Die Roy Black Story – Teil 5: Riesen-Hit „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ Kommentare deaktiviert fĂŒr Die Roy Black Story – Teil 5: Riesen-Hit „Schön ist es, auf der Welt zu sein“

CD Cover Singles 1969 1972

Unglaublich: Auch die Folgesingle wurde ein Nummer-1-Hit. „Dein schönstes Geschenk“, ein von Werner Twardy und Elisabeth Bertram geschriebener Schlager, wurde mehrfach im Erfolgsfilm „Unser Doktor ist der Beste“, zu Gehör gebracht. Dass Roy in Zeiten der Beatles und Stones mit dieser Englisch-Lektion zu Beginn der 1970er Jahre einmal mehr alle hinter sich lassen konnte, ist schon aller Ehren Wert. Zum zweiten Mal in seiner Karriere erhielt er eine Goldene Schallplatte. –

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Die B-Seite, An einem Tag, schaffte es in Österreich als eigener Schlager in die Charts. Am 26. Mai 1970 erhielt Roy fĂŒr diesen Schlager eine Goldene Schallplatte fĂŒr die VerkĂ€ufe seiner Single. Mit 369 Punkten schaffte er darĂŒber hinaus einmal mehr den Hit des Jahres in der BRAVO-Jukebox. Das Magazin hatte nach wie vor eine Millionenauflage und war klar MarktfĂŒhrer, auch wenn die Schweizer Zeitung „Pop“ versuchte, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen und Konkurrent zu werden – vergeblich. Dass Roy auch 1970 den Goldenen Otto von BRAVO bekam, war da fast eine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Aber auch die Goldene Europa wurde ihm erneut in jenem Jahr verliehen, ebenso am 26. September 1970 einen Goldenen Löwen, der ihm erneut in der Dortmunder Westfahlenhalle ausgehĂ€ndigt wurde.

Letzte Top-10-LP zu Lebzeiten: „Concerto d’Amour“

Passend zum Hit „Dein schönstes Geschenk“ und zur Tournee erschien Ende 1969 die LP „Concerto d’Amour“, die es (letztmals zu Roys Lebzeiten) in die Top-10 der Album-Charts schaffte. Einen interessanten Versuch, Roy etwas anders zu vermarkten, startete man 1969, als der SĂ€nger gemeinsam mit Wencke Myhre das Album „Die GrĂ€fin Mariza“ nach der gleichnamigen, damals sehr beliebten Operette produzierten und veröffentlichte. Der Erfolg hielt sich ĂŒberraschenderweise in Grenzen.

Erster Karriereknick: Film „Wenn du bei mir bist“

Einen ersten kleinen Karriereknick erlebte Roy Black im Sommer 1970. Nachdem der Spielfilm „Hilfe, ich liebe Zwillinge!“, ĂŒbrigens die erste Regiearbeit Peter Wecks,  im Herbst 1969 (erneut an der Seite Uschi Glas) noch ein großer Erfolg war, konnte der Film „Wenn Du bei mir bist“ beim Publikum nicht punkten. Problematisch war bei diesem letzten deutschen Lex-Barker-Film unter anderem, dass die Hauptdarstellerin an der Seite Roy Blacks, die Britin Zienia Merton, in Deutschland recht unbekannt war und das fehlende Happy-End. Damals wollte die Lufthansa als Sponsor einsteigen, nahm davon aber wegen folgender Frage des Piloten (Lex) an seinen Copiloten (Roy) Abstand: „Nimmste Dir heute Abend eine Stewardess?“. 

Der gleichnamige von Werner Twardy und Elisabeth Bertram geschriebene Titelsong war die erste Roy Black-Single (abgesehen von den „Cannon“-Aufnahmen), die es nicht in die Top-10 geschafft hatte, wobei ein 13. Platz sicher auch jetzt kein Flop ist – aber fĂŒr Black-VerhĂ€ltnisse war das eher durchwachsen. Vielleicht lag es auch an den fĂŒr Roy ungewohnten orientalischen KlĂ€ngen im Arrangement. Die BRAVO bewertete die Single derweil gut: „…ist mal wieder ein StĂŒck Maßarbeit des erfolggewohnten Komponist-und-Texter-Teeams TWARDY und LILIBERT. Das Arrangement mit den leicht exotischen Klangfarben geht ebenso gut ins Ohr. Nummer-1-verdĂ€chtig!“ – Diesmal sollte sich die BRAVO getĂ€uscht haben…

Lied zur ARD-Fernsehlotterie

Eine gute alte Tradition war es seit den 1960er Jahren, dass alljĂ€hrlich ein Lied zur „ARD-Fernsehlotterie“ vorgestellt wurde. Im Jahr 1970 glaubte man, einen Coup damit zu landen, dass Roy Black dieses Lied singen durfte. Rolf Arland und Elisabeth Bertram ersannen den Schlager „Ich hab getrĂ€umt, das GlĂŒck kam heut zu mir“.  Trotz guter TV-PrĂ€senz – u. a. stellte Roy seinen Schlager in der Rudi-Carrell-Show vor – kam er ĂŒber einen Platz 16 in den Single-Charts nicht hinaus. Dennoch gab es am 6. MĂ€rz 1971 einen weiteren Löwen von Radio Luxemburg fĂŒr den Schlager. Die BRAVO urteilte damals: „Bestimmt ein Treffer- ROY hat wieder das grĂ¶ĂŸte Hit-Los gezogen“.

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VolkstĂŒmlich gab sich Roy mit seiner im Sommer 1970 erschienenen LP „Im Land der Lieder“, die es immerhin in die Top-40 der Longplay-Charts geschafft hat. Auf dem TontrĂ€ger singt er volkstĂŒmliche Weisen wie „Horch, was kommt von draußen rein“ und „Zwei Königskinder“. Kurz zuvor konnte er auch erstmals eine „Best Of“-LP in den Charts unterbringen – „seine großen Erfolge“ schaffte es im FrĂŒhjahr 1970 in die Top-30.

1970: Hit „FĂŒr dich allein“

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Ende 1970 fand Roy vorĂŒbergehend in die „Mega-Erfolgsspur“ zurĂŒck. Sein Schlager „FĂŒr Dich allein (Du kannst nicht alles haben)“ von Werner Twardy und Elisabeth Bertram begeisterte die Massen. Diesmal lag die Jugendzeitschrift BRAVO richtig: „ROY BLACK griff auf zwei seiner bewĂ€hrten Erfolgsrezepte zurĂŒck. FĂŒr dich allein hat den flotten Kinderchor-Sound von „Dein schönstes Geschenk. Unendlich ist die Liebe (B-Seite) liegt auf der gefĂŒhlvollen Linie von „Frag nur dein Herz“. Also genau die Lieder, die BLACK-Fans hören wollen!“

Hilfreich war sicher das Erklingen des Liedes im Erfolgsfilm „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“, bei dem Roy Black wieder Uschi Glas zur Seite gestellt wurde. Wie schon bei „Dein schönstes Geschenk“ zahlte sich die Einbindung eines Kinderchors ins Arrangement aus. Mit dem Zugpferd dieses Single-Hits wurde im FrĂŒhjahr 1971 die LP „Wo bist Du?“ veröffentlicht, die sich rund 2 Monate in den Longplay-Charts halten konnte. Am 25. September 1971 gab es dafĂŒr „FĂŒr Dich allein“ ein weiteres Mal einen Löwen fĂŒr Roy – diesmal wieder in Gold, verliehen in der Essener Grugahalle.

Im Jahr 1970 fanden sich einige Mitglieder von Roys alter Band Cannons neu zusammen und grĂŒndeten die Gruppe Team70.  Es wurden sogar zwei Singles produziert („Ich sehe eine heile Welt“ und „Kennst Du die Liebe“), die aber floppten. Bisweilen buchte Roy im Augsburger Raum die Musiker als Begleitmusiker fĂŒr Konzerte. Zeit Lebens hatte er einen guten Kontakt zu seinen frĂŒheren Musikerkollegen, wobei der Schlagzeuger der Band, Dieter Sirch, bei einem Unfall tragisch ums Leben kam.

Einen besonderen Auftritt absolvierte ROY zu Jahresbeginn 1971: Erstmals war er im englischen Fernsehen zu sehen. In der TV-Show von ROLF HARRIS, bei dem Stars wie TOM JONES und ENGELBERT HUMPERDINCK ihre Karrieren begannen,  sang er u. a.  „Jamaica Farewell“.

Letzter Riesenhit mit Anita: „Schön ist es, auf der Welt zu sein“

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Im Sommer 1971 landete Roy Black den wohl neben „Ganz in Weiß“ wichtigsten Hit seiner Karriere. Gemeinsam mit der kleinen Anita aus Norwegen trĂ€llerte er den erneut von Werner Twardy und Elisabeth Bertram geschriebenen ewigen Schlagerklassiker „Schön ist es, auf der Welt zu sein“. An diesem Lied lĂ€sst sich exemplarisch vielleicht der Unterschied zwischen Schlager und Rockmusik manifestieren: „Das schönste im Leben ist die Freiheit – und dann sagen wir Hurra!“ – das ist Schlager. Wenn ein Westernhagen singt „Freiheit – ist die einzige, die zĂ€hlt“ – dann ist das Rockmusik. Wie dem auch sei, der Titel ist ein echter Evergreen, der vielfach auch gecovert wurde. Auch dieser Schlager war Bestandteil eines Erfolgsfilms, nĂ€mlich des Films „Wenn mein SchĂ€tzchen auf die Pauke haut“.

Roy hat spĂ€ter einmal erzĂ€hlt, dass der Titel eigentlich „nur“ Bestandteil des Films sein sollte und man erst spĂ€ter entschieden habe, die Nummer als Schallplatte zu veröffentlichen.  In Anitas Heimat Norwegen schaffte es die norwegische Version des Titels („Da er det skĂžnt Ă„ vĂŠre til“) in die Top-3 der dortigen Charts. Am 14. April 1972 wurde Roy fĂŒr diesen Hit eine Goldene Schallplatte ĂŒberreicht. Kurz zuvor, am 3. MĂ€rz 1972 gab es einen weiteren Goldenen Löwen von Radio Luxemburg fĂŒr das Lied. Die Goldene Europa wurde ihm ebenfalls ein weiteres Mal verliehen. Ebenfalls konnte Roy 1971 wieder einen Otto sein Eigen nennen – allerdings diesmal „nur“ in „Silber“ hinter Chris Roberts.

Dritte Tour nicht so erfolgreich wie die ersten beiden Tourneen

Gemeinsam mit Anita und den Fischer-Chören absolvierte Roy im FrĂŒhjahr 1972 seine dritte von Stern und Radio Luxemburg prĂ€sentierte große Deutschland-Tournee , bei der er erneut vom Orchester Werner Twardy begleitet wurde. Eine Station der Tour war u. a. die große Dortmunder Westfalenhalle. Im Gegensatz zu den ersten beiden Tourneen war diesmal die Tour nur mĂ€ĂŸig besucht, so dass laut Aussage von Roys spĂ€terer Frau Silke Soldaten mit Freikarten versorgt wurden, um die Hallen voll zu bekommen.

Sehr interessant und ungewöhnlich ist, dass gerade dieser absolute Superhit bei den Lesern der BRAVO durchfiel. Es hat sich zwar recht ordentlich in den BRAVO-Charts platzieren können, konnte aber bei weitem nicht an die alten Erfolge anknĂŒpfen. Es reichte nicht fĂŒr die Top-20 des Jahres 1971. Damals schickte sich der Hans-Bertram-SchĂŒtzling Chris Roberts an, Roys Nachfolge als Superstar anzutreten. Immerhin reichte es in der ersten JahreshĂ€lfte 1972 aber noch fĂŒr den bronzenen BRAVO-Otto – eben hinter Chris Roberts  und Ricky Shayne. Auch die Goldene Europa wurde Roy ein weiteres Mal ĂŒberreicht.

WĂ€hrend die Single „Schön ist es auf der Welt zu sein“ ein Riesen-Hit wurde, hielt sich auch der Erfolg der parallel erschienenen LP „Eine Liebesgeschichte“ in Grenzen (ein Monat Top-30), obwohl der Superhit auf der LP enthalten war. Im Nachhinein wurde noch eine Doppel-LP gemeinsam mit Anita und den Fischer-Chören unter dem Namen „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ veröffentlicht, – aber auch da blieb der Erfolg hinter den Erwartungen zurĂŒck (ein Monat Top-40).

Evergreen „Weihnachten bin ich zu Haus“

Aus seinem weihnachtlichen Erfolgsalbum „Weihnachten bin ich zu Haus“ aus dem Jahre 1968 wurde mit etwas VerspĂ€tung zu Weihnachten 1971 die gleichnamige von Werner Twardy und Elisabeth Bertram geschriebene Single ausgekoppelt – auch wenn es nicht fĂŒr die Charts reichte, hat sich das weihnachtliche Lied zu einem echten Evergreen gemausert und wird bis heute gerne gehört.

Absage der Moderation einer ZDF-Show – vielleicht ein Fehler? Karriereknick folgte…

Einen weiteren Karriere-Meilenstein hĂ€tte Roy Black 1971/72 setzen können. Ihm wurde angeboten, die große ZDF-Show „HĂ€tten Sie heut Zeit fĂŒr mich“ zu moderieren. Black signalisierte zunĂ€chst Interesse, so dass ein stimmiges Konzept entwickelt wurde. Letztlich sagte er dem zustĂ€ndigen Programmdirektor Joseph Viehöver aber ab, so dass Michael Schanze Moderator der Erfolgs-Show wurde. Das nahm das ZDF ihm offensichtlich ĂŒbel: Nach dem Herbst 1972 war er ĂŒber rund 5 Jahre weder in der Hitparade noch in der Starparade noch in der Disco zu Gast – auch das dĂŒrfte ein Grund fĂŒr den beginnenden Karriereknick gewesen sein. Problematisch war seinerzeit sicher auch, dass er aus steuerlichen GrĂŒnden in die Schweiz gezogen ist, was ihm vom Finanzamt wohl nicht wirklich „abgekauft“ wurde, so dass es zu Differenzen mit dem deutschen Fiskus kam.

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Im Jahr 1972 gab es erstmals merklich Abnutzungserscheinungen im Schallplattenverkauf, wobei man zunĂ€chst noch von „Jammern auf hohem Niveau“ sprechen kann. Nach dem Riesenhit „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ wurde im Winter 1972 die Single „Eine Rose schenk‘ ich Dir“ veröffentlicht – erneut von Werner Twardy und Elisabeth Bertram geschrieben. Trotz massiver Werbung – u. a. kam der Titel im Erfolgsfilm „Kinderarzt Dr. Fröhlich“ vor – gelang „nur“ noch ein 12. Platz in den Single-Charts – und das trotz TV-Premiere am 3. MĂ€rz in der von WIM THOELKE moderierten Show „3 mal 9“. 

Ebenfalls in dem Film „Kinderarzt Dr. Fröhlich“ sang Roy den aus der Klassik adaptierten Schubert-Klassiker „Ave Maria“, der im Sommer 1972 auch als Single ausgekoppelt wurde. Obwohl Roy den Titel andĂ€chtig in einer Bergkapelle intonierte, wurde die Single-VÖ kein Erfolg. Das Lied sollte posthum eine Rolle spielen – es erklang an Roys Beerdigung.

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Mit dem durchaus orchestral und recht anspruchsvollen Titel „TrĂ€ume in Samt und Seide“ gingen die VerkĂ€ufe weiter bergab, die Top-20 konnte mit dem erneut von Werner Twardy und Elisabeth Bertram geschriebenen Titel nicht erreicht werden. Passend zu dieser Single erschien auch eine LP mit zwölf neuen Liedern, die in den unteren Charts-Regionen wiederzufinden war (Top-40), obwohl auch dieser Titel gute TV-Promotion hatte (IVAN REBROFF Show am 8. Juli 1972). 

Ralph Siegels erster Roy-Titel „Mein Herz ist bei dir“ fĂŒhrte nicht zum Erfolg

Nachdem die letzten Titel verkaufsmĂ€ĂŸig deutlich abfielen, entschied man sich, einen Titel von Ralph Siegel und Kurt Hertha zu veröffentlichen. Doch auch mit „Mein Herz ist bei Dir“ konnte das Ruder nicht herumgerissen werden – mehr als Platz 33 war auch mit diesem Titel nicht drin, allerdings erhielt Roy fĂŒr diesen Titel am 3. MĂ€rz 1973 den Goldenen Löwen von RTL, den er sich einmal mehr in der Dortmunder Westfalenhalle abholte. FĂŒr lĂ€ngere Zeit war er mit dem Titel auch letztmals in der ZDF-Starparade zu Gast (am 26. Oktober 1972).

Ende 1972 wollte Roy neue Wege gehen und veröffentlichte mit „Wunderbar ist die Welt“ eine LP, auf der Coverversionen teilweise internationaler Songs zu hören waren. Das Album wurde mit Chuck Berrys „Sweet Little Sixteen“ eröffnet. Obwohl man einen frĂŒheren Erfolgstitel als Albumtitel wĂ€hlte, ging der Schuss (vermutlich zu Roys Leidwesen) nach hinten los – das Album schaffte es nicht in die Charts.

 

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BERNHARD BRINK: Seit GrĂŒndung des MDR 1992 war er dort als Moderator dabei – „Schlagercharts“ als Abschiedsvorstellung? 0

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BERNHARD BRINK stand ĂŒber Jahrzehnte fĂŒr erfolgreiche Sendungen im MDR-Programm

1992 bis 2002: Das Deutsche Schlagermagazin – 130 Ausgaben

Seit es den MDR gibt, ist BERNHARD BRINK ein Garant fĂŒr erfolgreiche Moderation beim Sender. Als der MDR 1992 auf Sendung ging, ging (als Übernahme der 1991 beim DFF gestarteten Sendung) auch das legendĂ€re „Deutsche Schlagermagazin“ auf Sendung. Zwischen 1992 und 2002 moderierte der Schlagertitan die Sendung nicht weniger als 130-mal. BRINK prĂ€sentierte eine redaktionell gut aufbereitete Sendung und ebnete einigen Stars den Weg, so hatte ANDREA BERG ihren ersten TV-Auftritt beim Schlagermagazin. 

1995 bis 2015: Schlager des Jahres – 21 Ausgaben

Als „Spin-Off“ des ĂŒberaus erfolgreichen Schlagermagazins wurde die Show (inzwischen zur Clipshow-Sendung verkommen) „Schlager des Jahres“ entwickelt. Bis heute ist nicht ganz nachvollziehbar, warum die von BRINK sehr erfolgreich moderierte Sendung an FLORIAN SILBEREISEN ĂŒbergeben werden musste, seinen Teil kann man sich natĂŒrlich denken. Was dabei herausgekommen ist, davon konnte man sich im Dezember 2022 ein Bild machen, wir verweisen gerne auf einen Artikel der Kollegen von smago.de. Eins steht fest: Auf das Niveau, bei den „Schlagern des Jahres“ eine „Goldene Hupe“ zu verleihen, hat sich der Schlagertitan definitiv NICHT begeben. 

2009 bis 2015: Schlager des Sommers – 7 Ausgaben

Nachdem die Schlager des Jahres sehr erfolgreich waren, moderierte BRINK auch die Schlager des Sommers. Auch diese Sendung wurde – warum auch immer, vielleicht hatte er zu wenig zu tun – an FLORIAN SILBEREISEN ĂŒbergeben. Auch hier kann man sagen: Bei BERNHARD BRINK durften die Lieder so gesungen werden wie sie waren, da mussten keine Wörter wie „Indianer“ zensiert werden…

2018 bis 2023: Schlager des Monats – 57 Ausgaben

Nach einer Pause hat man beim MDR wohl bemerkt, dass BERNHARD BRINK durchaus eine Bank als Moderator einer Schlagersendung ist. Und so ĂŒbertrug man ihm im April 2018 die Clipshow „Schlager des Monats“, die ein bemerkenswerter Erfolg geworden ist. 57 Ausgaben lang holte BRINK konstant gute Quoten – klar gab es Schwankungen aber unter dem Strich war die Quotenausbeute in Ordnung. Schon wieder ist es BRINK widerfahren, dass eine Show, die er erfolgreich etabliert hat, ihm weggnommen wurde – diesmal zugunsten einer Moderatorin, die mit Verlaub außer „Frau von…“ recht wenig an Moderations-Qualifikation aufzuweisen hat. Bemerkenswert: Erneut nimmt BERNHARD es sportlich – da kommt ihm wohl zugute, dass er als leidenschaftlicher Tennisspieler auch das Fair Play beherrscht. 

Wenn man alleine die vier genannten Formate nimmt, hat BERNHARD BRINK 215 TV-Sendungen im Schlagerbereich moderiert – Formate wie die morgen stattfindende (vorerst) letzte BRINK-Show „Schlagercharts des Jahres“, „Die besten Hits aller Zeiten“ usw. sind dabei noch gar nicht inkludiert. Wir finden: BRINK hat einfach abgeliefert – eigentlich sollte man ihn nicht abschreiben – mit dem Schlagertitan muss man immer rechnen. 

Heute Abend heißt es aber noch mal „Schlagercharts“ mit charmanten GĂ€sten wie MARINA MARX und IREEN SHEER – wir drĂŒcken die Daumen, dass BERNHARD wĂŒrdig verabschiedet wird und zum guten Schluss noch einmal eine gute Quote holen wird. Auf jeden Fall sagen wir DANKE fĂŒr langjĂ€hrige gute und seriöse Schlagerunterhaltung!

Foto: Daniela JĂ€ntsch

 

 

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NICOLE: Heute Abend in der NDR-Talkshow – viele Tour-Termine 2023 sind bekannt 0

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NICOLE: Eurovisionslegende zu Gast in der NDR-Talkshow

Das ist mutig vom NDR, der bekannt dafĂŒr ist, seit vielen Jahren hochnotpeinliche ESC-Ergebnisse abzuliefern und im Anschluss immer noch unprofessioneller den deutschen Beitrag auszuwĂ€hlen. Nachdem die „hoch kompetente“ Radiojury eiskalt DEN Hammerbeitrag der ESKIMO CALLBOYS ausgesiebt haben und damit wie ĂŒblich Schiffbruch erlitten haben, dĂŒrfen diese Experten schon WIEDER ran – okay, der peinliche Dilettantismus ist ja inzwischen leider normal, auch in diesem Jahr darf man wieder mal schwarz sehen. Und so bliebt dem NDR nichts anderes ĂŒbrig, als eine Legende aus der ESC-Zeit einzuladen, als der Bayrische Rundfunk seine Aufgabe nicht als Selbstbefriedigung eigener Interessen ansah, sondern ĂŒber viele Jahre einen Beitrag suchte, der gut zum Grand Prix passte. 

Peinlich-BeitrĂ€ge der letzten Jahre ein Thema? Wir sind gespannt…

Und so sind noch heute die Namen DSCHINGHIS KHAN, MARY ROOS, KATJA EBSTEIN, LENA VALAITIS und eben NICOLE in bester Erinnerung, wĂ€hrend Namen wie JAMIE-LEE, LEVINA, S!STERS oder JENDRIK selbst bei Insidern vielfach nicht mehr bekannt sind – vielleicht weil die Blamagen schlicht verdrĂ€ngt worden sind. Die Fortsetzung der Serie scheint in Arbeit zu sein. Wir sind gespannt, ob NICOLE hier Tacheles redet oder die großen NDR-Peinlichkeiten zur Sprache bringt. Wobei die KĂŒnstlerin zugegeben ganz andere Dinge zu bewĂ€ltigen hatte und hat – die zum GlĂŒck ĂŒberstandene Krebserkrankung hat sicher sehr viel Kraft gekostet. Umso schöner, dass sie nun wieder am Start ist. Und viele Termine ihrer Tour hat sie bei Facebook schon kommuniziert – gerne fassen wir das mal zusammen: 

Tourtermine „Ich bin zurĂŒck“-Tour 2023 

  • 01.09.2023 Bad Orb, Konzerthalle
  • 02.09.2023 Meschede, Stadthalle
  • 03.09.2023 Hitzacker (Elbe), Kulturzentrum
  • 05.09.2023 LĂŒbeck, Kolosseum
  • 06.09.2023 Verden (Aller), Stadthalle Verden
  • 08.09.2023 Gifhorn, Stadthalle
  • 13.09.2023 Cottbus, Stadthalle
  • 14.09.2023 Osterode am Harz, Stadthalle
  • 15.09.2023 Lohr am Main, Stadthale
  • 16.09.2023 Mannheim, Capitol
  • 17.09.2023 Gießen, Kongresshalle
  • 26.09.2023 Gera, Kultur- und Kongresszentrum
  • 27.09.2023 Rheine, Stadthalle
  • 28.09.2023 Unna, Stadthalle
  • 30.09.2023 Linkenheim-Hochstetten, BĂŒrgerhaus
  • 01.10.2023 Bad Neustadt an der Saale, Stadthalle

(eigene Zusammenstellung aus Facebook-Terminen, ohne GewÀhr)

Foto: TELAMO, Nikolaj Georgiew

 

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