Barbara Schöneberger moderiert deutsche Vorentscheidung zum ESC 2019 Kommentare deaktiviert für Barbara Schöneberger moderiert deutsche Vorentscheidung zum ESC 2019

Schöneberger

Die wichtigste Frage im Zusammenhang mit der ESC-Vorentscheidung 2019 ist getroffen: Die zauberhafte und humorvolle Barbara Schöneberger ist wieder „zurück im Boot“, nachdem sie im vergangenen Jahr aufgrund eines anderen Engagements absagen musste.

Auch 2019: Zunächst wird kein Song (und auch kein Songautor), sondern ein Interpret gesucht

Ansonsten dürfte wohl alles beim alten bleiben. Nach wie vor sucht der federführende NDR nicht etwa einen guten Song, sondern einen Künstler und dann erst das Lied. Das zumindest hat Thomas Schreiber der Webseite Prinz.de gegenüber zum Ausdruck gebracht: „In Deutschland suchen wir Künstler, um dann die richtigen Songs zu entwickeln etc.“ Warum man angesichts von Castingformaten wie DSDS noch immer beim Eurovision SONG Contest keinen SONG, sondern quasi einen „Star“ sucht, versteht wohl kaum jemand.

Barbara Schöneberger: Eine gute Wahl

Weil das aber nach vielen Blamagen im diesem Jahr bezogen auf die Platzierung gut ging (auch wenn der Song von Michael Schulte kommerziell erneut trotz mittelmäßiger Chartsnotizen nicht erfolgreich war), geht man den Weg einer Quasi-Castingshow unbeirrt weiter. Und da seit vielen Jahren allem Anschein nach beim ESC ohnehin niemanden mehr die Musik interessiert, ist die Nachricht, dass Barbara Schöneberger die Moderation übernimmt, eine gute Nachricht, weil sie als Moderatorin für einige Highlights der letzten Jahre gesorgt hat.

Beispielsweise hat sie ja quasi im Alleingang Ann Sophie als ESC-Teilnehmerin bestimmt, nachdem Andreas Kümmert plötzlich keinen Bock mehr auf den ESC hatte (- das kommt eben dabei heraus, wenn man statt eines Liedes einen „Star“ bzw. Interpreten sucht, der selber nicht mal Lust hat, am Wettbewerb teilzunehmen, sondern die Veranstaltung als Promo-Event empfindet). Auf Ann-Sophies (Zweitplatzierte) Frage: „Fahre ich jetzt nach Wien?“ zauderte die selbstbewusste Barbara nicht und bestimmte: „Ja, du fährst jetzt nach Wien!“.

Selbstironie Schönebergers passt zur Veranstaltung

Dass Barbara Schöneberger aber wieder als Moderatorin zur Verfügung steht, gibt der Veranstaltung einen gewissen Unterhaltungswert, weil die Entertainerin – der Eindruck drängt sich zumindest auf – die ganze Veranstaltung selber nicht ernst nimmt und sarkastisch-ironisch über den Dingen stehen dürfte.

Quelle: Prinz-Artikel

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IKKE HĂśFTGOLD: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“ – Exakt 25 Jahre nach GUILDO tritt er an! 2

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IKKE HÜFTGOLD hat es tatsächlich als TikTok-Sieger zum ESC-Vorentscheid geschafft

Nachdem der NDR auch in diesem Jahr wieder sehr merkwĂĽrdige Kriterien angelegt hat, wer Deutschland beim ESC vertreten darf (oberste Maxime: Kein Schlager, ebenfalls von größter Wichtigkeit: Kein deutscher Text – und Transparenz, warum der eine Titel es geschafft hat und der andere nicht ist auch wie immer unerwĂĽnscht), haben wir ĂĽberlegt, diese zur Witzveranstaltung verkommene Veranstaltung gar nicht mehr zum Thema zu machen.

Welcher Song Deutschland in diesem Jahr wieder bis auf die Knochen blamiert, erschien uns egal, wobei der eine oder andere Titel nicht ganz so schlimm ist wie das, was wir von den Vorjahren kennen (mit LORD OF THE LOST wäre zumindest ein erneuter letzter Platz wohl nicht zu erwarten). 

Nach wie vor nebulöse Kriterien für die Auswahl

WARUM z. B. eine SENTA oder ein THOMAS GODOJ keine BerĂĽcksichtigung fanden – schwer zu sagen. Transparent wird das ja nicht kommuniziert. Und warum es eine TikTok-Vorauswahl gab, bei der man sich als Fan nur dann beteiligen konnte, wenn man sich dort angemeldet hatte, um ältere Voter vom Verfahren auszuschlieĂźen, ist fĂĽr einen öffentlich-rechtlichen Sender auch eine merkwĂĽrdige Vorgehensweise. Dass die Quittung dafĂĽr nun der Sieg von IKKE HĂśFTGOLD ist, ist natĂĽrlich endlich mal ein positiver Aspekt, der wieder Lust auf den ESC macht. 

Vor 25 Jahren: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“

Schlager wird ansonsten ja ohnehin ausgeklammert, obwohl noch immer die allermeisten ganz groĂźen ESC-Hits aus dem Schlagersektor stammen. Vor 25 Jahren war die Situation ähnlich. Damals hat sich GUILDO HORN dem Wettbewerb gestellt. Und damals gab es noch NDR-Entscheidungsträger, die sich nicht NUR am eigenen Geschmack orientiert hatten. Die BILD fragte damals – auf den Tag genau(!) am Tag der Nominierung von IKKE – exakt am 4. Februar 1998 titelte die BILD: 

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Das Wort „Krieg“ ist natĂĽrlich aus aktuellem Anlass völlig unpassend, das Thema an sich aber interessant. Mit IKKE HĂśFTGOLD stellt sich ein ähnlich polarisierender Interpret, dessen Song mitnichten ein „Ballermann-Song“ ist. Augenzwinkernd, selbstironisch und fĂĽr IKKEs Verhältnisse fast tiefsinnig – dem NDR wäre zu wĂĽnschen, wenn IKKE nun eine ähnliche Lawine wie im Vorjahr ESKIMO CALLBOY lostreten könnte, als auch der Frust ĂĽber selbstgerechte Alleinentscheider, die diesen unglaublich erfolgversprechenden Titel einfach mal so aussortiert hatten.

Schon im November hatten wir die Hoffnung, dass IKKE es schafft. Immerhin: Die erste Hürde ist genommen. 

Wir finden: Der Zweck heiligt die Mittel – wir drĂĽcken die Daumen, dass IKKE HĂśFTGOLD mit seinem geschickten Medienumgang vielleicht sogar mehr erreicht als einen TikTok-Sieg. Aktuell gratulieren wir sehr herzlich dazu, dass nach Jahren mal wieder ein Schlager zur Wahl steht, was NUR mittels eines Publikumsvotings möglich wurde und NICHT von einer weitsichtigen Jury möglich gemacht worden ist…

 

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CHRISTIN STARK: Quote „Schlager des Monats“ in etwa auf „BRINK“-Niveau 11

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CHRISTIN STARK: Quote im „grĂĽnen Bereich“

Wenn BERNHARD BRINK zu den Schlagern des Monats lud, hat er nach unserer Erinnerung oft 2-stellige Marktanteile geholt und 300.000 Zuschauer geholt. Bei „ihrer“ ersten Ausgabe konnte CHRISTIN STARK diese Werte spielend ebenfalls erreichen. 330.000 Zuschauer im MDR-Sendegebiet und 10,7 Prozent Marktanteil (ebenfalls bezogen auf das MDR-Sendegebiet) sind ordentliche Werte. 

Ob die Umstellung von Albumcharts auf Radiocharts geschickt war und dann der Hinweis (mit Ansprache an das Publikum) auf „IHRE“ Charts, obwohl wohl die wenigsten Zuschauer Radioredakteure sind. Andrerseits lässt sich nicht abstreiten, dass durch die Umstellung des Wertungsverfahrens mehr Abwechslung drin ist und auch Namen dabei sind, die sonst nicht in den einschlägigen Schlagersendungen dabei sind. 

Hinweis: Hinsichtlich der Quotenbeurteilung können wir nur auf das MDR-Sendegebiet abheben, weil die bundesweiten Quoten nach unserer Kenntnis nicht offiziell nicht abrufbar sind. 

Quelle: MDR / Gfk, AGF
Foto: Daniela Jäntsch

 

 

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