NICOLE: Engagierte Fanarbeit von ihrem „Social Media Team“ wohl nicht gerne gesehen… Kommentare deaktiviert für NICOLE: Engagierte Fanarbeit von ihrem „Social Media Team“ wohl nicht gerne gesehen…

50 ist das neue 25

Wie wichtig das Umfeld und speziell das Management in der Schlagerszene ist, sieht man eigentlich an den Topstars der Branche. Es gibt eigentlich keinen Superstar, der nicht durch ein professionelles Umfeld betreut wird.

Andererseits gibt es Künstler, die sich vom privaten Umfeld betreuen lassen und meinen, damit seien sie am besten bedient. Im Falle von Andrea Berg klappt das, aber die hat erstens sich ihre Karriere schon vorher aufgebaut und zweitens hat ihr Mann langjährige Managementkenntnisse in der Fußballbranche und sich sein Know-How über Jahre hinweg erarbeitet.

Oftmals ist es aber nach unserem Eindruck so, dass persönliche Prioritäten bei der Auswahl der Managements fatale Wirkung haben kann – insbesondere dann, wenn der Künstler nicht selbst in sozialen Netzwerken aktiv ist, sondern anderen dort die Hoheit überlässt. Das kann dann nämlich dazu führen, dass im Namen des Künstlers Dinge gepostet werden, die dem Künstler schaden und deren Sinn nur ist, persönliche Befindlichkeiten des Umfeldes zu bedienen. Wie gesagt – so etwas leisten sich die Topstars sicherlich nicht. Eine Michelle würde sicher niemals ihre Fans ansprechen und ihnen vorwerfen, dass sie sich durch die Fans in ihrer Konzentration gestört gefühlt habe.

Da es doch eher selten vorkommt, dass ein Künstler den Leiter einer seiner bedeutendsten Fangruppen (wenn auch nicht namentlich) öffentlich angreift und bei der Gelegenheit sogar den Fans vorwirft, einen Termin wahrzunehmen, der vom Hannoveraner Zoo öffentlich publik gemacht wurde (ein klarer Management-Fehler, so etwas zuzulassen), haben wir den Leiter der Gruppe „Nicole aktuell“, Frank Benjamin Wolfmeier, befragt, was und wer denn hinter diesen Statements steckt, die kürzlich in Nicoles Namen gepostet werden. Hier seine interessanten Ausführungen dazu:

Bei einer der Tourneen 2009/2010 fragte ich Nicole, warum sie nicht bei Facebook ist. Sie erklärte mir, sie könne Facebook nicht leiden! Ich versuchte verständlich zu machen, dass aber heutzutage viel darüber läuft und dass es der beste Weg ist, um mit ihren Fans in Kontakt zu bleiben! Ich bot ihr an, ehrenamtlich eine Gruppe zu führen, damit die anderen Fans vereint immer die neuesten Infos diskutieren können!

Nicole hielt das für eine gute Idee. Was ich nicht wusste, war, dass es auch damals schon ein fragwürdiges Social-Media-Team gab, das sowohl mit der Nicole-Seite, aber auch mit dem Nicole-Profil agierte. Den ersten Stress gab es dann 2016, als ich aus völlig unverständlichen Gründen genötigt wurde, anstatt aus für jedem Album eine Gruppe eine Gruppe für alles zu machen! Was ich nach wie vor sehr schade finde, da somit die Übersichtlichkeit verloren ging.

Den zweiten Knatsch gab es dann im Sommer 2016 nach einem Konzert in Magdeburg, es gab 2016 bei jedem Konzert ein Meet & Greet! Ich war in dem Jahr sehr schwer krank! Mein bester Freund Andreas wollte mir damals eine Freude machen und schleuste uns in Magdeburg ins Meet & Greet! Ich war zwar verwundert, aber hinterfragte es auch nicht weiter und niemand anderes musste auf das M&G verzichten, und Nicole hat sich sehr gefreut und wir unterhielten uns sehr nett. Erst, als wir das M&G verlassen hatten, kam eine der Social Media Personen hinter uns her gerannt und fuhr uns ziemlich an, warum wir uns reingeschlichen hätten! Andreas erklärte, er wollte mir nur eine Freude machen! Es wäre ja auch Aufgabe der Kontrolleure gewesen, uns dann nicht hineinzulassen, aber man hat uns einfach durchgewunken!

Kurz danach bekam ich auf Facebook eine bitterböse Nachricht vom Nicole Team und man kündigte mir die Zusammenarbeit auf und sperrte mich komplett auf Nicoles Profil und ihrer Seite auf Facebook! Es kostete mich viel Energie, um an Nicole persönlich durchzudringen und zu erfahren, dass Nicole von dem ganzen nichts wusste und nach vier Wochen Theater und wahrscheinlich einem Machtwort von Nicole wurde ich wieder entsperrt!

Dann kam der denkwürdige Termin im Zoo Hannover der ja vom Zoo selbst öffentlich gemacht wurde und ausdrücklich dazu einlud, ihre Filmarbeiten vor Ort zu begleiten und mit Nicole in Kontakt zu kommen. Insofern ist es ein Wunder, dass neben mir nur ein weiterer Fan vor Ort war. Ich habe dann halt die Fotos für die Gruppe und Videos für mich gemacht.  Ich konnte mich sowohl mit Nicole nett aber kurz unterhalten und hatte ein sehr nettes und längeres Gespräch mit ihrem Mann.

Eine Person aus dem Team ließ sich sogar noch vor Ort meine Bilder schicken! Nicht einen Moment lang entstand der Eindruck, ich würde nerven, stören, behindern oder sonst etwas. Ansonsten hätte ich mich sofort zurückgenommen! Was auch von der ersten Sekunde auffiel, war die Gestresstheit von Nicole! Am Ende habe ich mich dann mit Handschlag von Nicole und ihrem Mann verabschiedet! Erst den Tag darauf kam das Gejammer vom Social Media Team, die sich aber wieder hinter Nicoles Profil versteckten.

Ein Nicole-Statement, das mit bösen Unterstellungen gespickt war, lehnte ich ab, in meiner Fangruppe „Nicole – aktuell“ zu veröffentlichen, was ich heute aber bereue! Dieser wurde dann unter der Nicole-Seite veröffentlicht, aber nicht, ohne auf mich und meine Verweigerung hinzuweisen! Seitdem sehe ich mich immer wieder irgendwelchen Attacken ausgesetzt, egal ob smago anonym oder irgendwelche Fans, die mich persönlich angehen. Einem Fan, die meine jahrelange Arbeit und Zeitinvestition sehr zu schätzen weiß, gefiel das gar nicht und startete eine Solidarisierungsaktion in der Gruppe, um Nicoles Aufmerksamkeit zu gewinnen, was aber bisher leider nicht klappte!

Ich hoffe sehr, Nicole erkennt, dass ihr Team eindeutig zu weit gegangen ist und sorgt dafür,  dass meine erneute Sperre auf allen sozialen Medien rückgängig gemacht werden! Wie gesagt, ich bereue, den Post trotz der Falschunterstellungen nicht veröffentlicht zu haben und mit einer Richtigstellung kommentiert zu haben, auch bei der Bilderauswahl hätte ich sicherlich mit etwas mehr Feingefühl herangehen sollen auch das tut mir leid und ich habe mich brieflich bei Nicole dafür entschuldigt, leider ohne Reaktion, und ihr angeboten das auch sie Admin wird, um so etwas in Zukunft zu vermeiden. Ich möchte keinen Streit mit Nicole,  sondern einfach „ein bisschen Frieden“ und erneute Teilhabe an ihren Internetseiten!

Das Social Media Team Nicoles war zwischenzeitlich nicht untätig und eine offizielle NICOLE-Fangruppe ins Leben gerufen. Ich habe mich um Aufnahme in die Gruppe beworben, wurde aber nicht angenommen. Vielleicht will man eine Gruppe etablieren, die kritische Überlegungen nicht zulässt und nur positiv schreibt. Ob das zielführend ist, weiß ich nicht, da ich ja nicht aufgenommen werde.

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ROSS ANTONY präsentiert im MDR „Tanz in den Mai“ 0

Bild von Schlagerprofis.de

Überraschendes neues MDR-Format mit ROSS ANTONY

Wie unser Kolumnist THOMAS KAISER in seiner heutigen Schlagerprofis-Kolumne bedauernd feststellt, fragt man sich, was mit der von ROSS moderierten MDR-Show „Meine Schlagerwelt“ los ist. Leider gibt es dazu keine neuen Informationen. Umso erfreulicher ist, dass ROSS ANTONY anscheinend mit einem neuen Format aufwarten kann: „Tanz in den Mai“.

Schon wieder eine Clipshow?

Angesichts der ersten Informationen steht zu befürchten, dass wir es erneut mit einer Clipshow zu tun haben. Der MDR beschreibt die Inhalte der neuen Sendung wie folgt: „Jede Menge flotte Tanzmusik, schwungvolle Videoclips und Wissenswertes, Lustiges und Spannendes zur Walpurgisnacht“ werde geboten. Offen bleibt derweil, ob „ROSSI“ womöglich beim Format „The Masked Singer“ mitwirkt.

Vorbote zum 20-jährigen Bühnenjubiläum

Viellecht präsentiert ROSS in seiner neuen Sendung ja einen Vorboten seines Jubiläumsalbums „Willkommen im Club – 20 Jahre“, das am 6. August 2021 erscheinen wird. Der Titelsong ist ja wohl bereits „im Kasten“. Lassen wir uns überraschen…

Sendetermin ist der 30. April ab 20.15 Uhr im MDR

Bild: MDR/Tom Schulze

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KOLUMNE: Deutsche Schlagershows – Eintönigkeit oder Fortschritt? 3

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Neue Kolumne von THOMAS KAISER

Unser Kolumnist THOMAS KAISER hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten einen Überblick über die aktuellen Schlagershows verschafft und Licht und Schatten der aktuellen Showformate herausgearbeitet. THOMAS KAISERs Kolumne ist seine persönliche Meinung, die nicht zwingend in allen Punkten mit der Auffassung der Schlagerprofis korrespondiert. Sein Überblick ist nach unserer Meinung aber in jedem Fall mehr als lesenswert…

FLORIAN-SILBEREISEN-Shows sind eigentlich MICHAEL-JÜRGENS-Shows

Bei der Betrachtung von deutschen Schlagersendungen ist ein Aspekt eines Artikels – wenn es dabei um die von FLORIAN SILBEREISEN moderierten Shows im MDR geht – vom Portal smago.de interessant. Dort steht dem geschrieben: „FLORIAN SILBEREISEN selbst hat kein Mitspracherecht bei der Besetzung seiner Sendungen. Er präsentiert sie ‚nur’“. Das bedeutet also, dass wir es nicht mit den Shows von FLORIAN SILBEREISEN (wie man es immer lesen kann und wie es oft behauptet wird) zu tun haben, sondern mit denen des Produzenten MICHAEL JÜRGENS.

Sitzt FLORIAN SILBEREISEN im goldenen Käfig?

Hat ein FLORIAN SILBEREISEN nicht auch mal Lust und Freude daran, andere Schlagerkünstler zu zeigen, die noch nie oder nur selten zu Gast waren? Wie wäre es mal mit CLAUDIA JUNG und ihrem noch recht aktuellen Titel „Sommer im November“? Vielleicht ist das ganze ja für FLORIAN SILBEREISEN ein „Goldener Käfig“!? Er ist immens erfolgreich, hat aber anscheinend den Mund zu halten. Nach über 15 Jahren als „Feste“-Moderator und Schlagersänger ein grotesker Zustand. 

KLUBBB3: Schmerzlich vermisst

Apropos FLORIAN SILBEREISEN als Schlagersänger. Es wird Zeit, dass KLUBBB 3 als Schlagerband zurückkehrt. Dieses Trio muss unbedingt wiederbelebt werden. Nicht nur, weil FLORIAN, JAN und CHRISTOFF große Erfolge mit ihren Alben hatten, sondern auch, weil die drei in den Schlagersendungen immer eine gute Figur als Moderatoren gemacht haben. Es wirkte einfach locker, fluffig und spontan. Ganz ehrlich, ich bin der Meinung, seitdem FLORIAN nicht mehr mit seinen Kumpels moderiert, haben die Sendungen an Qualität eingebüßt.

BERNHARD BRINK und VINCENT GROSS trotz Airplay keine Schlagerchampions?

Wo waren eigentlich bei den letzten „Schlagerchampions“ BERNHARD BRINK und VINCENT GROSS? Bei den Erfolgen der beiden in den Airplaycharts wäre eine Einladung Pflicht gewesen. 

Sinneswandel bei „Schlager des Monats“

Aber auch bei den „Schlagern des Monats“ sah es bis jetzt nicht besser aus. Durch die neue Rubrik „Hit des Monats“ scheint hier aber ein Sinneswandel einzutreten, der mehr als begrüßenswert ist. Den „Hit des Monats“ gewann der junge aus NRW stammende NOEL TERHORST mit seinem aktuellen Video zu „Ich vermiss Dich“. Ein Newcomer, der 2015 bei DSDS teilnahm. Sehr schön, dass er als Überraschungsgast im Studio zugegen war und in einem Plausch die eine und andere Frage beantwortete.

Lieber Schlager als deutscher Pop

Interessant ist seine Aussage, dass er 2015 noch eher dem deutschen Pop, der deutschen Pop-Schiene zugewandt war und sich dann aber als jemand aus dem Ruhrpott schnell dem Schlager zuwandte. An der Aussage stellt man fest, wie dicht doch heute der deutsche Pop, oder auch der Deutsch-Pop und der Schlager zusammenliegen.

Für die nächste Wahl zum Hit des Monats stehen zur Auswahl:

  1. VANESSA KATHARINA – „Fast perfekt
  2. ANDRÉ BUSSE – „Wir feiern das Leben“
  3. VIVIEN GOLD – „Unerträglich“

Diese positive Entwicklung sollte noch etwas forciert und ausgebaut werden. Unabhängig von der Wahl zum „Hit des Monats“ sollten trotzdem weitere Neulinge oder auch der breiten Fanmasse nicht so bekannte Interpreten regelmäßig vorgestellt werden. Ein Applaus auch für die Vorstellung der neuen Single „Marie“ von TANJA LASCH.

Weitere förderungswürdige Nachwuchskünstler

Wie wäre es mit MICHAEL WINTER („Du bist in der Hölle geboren“), RAMONA MARTINESS („Bitte lüge mich noch einmal an“) oder DIE WOLKENSTÜRMER („Der Joker meines Lebens“). Vielleicht könnte man in Zukunft immer mal wieder auf die großen etablierten Stars wie einem BEN ZUCKER oder einer KERSTIN OTT bei den Clips verzichten.

Gute Künstler auch abseits der Charts

Man scheint bei den Verantwortlichen wohl zu der Erkenntnis gelangt zu sein, dass es auch abseits der Charts richtig überzeugende und gute Künstler gibt. Dafür eindeutig den Daumen nach oben. Man darf gespannt sein, wann diese positiven Änderungen auch bei Herrn MICHAEL JÜRGENS ankommen.

STEREOACT: Bedauerlicher Zustand der Schlagerszene

In was für einem bedauerlichen Zustand sich die Schlagerszene befindet, zeigt das Interview mit den DJs von STEREOACT. Wie können so großartige Künstlerinnen wie VICKY LEANDROS einem Remix des Kult-Schlagers „Ich Liebe das Leben“ durch das DJ-Duo STEREOACT zustimmen? Genau das gleiche  bei RALPH SIEGELs bzw. NICOLEs „Ein bisschen Frieden“. Verhunzt und verschandelt. Furchtbar. 

Anm. d. Red.: Aus dem Umfeld von VICKY LEANDROS haben wir inzwischen erfahren, dass VICKY LEANDROS auf den Remix keinen Einfluss nehmen konnte: Sie hat die Rechte an dem Lied nicht mehr. Daher musste sie nicht zustimmen, konnte es auch nicht ablehnen. Wie es sich mit „Jenseits von Eden“ verhält, kann man dem Kommentar unseres Lesers MIKE BREUER unten entnehmen.

Positivbeispiel RAMON ROSELLY

Dass dem nicht so sein muss, zeigt die Neuveröffentlichung „Komm und bedien Dich“ von RAMON ROSELLY. Hier haben RAMON und sein Produzent sehr gute Arbeit abgeliefert. Der Charme und der Flair bleibt absolut erhalten. Toll, das Gegenteil von STEREOACT.

Wenn man den MDR beobachtet, hat der Sender allem Anschein nach aber auch ein Händchen dafür, Schlagersendungen an die Wand zu fahren.

Vom Niedergang der „Hüttenparty“

2017 und 2018 gab es je eine Ausgabe der „Hüttenparty“. Eine bunte Schlagershow, die in Österreich im Salzburger Land produziert wurde. Der Ort für die Schlagersause war der Gutshof in Flachau/Pongau. Diese Sendung wirkte sehr authentisch, weil eben vor Ort gedreht. 2019 und 2020 war dem dann nicht mehr so. Die Außenaufnahmen wurden zwar wieder in Österreich getätigt, die reine Produktion der Sendungen verlagerte sich aber in die Studios der Leipziger Media-City.

Das Ergebnis war dementsprechend. Nichts mehr von Authentizität und Echtheit, sondern rein künstlich und vorgegaukelt. Ab da eine Fake-Sendung mit Vorspielung falscher Tatsachen. Oder wie soll man es nennen, wenn ein DJ ÖTZI 2020 vor einer Berghütte steht, dann beim Beginn seines Songs in die Hütte reinläuft und Schwups kommt er mir nichts dir nichts im Leipziger Studio bei der Bühne an. Also dämlicher geht es nicht!

„Ja wo ist er denn, der Nachwuchs“?

Alles in allem muss man feststellen, es gibt beim MDR bis jetzt keine richtige Nachwuchsförderung. So hervorragend wie sich ein BERNHARD BRINK, ein ROLAND KAISER oder eine MARIANNE ROSENBERG zurzeit zeigen und in den letzten Jahren gezeigt haben, die drei werden wahrscheinlich in weniger als zehn Jahren Ihre Karriere aus Altersgründen beenden. Und wenn dieser Tag kommt, dann steht man da und fragt sich: „Ja wo ist er denn, der Nachwuchs?“. 

ANDY BORG: Sein Schlager-Spaß zeigt, dass es auch anders geht

Dass man auch mit anderen Konzepten als immer mit den gleichen Stars und über die Nacht vom internationalem Pop zum deutschen Schlager mutierten Künstlern Erfolg haben kann, zeigt mit sehr guten Einschaltquoten der sympathische charmante Wiener ANDY BORG mit seinem „Schlager-Spaß“. Das Motto der Sendung lautet mit den Worten von ANDY BORG:  „Wir haben Lieder aus allen Jahrzehnten, von den 50er-Jahren bis heute!“ (Zitat. Schlager-Spaß vom 06.02.2021, SWR). Mehr braucht man nicht zu sagen.

STEFAN MROSS: „Querbeet durch den Schlagergarten“

Auch STEFAN MROSS zeigt bei „Immer wieder Sonntags“ im Ersten (SWR) Künstler, „querbeet durch den Schlagergarten“. Auch der volkstümliche Schlager bekommt regelmäßig seine Chance. GERI DER KLOSTERTALER oder DIE TRENKWALDER seien genannt. Aber über diese Sendung ziehen sich ab diesem Jahr dunkle Gewitterwolken zusammen. Es gibt 2021 leider nur 12 Ausgaben statt der bisher 16 Sendungen. Dafür sind abstruse Sparpläne des Hauptsenders ARD verantwortlich.

STEFANIE HERTEL: Keine Muttertags-Sendung

STEFANIE HERTEL scheint in diesem Jahr beim MDR das gleiche Schicksal zu ereilen. Sie muss wohl in diesem Jahr auf ihre große Show zum Muttertag verzichten. Auch hier ist der angebliche Zwang zum Sparen der Grund.

Was ist mit „STEFANIE HERTEL – Meine Stars“?

Ein Artikel der Schlagerprofis vom 14.02.2019 hatte die jährliche HERTEL-Show „STEFANIE HERTEL – Meine Stars“ im Fokus. Diese Sendung soll laut MDR überarbeitet und umgestaltet werden. Bis jetzt gibt es nach meinem Wissen keine weiteren Neuigkeiten. Das ist sehr bedauerlich, da auch diese Sendung immer durch eine große Bandbreite an Künstlern überzeugen konnte.

Die letzte Ausgabe wurde am 27.10.2018 ausgestrahlt. Wurde auch diese Sendung still und heimlich eingestampft? Keiner weiß es. Stichwort Bandbreite. Man muss sich das mal vorstellen, da setzt der MDR ihr Haussender sie einfach mal mit Ihren Sendungen vor die Tür. 

Wenigstens Kooperationen mit dem ORF scheinen erhalten zu bleiben

Bei dem, was jetzt wohl aufgrund des Sparens alles so unter die Räder kommt, muss man wohl froh sein, dass die bisherigen vom ORF in Kärnten produzierten Sendungen „Wenn die Musi spielt“, sowohl die Sommerausgabe als auch die Winterausgabe, im MDR-Programm erhalten bleiben. 

ROSS ANTONY: „Meine Schlagerwelt“ eingestampft?

Eine weitere Sendung,  die diesen Sparzwängen wohl zum Opfer gefallen ist, ist „Meine Schlagerwelt“ von ROSS ANTONY. Geboten wurde  hier immer die große Vielfalt von IREEN SHEER über OLAF BERGER bis hin zu CHRISTIN STARK. CHRISTIN STARK hatte hier bereits einen Auftritt mit „Wollen wir uns“ am 19.01.2016, da wurde bei Herrn JÜRGENS wohl von Ihr noch nicht mal gesprochen.

Event-Palast in Leipzig schöne Location

Sehr überzeugend auch der Event-Palast in Leipzig als Veranstaltungsort. Eine kleine Bühne mit direktem Feeling zum Publikum. Sehr kompakt, sehr direkt. Zwischendurch gab es immer kleine Spiele zur Auflockerung. Vergessen darf man auch nicht die etwas streng hinter der Bar stehende MARLIES, die immer wieder mit verschiedensten Cocktails und Getränken überraschte. 

Format „Musik für Sie“ wurde geopfert

Leider ist auch das alte Format „Musik für Sie“ in alter Form eingestampft worden. Aus der Verbindung von der Präsentation einer Stadt Mitteldeutschlands und deren Region/Umgebung gemischt mit dort auftretenden Künstlern wurde es eine schnöde Clip-Show. Die Sendung wirkt für mich irgendwie wie ein Abklatsch der „Schlager des Monats“. Auch die Live-Ausstrahlung ändert daran nichts. Sehr bedauerlich, das der MDR UTA BRESAN und dem Co-Moderator PETER HELLER nichts besseres bieten kann.

„Musik für Sie“ nicht in der Mediathek

Das haben die beiden nicht verdient. Es wäre bestimmt ratsam, zum alten Format zurückzukehren. Einen Daumen nach unten bekommt der MDR dafür, dass diese Sendung nicht mehr in der Mediathek abrufbar ist. Mehrere Versuche zeigten keinen Erfolg. Leider Fehlanzeige. Somit war es mir nicht möglich, die letzte Ausgabe vom 19.02.2021 zu sehen. Was hat ROSS ANTONY gemacht? In meinem Beitrag vom 24.01.2021 zur ersten Live-Ausgabe von „Musik für Sie“ sehe ich noch eine solide Sendung mit Ausbaufähigkeit. Das sehe ich inzwischen leider anders.

BEATRICE EGLI & ALEXANDER KLAWS: Was ist mit „Schlager – die Show“?

Wenn wir noch mal in den Südwesten der Republik schauen, zum SWR, dann wurde in den letzten Monaten des Jahres 2020 dort eine neue Show mit dem Titel „Schlager – die Show“ angekündigt. Premiere war am 05. Dezember 2020. Als Moderatoren wurden BEATRICE EGLI und ALEXANDER KLAWS auserkoren. Eine gute Wahl: Jung, frisch, frech, charmant und erfolgreich. Aber bis heute hat man zu dieser Show nichts weiter vernommen. Wird es Fortsetzungen geben?

Diese Show eignet sich ausgezeichnet für ein neues Format in Sachen „Schlager“. In diesem Format sollten die Airplaycharts verschiedener Schlagersender die zentrale Rolle spielen. Auch die richtige Produktionsfirma hat man bereits an der Hand. Die Kimmig Entertainment GmbH. Der SWR hat hier die Möglichkeit, Neues zu schaffen, was Abwechslung und Vielfalt betrifft. Deshalb einfach mal „frisch, fromm, fröhlich, frei ans Werk!“

Zu guter Letzt ein Blick weg von der ARD hin zum ZDF

Man kann ANDREA „KIWI“ KIEWEL mögen oder auch nicht, aber ein Lob haben sich die Sendungsmacher verdient. Das Angebot an verschiedenste Künstler des Schlagers. NICOLE, LENA VALAITIS, MICHAEL HOLM, die jungen Vertreter wie NORMAN LANGEN, VINCENT GROSS, LAURA WILDE oder FRANK LUKAS. Auch der von mir favorisierte CHRISTIAN LAIS ist oft dabei. Man kann hoffen, dass es so weiter geht. 

Zum Finale von „Willkommen bei CARMEN NEBEL“

Eine Sendung, die seit dem 31.01.2004 ein fester Bestandteil der Unterhaltungsshows war, wird mit der am 13. März stattfindenden Sendung eingestellt. „Willkommen bei CARMEN NEBEL“  gehört dann leider der Vergangenheit an. CARMEN NEBEL steht einfach für traditionelle Fernsehunterhaltung. Sie ist eine Moderatorin, die man zu den „Dinos“ der Fernsehunterhaltung zählen muss, eine der letzten Größen dieser Art.

Sie konnte nach der Wiedervereinigung 1990 im gesamtdeutschen Fernsehen schnell Fuß fassen. Sie bekam Sendungen in der ARD, beim MDR und dem NDR. Kurioserweise wird heute nicht mehr ein Wort über Ihre Tätigkeit beim MDR verloren. Man könnte meinen, diese Phase hätte nie stattgefunden. Zum Glück bleiben CARMEN NEBEL und Ihren Fans die jährlichen Charity-Shows und Ihre Heiligabend-Sendung erhalten und das hoffentlich noch für viele Jahre.

Neue Show mit GIOVANNI ZARRELLA

Als Nachfolger für sie wurde GIOVANNI ZARRELLA gefunden. Er ist im Schlager sehr erfolgreich und hat bereits mehrfach Goldauszeichnungen abgeräumt, das muss man erstmal schaffen. Mit GIOVANNI ZARRELLA setzt sich das ZDF hoffentlich das Ziel, eigene Schlager- und Musikshows zu kreieren, die Eigenständigkeit beweisen und sich nicht an denen der ARD orientieren. Wenn sich das in der Gästeauswahl bemerkbar macht, wäre es ein weiterer Pluspunkt.

Noch ein paar Gedanken zur Schlagerszene im Allgemeinen

Wenn man zurückschaut auf die Jahre 2005/2006, dann fällt einem sofort ein Name einer ganz großen Künstlerin ein: HELENE FISCHER. Sie tauchte zu einer Zeit auf, als der deutsche Schlager sich in einer großen Krise befand. Mit dem Erscheinen von ihr und ihrem ersten Album „Von hier bis unendlich“ ging ein positiver Ruck aus, der in den folgenden Jahren zu einer Aufwertung  des Schlagers im Allgemeinen führte.

Dieses Ganze setzte sich dann fort mit dem unerwarteten und voll verdientem Sieg von BEATRICE EGLI bei DSDS im Frühjahr 2013. Der Schlager war angesagt wie nie zuvor, sowohl bei Jung und Alt. Sendungen entstanden, große und kleine Veranstaltungen wurden zu Publikumsmagneten. Die englischsprachige Musik verlor an Bedeutung. Der Schlager war erwachsen geworden.

Kaum Chancen für Newcomer

Die heutige Zeit zeigt ein anderes Bild. Neueinsteiger und weniger bekannte Künstler bekommen in den Shows bis jetzt nicht die richtige Aufmerksamkeit und Medienpräsenz, die sie verdient hätten und die auch nötig wäre, um den Schlager in eine sichere Zukunft zu führen. 

Man hat manchmal auch das Gefühl, dass die große Zeit der Melodien und der Refrains im Schlager irgendwie vorbei ist. Es gab schon lange keine Kompositionen mehr, die Gesangslinien haben wie bei „Morgen früh Küss ich Dich wach“, „Mein Herz“, „Du hast mich tausendmal belogen“ oder „Warum hast Du nicht nein gesagt“. Also Refrains die sich im Ohr festsetzten und nicht mehr rausgehen. 

Vergangenheit ist angesagt

Um die Worte eines Kommentars einer Leserin der Schlagerprofis dem Inhalt nach aufzugreifen. Es wird ein Cover nach dem anderen rausgehauen, gerade die 80er Jahre scheinen im Trend zu liegen. Die Vergangenheit scheint angesagt zu sein. Es gibt keine Ideen für Neues. Dies wird alles von den Machern unterstützt.

AC/DC bald bei FLORIAN SILBEREISEN?

Um heute eine Aufmerksamkeit zu erhalten, reicht wohl der Auftritt in einer SILBEREISEN-Show.

Wenn dieser Auftritt erfolgt ist, ist man ein neuer Star. Aberwitzig ist auch die Behauptung von einigen, dass Schlager nichts anderes bedeutet als „Hit“. Wenn man das als Maßstab nimmt, dann müssten bei den nächsten Schlagerchampions AC/DC Auftreten und die „Eins der Besten“ überreicht bekommen. 

Thomas Kaiser

Foto: © MDR/ARD/Thorsten Jander

 

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