FLORIAN SILBEREISEN: „Wir freuen uns auf Weihnachten“ mit durchwachsener Quote 5

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Neue Show von der Quote in etwa auf Clipshow-Niveau

Am 4. Dezember konnte BERNHARD BRINK mit seiner Clipshow „Schlager des Monats“ erneut eine sehr ordentliche Quote (bezogen auf ein recht günstig zu produzierendes Format) einfahren. Im Sendegebiet des MDR schalteten 489.000 Zuschauer ein, was einem Marktanteil von 13,2 Prozent entsprach.

FLORIAN SILBEREISEN unterliegt „MDR aktuell“

Am vergangenen Freitag durften wir uns über die neue FLORIAN SILBEREISEN-Show „Wir freuen uns auf Weihnachten“ freuen. Ein Blick auf die EInschaltquote ist überraschend. Dass „ELefant, Tiger und Co“ fast doppelt so viele Zuschauer generieren konnte – geschenkt, das Format ist extrem beliebt. Aber selbst bei MDR aktuell waren deutlich mehr Zuschauer an Bord als bei „Wir freuen uns auf Weihnachten. Troz deutlich späterer Sendezeit sahen auch weit mehr Zuschauer das „Riverboat“.

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Eigentlich eine schöne Show…

Nach unserer bescheidenen Meinung war „Wir freuen uns auf Weihnachten“ eine sehenswerte, schöne und gelungene Show (- mal abgesehen vom Playbackbetrug, der bei einer Aufzeichnung im Studio (fast) ohne Publikum nun wirklich nicht sein müsste). Insbesondere die Gästeauswahl war weit ausgewogener als sonst – man ist geneigt zu sagen: „Geht doch!“. Konzept, Gäste und Stimmung der Sendung wussten zu überzeugen, da gab es (außer dem einen genannten Punkt) nix zu meckern.

Kommunikationsfehler?

Die Frage ist: Hat man sich für die gute Gästeauswahl geschämt? Im Vorfeld wurden ausnahmslos die Gäste offiziell kommuniziert, die eh in jeder Show von FLORIAN SILBEREISEN dabei sind. Erfreuliche Einladungen wie die von lovely LINDA HESSE, MAXIMILIAN ARLAND, den JUNGEN ZILLERTALERN, VINCENT GROSS u. a. wurden nicht benannt.

Mal aus dem Nähkästchen gesprochen…

Am Samstag besuchte der Verfasser dieser Zeilen seine schwerst krebskranke im Hospiz lebende Schwiegermutter, die das Portal Schlagerprofis.de vermutlich nicht kennt. Sie liebt die Shows mit FLORIAN SILBEREISEN. Zufällig kamen wir darauf, dass wir gestern die SILBEREISEN-Show gesehen haben. Die Schwiegermutter war enttäuscht, dass sie die Show nicht gesehen hat, weil sie das nicht im TV-Programm gefunden habe. In der Tat wurde die Sendung ja mal wieder – sorry – „wichtigtuerisch“ extrem lange verschwiegen, so dass es für manche TV-Zeitschrift zu spät war:

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Wenn in der TV-Zeitschrift „Progr. nach Ansage“ steht, kann es schon mal passieren, dass die Zielgruppe, die gerne noch in Fernsehzeitungen stöbert, dann lieber auf die Ehrlich-Brothers zugreift – und ehrlich enttäuscht ist, eine schöne Sendung verpasst zu haben. Okay, das ist ein Einzelfall, aber könnte die „überschaubare Quote“ erklären.

Fortsetzung folgt…?

Wenn im Vorfeld exakt die gleichen Namen für die Show genannt werden, die nur wenige Tage vorher schon beim Adventsfest waren und die WIRKLICH interessanten Namen verschämt verschwiegen werden und die Sendung als solche nicht pünktlich genug für die TV-Zeitschriften kommuniziert wird, darf man sich über eine eher durchwachsene Quote nicht wundern. Wir würden uns jedenfalls freuen, wenn die eigentlich gelungene Show nicht an diesen administrativen Dingen scheitern würde…

Foto: MDR/ARD/Jürgens-TV/Dominik Beckmann

 

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5 Kommentare

  1. Die Show war wunderschön und die Einschaltquote in Ordnung. Was die Journalisten immer haben….in diesem Falle Herr Imming? !
    Wenn er doch immer so kritisch wäre , auch bei Rezessionen einer neuen CD , was Texte und Kompositionen betrifft !
    Wenn Sänger vernünftige Weihnachtsalben abliefern würden , hätten sie auch eine Chance in so einer Sendung mit zu wirken ! Aber da wurde viel Schrott abgeliefert…..siehe Fantasy!
    Das neue Album von Ross Antony ,mit Ute Freudenberg und Partner Paul , ist wunderschön und zu Recht sind alle Drei zur Weihnachtszeit mit einigen Liedern des Weihnachtsalbum in verschiedenen Sendung zu Gast ! Und jeder Sendung haben sie einen anderen Titel gesungen !
    Mir hat jedenfalls die Sendung sehr gut gefallen und habe auch positive Resonanz von anderen Leuten gehört !
    Frohes Fest !

    1. Wer findet, dass der Anspruch einer Silbereisen-Show der ist, deutlich weniger Zuschauer als „MDR aktuell“ zu haben, dann kann man das natürlich abfeiern – ob man Florian Silbereisen und seinem Team damit gerecht wird, ein Quotenniveau einer Clipshow als „in Ordnung“ zu bezeichnen, muss natürlich jeder für sich entscheiden…

  2. Herr Imming , die Nachrichtensendung “ MDR aktuell “ hat immer hohe Einschaltquoten und jetzt zu Corona- Zeiten sowieso…..!
    Kritisieren Sie doch mal lieber die ganzen Musiklabel….ist ja nicht mehr zum aushalten…. “ Platinedition“ , “ Goldedition „, “ Winteredition“ , Geschenkedition “ und wer weiß noch was für Edition! Eine reinste Abzocke durch die Label !

  3. Ich habe die Sendung auch gesehen und sie war sehr gut gelungen. Jetzt wird wieder seitens Schlager Profis gewundert, warum die Quote so gering war. Dafür wurde ja von Herrn Imming, bereits im Vorfeld wieder die bekannten „gleichen“ Stars negativ kommuniziert. Eigentlich müsste jeder wissen ,das eine Silbereisensendung nicht nur aus 6,7,8 bekannten aufgelisteten Schlagerstars, besteht. Warum die anderen Stars kaum oder spät genannt werden, ist wirklich fraglich. An welcher Stelle wäre dann diese Beschwerde zu richten??? Man muß auch nicht immer das “ Playback“ mies machen. Nicht jeder ist Fan von Livemusik! Das entscheidet doch jeder für sich, solche oder solche Musiksendung zu schauen. Das muß nicht negativ kritisiert werden. Oder hegt jemand einen Groll gegen Silbereisen und deren Sendung?

Update: RAMON ROSELLY: Nun fix: VÖ-Datum von „Lieblingsmomente“ um 3 Wochen verschoben 1

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RAMON ROSELLY: Nanu? Wird auch die VÖ seines Albums verschoben?

Die Zeiten, dass Plattenfirmen Alben nach ihrer Philosophie veröffentlichen, sind offensichtlich vorbei. Wenn z. B. NIK P. ein Album veröffentlicht und der „Papst“ Lust hat, ihn doch aus einer großen TV-Show wieder auszuladen, reagiert die Plattenfirma offensichtlich sofort. Auch TEAM 5ÜNF dürfte ein Lied davon singen können. Aber RAMON ROSELLY ist eigentlich eine Bank für die SILBEREISEN-Shows.

Album pünktlich zur SILBEREISEN-Show

So war nun klar, dass das Album „Lieblingsmomente“ von RAMON ROSELLY am 4. Juni erscheinen muss – einen Tag vor der nächsten SILBEREISEN-Show, wie immer die dann heißt (die wird ja alle paar Wochen umbenannt). Bei fast allen großen Händlern und auch seitens der Plattenfirma wird nach wie vor kommuniziert: Ja, das neue Album von RAMON ROSELLY erscheit am 4. Juni. Wir selber können das nur in Eigenrecherche überprüfen, seitens der Plattenfirma gibt es direkt dazu keine Information.

Amazon nennt VÖ-Datum 25. Juni

Da wir seit längerer Zeit direkt nicht informiert werden, recherchieren wir wie gewohnt selber und schauen uns die Angaben der einschlägigen Internet-Riesen an. Der wichtigste Händler ist da wohl klar amazon.de – und dort wird das Veröffentlichungsdatum 25. Juni genannt:

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Nun kann das natürlich ein Tippfehler oder ein sonstiger Fehler von Amazon sein. Alle anderen wichtigen Händler bleiben beim 4. Juni. – Dennoch gibt es einen Hinweis, dass wir vielleicht etwas länger auf das neue Album von RAMON warten müssen. Vorsichtshalber wollen wir aber Enttäuschungen vorbeugen und vorsichtig darauf hinweisen, dass vielleicht auch RAMON ROSELLY auf Umplanungen seitens der Fernsehlandschaft reagieren muss und deshalb die Veröffentlichung verschiebt. Momentan ist geplant, dass er am 13. Juni im Fernsehgarten auftritt – auch eine schöne Promo für sein Album.

Vielleicht auch ein Versehen?

Wir drücken die Daumen, dass hier ein „Sturm im Wasserglas“ vorliegt und Amazon einfach einen Fehler gemacht hat – und damit RAMON ROSELLY für die neue SILBEREISEN-Show- wie immer sie heißen mag – gesetzt ist…

Update: Album-VÖ offensichtlich weiterhin um drei Wochen verschoben

Nun haben weitere Händler wie Weltbild und JPC nachgezogen, so dass man davon ausgehen kann, dass tatsächlich das Album von RAMON ROSELLY (incl. des Duetts mit NELSON MÜLLER) drei Wochen später als geplant, am 25. Juni, erscheinen wird. Das kann als Signal gewertet werden, dass er am 5. Juni in der ominösen SILBEREISEN-Show nicht dabei sein dürfte -das wäre eigentlich schade. Vielleict hat die Verschiebung ja auch diesmal organisatorische Gründe….

Foto: Universal / BEN WOLF

 

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ANDREA BERG: Vor gut 20 Jahren stürmte sie mit „Du hast mich 1000 mal belogen“ erstmals die Airplay-Charts 0

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ANDREA BERG: Kurios: Ihr größter Hit wurde zunächst nicht als Handels-Single veröffentlicht

Als im Frühjahr 2001 das Album von ANDREA BERG „Wo liegt das Paradies“ erschien, war klar, dass „Du hast mich 1000 mal belogen“ eine würdige Single-Auskopplung der Schlagerlady sein müsste. Kurios: Als Handels-Single, als Maxi-CD, ist der Song anno 2001 nicht veröffentlicht worden, sondern nur als Radio-Promo-Single verteilt worden. Aber DAS hat funktioniert. Im April stürmte ANDREA BERG die Airplay-Charts und war am 16. April 2001 mit diesem Song erstmals auf Platz 1 der Airplay-Charts im Bereich „Schlager“ (damals wurden noch Schlager gespielt, auch im ÖR-Radio).

Ablösung von MICHELLEs „Wer Liebe lebt“

Dass das schon ein großartiger Erfolg war, zeigt sich darin, wer zuvor den Platz an der Sonne hatte: die damalige ESC-Vertreterin MICHELLE mit „Wer Liebe lebt“. Am 16. April ergab sich folgendes Bild:

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ANDREA BERG war schon damals sehr erfolgreich. Nicht umsonst ging sie genau in der Zeit, als ihr größter Hit zum Erfolg wurde, auf Tour mit der ZDF-Hitparade – anno 2001 – die letzte Tour, die unter dem Motto „Hitparade“ stehen konnte, weil bekanntlich 2000 Schluss mit der Hitparade war. Wenn wir jetzt „genau“ 20 Jahre zurückschauen, war ANDREA BERG ähnlich erfolgreich. Kurios ist, wer sich vor sie schieben konnte: MICHAEL MORGAN. Und dennoch lief es für ANDREA BERG:

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Im Jahr 2001 war es noch „nur“ ein Airplay-Hit. Auch wenn wir nicht „genau“ den 20-jährigen Geburtstag feiern können, ist doch bemerkenswert, dass ANDREA BERG den Hit ihres Lebens vor zwei Dekaden startete, auch wenn der Bekannheitsgrad des Liedes damals noch überschaubar war.

Die Wichtigkeit des Radios

Man muss nun sagen – „damals“ war es noch möglich, dass auch das Radio großen Einfluss auf Karrieren hatte. Heutzutage spielen nur wenige öffentlich-rechtliche Sender noch Schlager im „echten“ Programm, also nicht versteckt als Digitalprogramm. Außer SWR4 und vielleicht noch HR4 ist nicht viel übrig geblieben, insbesondere der Schlagerboykott des WDR4-Programms tut dem Schlager natürlich weh. „Du hast mich 1000 mal belogen“ ist so gesehen ein Beispiel dafür, dass vor 20 Jahren das Radio noch Lust darauf hatte, selber Hits zu machen…

 

 

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