FLORIAN SILBEREISEN: Schlagerchampions 2022 fallen zunächst aus, stattdessen „Schlagerstart.2022 – Silbereisen legt los!“ 1

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FLORIAN SILBEREISEN: GroĂźe „Schlagerchampions“-Show findet am 15. Januar nicht statt

Es war fast zu erwarten – nun ist es der Programmänderung der ARD  zu entnehmen: Tatsächlich werden am 15. Januar 2022 NICHT die Schlagerchampions 2022 gesendet. Stattdessen gibt es die neue Show „Schlagerstart.2022 – Silbereisen legt los!“. Wer wissen möchte, was sich dahinter verbirgt, erlebt das ĂĽbliche Kommunikationsspiel des MDR. Zitat: „Zu dieser Sendung sind derzeit leider noch keine weiteren Informationen vorhanden.“.

„Meine Schlagerwelt“ hat „alle Infos“

Das MDR-Portal „Meine-Schlagerwelt.de“ liefert „alle Infos“ – letztlich steht im Artikel aber nur, dass die Schlagerchampions „abgesagt“ wurden (spannend ist da allerdings die Begrifflichkeit: wirklich „abgesagt“ – oder nur „verschoben“? – auch das bleibt natĂĽrlich offen). Der Programmdirektor KLAUS BRINKBĂ„UMER und Unterhaltungschef PETER DRECKMANN schreiben in einer gemeinsamen Erklärung, die sehr „päpstlich“ klingt:

Mit Blick auf die Gesundheit aller an dieser Produktion Beteiligten und mit Blick auf unsere gesellschaftliche Verantwortung, halten wir die Absage dieser Großproduktion für die einzig richtige Entscheidung. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich aber trotzdem auf eine Sendung mit Florian Silbereisen am 15. Januar 2022 im ERSTEN freuen.

Da wie so oft nicht gesagt wird, was stattdessen geplant ist, kann man sich denken, was passieren wird – schon bei den letzten „Schlagerchampions“ tauchten ja etliche Namen in der Show auf, die absolut nichts mit Erfolgen des Vorjahres zu tun hatten. Gut möglich also, dass man vermeintlich alten Wien in neuen Schläuchen verpackt, also aus unserer Sicht klar geplante Gäste wie MATTHIAS REIM und IREEN SHEER in eine Show einlädt, die schlicht einen anderen Namen trägt und eben nicht vor groĂźem Publikum,  sondern vielleicht wieder vor Statisten stattfindet.

Keine frohe Weihnachtskunde fĂĽr die Fans von FLORIAN SILBEREISEN – andrerseits findet ja eine Show statt und mit Ăśberraschungen hinsichtlich der Gästeliste wird auch kaum jemand rechnen…

Bild: ARD/MDR/Thorsten Jander

 

 

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1 Kommentar

  1. Es wird wahrscheinlich eine Kopie, der Kopie, der Kopie werden. Es ist echt beschämend was aus dem ehemaligen guten Schlagersender MDR geworden ist. Da man als Fan und Zuschauer zu 90% weiß was einen erwartet, macht das ganze keinen Spaß und keine Freude mehr. Dazu gehört auch die Tatsache, daß viele Künstler in diesen Sendungen oft kein Schlager mehr sind sondern einfach nur Popmusik mit deutschen Texten. Eigentlich ein nicht zu beschreibender Vorgang, das Florian Silbereisen diesen Quatsch den ein Herr Dreckmann und der Papst Michael Jürgens zu verantworten haben mitmachen muss.

    Martin

IKKE HĂśFTGOLD: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“ – Exakt 25 Jahre nach GUILDO tritt er an! 2

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IKKE HÜFTGOLD hat es tatsächlich als TikTok-Sieger zum ESC-Vorentscheid geschafft

Nachdem der NDR auch in diesem Jahr wieder sehr merkwĂĽrdige Kriterien angelegt hat, wer Deutschland beim ESC vertreten darf (oberste Maxime: Kein Schlager, ebenfalls von größter Wichtigkeit: Kein deutscher Text – und Transparenz, warum der eine Titel es geschafft hat und der andere nicht ist auch wie immer unerwĂĽnscht), haben wir ĂĽberlegt, diese zur Witzveranstaltung verkommene Veranstaltung gar nicht mehr zum Thema zu machen.

Welcher Song Deutschland in diesem Jahr wieder bis auf die Knochen blamiert, erschien uns egal, wobei der eine oder andere Titel nicht ganz so schlimm ist wie das, was wir von den Vorjahren kennen (mit LORD OF THE LOST wäre zumindest ein erneuter letzter Platz wohl nicht zu erwarten). 

Nach wie vor nebulöse Kriterien für die Auswahl

WARUM z. B. eine SENTA oder ein THOMAS GODOJ keine BerĂĽcksichtigung fanden – schwer zu sagen. Transparent wird das ja nicht kommuniziert. Und warum es eine TikTok-Vorauswahl gab, bei der man sich als Fan nur dann beteiligen konnte, wenn man sich dort angemeldet hatte, um ältere Voter vom Verfahren auszuschlieĂźen, ist fĂĽr einen öffentlich-rechtlichen Sender auch eine merkwĂĽrdige Vorgehensweise. Dass die Quittung dafĂĽr nun der Sieg von IKKE HĂśFTGOLD ist, ist natĂĽrlich endlich mal ein positiver Aspekt, der wieder Lust auf den ESC macht. 

Vor 25 Jahren: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“

Schlager wird ansonsten ja ohnehin ausgeklammert, obwohl noch immer die allermeisten ganz groĂźen ESC-Hits aus dem Schlagersektor stammen. Vor 25 Jahren war die Situation ähnlich. Damals hat sich GUILDO HORN dem Wettbewerb gestellt. Und damals gab es noch NDR-Entscheidungsträger, die sich nicht NUR am eigenen Geschmack orientiert hatten. Die BILD fragte damals – auf den Tag genau(!) am Tag der Nominierung von IKKE – exakt am 4. Februar 1998 titelte die BILD: 

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Das Wort „Krieg“ ist natĂĽrlich aus aktuellem Anlass völlig unpassend, das Thema an sich aber interessant. Mit IKKE HĂśFTGOLD stellt sich ein ähnlich polarisierender Interpret, dessen Song mitnichten ein „Ballermann-Song“ ist. Augenzwinkernd, selbstironisch und fĂĽr IKKEs Verhältnisse fast tiefsinnig – dem NDR wäre zu wĂĽnschen, wenn IKKE nun eine ähnliche Lawine wie im Vorjahr ESKIMO CALLBOY lostreten könnte, als auch der Frust ĂĽber selbstgerechte Alleinentscheider, die diesen unglaublich erfolgversprechenden Titel einfach mal so aussortiert hatten.

Schon im November hatten wir die Hoffnung, dass IKKE es schafft. Immerhin: Die erste Hürde ist genommen. 

Wir finden: Der Zweck heiligt die Mittel – wir drĂĽcken die Daumen, dass IKKE HĂśFTGOLD mit seinem geschickten Medienumgang vielleicht sogar mehr erreicht als einen TikTok-Sieg. Aktuell gratulieren wir sehr herzlich dazu, dass nach Jahren mal wieder ein Schlager zur Wahl steht, was NUR mittels eines Publikumsvotings möglich wurde und NICHT von einer weitsichtigen Jury möglich gemacht worden ist…

 

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CHRISTIN STARK: Quote „Schlager des Monats“ in etwa auf „BRINK“-Niveau 11

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CHRISTIN STARK: Quote im „grĂĽnen Bereich“

Wenn BERNHARD BRINK zu den Schlagern des Monats lud, hat er nach unserer Erinnerung oft 2-stellige Marktanteile geholt und 300.000 Zuschauer geholt. Bei „ihrer“ ersten Ausgabe konnte CHRISTIN STARK diese Werte spielend ebenfalls erreichen. 330.000 Zuschauer im MDR-Sendegebiet und 10,7 Prozent Marktanteil (ebenfalls bezogen auf das MDR-Sendegebiet) sind ordentliche Werte. 

Ob die Umstellung von Albumcharts auf Radiocharts geschickt war und dann der Hinweis (mit Ansprache an das Publikum) auf „IHRE“ Charts, obwohl wohl die wenigsten Zuschauer Radioredakteure sind. Andrerseits lässt sich nicht abstreiten, dass durch die Umstellung des Wertungsverfahrens mehr Abwechslung drin ist und auch Namen dabei sind, die sonst nicht in den einschlägigen Schlagersendungen dabei sind. 

Hinweis: Hinsichtlich der Quotenbeurteilung können wir nur auf das MDR-Sendegebiet abheben, weil die bundesweiten Quoten nach unserer Kenntnis nicht offiziell nicht abrufbar sind. 

Quelle: MDR / Gfk, AGF
Foto: Daniela Jäntsch

 

 

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