ. Auch wenn dies natürlich nahezu unerreichbar ist. In jedem Fall ist es schön, dass sich jemand in diese Richtung wagt – den Segen von Peter Plates Mann Ulf Leo Sommer haben sie jedenfalls. Dieser gratulierte und wünscht viel Glück!

Auch wir wünschen dem Duo viel Erfolg mit der kommenden EP (Release 27.03.2020) und diesem gelungenen Song!! Das Musikvideo erscheint übrigens am 27.01.2020.

Kevin Drewes