Schlager-Shows in den Dritten nehmen sich gegenseitig die Zuschauer weg Kommentare deaktiviert für Schlager-Shows in den Dritten nehmen sich gegenseitig die Zuschauer weg

2018 Werbeplakat

Fluch und Segen gab es am Freitag für Schlagerfreunde zu erleben. Insbesondere Michelle– und Bernhard-Brink-Fans durften sich wundern: Ihre Lieblingsstars waren parallel auf mehreren Kanälen in Erstausstrahlungen zu sehen.

RBB: Sensationell toller Mitschnitt der „Schlagernacht des Jahres“ aus Berlin

Wirklich schade für manche Schlagerfreunde war es, dass die „Schlager des Monats“ und die „Schlagernacht des Jahres“ parallel ausgestrahlt wurden. Insbesondere die Schlagernacht war absolut sehenswert. 22.000 Fans waren Zeugen, als in der Berliner Waldbühne der Schlager gefeiert wurde. Hochprozentig durften die Stars sogar live singen – nach unserer Beobachtung machten von dieser Möglichkeit lediglich Thomas Anders, Marianne Rosenberg und Lichtblick keinen Gebrauch – schade, gerade bei der Girlgroup wäre mal interessant gewesen, ob die Ladies auch „wirklich“ singen können. Leider waren sie einmal mehr nur im Vollplayback zu hören – schade.

Vanessa Mai, Mickie Krause u. a.: Tolle Auftritte mit Live-Gesang

Umgekehrt gab es aber auch positive Überraschungen. Vanessa Mai zum Beispiel bewies, dass sie durchaus auch mit Live-Gesang zu überzeugen weiß – ein mehr als gelungener Auftritt. Auch Mickie Krause brillierte mit einer absolut überzeugenden Live-Performance – klasse! Auch viele andere Stars bewiesen, dass sie als Live-Künstler ihr Können viel mehr ins rechte Licht rücken können als bei vielen der doch recht steril wirkenden TV-Shows.

Auch wenn die TV-Show aus unserer Sicht eine der besten Schlagersendungen des Jahres war, hätte man sich doch eine etwas bessere Einschaltquote gewünscht – 170.000 Zuschauer im Sendegebiet des RBB bzw. ein Marktanteil von 8,6 Prozent sind ordentlich – ohne die direkte Schlagerkonkurrenz wäre für diese wirklich ausgesprochen tolle Show vielleicht noch mehr drin gewesen. Der wirklich tolle Mitschnitt hätte noch mehr Zuschauer verdient.

MDR: Leichter Quotenanstieg bei den „Schlagern des Monats“

Bei der dritten Folge der „Schlager des Monats“ gab es zum dritten Mal eine Aneinanderreihung von Videoclips – eingestreut war z. B. das Interview mit Michelle und eine Rubrik „Klatsch und Tratsch“, in der Jürgen Marcus’ Tod zum Thema gemacht wurde. Auch wenn das Konzept viele Fans der unvergessenen ZDF-Hitparade noch nicht ganz überzeugt, konnte Brink trotz der starken Schlager-Konkurrenz die Quote weiter verbessern – im Sendegebiet des MDR wurden immerhin 330.000 Zuschauer erreicht. Insbesondere der Marktanteil von 11,7 Prozent kann angesichts der Quote der ersten Show (Marktanteil damals: 8 Prozent) als zufriedenstellend angesehen werden.

Michelle- und Bernhard-Brink-Fans mussten sich entscheiden

Wer weiß, wie rar Sendetermine für Schlagerfans im Fernsehen sind, wird es als Luxusproblem empfinden. Aber dennoch: Bernhard Brink eröffnete im RBB die Schlagernacht des Jahres – und war gleichzeitig als Moderator seiner „Schlager des Monats zu sehen“. Großartig ist es für Michelle gewesen – sie war Interviewpartnerin bei den „Schlagern des Monats“ im MDR und direkt im Anschluss Talkgast des „Riverboats“ und parallel ebenfalls bei der „Schlagernacht des Jahres 2018“ zu Gast, wo sie bewies, dass sich der Titel „In 80 Küssen um die Welt“ auch live gesungen toll anhört.

Tolle Shows von RBB und MDR – bitte künftig nicht parallel ausstrahlen!

Wir von den Schlagerprofis freuen uns ausdrücklich, dass MDR und RBB tolle Shows auf die Beine gestellt haben. Die „Schlagernacht des Jahres“ war in unseren Augen eine herausragend gute Schlagershow und durchaus auch Werbung für die gleichnamige Tournée – das hat definitiv Lust auf einen Besuch dieser tollen Tour gemacht. ABER: Kann man innerhalb der ARD sich nicht darauf verständigen, dass Schlagershows in Erstausstrahlung(!) nicht parallel ausgestrahlt werden und sich damit gegenseitig die Zuschauer wegnehmen?

Voriger ArtikelNächster Artikel

BLÄCK FÖÖSS: Jubiläumsalbum mit vielen Stars wie HOWARD CARPENDALE, HAPE KERKELING u. a. 0

Bild von Schlagerprofis.de

5Ö – ein Jubiläumsalbum mit beeindruckenden Gästen

Die wohl bekannteste Kölner Band, die auf Kölsch seit Jahrzehnten bundesweit große Erfolge feiert, ist „DE BLÄCK FÖÖÖSS“. Vor ziemlich genau 50 Jahren wurde die Gruppe gegründet – letztlich auf Initiative des bekannten Schlagerstars GRAHAM BONNEY, der den damals Beatmusik machenden Gruppenmitgliedern vorschlug, auf Kölsch zu singen. Um den „guten Namen“ als angesehene Beatmusiker nicht in Verruf zu bringen, veröffentlichte man den ersten Titel unter dem Namen „BLÄCK FÖÖSS“. Vor fast genau 50 Jahren, am 22. Oktober 1970, erschien der „Reevkuche-Walzer“, die erste Single der Gruppe.

Hochkarätige Gäste

Spätestens mit dem von HEINZ GIETZ produzierten Superhit „Trink doch eine mit“ war der Durchbruch erreicht – nach und nach erarbeitete sich die Gruppe einen exzellenten Ruf und gehört inzwischen zu Köln wie der Kölner Dom und WILLY MILLOWITSCH. Grund genug, dieses beeindruckende Jubiläum zu feiern – mit einem schönen neuen Album. Mehr als hochkarätige Gäste haben mit den BLÄCK FÖÖSS deren schönste und wichtigste Lieder neu eingesungen:

Tracklist

  1. 50 Johr
  2. Drink doch eine met (mit WOLFGANG NIEDECKEN)
  3. Dat Wasser vun Kölle (mit BEER BITCHES – CAROLIN KEBEKUS)
  4. Moni hat geweint (mit HEINO)
  5. Buchping vun Heimwih (mit HAPE KERKELING)
  6. Katrin 2020 (mit HORST SCHLÄMMER aka HAPE KERKELING)
  7. Usjebomb (mit WOLFGANG PETRY)
  8. Pütze Hein (A-Cappella) (mit BEER BITCHES – CAROLIN KEBEKUS)
  9. Ich han nen Deckel (mit ANNENMAYKANTEREIT)
  10. En d’r Weetschaff op d’r Eck (2020)
  11. Wenn de Sonn schön schingk (mit HAPE KERKELING)
  12. En minger Bud (mit BRUNO MÜLLER)
  13. Ming eetste Fründin (2020)
  14. Alles für die Liebe (mit BIGGI WANNINGER)
  15. Bye Bye My Love (mit HOWARD CARPENDALE)
  16. Frankreich Frankreich (mit TOM GAEBEL)
  17. Unsere Stammbaum (mit WDR FUNKHAUSORCHESTER)
  18. Schön dat mer noch zosamme sin (mit WDR FUNKHAUSORCHESTER)
  19. En unserem Veedel (mit WDR FUNKHAUSORCHESTER)

 

 

 

 

NENA in den Charts besser als FLORIAN SILBEREISEN & THOMAS ANDERS 0

Bild von Schlagerprofis.de

„Winter-Edition“ von „Das Album“: Eigentlich für den 23.10. geplant

Dank des Internethänders shop24direct konnten wir feststellen, dass es eine neue Edition des Numer-Eins-Albums „Das Album“ von FLORIAN SILBEREISEN &  THOMAS ANDERS gibt. Der Link wurde dann aber entfernt. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass DIE ÄRZTE just am 23.10. ihr neues Album „Hell“ und damit ein klares Nummer-Eins-Album angekündigt haben. Nach unserer Meinung deswegen haben FLORIAN SILBEREISEN & THOMAS ANDERS deshalb die VÖ ihrer „Winter-Edition“ um eine Woche vorgezogen.

Bild von Schlagerprofis.de

14  neue Tracks – fast ein neues Album

Nicht weniger als 14 neue Tracks beinhaltet die Winteredition von „Das Album“ – das ist eigentlich schon ein ganz neues Album. Für uns Grund genug anzunehmen, dass vielleicht erneut die Chartspitze oder zumindest die Top-3 drin sein sollten. Okay, es wurde Platz 6 – für ein (wenn man es genau nimmt angesichts 14 neuer Tracks) „neues“ Album ist das nach der doppelten Chartsspitze recht ernüchternd.

NENA – Top-3 mit „Licht“ aller Ehren Wert

Dass ausgerechnet NENA mit ihrem neuen Album „Licht“ den Superstars FLORIAN SILBEREISEN & THOMAS ANDERS mit Platz 3 quasi die „lange Nase“ gezeigt hat, ist aller Ehren Wert. Das ehemalige deutsche Fräuleinwunder ist und bleibt immer noch ein wichtiger Act der deutschen Musikszene… Und zehn Top-10-Alben – das schafft weiß Gott nicht jedermann…

Foto NENA: Harald Hoffmann