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UDO JÜRGENS – Übersicht seiner Weihnachtsalben Kommentare deaktiviert für UDO JÜRGENS – Übersicht seiner Weihnachtsalben

Udo-Juergens – Es werde Licht

Weihnachts-Alben-Serie:

Die Weihnachts-Alben von UDO JÜRGENS

Text von: Daniel Speck

Für viele Menschen gehören die Weihnachtslieder von Udo Jürgens genauso zum Fest, wie der geschmückte Weihnachtsbaum oder ein bestimmtes Festessen. Vielleicht hat man sie in der Kindheit zum ersten Mal gehört und über die Jahre sind sie zum festen Bestandteil der Rituale geworden, die Weihnachten zu etwas ganz Besonderem machen. Eines ist sicher: Im Laufe seiner langen Musikkarriere hat Udo Jürgens immer wieder für eine musikalische Begleitung zum Fest gesorgt.

Mit einer Single fing es in den 60er Jahren an Udo Jürgens - Cover

Die ersten Weihnachtslieder von Udo Jürgens wurden im Dezember 1967 auf der Single „Wünsche zur Weihnachtszeit / Schau es schneit“ veröffentlicht. Beide Lieder sind Eigenkompositionen von Udo Jürgens, der Text der A-Seite stammt von HEINZ TUST und den Text der B-Seite hat der bekannte Schauspieler und Entertainer JOACHIM ‚BLACKY’ FUCHSBERGER geschrieben. Übrigens stammen insgesamt fünf Texte für Udo ihm. Das bekannteste dieser Lieder ist sicherlich „Was ich Dir sagen will“.

Udo Jürgens‘ erstes Weihnachtsalbum mit Klassikern und Eigenkompositionen erschien 1968

Udo Jürgens - CoverIm Jahr 1968, also ein Jahr später, wurden beide Lieder auf dem ersten kompletten Weihnachtsalbum „Wünsche zur Weihnachtszeit“ erneut veröffentlicht. Aufgenommen mit den Orchestern von ROBERT OPRATKO und HANS HAMMERSCHMID enthält das sehr besinnliche Album sieben bekannte Weihnachtsklassiker in Deutsch (Leise rieselt der Schnee, Süßer die Glocken nie klingen, O Du Fröhliche, Stille Nacht), Englisch (White Christmas, Jingle Bells) und Französisch (Mon Beau Sapin – Oh Tannenbaum), sowie fünf wunderschöne Eigenkompositionen (Weihnachtszeit – Kinderzeit, Schau, es schneit, Wünsche zur Weihnachtszeit, Tage des Friedens und Schau in die Augen der Kinder).
Diese sind Lieder mit nachdenklichen und tiefgehenden Texten.

Auch für „Weihnachtszeit, Kinderzeit“ hat HEINZ TUST den Text verfasst. Bei „Schau in die Augen der Kinder“ war es WALTER BRANDIN, der von Ende der sechziger bis Mitte der siebziger Jahre viele Texte für Udo geschrieben hat (unter anderem für das erste Musical „Helden, Helden“). Eines der Highlights des Albums ist „Tage des Friedens“. Neben den Liedern, welche die Wünsche, Freude und Hoffnungen der Kinder zu Weihnachten thematisieren, greift dieses Lied auch die Wünsche der Erwachsenen nach Frieden auf der ganzen Erde auf. Der Text zu dem Lied wurde von UDO JÜRGENS und WILLY UEBELHERR gemeinsam verfasst.

Für Fans interessant: UEBELHERR wurde in den 70er Jahren UDOs Musiker und Orchesterleiter, anfangs aber war er noch sein Sekretär – heute würde man wohl ‚Personal-Assistant‘ sagen… Das schöne Coverfoto hat übrigens Udo Jürgens‘ Bruder, der Fotograf und Maler MANFRED BOCKELMANN aufgenommen. Immer wieder wurden seine Aufnahmen auf Covern verwendet.

Das ZDF strahlte am 22.12.1969 erstmals die Sendung „Weihnachten mit Udo Jürgens“ aus, in dem Udo mit Kindern zusammen einige Lieder des Albums singt.

Auch im Ausland erschienen Weihnachtslieder

Udo Jürgens - CoverDas Album „Wünsche zur Weihnachtszeit“ kam beim Publikum gut an und wurde immer wieder neu aufgelegt. In Frankreich wurde es noch im gleichen Jahr unter dem Titel „Noels“ auf den Markt gebracht. Alle Lieder der deutschen Ausgabe sind auch auf dieser LP vertreten. Mit dem Titel „Minuit Chretiens“ befindet sich allerdings ein ganz besonderes weiteres Lied auf der französischen Ausgabe. Es wurde nirgendwo sonst je veröffentlicht, außer auf der Christmas-Edition von „Merci, Udo! 2“ aus dem Jahr 2017. Man sieht, welche Liebe zum Detail bei dieser posthumen Zusammenstellung an den Tag gelegt wurde. Leider wurde diese im Rahmen der rechtlichen Auseinandersetzung zwischen den Erben und Udos Management wieder vom Markt genommen.

Sogar in Südafrika

Udo Jürgens - CoverZwei Jahre später, nämlich 1970 erschien die deutsche Ausgabe des Weihnachtsalbums auch in Südafrika mit dem Untertitel „Christmas Wishes“. Ein Leckerbissen – zumindest für die Extremsammler unter den Fans – dürfte die einzige Weihnachts-Single darstellen, die außerhalb Deutschlands veröffentlicht wurde. Es handelt sich dabei um die ebenfalls 1970 in Südafrika veröffentlichten Lieder „Leise rieselt der Schnee / Stille Nacht, heilige Nacht“. Die Lieder sind nicht neu, aber das schöne Cover zeigt Udo Jürgens beim Schmücken eines Weihnachtsbaumes – wie passend! Übrigens war UDO JÜRGENS von Dezember 1970 bis Januar 1971 auf einer ausgedehnten Tournee in Südafrika, wo er insgesamt um die 50 Konzerte gegeben hat, u.a. in Windhoek, Kapstadt und Kimberley.

Auch im Jahr 1970, genauer im November, erschien in Italien eine besondere Rarität.Udo Jürgens - Cover Es handelt sich um das Weihnachtsalbum „Buon Natale da Udo Jürgens“, welches alle Lieder von „Wünsche zur Weihnachtszeit“ enthält, die aber sämtlich in italienisch gesungen sind. Allerdings war diesem Album kein Erfolg beschieden, weshalb es heute so selten ist.

Zweites Weihnachtsalbum mit innovativem Adventskalender-Cover

Udo Jürgens - CoverDanach dauerte es ein paar Jahre, bis wieder ein Weihnachtsalbum produziert wurde. „Wenn es Weihnachten wird“ erschien 1974 mit dem Untertitel „Klingende Grüße vom Christkindlesmarkt“ und das innovative Cover war ein Adventskalender, bei dem man Weihnachtsplätzchen aufklappen konnte. Das Album ist insgesamt fröhlicher und feierlicher als sein Vorgänger, auf ihm sind aber von zwölf Liedern eigentlich nur vier wirklich neu. Sechs weitere waren bereits auf dem ersten Weihnachtsalbum enthalten, teils aber in einer anderen Aufnahme. Zwei weitere Lieder kennt man von dem Album „Jonny und Jenny“, davon „Jenja“ mit einem leicht weihnachtlich veränderten Text und „Erde, kleine Erde“.

Die neuen Lieder sind der „Nürnberger Christkindlesmarkt-Walzer“, „Schreib deine Wünsche in einen Brief“, „Wünsche sind wie Wolken“ und „Ach Papi, geh‘ doch heuer nicht auf die Weihnachtsfeier“ – letzteres wird uns später noch einmal begegnen…

Für Fans interessant: Textautor von „Wünsche sind wie Wolken“ ist der Kinderbuchautor JAMES KRÜSS (u. a. Autor von „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“), diese Zusammenarbeit war aber auf keinem der gemeinsamen Kinderalben enthalten. MICHAEL KUNZE hat den Text zu zwei Liedern geschrieben, es sind die einzigen Weihnachtslieder von ihm unter weit über hundert gemeinsamen Liedern (u. a. „Ein ehrenwertes Haus“, „Griechischer Wein“ oder „Ein ehrenwertes Haus“).

Erstmals digitale Veröffentlichung in den Neunzigern

In den Neunziger Jahren wurden die beiden Weihnachtsalben als CD veröffentlicht, 1991 „Wünsche zur Weihnachtszeit“ und 1993 dann „Wenn es Weihnachten wird“. Im Jahr 1997 schließlichUdo Jürgens - Cover erschien mit „Leise rieselt der Schnee“ eine Compilation mit vierzehn Liedern aus beiden Alben, sowie als Auftakt der Zusammenstellung das Lied „Stille Nacht“, welches vier Jahre zuvor erstmals auf dem Album „Café Grössenwahn“ veröffentlicht wurde. Bei diesem handelt es sich dem Text nach nicht wirklich um ein Weihnachtslied, aber schön ist es dennoch.

Drittes Weihnachtsalbum erscheint nach einer Pause von fast 30 Jahren

Udo Jürgens - CoverFast 30 Jahre nach dem letzten Weihnachtsalbum erschien am 18. November 2003 „Es werde Licht – Meine Winter und Weihnachtslieder“. Die Idee dazu entstand nach UDOs eigenen Angaben während eines Winterurlaubs in Tirol. Das Album hat einen modernen Sound und alle der 13 Lieder – acht neue Eigenkompositionen und fünf traditionelle Klassiker – sind von Udos langjährigem Produzenten PETER WAGNER neu produziert worden. Als das Album erschien, war Udo fast 70 Jahre alt und erneut mit dem Orchester PEPE LIENHARD auf großer Tournee unterwegs. Die aufwendige Produktion des Albums sowie der Filmaufnahmen für eine Fernsehsendung und DVD lagen da aber schon einige Monate zurück, sie wurden im März des Jahres abgeschlossen.

Zusammen mit dem Orchester der deutschen Oper Berlin und dem Orchester PEPE LIENHARD hat Udo Jürgens die Lieder „live“ im Studio eingespielt, die Filmaufnahmen entstanden bei strahlendem Sonnenschein vor einer traumhaften winterlichen Bergkulisse im österreichischen Voralberg. Witziger Höhepunkt des Albums ist das Lied „Merry Christmas allerseits“ mit einem verrückten deutsch-englischen Text von WOLFGANG HOFER (u. a. „Mit 66 Jahren“).

Auf einer Neuauflage des Albums im Jahr 2010 wurde dieses Lied als Duett mit dem Komiker, Schauspieler und Moderator HAPE KERKELING veröffentlicht. Das Album enthält außerdem Neuaufnahmen von vier Liedern aus 1968 bzw. 1974, nämlich „Leise rieselt der Schnee“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ bzw. „Ach Papi, geh‘ doch heuer nicht auf die Weihnachtsfeier“.

Schließlich sind noch zwei sehr gelungene Coverversionen enthalten, nämlich „Der kleine Trommlerjunge“ (Original: „The Carol of the Drum“ aus dem Jahr 1941 von Katherine K. Davis, auch bekannt als „Little Drummer Boy“) und „Viele bunte Päckchen“ (Original: „The Christmas Song“ von Mel Tormé und Robert Wels aus dem Jahr 1945). Das Album „Es werde Licht“ erreichte in den deutschen Charts Platz 53, und in Österreich immerhin Platz 9.

Die letzte Veröffentlichung mit weihnachtlichen Liedern…

… von Udo Jürgens stellt die im November 2015 von einer deutschen Kaffeehandelskette exklusiv vertriebene Compilation “Weihnachtsklassiker” dar. Es hätte sie nichtUdo Jürgens - Cover wirklich gebraucht, aber für Fans ist sie wegen des Liedes „Schneerose“ interessant. Das Lied war im Jahr 1967 die B-Seite einer Single zusammen mit dem Lied „Hier bin ich zuhause“. UDO JÜRGENS schrieb beide Lieder für „Verliebt in Österreich“, einen Dokumentarfilm über Österreichs Landschaft, Menschen und Kulturschätze, die Texte stammen von THOMAS HÖRBIGER (u. a. „Mercie Chérie“ und „Siebzehn Jahr, blondes Haar“). Das Lied war bis zu diesem Zeitpunkt noch nie digital veröffentlicht worden.

Welche der Platten oder CDs man nun auflegt, ist im Grunde egal, es stellt sich sicherlich in jedem Fall eine besinnliche, weihnachtliche Stimmung ein…

Hier nochmal die Cover-Galerie zum Durchklicken:

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FLORIAN SILBEREISEN: Merkwürdigkeiten bei der Schlagerchance Kommentare deaktiviert für FLORIAN SILBEREISEN: Merkwürdigkeiten bei der Schlagerchance

Bild von Schlagerprofis.de

Einmal mehr Topquote

Ganz offensichtlich zieht der Name „FLORIAN SILBEREISEN“ unabhängig vom Konzept einer Sendung. Neidlos anzuerkennen ist, dass 1,77 Mio. Menschen bundesweit die „Schlagerchance“ gesehen haben. Dar Marktanteil von 6 Prozent ist beeindruckend. Auch die 2,2 Prozent im Bereich der 14- bis 49-jährigen Zuschauer sind super. Im MDR-Sendegebiet sahen 575.000 Menschen zu (Das waren 16 Prozent, wobei man auch sehen muss, dass das Riverboat noch mal fast sechs Prozentpunkte im MDR-Gebiet mehr einfuhr).

LUKE MOCKRIDGE chancenlos – Quote nicht annähernd auf „Fernsehgarten“ und Schlagerchance-Niveau

Besonders erfreulich ist sicher, dass LUKE MOCKRIDGE mit dem Konzept, Schlager-Bashing zu betreiben und vor allem auf seinen Namen statt auf inhaltliche Qualität zu setzen, sich NICHT durchsetzte – 1,22 Mio. holte der bundesweit agierende Sender SAT1 mit der Sendung und sieht das wohl sogar als „Erfolg“ an. Auch PRO7 konnte mit SILBEREISEN quotentechnisch nicht mithalten – Fazit: Was die Quote angeht, ist die Schlagerchance ein großer Erfolg. Und die Sendung muss ja dem Publikum gefallen. Alles richtig gemacht also?

Trotz guter Quote ist unser Kritiker THOMAS KAISER etwas fassungslos:

Kolumne von THOMAS KAISER

Warum bringt es der MDR nicht auf die Reihe, mal wieder eine überzeugende Schlagersendung zu produzieren? Die letzten guten Schlagersendungen im MDR wurden im Jahr 2018 ausgestrahlt. Zu nennen ist hier die „KLUBBB3-Hüttenparty“. Warum lässt sich der MDR seit einiger Zeit ganz oft in Sachen „Schlager“ die Butter vom Brot nehmen? Die Ausnahme im MDR war die vor einigen Wochen ausgestrahlte Sendung „Schlagerparty“ mit Ross Antony.

SWR als Mitbewerber

Der SWR ist eine ernst zunehmende Konkurrenz geworden und der Sender scheint weiter aufzurüsten. Es ist bekannt geworden das es demnächst eine weitere Sendung mit dem Namen „SWR Schlager – die Show“ geben wird. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Der MDR muss sich warm anziehen.

Drei Mal dabei – „wiedergewählt“

Noch zur Erwähnung, meine Kritik richtet sich nicht gegen FLORIAN SILBEREISEN als Moderator der Schlagerchance oder gegen einen der etablierten Schlagerstars als Unterstützer, sondern gegen die Macher der Sendung hinter den Kulissen. Warum bitte bekommt eine MARIE REIM die Möglichkeit, bei der Sendung teilzunehmen? Sie war schon bei der „Feste“-Show „Schlager Lovestory“ und beim „Schlagerlagerfeuer“ mit genau dem Lied dabei, das sie auch bei der „Schlagerchance“ vortrug, damit zum dritten Mal in einer SILBEREISEN-Show.

Außerdem war MARIE REIM im Fernsehgarten oder auch bei ANDY BORGs „Schlagerspaß“ zu sehen (- der war dann ja auch ihr „Pate“). Sie ist kein Neuling mehr. Kann es sein, dass hier doch ihr familiärer Hintergrund eine Rolle spielt? Dazu sei angemerkt, dass JULIAN REIM, MARIE REIMs Bruder, im letzten Jahr Sieger der Sendung wurde.

Alternativvorschlag: DANIEL SOMMER

Stattdessen hätte man DANIEL SOMMER eine Chance geben sollen. Er hatte bis jetzt  nur einen Auftritt bei „Immer wieder Sonntags“ mit seinem Titel „Herz auf Unendlich“. Sein neuer Titel „Zuhause“ wurde am 08.10.2020 veröffentlicht.

Kuriositäten beim Wertungssystem

Kurios auch der Umstand, dass zwei Runden lang CHRIS CRONAUER führte und nach dem letzten Einzelauftritt von MARIE REIM plötzlich sie in Führung geht und somit das Ticket für das „Schlagerjubiläum“ bekommt? Wenn ich CHRIS CRONAUER wäre, ich würde mir verarscht vorkommen, weil bei MARIEs Auftritt ihr Pate, ANDY BORG, gar nicht (für sie) werten konnte. Merkwürdig… Hier der Link zur neuen Single „Mei des baast scho“ von CHRIS CRONAUER.

Publikumsabstimmung wäre ehrlicher

Hier muss der MDR einfach transparent aufzeigen, wie das zustande kommt. Das ist ganz einfach. Man macht aus der Schlagerchance eine Live-Sendung mit Publikumsbeteiligung. Der Gewinner wird einfach per Anruf durch die Zuschauer und Internetabstimmung ermittelt. Die Sendung würde dadurch viel mehr wie ein ernstzunehmender Wettbewerb wirken. Die Unterstützung durch bekannte etablierte Schlagerkünstler soll bestehen bleiben. Das ist eine gute Idee und passt zur Sendung.

Zur Bühne: Die Mischung macht’s

Der MDR ist in dieser Richtung viel zu unflexibel. Es wäre auch mal wieder schön, wenn man beim MDR bei der einen oder anderen Sendung zur klassischen Bühne zurückkehren könnte. Die ewig mittige Bühne wirkt irgendwann auch nur noch ausgelutscht. Die Mischung macht es aus. 

Leidiges Thema Vollplayback

Noch etwas zu den Duetten. Kann es sein, dass ein ANDY BORG oder STEFAN MROSS mit ANNA-CARINA WOITSCHACK, also die Etablierten, alle Playback gesungen haben, wie beim MDR üblich? Merkwürdig ist, dass eine MARIE REIM oder auch die ROCKHARMONIX in der Lautstärke viel zu leise waren. Die Neulinge kamen irgendwie nicht richtig zum Zuge, sie wurden eindeutig übertönt. Auch hier sollte sich der MDR in Sachen „Live“ ein Beispiel an Andy Borgs „Schlagerspaß“ nehmen. Warum tut man sich beim MDR so schwer damit?

Perlen des Schlagers verunstaltet

Dass Perlen des Schlagers einfach mal Original bleiben sollten, zeigten BEATRICE EGLI und CHRIS CRONAUER mit „Mein Herz“ und ANDY BORG und MARIE REIM mit „Adios Amor“. Kurios war, als ANDY BORG sich dafür entschuldigt hat, dass „Adios Amor“ nicht in MARIE REIMs Tonlage gesungen werde. Das hörte man sogar trotz Vollplaybacks.

RENÉ DEUTSCHER is not amused

RENÉ DEUTSCHER äußerte sich auf Facebook dazu, dass man den Song „Jenseits von Eden“, eine Komposition seines Vaters DRAFI DEUTSCHER, verunstaltet hat. In Anspielung an diverse ungenehmigte „Umtextungen“ von STEFAN MROSS schrieb er:

„BITTE! „Jenseits von Eden“/“Guradian Angel“ ist eine Hymne. Dieser Titel ist ein „Heiligtum“ und sollte wirklich nicht von jedem gesungen werden, nur weil er ein Mikrofon richtig rum halten kann.

Wenn sich aber ein „Spontan-Trio“ hinstellt, und diesen Song gefühllos „dahinrotzt“, dann fällt mir nichts mehr ein!

Aber ich bin froh, dass der Text nicht einfach geändert und „parodiert“ wurde – denn ICH wäre da nicht zimperlich!

UDO JÜRGENS würde sich im Grab herumdrehen…

Am Ende wurde wieder ein üblicher Hitmix mit allen Künstlern dargeboten. Leider wurden dabei „Ich war noch niemals in New York“ und „Jenseits von Eden“ in fürchterlichen Versionen gezeigt. Schließlich wurde dann der Sieg vom Unterhaltungschef des MDR, Peter Dreckmann, bekannt gegeben. Obligatorisch hat er ein Papier aus einem Umschlag gezogen, darauf Stand der Name MARIE REIM. Finde diese Bekanntgabe etwas lau und lustlos. Das ganze sollte doch mit mehr Einfallsreichtum gezeigt werden.

Thomas Kaiser
Foto: MDR/Thorsten Jander

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