‚Ich war noch niemals in New York‘ feiert in Köln unter großem Applaus sehr gelungene Weltpremiere 1

Nicht nur viele Udo-Jürgens-Verehrer besuchten das von Stage Entertainment im Jahr 2007 uraufgeführte gleichnamige Musical, bei dem die Drehbuch-Autoren es schafften, die größten Hits des begnadeten Entertainers in eine humorvolle sowie mitreißende Story zu verpacken und gleichzeitig dem unvergessenen Udo eine tolle Hommage zu erweisen.

Viele Jahre nach ersten Planungen: Verfilmung des Erfolgsmusicals

Nun nahm sich das Team um Regina Ziegler und Philipp Stölzl mit viel Herzblut und Verstand der Kinoverfilmung von Universal Pictures an. Das Musical-Drehbuch wurde dabei schon durchaus stark verändert, was unserer Meinung nach aber sehr positiv zu sehen ist. Im Jahr, in dem Udo Jürgens 85 Jahre alt geworden wäre und sein fünfter Todestag bevorsteht, ist seine Musik populärer denn je. Für die filmische Umsetzung wurde ein erstklassiger Cast verpflichtet. Neben den großen Stars Heike Makatsch, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht und Moritz Bleibtreu überzeugen auch Pasquale Aleardi, Michael Ostrowski sowie Nachwuchstalent Marlon Schramm, welcher sein Kinodebüt feierte.

Ab dem 17.10.2019 wird die Verfilmung in den Lichtspielhäusern zu sehen sein, gestern fand die Weltpremiere im Cinedom Köln statt, zu der auch wir eingeladen wurden. Welche Highlights wir dort erleben durften und vor allem, wie wir die Verfilmung fanden, erfahrt ihr hier nun in den nachfolgenden Zeilen.

Roter Teppich ab 18 Uhr

Ab 18 Uhr wurde es spannend. Die ersten Tänzer und Nebendarsteller liefen den roten Teppich entlang. Unser rasender Reporter Kevin Drewes war ganz dicht dran, hatte sich für euch die Poleposition im Fotobereich gesichert. Zwischendurch fanden sich auch weitere „VIPs“ wie Peter Illmann, Moderatorin Sabine Heinrich und einige Schauspielerinnen, die wir als Schlagerexperten namentlich nicht zuordnen konnten, obwohl sie durchaus eine ziemliche Aura ausstrahlten.

 

Nachdem der komplette Cast sich zum Gruppenbild versammelte, ließen sich die Musicaldarsteller in kleinen Gruppen oder auch alleine ablichten.


Über 1.000 Kinobesucher warten gespannt auf die Weltpremiere – Udos Kinder fehlten

Danach ging es dann in den großen Saal des Kino-Komplexes. In Anwesenheit aller Hauptdarsteller und der meisten Mitwirkenden an der Verfilmung wurde die Premiere feierlich und mit großem Respekt für Udo Jürgens eröffnet, ehe dann die Filmvorführung begann. Udos Bruder Manfred Bockelmann wurde von Moderatorin Sabine Heinrich besonders begrüßt. Leider konnten bzw. wollten Udos Kinder nicht über ihren Schatten springen und glänzten durch Abwesenheit. Sicher – die Erbengemeinschaft und damit auch Udos Kinder liegen im Rechtsstreit mit Freddy Burger, dem Coproduzenten des Films, der auch in Köln dabei war. ABER: Der Film ist klar auch einen Hommage an Udo Jürgens, der Film endet mit den Worten „Merci, Udo!“. Da wäre es gerade den Fans gegenüber ein versöhnliches Zeichen gewesen, die Hommage und Verehrung des großen Vaters höher anzusehen als den wirtschaftlichen und juristischen Streit mit seinem ehemaligen Manager – aber sei’s drum, das mag auch Privatsache sein. Bemerkenswert war es aber dennoch allemal. –


Film-Drehbuch viel besser als Musical-Drehbuch

Der hervorragend produzierte Film und das Musical kann man schon als unterschiedliche Geschichten bezeichnen, denn die Rollen und ihr Verlauf unterscheiden sich doch sehr. So ist Maria nicht im Altersheim und nimmt mit ihren Mann kurzerhand Reißaus, sondern verliert durch einen Haushaltsunfall ihr Gedächtnis und trifft ihre große Liebe erst später (wieder), die Wendung der Story bei Lisa und Alex ist komplett neu und auch die Geschichte von Costa und Fred wurde nahezu komplett geändert. Daher fehlt auch der Song „Ein ehrenwertes Haus“. Wir finden diese Änderungen allesamt sehr gelungen und so ist auch für jeden, der bereits das Musical geschaut hat, ein komplett neues Erlebnis. (Übrigens: Neu ins Musical aufgenommen wurde ein vielen eher unbekannter, aber toll zum Film passender Song: „Illusionen“, den Udo zusammen mit der legendären Sängerin Alexandra geschrieben hat. Die englische Version, „If I Never Sing Another Song“, wurde ein Welthit).


Animationen des Schiffs wissen zu begeistern

Auch die Animationen des Schiffs MS Maximiliane können sich sehen lassen. So erkennt der Zuschauer kaum, dass das Kreuzfahrtschiff gar nicht auf See war, sondern die Kulisse ein Set ist. Und auch die in New York gedrehten Aufnahmen, insbesondere die imposante Skyline, können sich sehen lassen. Da bekommt man gehöriges Fernweh und der eine oder andere wird sicherlich darüber nachdenken, auch einmal dorthin zu reisen. (Von einem anwesenden Fan wissen wir sogar, dass er in den nächsten Tagen nach New York fliegen wird, da war die Filmpremiere eine schöne Einstimmung.

Achterbahnfahrt der Gefühle

Die Verfilmung nimmt den Zuschauer mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Von Liebeskummer, Sehnsucht, Selbstreflexion, Blödelei und der neuen Liebe ist alles dabei. Der Humor ist sehr gelungen, es gibt einige urkomische Szenen (man denke da nur an die geniale Szene auf engstem Raum mit Heike Makatsch und Moritz Bleibtreu), findet genau den richtigen Mittelweg und zieht dabei keineswegs die neu interpretierten Klassiker von Udo Jürgens ins Lächerliche. (Im Anschluss an den Film dankte Produzentin Regina Ziegler dem Publikum übrigens, „an den richtigen Stellen gelacht“ zu haben). Jeder Udo-Song wurde mit viel Sorgfalt perfekt in die Story integriert, dabei aber natürlich der jeweiligen Situation entsprechend umgeschrieben. Das hat uns besonders gefallen, dass den Drehbuchautoren gelungen ist, die Inhalte von Udos Texten sehr schön in die Story zu integrieren, man denke z. B. an „Merci Cherie“ und „Bleib doch bis zum Frühstück“. – Die Schauspieler zeigen hier Gesangskünste, der eine mehr, der andere weniger. Absolut hervorzuheben ist dabei Uwe Ochsenknecht, der mit starker Stimme sehr überrascht. Während der Vorführung erntete er großen Applaus.

Udos Musik lebt auch heute noch

Unsere Favoriten waren  ‚Griechischer Wein‘, welcher mit sehr beeindruckender Choreographie überzeugt, ‚Bleib doch bis zum Frühstück‘ (genial mit viel Humor eingefügt), Moritz Bleibtreus emotionale Version von ‚Merci Cherie‘ sowie ‚Liebe ohne Leiden‘ – vom jungen Marlon Schramm ganz stark performt. Sicherlich wird es für manchen großen Udo-Jürgens-Fan ungewohnt und vielleicht ein Stück weit schwierig sein, die Neuinterpretationen anzunehmen, doch man kann nur den Hut davor ziehen, dass es den Autoren gelungen ist, die Hits so gut in die Verfilmung einzufügen.

Überraschungsauftritt einer beliebten Berliner Schlagerikone

Auch der überraschende Gastauftritt von einem sehr bekannten deutschen Sänger kam gut an, welchen wir nicht vorweg nehmen wollen. Eine tolle Hommage indes versteckt sich gegen Ende des Filmes in New York, ein Geschäft trägt den Namen ‚Udo Records‘ – da hat unser rasender Reporter ein echtes Adlerauge bewiesen. Der Film endet mit einer weiteren rührenden Verbeugung vor der Legende, „Merci, Udo“ ist zu lesen.

Mitreißende Aftershowparty

Unter tosendem Beifall endete die Vorstellung, nach der dann sämtliche anwesenden Darsteller und Mitwirkende auf die Bühne gerufen wurden. Anschließend ging es zur Aftershowparty auf ein Schiff am Rheinufer, welche Weltklasse-Dekorationen und tolles Entertainment bot. Genial fanden wir insbesondere die leuchtenden „Merci, Udo“ Schriftzüge am Ufer, am Schiff und am nahegelegen Hochhaus! Da wurden weder Kosten noch Mühen gescheut. Auch die Darsteller und Manfred Bockelmann mischten sich unter die Gäste und zeigten sich sehr sympathisch und bestens gelaunt. Besonders schön fanden wir, dass die Schauspieler sich volkstümlich gaben und keine Berührungsängste hatten – im Gegenteil. Und das, obwohl es „eigentlich“ einen abgetrennten VIP-Bereich gab – es war eine rundum schöne und mehr als gelungene Veranstaltung. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften!

Absolutes Highlight der nächtlichen Party war ein Live-Auftritt der Darsteller auf der Bühne im Saal des Schiffes. Auch hier stachen Uwe Ochsenknecht und auch Pasquale Aleardi mit ihren gesanglichen Leistungen hervor.

Wir sind sehr angetan vom Film  „Ich war noch niemals in New York“ und wünschen dem ganzen Team viel Erfolg mit dieser tollen Hommage und dem sehr unterhaltsamen Film, der ganz in der Trdadition erfolgreicher Musical-Verfilmungen wie „Mamma Mia“ stehlt.


Viele weitere tolle Bilder findet ihr auf unserer Facebook-Seite.

HIER findet ihr den Clip der UFA zur Premiere, welchem die Hauptdarsteller zu Wort kommen.

Nähere Hintergrundinfos zum Film findet ihr HIER.

Fotos und Bericht: Kevin Drewes

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KERSTIN OTT: Innovativer neuer Song „Wegen dir (Nachts, wenn alles schläft)“ 0

Mit ihrer neuen Single geht KERSTIN OTT ungewöhnliche Wege, wie man sie sonst von internationalen Stars kennt. In ihren aktuellen Song bindet sie das legendäre „haa haa haa haa haa“-Intro des Carpendale-Klassikers „Nachts, wenn alles schläft“ ein. Auch die Zwischenwürfe des Originals („ich brauche deine Nähe“) finden in ihrem neuen Song, der ansonsten ein eigenständiger Titel ist, Einzug.

Auch wenn das Stilmittel, fremde Songs in eigenen Titeln zu zitieren bzw. legendäre Hook-Lines zu übernehmen, durchaus nicht neu ist – man denke an Madonnas „Hung Up“ oder Michelles „Wir feiern das Leben“ mit Zitaten von „Gimme Gimme Gimme A Man After Midnight“ bzw. „Scatman“ – aber einen deutschen Schlager so „einzubauen“, ist schon ungewöhnlich und in diesem Fall aus unserer Sicht sehr gelungen.

Interessant finden wir, dass sowohl Kerstin als auch Howard Carpendale in zwei Wochen beim Schlagerbooom zu Gast sind. Vielleicht wird Howard sich ja sogar beim Vortrag des Liedes einbringen? Wir würden das begrüßen, der Titel ist jedenfalls ausgesprochen hitverdächtig!

VERSENGOLDs Heimspiel in Bremen begeistert – Der Tag, an dem es bis in den Süden schallte 0

VERSENGOLD mit ihrem Erfolgsalbum „Nordlicht“ auf großer Tournee! Ganz besonders ist jedes Mal das Heimspiel in Bremen. In einigen Städten restlos ausverkauft – so auch am gestrigen Abend. 1350 Feierwütige brachten die Aladin Musichall zum Beben – mit ganz viel norddeutschem Charme und Spaß (und so manchem Krug Bier…)

Nach einem spektakulären „Nordlicht“-Intro inklusive riesigem Vorhang vor der Bühne, fiel unter großem Jubel dann eben dieser und es erfolgte der perfekte, temporeiche Start mit „Durch den Sturm“. Die Stimmung sofort auf hohem Level, getreu der Zeile „Eure Stimmen sind der Wind“ liefern die Fans direkt einen schönen Chor. Auch beim darauffolgenden „Niemals sang- und klanglos“ aus dem gleichnamigen Album von 2017 ging es direkt flott weiter. Schon jetzt bewiesen die Norddeutschen, dass man hier weiß, wie man feiert.

Es folgt ein Lied über die Legende vom Teufelsmoor und „“. Passend dazu gönnt sich Frontsänger Malte einen Schluck aus dem -ziemlich hochprozentigen- Likör. Der Erfinder dieses kostbaren Tropfens war ebenfalls im Publikum, samt Anhang. Versengold hat mit dem Titel erneut eine Legende perfekt in einen Song umgesetzt – der sogar richtig gut zum abfeiern geeignet ist. So auch natürlich in Bremen!


Die perfekte Einleitung zum nächsten Titel, „Verliebt in eine Insel“, lieferte Frontsänger Malte, indem er ein Hoch auf Supportact „Mr. Irish Bastard“ aussprach. Die Band war zuvor der perfekte Einstieg in die große Sause. Und eben dieser Titel ist eine Liebeserklärung an Irland und seine legendären Pubs. Die Zeile „Auf dass ein Jeder aus dem Pub laut mit uns allen singt…“ wurde dabei natürlich einwandfrei umgesetzt. Es wurde lautstark mitgegrölt, die Hände gingen in die Luft. Hervorzuheben ist hier auch der starke Violinen-Einsatz von Flo und Alexander.

 

Emotional wurde es dann bei Maltes Rede über die Entstehung des nächsten Songs. Einer der Punkte, die die Band sehr auszeichnet, sind die Texte. So wurde zur Katastrophe der Winterflut 1717 ein Lied geschrieben – anhand Berichten von Zeitzeugen. Daher ist das Lied dementsprechend düster. Live um einiges intensiver, ist der Chor der Band hier doch ganz besonders ausgeprägt und stark, der Summen-Part ist ein echter Mehrwert für den Titel.

Nach dem „Teufelstanz“ folgte eines der Highlights dieses Konzertes. Gesellschaftskritisch mit einem Auge zwinkernd erzählt „Der Tag, an dem die Götter sich betranken“ die Entstehung der Welt. Auch hier hat Malte eine passende Anekdote parat. Deutlich äußert er, was die Musiker von gewissen Menschen hält (die teilweise auch viel zu viel Macht haben), so waren seine Worte: „Warum gibt es so komische Gestalten, die unsere schöne Welt kaputtmachen?!“ Das Aladin verwandelte sich derweil in ein Tollhaus. Ein aufgeblasener Globus wurde ins Publikum geworfen (was für eine geniale, spaßige Idee!), die Stimmung in der Musichall am Kochen.



Es folgte „Solange jemand Geige spielt“ aus dem Album „Funkenflug“. Getreu der Zeile „sie dreht sich, dreht sich, dreht sich, dreht sich mit den Haaren im Wind“ legten einige weibliche Zuschauer ein paar flotte Drehungen hin. Aus demselben Album wurde dann „Haut mir kein Stein“ performt. Der ruhigere, teilweise auch humorvolle Song erzeugte insbesondere beim Refrain eine gänsehaut-reife Atmosphäre. Nach „Feuergeist“ legte Versengold mit „Samhain“, eines aus unserer Sicht stärksten gemixten Songs, eine Hammer-Show hin. Das, vor allem live, so zu performen ist schon richtig große Kunst!

Auf ein weiteres kommendes Highlight wurde anschließend hingewiesen, welches die Fans schon jetzt kaum erwarten können: Die „Nacht der Balladen“ Tour 2020! Lange wartete man auf eine Wiederholung, jetzt steht fest, dass es im kommenden Jahr fortgeführt wird – mit mehr Terminen als beim letzten Mal! Hier findet ihr alle Termine und könnt Karten erwerben: https://www.eventim.de/artist/versengold/versengold-nacht-der-balladen-2020-2545651/

Es brach erneuter Jubel aus, Flo war verwundert, was denn gerade vor sich ging, ehe er feststellte: Schlagzeuger Sean saß inzwischen oberkorperfrei an seinem Instrument (es war ganz schön heiß in der propevollen Musichall)!


Dass die Mischung aus Titeln zum Abfeiern und Songs mit ernsten Themen an diesem Abend exzellent war, bewies Malte bei den Worten über den Grund der Entstehung von „Meer aus Tränen“ erneut. Der sehr gesellschafskritische, hochaktuelle Song greift ein heikles Thema auf. Familien ertrinken im Mittelmeer. Klare Ansage vom Frontsänger: „Wer das toleriert, ist ein Arschloch.“ Ihn beschäftigte das so sehr, dass er um 4 Uhr aufstand und dann innerhalb eines Tages mit der Band den Song fertigstellte. Das Ergebnis ist sehr gelungen und wurde auch im Aladin mit großem Jubel anerkannt.

Für Begeisterung sorgte anschließend auch die ganz klare Ansage gegen Rechts und für Toleranz, ehe extrem laustark der Refrain des passenden Titels „Wir tanzen nicht nach braunen Pfeifen“ mitgegrölt wurde. Das so direkt anzusprechen und in ein Lied zu verpacken, verdient wahrlich Anerkennung!

Die Stimmung eh schon nahe dem Höhepunkt, drehte die Band noch einmal deftig auf. „Hoch die Krüge“, ein Dauerbrenner aus ihrem Album „Zeitlos“, läutetete die totale Eskalation ein, denn es folgte „Thekenmädchen“. Kaum in Worte zu fassen, was sich in der Musichall abspielte. Die Dezibelzahl war gewaltig hoch.


Eine frohe Kunde verkündete Malte darauffolgend: Zum ersten Mal war ihr Heimspiel ausverkauft. In Bremen sollte es bisher nie ganz reichen, in Hamburg hingegen schon. 1350 Fans im Aladin inkl.
dem geöffneten ehemaligen Ballsaal des Tivoli. Mehr passte definitiv nicht rein! Passend dazu begab sich dann Flo, von den Fans getragen, auf zur Theke am anderen Ende der Halle (glücklicherweise verliebte er sich NICHT in das Mädchen hinter der Theke…). Er schaffte es. das Bier „zu exen“ und heizte die ohnehin schon wahnsinnige Stimmung noch weiter ein – die Eike wenig später noch einmal toppen sollte.


Denn nachdem der ruhigere Titel „Wohin wir auch gehen“ (inklusive tollem Lichtermeer des Publikums) so langsam aber sicher das Ende des Konzertes einläutete, folgte die „Eike-Show“. Traditionell begab er sich an die Spitze der Bühne um den Abriss mit „Butter bei die Fische“ einzuläuten – und die Fans aufzufordern, ein Kleidungsstück ihrer Wahl auszuziehen und zu schwenken. Dies wurde beim Wort genommen und plötzlich war Sean nicht mehr der einzige, der viel Haut zeigte…


Nach lautstarken „Zugabe-Rufen“ kam die Band zum Abschluss erneut auf die Bühne – denn auch die diese Tradition darf nicht fehlen: Ein Tresen wurde aufgebaut (ausnahmsweise nicht mitten im Publikum, da es wie schon erwähnt gerammelt voll war) und getreu dem Sprichwort „Dreimal ist Bremer Recht“ bei dem Akustik-Lied „Mach noch ne‘ Runde“ gleich drei „Kurze“ vertilgt wurden. Genial auch „Ich und ein Fass voll Wein“. Alle hakten sich ein, schunkelten und bildeten einen waschechten Seemannschor. Herrlich norddeutsch! Apropos Seemann, Malte unternahm anschließend auf einer fahrenden Mini-Bühne -mit einem Steuerrad ausgestattet- einen Ausflug in das Meer des Publikums.


Zum krönenden Abschluss folgte dann der Klassiker, der „Abgesang“. Unter Standing Ovations wurde die Band dann verabschiedet. Natürlich gab es danach aber noch Autogramme und Zeit für einen kurzen Schnack hatten die Jungs für ihre Fans auch.


VERSENGOLD liefern eine in allen Punkten bärenstarke Show ab. Die Musiker sind allesamt auf sehr hohem Niveau und harmonieren hervorragend. Absoluter Seltenheitswert sind die ganzen verschiedenen Instrumente, die sich ideal ergänzen. Die Volllblut-Musiker liefern ein bunt gemischtes Programm, ohne dabei zu sehr mit der Moralkeule zu schwingen. Sie haben ihre klaren Ansichten, die sie auch deutlich vertreten, wissen aber auch ganz genau, wie man mit Trinkliedern , darunter „Hoch die Krüge“ oder auch „Thekenmädchen“ eine große Sause veranstaltet. Und das mit ganz viel Spaß und Freude!


Wir ziehen den Hut vor diesen ehrlichen und sehr sympathischen Jungs und können nicht nur jedem VERSENGOLD-Fan wärmstens empfehlen, ein Konzert der Band zu besuchen! Wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen mit unseren Freunden aus dem hohen Norden.

Fotos und Bericht: Kevin Drewes