FLORIAN SILBEREISEN: Der Schlagerbooom sprengt die deutschen Charts 1

Auch wenn es für die Spitzenreiter-Position nicht ganz gereicht hat, sind die Künstler des Schlagerboooms in den offiziellen Albumcharts unglaublich erfolgreich:

5 Alben in den Top-10

Gleich fünf Interpreten ist der Sprung in die Top-10 geglückt, dabei ging Kerstin Ott als erfolgreichste Interpretin hervor – wir gratulieren herzlich. Folgende Schlager- und Folkstars haben es in die Top-10 geschafft:

– KERSTIN OTT (2.: „Ich muss dir was sagen“)
– SANTIANO (4.: „MTV Unplugged“)
– KELLY FAMILY (7.: „25 Years Over the Hump“)
– ANDREA BERG (9.: „Mosaik“)
– MATTHIAS REIM (10.: „MR 20“)

3 weitere Stars in den Top-20

– HOWARD CARPENDALE („Symphonie meines Lebens“)
– GIOVANNI ZARRELLA („La Vita e bella“)
– ROLAND KAISER („Alles oder dich“)

Acht „Schlagerbooom“-Alben in den Top-20 – das macht eine stolze Quote von 40 Prozent!

Weitere Top-100-Platzierungen des Schlagerboooms sind:

– MAITE KELLY („Die Liebe siegt sowieso“)
– ANDREAS GABALIER („Best Of Volks Rock’n’Roller“)
– KERSTIN OTT („Mut zur Katastrophe“)
– HELENE FISCHER („Live – die Stadiontour“)
– HELENE FISCHER („Weihnachten“)
– HELENE FISCHER („Helene Fischer“)

Hier fällt auf, dass Helene Fischer mal wieder gleich drei Alben platzieren konnte – sogar schon ihr Weihnachtsalbum, das sicher in den kommenden Wochen wieder in den Charts steigen wird.

Nicht in die Charts geschafft…

Etwas überraschend, gab JEANETTE BIEDERMANN der Auftritt keinen Impuls – trotz Silbereisen schaffte sie keinen Re-Entry mit ihrem Album, gleiches gilt für Oli.P. – KLUBBB3 und die DRAUFGÄNGER haben keinen Titel eines aktuellen Albums gespielt, insofern ist auch nicht verwunderlich, dass es nicht für einen Wiedereinstieg in den Charts gereicht hat.

Wenn auch absolut erwartet, aber doch etwas enttäuschend: Die neue Single von THOMAS ANDERS und FLORIAN SILBEREISEN hat es ebensowenig in die Singlecharts geschafft wie die Singles der Newcomer JULIAN REIM und TIM PETERS. Auch TMCA konnten die Top-100 nicht knacken.

Extrem traurig ist, dass die „Schlagerstars“ ROMAN WEIDENFELDER und RAINER CALMUND es auch nicht in die Charts geschafft haben… (kleiner bissiger Scherz am Rande).

Auch alter „Schlager Champions“-Sampler schießt nach oben

Fast schon sensationell: Die nicht ganz ein Jahr alte Sensations-Compilation „Schlager Champions – das große Fest der Besten 2019“ ist zurück in den Top-5 der Compilation-Charts und damit direkt hinter dem Sampler „Schlager 2019“, der auch viele Hits der auftretenden Künstler enthält – auch das ist ein toller Erfolg für FLORIAN SILBEREISEN und sein Team.

(Foto: Kevin Drewes)

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PRINCE DAMIEN: Ein Dschungelkandidat 2020? 0

Alle Jahre wieder… kommuniziert nicht etwa RTL, sondern die BILD-Zeitung die Namen der Teilnehmer des Dschungelcamps „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“. Um hier als „prominent“ zu gelten, reicht in diesem Jahr u. a. ein 11. Platz bei DSDS, sofern man von Kopf bis Fuß tätowiert ist. Erstmals (wenn wir das richtig beobachtet haben) ist auch ein DSDS-Sieger mit an Bord, nämlich PRINCE DAMIEN, der damit als einer der prominentesten Dschungelteilnehmer des kommenden Jahres gehandelt wird. Immerhin trägt er einen der wenigen Namen, den wir schon einmal gehört haben.

In dem Zusammenhang haben wir in einem Forum bezüglich der Prominenz des kommenden Dschungelcamps einen wie wir finden treffenden Vergleich gefunden: „Prince Damien als bekanntester Teilnehmer einer Promi-Show ist aber schon irgendwie wie ein dreibeiniger Dackel mit zehn Kilo Übergewicht als Gewinner eines Hunde-Wettbewerbs“ – dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen…

Theaterstück „Ein Festival der Liebe“ begeistert mit musikalischer Zeitreise in die 70er Jahre 0

Seit dem 12.10.2019 wird das Stück „Ein Festival der Liebe“ vom Niederdeutschen Theater Delmenhorst uraufgeführt. Das Konzept: Eine Musikrevue in die 70er Jahre und die Dialoge dazwischen ganz norddeutsch auf Platt. Da scheint mächtig Herzblut in die Produktion geflossen zu sein, denn sowohl Darsteller, Bühnenbild als auch die Story sind perfekt umgesetzt. Jeder Titel fügt sich hervorragend in die Geschichte ein. Zudem werden die großen Shows von damals toll geehrt.

Bevor das Stück beginnt, folgt ein Grußwort von Dirk Wieting. Der testet direkt mal die Erinnerungen der Zuschauer an die legendäre Sendung „Disco“ von Ilja Richter. Das bestens aufgelegte Publikum besteht den Test und ist bereit für eine Musikrevue in die 70er Jahre!

Die Handlung kurz umschrieben: Im Mittelpunkt steht Familie Meyerdierks. Vater, Mutter und die Kinder, welche u. a. große Fans von „Disco“ und der „ZDF-Hitparade“ sind. Haupt-Handlungsort ist deren Wohnzimmer (originalgetreu wie in den 70ern gestaltet) und das Studio der „Tagesschau“ (mit genialem Running Gag: Dirk Wieting platzt in die Sendung und wird vom Moderator umgehend verbannt) sowie weitere Schauplätze, die ebenfalls toll gestaltet sind.

Wir beginnen die Zeitreise im Jahr 1969, mit „Eine neue Liebe“ (auch wenn der Schlager etwas jünger ist), ehe die Familie bei „Der goldene Schuss“ 1000 Mark gewinnt. Neben den größten Schlager-Hits dieser Zeit sind ebenfalls Hits von ABBA und Boney M. im Stück integriert und bringen noch mehr Abwechslung mit. „Daddy Cool“ sorgt schon früh für eine klasse Stimmung.

Stark sind auch die Kostüme, insbesondere bei „Moskau“. Das Stück springt von Schauplatz zu Schauplatz und verbindet diese genial miteinander. Denn ob „Tagesschau“, „Dalli Dalli“ oder auch „Am laufenden Band“ – immer wenn die Familie Fernsehen schaut, wechselt das Bühnenbild. Dazu werden die Original-Melodien eingespielt, die Moderationen sind ebenfalls 1:1 – wenn man davon absieht, dass diese auf Plattdeutsch sind. Apropos Moderationen – für einen riesigen Lacher sorgt der Moderator, nach dem „Michaela“ sowie „Anita“ gesungen wurden: „Damit sind wir in den inneren Körperregionen angekommen!“. Das Publikum johlt.

Ebenfalls Kult und fester Bestandteil der 70er war „Ein Herz und eine Seele“ – so mimt Vater Meyerdierks den Ekel Alfred und auch das legendäre Zitat „Du dusslige Kuh“ fehlt nicht. Erneut lacht alles. Ebenfalls im Wohnzimmer findet einer der wohl besten Umsetzungen von Udo Jürgens Klassiker „Ein ehrenwertes Haus“ statt. Es wurde an jedes Detail gedacht, so mimen die Darsteller genau wie im Titel besungen die Nachbarn – sei es „die Frau von nebenan, die ihre Lügen nie für sich behalten kann“ oder auch „dieser Kerl, der seine Tochter schlägt“.


Auch das Bühnenbild der Kneipe würde Udo Jürgens stolz machen, denn auch diese Inszenierung ist genau so, wie man sich’s vorstellt. Peter Alexanders Hit „Die kleine Kneipe“ wird dort ebenfalls hervorragend performt. Vor der Pause folgte noch ein Hammer: Howard Carpendales Klassiker „Das schöne Mädchen von Seite 1“ wird ebenfalls 1:1 wie im Titel aufgeführt. Keine Frage – da wurde an jedes Detail gedacht.

Nach der Pause eröffnet der Anfang von „Wums Gesang – Ich wünsch mir ne‘ kleine Miezekatze“ die zweite Hälfte. Darauf muss man erst einmal kommen. Wir sehen die Damen im Wohnzimmer beim Putzen – man ahnt was kommt: „Das bisschen Haushalt“: Was danach kommt hingegen nicht: Eine erstklassige Umsetzung der bekanntesten Werbungsclips von damals, allen voran natürlich „Lenor“. Die Stimmung tobt.

Selbst das Fernweh kommt nicht zu kurz, denn Familie Meyerdierks plant eine Reise mit dem gewonnenen Geld. So erleben wir passenderweise die Titel „Über den Wolken“ von Reinhard Mey, „Tanze Samba mit mir“ sowie „Spanische Gitarren“.

Es wird wahrlich das perfekte Rundum-Paket in dieser Zeitreise geboten. Selbst an die „Les Humphries Singers“ wurde gedacht. Den perfekten Abschluss macht der namensgebende Song „Ein Festival der Liebe“.

Doch noch darf nicht Schluss sein – das Publikum steht und skandiert lautstark „Zugabe“. Es folgt ein Medley weiterer Klassiker sowie – ebenfalls perfekt platziert – „Gute Nacht Freunde“ von Reinhard Mey. Und da an diesem Abend eine Spezialvorführung stattfand, darf jeder der sich der Zeit entsprechend kleidete, noch Fotos mit dem Ensemble machen.

Wir waren begeistert. Eine so geniale Umsetzung hätten wir nicht erwartet. Das Stück verdient überregionale Aufmerksamkeit und man kann nur hoffen, dass es weitergeführt wird. Wir halten das Stück gar für so gut, dass es das Potenzial hat, auch in ganz Deutschland in den großen Sälen. Wenn man da eventuell vom Plattdeutschen abweicht, würde es ganz sicher nicht nur in Delmenhorst begeistern. Hier an der Delme passt es aber natürlich so hervorragend – halt typisch norddeutsch!

Einige Vorstellungen stehen bis zum 13.12.2019 im „kleinen Haus“ in Delmenhorst noch an – die Karten sind sehr begehrt. Schnell sein lohn sich also.

https://delmenhorst1.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/eventlist 

Fotos und Bericht: Kevin Drewes