HELENE FISCHER: Mogelpackung Schlagercountdown mit FLORIAN SILBEREISEN – haben die Stars das nötig? 9

Helene Fischer Schlagercountdown Mogelpackung

HELENE FISCHER wurde als „Gast“ angekĂĽndigt – Mogelpackung!

Nix Helene Fischer …

Dass die gestrige Sendung „Schlagercountdown“ eine Clipshow mit ein paar Interviews werden wĂĽrde, war relativ schnell klar, wir haben das schon am 17. Mai kommen sehen – siehe HIER. Warum man im Vorfeld die groĂźe Show schlechthin versprach und damit Millionen Schlagerfans – sorry – „verarscht“ – wir wissen es nicht. Ein „Knaller“ war definitiv die AnkĂĽndigung von Stars wie HELENE FISCHER, die als „Gast“ angekĂĽndigt wurden:

Bild von Schlagerprofis.de

(Screenshot – siehe HIER)

Schlagerprofis.de-Anfrage beim Management blieb unbeantwortet

Wir Schlagerprofis waren ĂĽberrascht ĂĽber diese AnkĂĽndigung. Wir haben beim Management nachgefragt, ob HELENE wirklich beim Schlagercountdown auftritt. Leider bekamen wir keine Antwort – sicherlich verständlich. Weil: NatĂĽrlich hat HELENEs Manager ein Interesse daran, dass FLORIAN SILBEREISEN mit seinen Shows eine gute Einschaltquote erreicht, weil man sie und die anderen Interpreten des eigenen Stalls natĂĽrlich sehr gerne dort unterbringt. Nur – wäre hier ein ehrliches Statement nicht fairer gewesen?

Selbst der Express fällt auf Fake-Ankündigung herein

Selbst Medien wie der Express fallen auf die AnkĂĽndigung herein – siehe HIER. Dort macht man auch eine eventuelle Erwähnung von HELENEs „Neuem“ THOMAS SEITEL zum Thema. Wir können die Kollegen beruhigen: Bei den gezeigten Clips wurde zumindest nach unserer Beobachtung alles herausgeschnitten, was mit HELENE FISCHERs Lebenspartner zusammenhängt – auch das natĂĽrlich nicht wirklich ein Statement fĂĽr Ehrlichkeit.

Nun wissen wir: Es war eine Aneinanderreihung der letzten HELENE-Auftritte

Wie erwartet, wurde uns tatsächlich statt HELENE als „Gast“ eine Clip-Aneinanderreihung geboten. Das ist schon enttäuschend, wenn bekannte Superstars nur im Sinne einer guten Einschaltquote Taschenspielertricks anwenden mĂĽssen wie „Gast: HELENE FISCHER„. Ganz offensichtlich gibt es schon auch einige Fans, die das fassungslos zur Kenntnis nehmen – bei T-Online zum Beispiel nimmt man kein Blatt vor den Mund – siehe HIER.

Ein Eigentor?

Fraglich bleibt, ob Fans, die nur wegen HELENE FISCHER, ANDREA BERG und ROLAND KAISER eingeschaltet haben, um festzustellen, dass hier nur alter Kaffee ausgeschenkt wurde, beim nächsten Mal noch Lust haben, sich eine Show mit ansonsten ohnehin ewig gleichen Gästen anzutun. Wie leidensfähig die Schlagerfans sind, werden wir bei den nächsten Shows sehen – wer es lieber „ehrlich“ mag, hat ja mit anderen Schlagershows durchaus eine Alternative.

Titelbild: © ARD/JürgensTV/Dominik Beckmann
Bild Helene Fischer im Titelbild: © Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Folge uns:
Voriger ArtikelNächster Artikel

9 Kommentare

  1. Also wenn ich mir Helene anschauen will, dann mache ich das per Youtube oder ich schaue mir eine von ihren Konzert-DVDs an. Genauso bei den anderen KĂĽnstlern. Die Frage die sich mittlerweile stellt: „Tut sich Florian Silbereisen mit dieser Art von Format einen Gefallen?“ Heute Vormittag konnte man ihn mit Christoph und Jan als Klubbb3 bei das Beste von Immer wieder Sonntags sehen. Dahin sollte Florian Silbereisen zurĂĽckkehren. Denn seine Zusammenarbeit mit Thomas Anders finde ich längst nicht so Ăśberzeugend. Auch von der Art her passen Florian, Christoph unf Jan viel besser zusammen. Interessant wird sein, was die österreichischen Medien zu dieser Sendung sagen.

    Martin

  2. Zu Schlagercowndown . Das war doch klar,das das keine live Sendung war.In meinen Augen war das keine Mogelpackung.Denkt dran,wir haben immer noch die Pantemie.Mi

  3. Ach Hugo, auch in Pandemie-Zeiten kann man Shows produzieren, nur eben ohne Publikum.
    siehe die Flut von Talk-Shows , es war keine LIVE Sendung geplant.
    Das war eine Verarschung erster GĂĽte der ARD dann der blöde Spruch „Wir sind eins ARD „

  4. Clipshow erwartet, Clipshow bekommen, insofern hält sich die Enttäuschung in Grenzen.

    Florian Silbereisen fĂĽhrte gewohnt sympathisch, routiniert und angenehm durch’s Programm.
    Dass Helene Fischer nicht persönlich anwesend war – geschenkt, da ihr Fehlen trotz AnkĂĽndigung doch absehbar war und ein Auftritt von Euch Schlagerprofis schon frĂĽh infrage gestellt wurde.

    Absolute Highlights waren für mich die Auftritte von Nik P. und Andreas Gabalier; letzterer war nicht nur hörens- sondern durch seine wunderbare Tanzeinlage auch absolut sehenswert!

    Aber eine Sache muss ich unbedingt noch loswerden. Liebe Sendervertreter, Produzenten, Menschen mit Einfluss!
    Bitte verschont uns zukünftig mit den No Angels!!!! Es ist ja wirklich wahnsinnig schön zu sehen, wie wunderbar sich die Vier verstehen und wie viel Achtung sie vor einander haben, Kinder, Familie und Showbusiness unter einen Hut bringen.
    Ehrlich gesagt: So viel Selbstbeweihräucherung war Fremdschämen pur. Dann dieses mit besonderer Kamera gedrehte Video….
    Es wurde hier in diesem Forum schon öfter die Frage gestellt, warum man diese Popgruppe in eine Schlagersendung holt.
    Die Sendung bekam an dieser Stelle einen unangenehmen Einschnitt und die Show kam nur schwer wieder in Fahrt.

    1. Hallo Johanna,

      es gibt Menschen die setzen den Begriff Schlager mit Hit gleich. Das gibt es wirklich. Wenn jetzt zum Beispiel die englische Dark Wave und Gothic-Metal Band Paradise Lost in diesem Jahr in Deutschland, in Österreich und in Schweiz zwei Titel haben würde die die Hitparaden sprengen und auch ein ebensolches erfolgreiches Album, dann könnte man davon ausgehen, das die wirklich bei der o.g. Definition im nächsten Jahr bei den Schlagerchampions dabei sein werden. Das ist totaler Blödsinn. Weil dann könnte jeder erfolgreiche Musikstar dort auftreten, egal welcher Musikrichtung. Manche begreifen eben nicht, das Schlager eine eigene Musikgattung mit eigenen musikalischen Regeln ist.

      Martin

JULI: 18 Jahre nach VĂ– gibt es Platin fĂĽr ihren Hit „Geile Zeit“ 1

Bild von Schlagerprofis.de

JULI: Sieger des Bundesvision-Song-Contests nun mit Platin veredelt

So langsam tauchen EVA BRIEGEL und ihre Jungs von JULI wieder auf – und die Vergangenheit schlägt weiterhin „perfekte Wellen“. Aktuelles Beispiel ist der Song „Geile Zeit“, der erstmals im November 2004 die deutschen Singlecharts stĂĽrmte. Im Februar 2005 war die Band mit genau diesem Song Sieger des ersten „Bundesvision Song Contests„, den STEFAN RAAB damals ins Leben rief – vielleicht kann man diesen Wettbewerb ja mal wiederbeleben. GroĂźe Freude: Nun gibt es Platin fĂĽr diesen Riesenhit – wir gratulieren herzlich!

 

Folge uns:

ANDREA KIEWEL: Quote von „Fernsehgarten on Tour“ schlechter als jede Fernsehgarten-Ausgabe 0

Bild von Schlagerprofis.de

ANDREA KIEWEL: Vielleicht sollte man den traditionellen Schlager doch nicht ganz aussparen?

Zugegeben – mit Verallgemeinerungen sollte man vorsichtig sein. Aber es ist schon ein klarer Trend, dass die Quote des Fernsehgartens immer dann schlechter wird, wenn man den Schlager ganz ausspart bzw. Pseudo-Schlager-Acts einlädt, die erst dann ihre Schlager-Leidenschaft entdecken, wenn man sonst keinen Erfolg hat. Ganz ohne traditionellen Schlageract war die Quote des „Fernsehgarten on Tour“ durchaus ordentlich – aber Fakt ist: Der Marktanteil war schlechter als der von ALLEN (!) Fernsehgärten der Saison 2022 – die Ăśbersicht dazu findet sich HIER. 

Marktanteil weit unter dem „normalen“ Fernsehgarten-Schnitt

Der schlechteste Marktanteil der Fernsehgarten-Saison ergab sich bei der Auftaktsendung im Mai – da waren es aber immerhin noch 15,8 Prozent. Und das war das einzige Mal anno 2022, dass die Quote unter 16 Prozent war. Am vergangenen Sonntag betrug der Marktanteil 14,4 Prozent – zugegeben, auch das ist eigentlich ein guter Wert. Aber es sind nun einmal 1,4 Prozent weniger als der schlechteste Marktanteil der Fernsehgarten-Saison 2022. Wir behaupten: Wenigstens so 1-2 „echte“ Schlageracts hätten durchaus das eine oder andere Prozent nach oben gerissen…

Was die Gesamtzahl der Zuschauer angeht, sieht es schon wieder etwas besser aus. Im Herbst sitzen einfach mehr Zuschauer vor der Glotze als im Sommer. 1,73 Mio. – das klingt ordentlich, liegt aber auch klar unter dem Fernsehgarten-Durchschnitt. 

Foto: ZDF, Marcus Höhn

 

 

 

Folge uns: