MELISSA NASCHENWENG: Hammer-Album – aber wird sie richtig vermarktet? Kommentare deaktiviert für MELISSA NASCHENWENG: Hammer-Album – aber wird sie richtig vermarktet?

Melissa-Naschenweng

„LederHosenRock“ – erneut ein dickes Brett

Das neue Album von MELISSA NASCHENWENG lässt keine Wünsche offen. Sie geht den Weg als „weiblicher ANDREAS GABALIER“ konsequent fort, und das ist sicherlich nur positiv gemeint. Erdige, kernige Rockmusik, authentische heimatverbundene Texte, Dialektgesang und eine gehörige Portion Sexappeal – das ist genau die Mischung, mit der die beiden österreichischen Stars zu punkten verstehen.

Ein Album mit vielen Highlights

LederHosenRock“ bietet viele Highlights, zum Beispiel:

  • Der Sensenmann“ – darin beschreibt MELISSA ihren Traummann, der auch heute noch mit der Sense umzugehen versteht.
  • Difigiano“ – sehr witzige Reaktion auf einen Scherz, den man sich mal mit MELISSA erlaubt hat. Italienisch-Kurs inklusive…
  • Lausbuam Blues“ – Fans von CHUCK BERRY freuen sich auf Teil 2 von „Johnny B. Goode“…
  • Hosenscheißer“ nennt MELISSA Muskelprotze, die aber dumm wie Brot sind.
  • Manchmal brauch ich’s still“ – eine Gänsehaut-Ballade, bei der sich MELISSA bemerkenswert öffnet und ehrlich bekennt, auch mal stille Momente für sich zu benötigen.
  • In „Kämpferin“ geht es darum, den eigenen Weg konsequent gegen Widerstände fortzugehen.

Bild von Schlagerprofis.de

Wäre Imagewechsel trotzdem gut?

Musikalisch kann man MELISSA NASCHENWENG nur loben – da gibt es nicht mehr viel zu verbessern, das „passt“. Das Problem bei Mundart-Acts ist nach unserer Meinung aber, dass MELISSA NASCHENWENG sich damit eigene regionale Begrenzungen setzt. Da ist es schwer, bundesweit (in Deutschland) bekannt zu werden. Nach unserer bescheidenen Meinung wäre folgende Stoßrichtung gut: Mehr den Vamp rausholen, noch mehr die Weiblichkeit ausspielen und auf diesem Weg versuchen, auch das hochdeutsche Publikum zu erreichen.

 

Video „Difigiano“ – ist das wirklich sexy?

Dass MELISSA NASCHENWENG eine unfassbar tolle, weibliche sexy Figur hat, sieht wohl jeder(mann). Mit diesen Reizen zu spielen, macht sicherlich Sinn – gerade in einem Video. ABER: Wird hier nicht doch etwas sehr auf „Schulmädchen-Report“ gemacht, also einem Genre, für das sich eher „notgeile Rentner“ interessieren? Die Lehrerin im Schuloutfit mit Knoten in der Bluse – klar weckt das Fantasien – aber BEI WEM?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Alternativvorschlag

Anders als andere „Schlagerportale“ bieten wir Schlagerprofis Alternativvorschläge, wie man es aus unserer Sicht hätte besser machen können: So hätte das Video wegen des Italienisch Kurses in Italien spielen können. Story: Deutsche Touristin im Sommer kommt an einem ländlichen Bauernhof vorbei und fragt etwas … (zum Beispiel nach dem Weg) …. Und dann kommt „DIFIGIANO“ ins Spiel … Das wäre wesentlich glaubhafter als die im Video erzählte Story und auch logisch!

Das hätte man in der Story super transportieren können. Und außerdem bietet sich da ein passendes „sexy“ Sommeroutfit an … Die können dann auch gerne alle noch im Garten im Pool plantschen – das wäre sexy und witzig! Zum Schluss dann ruhig ein paar Close-Ups auf das Hinterteil im Bikini – und fertig ist das ansehnliche Video.

Wir drücken die Daumen

So oder so – das Album hat eine hohe Akzeptanz verdient, wir drücken die Daumen, dass MELISSA NASCHENWENG auch in Deutschland eine tolle Chartsnotiz erreichen wird – in Österreich wird es nach unserer Einschätzung ohnehin erneut super laufen. Die Daumen sind gedrückt.

Bild von Schlagerprofis.de

Fotos: © Sony Music – Adla Media

 

Folge uns:
Voriger ArtikelNächster Artikel

DIETER BOHLEN: Fast 34 Jahre altes MODERN TALKING Album wieder in den Charts 3

Bild von Schlagerprofis.de

DIETER BOHLEN: Das ist rekordverdächtig

Im Jahr 1987 erschien das fünfte Album von MODERN TALKING: „Romantic Warriors„. Damals groß doppelseitig beworben:

Bild von Schlagerprofis.deBild von Schlagerprofis.de

Damals mit „TV-Start“ in Sendungen wie „Formel 1“, „Na sowas extra“ und „Spielbude“. Das hat immerhin für einen Platz 3 gereicht (die ersten 4 Alben holten dreimal die „1“ und einmal die „2“). Eine neue Vinylausgabe des Albums hat es tatsächlich eigentlich ganz ohne große Werbung möglich gemacht: Nach fast 34 Jahren sind MODERN TALKING wieder in den Charts. Da ist auch Platz 92 ein super Erfolg.

Album im Original vergleichsweise schwach platziert

Kurioserweise läutete das Album „Jet Airliner“ das vorübergehende Ende von MODERN TALKING ein, danach erschien noch ein Album – und dann war erst mal für rund zehn Jahre „Pause“. Dass ausgerechnet jetzt das Album ein „Comeback“ erfährt – Respekt!

Versuch eines neuen Sounds wohl misslungen

Mit dem fünften MODERN-TALKING-Album hat DIETER BOHLEN Fanberichten zufolge experimentiert und neue ungewohnte Sounds ausprobiert (z. B. „Blinded By Your Love“) – das kam bei den Fans aber nicht so gut an wie der gewohnte Sound von Liedern wie „Jet Airliner“.

Vergleich mit den NO ANGELS hinkt

Man könnte nun sagen – auch die NO ANGELS sind nach rund 20 Jahren mit „Daylight“ wieder in den Singlecharts vertreten gewesen – auch das ist natürlich ein fantastischer Rekord – nur: Die Promo für das Produkt war natürlich eine ganz andere als die Werbung für das fünfte Album von MODERN TALKING.

DIETER BOHLEN steht nach wie vor für Erfolg

Ein bisschen haben wir ja schon ein schlechtes Gewissen, dass unser Bericht, dass die aktuelle RAMON-ROSELLY-Single nicht DIETER BOHLEN als Produzent ausweist, wohl von einigen dahingehend verstanden wurde, dass es eine Trennung gegeben habe. Das haben wir nicht gesagt – wir vermuten eher, dass der Meister selber eben zum Produktionszeitpunkt auf den Malediven verbracht hat und dann den Mann benannt hat, der ohnehin der Kopf hinter seinen Produktionen ist.

 

Folge uns:

SOTIRIA: Ihr neuer Titel „Vielleicht“ weist große Ähnlichkeiten mit einem Popklassiker auf 1

Bild von Schlagerprofis.de

SOTIRIA mit neuer Single

Zunächst müssen wir klar sagen, dass SOTIRIA in Sachen Songqualität und Produktion eine tolle Metamorphose durchgemacht hat. Die neuen Songs klingen nicht nur „vielleicht“, sondern sogar bestimmt top produziert und wirken hochwertig. Aber der neue Song bringt uns ins Grübeln…

Ist „Vielleicht“ «inspiriert» von „Big Big Girl“?

Vor einigen Jahren (1998) hatte EMILIA einen großen Hit mit „Big Big Girl“:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

„Vielleicht“ ist nicht ‚vielleicht‘ doch recht ähnlich im Refrain.

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Melodieführung, Instrumentierung – da ist man bei SOTIRIA ja fast geneigt, mitzusingen: „I’m a big big girl“… – merke: „Ich bin doch nur ein Mädchen“. Vielleicht hat die Titelzeile ihres letzten Hits, der sogar bei DSDS als Schlagersong zu hören war (natürlich von den DSDS-Kandidaten gesungen), sie ja dazu inspiriert, auf EMILIAS Spuren zu wandeln?

Wir betonen, dass wir hier kein ‚Plagiat‘ unterstellen, aber eine „Inspiration“ von ‚Big Big Girl‘ ist doch recht deutlich.

Songautoren bestätigen: ‚kein Cover‘

Wie dem Pressetext zu entnehmen ist, hat SOTIRIA diesmal alle Lieder selbst geschrieben – im Team mit diversen Songwritern. Diesmal waren ihre Coautoren KRAANS DE LUTIN und BAHAR HENSCHEL. Letztgenannte kannten wir bislang nicht, sind aber auf einen tollen Podcast mit der Textdichterin, die mal selber als Rapperin auf der Bühne stand, aufmerksam geworden. Es ist wirklich angenehm, wenn jemand mal „sympathisch“ und „kompetent“ in Personalunion daherkommt – genau diesen Eindruck haben wir von BAHAR HENSCHEL, die „vielleicht“ noch von sich hören lassen wird. Übrigens hat BAHAR vor ca. zwei Jahren schon mal einen Titel namens „Vielleicht“ für „Gestört aber geil feat. ADEL TAWIL“ getextet. –  HIER kann der Podcast angehört werden – empfehlenswert!

„Schlager ist die Königsdisziplin“

Aus dem Podcast mit BAHAR HENSCHEL, wie gesagt eine Frau die u. a. vom Rap kommt, müssen wir ein Zitat herauspicken, weil es einfach so toll ist. BAHAR sagt nämlich, dass beim Songwriting Schlager die „Königsdisziplin“ sei:

Die Leute denken, alles was zu schlecht ist für Popmusik, kann man als Schlager verwenden. Das stimmt nicht.Schlager ist eine richtige Kunst. Wenn du ein Wort findest wie „Atemlos“, das eben noch nicht gesagt worden ist. Bei Schlager denken viele an „Liebe, Sonne, Mond und Sterne, Gefühl, Meer“. Das gibt es alles schon. Das ewig neu zu erfinden und zu verpacken, will niemand mehr hören. Ich halte es für eine ganz große Kunst, aber ich schreibe sehr GERNE Schlager. Ich sehe es auch unter einem professionellen Aspekt: Man lernt dabei ja auch Handwerk.“ – Das läuft wie Öl – sehr geil!

Neues Album „Mein Herz“ nun für den Sommer geplant.

Zurück zu SOTIRIA: Deren Album „Mein Herz“ (ups, auch das kommt uns bekannt vor…) sollte ja eigentlich am 28. Mai 2021 erscheinen. In diesem Zeitraum erscheinen ja auch die Alben von BERNHARD BRINK, LAFEE und RAMON ROSELLY. Mit anderen Worten können wir für Ende Mai / Anfang Juni eine SILBEREISEN-Show erwarten. Denkbar ist, dass SOTIRIA da eigentlich auch hätte bei sein sollen, aber die „Experten“ der Plattenfirmen andere Prioriäten gesetzt haben. Coronabedingt wurde die Veröffentlichung des Albums nun in den Sommer verschoben. 

Pressetext

Wir sind gespannt, ob das von uns gesetzte Thema weiter hochkochen wird. So oder so wünschen wir SOTIRIA mit der schönen Produktion von HENNING VERLAGE viel Glück und Erfolg – hier noch der Pressetext der Plattenfirma:

Ende letzten Jahres erschien mit der Single “Einfach nur ein Mädchen” schon der erste Vorbote des für den Sommer geplanten zweiten Solo-Albums „Mein Herz”. Sotiria öffnet mit dem Werk das dritte Kapitel ihres Karrierebuchs, nach Eisblume und dem gemeinsamen Album mit dem Unheilig-Grafen „Hallo Leben“. Dieses Mal – zum ersten Mal – hat die Berlinerin alle Titel selbst geschrieben.

So auch bei der nun vorliegenden neuen Single „Vielleicht“, einer emotionalen (Midtempo-) Ballade. Es geht um das große Thema Vertrauen und tiefe Wunden, die heilen müssen. „Mein leiblicher Vater und ich hatten schon immer ein extrem schwieriges Verhältnis, weil er so unzuverlässig war, nicht zu Treffen erschienen ist. Ich habe mir lange gewünscht, dass er mir zuhört und sieht, wer ich bin, dass er mich wahrnimmt und für mich da ist. Jetzt sucht er den Kontakt zu mir, aber für mich ist es gerade nicht möglich es zuzulassen. Dafür war es einfach eine Enttäuschung zu viel. Vielleicht brauch ich einfach mehr Zeit, um meine Wunden heilen zu lassen.“

Das Album „Mein Herz“ erscheint im Sommer in folgenden Konfigurationen: als CD, 2CD-Deluxe-Version, als limitierte Fanbox sowie in digitaler Version.

Quelle: UMD/ Polydor

 

 

 

 

Folge uns: