GIOVANNI ZARRELLA, SONIA LIEBING u. a.: Diskussion um ihr Mitwirken bei „50 Jahre ZDF-Hitparade – Zugabe“ 4

50 Jahre ZDF Hitparade Vol. 2

SONIA LIEBING u. a.: Was haben sie mit der ZDF-Hitparade zu tun?

Diese Diskussion war zu erwarten. Schon bei der ersten Show „50 Jahre ZDF-Hitparade – die Show“ gab es die Diskussion, warum ein ausgewiesener Schlager-Kritiker wie THOMAS GOTTSCHALK die Jubiläumssendung moderiert hat. Immerhin waren bei der ersten Ausgabe der Jubiläumsausgabe noch die damaligen Moderatoren VIKTOR WORMS und UWE HÜBNER dabei – diesmal nach unserer Kenntnis nicht. Nun lösen auch die teilnehmenden Stars Diskussionen aus.

STEFANIE HERTEL: Schlager-Nachwuchs?

Nichts gegen den Schlagernachwuchs – darum geht es nicht. Die teilnehmenden Sängerinnen und Sänger haben sich um den Schlager verdient gemacht – das ist aller Ehren Wert. Aber sie haben nun einmal wirklich keinen Bezug zur ZDF-Hitparade. Wir sind auch nicht der Meinung, dass STEFANIE HERTEL zwingend in die Rubrik „Schlager-Nachwuchs“ passt, damit täte man ihr Unrecht – sie ist eine etablierte Top-Schlagersängerin.

Ob sie sich freut, nun als „neues Gesicht“ gefeiert zu werden? Man weiß es nicht. Aus unserer Sicht könnte es sein, dass sie als ABBA-Fan dabei gewesen sein könnte. Man weiß ja, dass WOLFGANG TREPPER auch ABBA in seinem Programm zitiert. Vielleicht passt der Name STEFANIE HERTEL ja dazu? Das hat alles zwar nichts mit der ZDF-Hitparade zu tun, wäre aber zumindest logischer als die Vermutung, mit STEFANIE HERTEL eine „Nachwuchssängerin“ zu fördern.

Keine CINDY (von CINDY & BERT), kein PETER ORLOFF

Bei einigen Forenbeiträgen und Kommentaren ist zu vernehmen, dass weitere „Altstars“ wie z. B. CINDY BERGER (von CINDY & BERT) oder PETER ORLOFF schmerzlich vermisst werden. In der Tat muss man sich fragen, warum einige Jungstars, die ohnehin ständig ein „Abonnement“ bei einigen Schlagersendungen haben, nun ohne jeglichen Hitparaden-Bezug in der Sendung sein müssen. SONIA LIEBING und VINCENT GROSS statt CINDY BERGER und PETER ORLOFF – man ist geneigt zu fragen: WARUM?

THOMAS GOTTSCHALK: Eigentlich keine Lust auf Schlager

Bei der Promi-Ausgabe von „Wer wird Millionär“ wurde es spannend. Moderator THOMAS GOTTSCHALK bekam die („billige“) 2.000 EUR-Frage gestellt: „Du wolltest dir bloß den Abend vertreiben und nicht grad allein sein und riefst bei mir an‘ – so beginnt welcher Song?: A: Dein ist mein ganzes Herz, B: 1000 und 1 Nacht, C: Verdammt, ich lieb dich, D: Ein Bett im Kornfeld„.

Keinen Bock auf Schlager und keine Ahnung davon

Man muss sich das mal vorstellen: Eine extrem einfache Frage dieser Art konnte THOMAS GOTTSCHALK nicht beantworten. Seine Promi-Kollegen wussten es besser und halfen ihm, was ihm zur verächtlichen Äußerung „Schlagerkram“ hat hinreißen lassen. Wir finden: Ja, das kann man so sehen, man muss den Schlager nicht lieben. Wenn man aber NULL Ahnung von Schlager hat und ihn Zeit Lebens kritisiert hat – muss man dann eine derart wichtige Schlagershow moderieren?

GIOVANNI ZARRELLA: Warum moderierte er die Show nicht?

Bekanntlich ist GIOVANNI ZARRELLA das neue Aushängeschild des ZDF. Er wird ab Herbst eine neue Musikshow bei den Mainzelmännchen moderieren. Man ist geneigt zu fragen: Wenn man doch einen Moderator hat, der – anders als THOMAS GOTTSCHALK- den Schlager nicht nur verarscht und „scheiße findet“, warum darf der dann nicht die Schlagerstars präsentieren. Stattdessen wurde er als Sänger engagiert, obwohl er NIE in der ZDF-Hitparade zu Gast war.

Nebenbei bemerkt, hat auch STEFANIE HERTEL im MDR bewiesen, eine großartige Moderatorin und Gastgeberin von Schlagersendungen zu sein.

RAMON ROSELLY steht wenigstens zum Schlager

Auch wenn RAMON ROSELLY ebenfalls natürlich (schon aufgrund seines Alters) nie bei der ZDF-Hitparade zu Gast war, hat er zumindst immer dazu gestanden, Schlager zu singen. Und anders als seine jungen Kollegen, die mal lieber immer Vollplayback singen, hat er oft genug bei RTL beweisen (das ist ja bei ARD und ZDF nicht möglich, lediglich RTL scheint diese technischen Möglichkeiten zu haben), dass er live singen kann…

 

 

 

 

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4 Kommentare

  1. Große Diskussion? Nur bei den sogenannten Schlagerprofis! Schlagernörgler sollte es besser heissen. Keine andere Seite verhöhnt Künstler so wie diese, bzw. dieser Imming.

    Jeder Künstler kann sich sicher sein, daß irgendwann jeder seine negative Berichterstattung bekommt.

    1. Hallo Herr Heber, die Kritik an den beiden ist schon berechtigt. Warum sind denn nicht Claudia Jung oder Nicole dabei? Als Moderatoren hätte man übrigens Bernhard Brink und/oder Roland Kaiser verpflichten können. Die beiden sind pure Hitparade. Giovanni Zarella hat zurzeit eine Präsenz das die Gefahr besteht das man ihn irgendwann nicht mehr sehen will. Und man kann sowieso gespannt sein ob er auch mal fähig sein wird mit eigenen Liedern/Songs aufzutreten. Das war übrigens der Vorteil von Carmen Nebel. Sie hat man nicht so oft gesehen. Sie war natürlich auch nur Moderatorin. Der Beste Moderator einer Schlagersendung/Musiksendung war sowieso der Schweizer Roman Kilchsperger. Er hat fünf Ausgaben der Sendung „Hello Again“ bis 2018 im SRF mit einer sehr eigenen Art dargeboten. Der hat mir sogar besser gefallen als Silbereisen. Aber das ist sowieso alles Geschmackssache.

      Martin

      1. Claudia Jung ist allerdings dabei, da muss man das ZDF loben. Die Frage ist eben, warum Künstler, die in der ZDF-Hitparade nie zu sehen waren, in so einer Show dabei sind. Dazu gibt es durchaus eine Diskussion, wie man ja den Kommentaren entnehmen kann…

        1. Hallo Herr Imming,

          das mit Claudia Jung wusste ich nicht. Sehr schön. Das Problem in der Schlagerszene ist, das immer alles gut ist. Jedes Album, jede Single, die Videos, alle Sendungen, jede Moderation usw. Und wenn etwas kritisiert wird, dann ist man gleich ein Hater. Das ist Schwachsinn. Warum gibt es eigentlich keinen deutschen Begriff für Hater? Ich denke wir sind beim deutschen Schlager?!

          Martin

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  • 1,44 Mio. Zuschauer / 5,4 Prozent Marktantei (Vormonat 1,34 Mio. / 4,5 %) bundesweit
  • 476.000 Zuschauer / 9,6 Prozent Marktanteil (Vormonat 565.000 / 10,1 %) im SWR-Sendegebiet

Demnächst Eurovisionsshow

Inzwischen haben wir von weiteren Quellen gehört, dass der Schlager-Spaß demnächst als Eurovisionsshow gesendet wird. Bei dem berechtigten Erfolg – nach wie vor setzt ANDY BORG auf Ausgewogenheit bei den Gästen, nach wie vor wird bei ihm auch mal live gesungen, nach wie vor präsentieren die Stars auch mal andere Lieder als das, was auf ihren aktuellen Alben zu hören ist – das wird von den Fans honoriert.

Treue Fans

Bemerkenswert ist auch die Treue der Fans. Im Prinzip ist es fast egal, was gegen den Schlager-Spaß programmiert wird – die Fans schalten ein.

Gartenparty mit zufriedenstellenden Quoten

Trotz der großen Stars FLORIAN SILBEREISEN, MAITE KELLY und Co. konnte die von STEFANIE HERTEL moderierte Liveshow „Gartenparty“ nicht mit ANDY BORG mithalten, wobei auch da die Quotenwerte okay waren – bekannt sind allerdings hier nur die regionalen Werte. Im Sendegebiet des MDR gab es 10,5 Prozent Marktanteil – zweistellig ist natürlich okay. 320.000 Zuschauer haben im Sendegebiet zugesehen. Bei anderem Gegenprogramm wäre da vielleicht noch mehr drin gewesen.

Foto:© SWR/Kimmig/Kerstin Joensson

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