GIOVANNI ZARRELLA sagt GrĂĽezi: Erstmals wird seine Show am 12.2. vom SRF ausgestrahlt 2

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GIOVANNI ZARRELLA: Seine Show wird bei den Eidgenossen ausgestrahlt

Das ist mal ein Kompliment oder vielleicht sogar ein Ritterschlag: Die dritte Ausgabe der GIOVANNI-ZARRELLA-Show wird auch vom SRF ausgestrahlt. Die Schweizer suchen derzeit offensichtlich nach Kooperationspartnern, weil auch sie – da muss man ehrlich sein – unter Sparzwang stehen und da machen Kooperationen ja immer Sinn – Stichwort „Synergieeffekte“. Gleichzeitig verfolgt man beim SRF offensichtlich ein klares Konzept und will nicht „um jeden Preis“ Kooperationen eingehen.

FLORIAN SILBEREISEN kein Thema

Laut Recherchen der groĂźen Schweizer Programmillustrierten TELE gibt es lt. deren stv. Chefredakteur seitens des Leiters der Abteilung Show, YVES SCHIFFERLE, ein klares Statement – der wird bei TELE wie folgt zitiert:

Ein Einstieg bei Florian Silbereisen sei aktuell kein Thema

Übrigens, nebenbei bemerkt: Der gerade genannte TELE-Redakteur, der den Artikel geschrieben hat, heißt ROGER KUSTER und ist hierzulande auch als Schlagersänger ROGER DE WIN bekannt, der weiß, wovon erschreibt. 

Wie geht es mit „Hello Again“ weiter?

Bei den Gedankenspielen der Musikshow-Zukunft des SRF gibt es ein Damoklesschwert: Die sehr angesehene und inzwischen traditionsreiche Show „Hello Again“ steht nach Recherchen von TELE auf der Kippe – der Grund liegt auf der Hand: So eine Show ist natĂĽrlich sehr teuer. Andrerseits ist sie – das ist jetzt unsere Meinung – auch ein echtes „Prestigeprodukt“, immerhin ist „Hello Again“ als groĂźe Schweizer Schlagershow auch ĂĽber die Grenzen hinweg sehr angesehen. Ob zumindest die „Marke“ bleibt, aber die musikalische Vielfalt erweitert wird, steht offensichtlich derzeit noch in den Sternen. 

Wäre eine schlageraffine Moderatorin eine gute Idee?

Wenn es um „Hello Again“ geht, könnte es vielleicht ein Problem sein, dass die derzeitige Moderatorin keinen echten Schlagerbezug hat. Pikant: Ihr „Vorgänger“ war ihr Ehemann, ROMAN KILCHSPERGER, eine Art „Schweizer GOTTSCHALK“ in jung. Der liebte den Schlager, ist aber nicht mehr beim SRF tätig, weil er zu einem privaten Sender gewechselt ist – angesichts der Show-SparmaĂźnahmen beim SRF wird er seine GrĂĽnde gehabt haben. Dann ist 2019 seine Frau eingesprungen: VIOLA TAMI. Die hat ihre Sache zwar souverän und gut gemacht, es fehlte aber einfach die an Schlageraffinität. 

Vielleicht wäre es eine Idee, eine schlageraffine Moderatorin ins Feld zu führen?

Wenn hier nicht zwingend eine Schweizerin am Start sein mĂĽsste, hätten wir da eine Idee – wir verweisen auf unseren Artikel zur Hamburger „Schlagerlounge“. NINA MARLISA LENZI ist ähnlich souverän und charmant wie die derzeitige Moderatorin, bringt aber noch eine klare Schlageraffinität ins Spiel – nur mal so als kleine Idee…

FRANCINE JORDI vertritt die Schweizer Farben

ZurĂĽck zu GIOVANNI ZARRELLA: In der Februar-Show wird als erste Vertreterin der Schweiz FRANCINE JORDI dabei sein. Ob auf Dauer das Mitwirken des SRF dafĂĽr spricht, dass BEATRICE EGLI auch eingeladen wird, bleibt spannend – immerhin ist sie „Stammgast“ bei FLORIAN SILBEREISEN. Aktuell haben wir schon den Eindruck, dass ZARRELLA-Gäste wie KERSTIN OTT und MAITE KELLY nicht mehr in der allerersten SILBEREISEN-Riege sind – das kann aber auch nur eine zufällige Momentaufnahme sein – sollte es aber solche fĂĽr den „Papst“ typischen Animositäten geben, dĂĽrften diese Gedankenspiele eine Rolle spielen. 

So oder so wĂĽnschen wir GIOVANNI ZARRELLA eine gute Einschaltquote in der Schweiz und drĂĽcken die Daumen, dass es mit „Hello Again“ in jedem Fall weitergeht.

Foto: ZDF, Tobias Schult

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2 Kommentare

  1. Roman Kilchsperger, einer der besten Moderatoren und Präsentatoren einer Schlager-und Musikshow. Ein Typ mit Ausstrahlung. Eigener Stil. Auch sein Schweizer Dialekt war sehr überzeugend. Wahrscheinlich musste er u.a. auch wegen seiner eigenen Art gehen. Das ist typisch. Stattdessen werden nur Typen genommen die dem Mainstream entsprechen. Wieder eine sehr gute Schlagershow die vor dem Ende steht. Es ist ja alles Geschmackssache, aber ein Giovanni Zarella kommt da nicht ran, obwohl er ja selber Schlagerinterpret ist. Bei Hello Again gab es u.a. wundervolle Auftritte von Beatrice Egli. Diese Auftritte findet man übrigens auf YouTube.

    Martin

  2. Sehr geehrter Herr Imming! Sehr informativer Bericht, insbesondere auch von der Schweizer Kooperation. Wir Schlager- und Unterhaltungsfans wĂĽnschen uns letztendlich nur einen schönen, unterhaltsamen Musikabend, präsentiert auch gerne von G. Zarella. Finde es nur schade, daĂź Sie einem Silbereisen egal mit welcher Show er präsentiert, „die guten Einschaltquoten “ nicht wĂĽnschen. M.f.G.

IKKE HĂśFTGOLD: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“ – Exakt 25 Jahre nach GUILDO tritt er an! 2

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IKKE HÜFTGOLD hat es tatsächlich als TikTok-Sieger zum ESC-Vorentscheid geschafft

Nachdem der NDR auch in diesem Jahr wieder sehr merkwĂĽrdige Kriterien angelegt hat, wer Deutschland beim ESC vertreten darf (oberste Maxime: Kein Schlager, ebenfalls von größter Wichtigkeit: Kein deutscher Text – und Transparenz, warum der eine Titel es geschafft hat und der andere nicht ist auch wie immer unerwĂĽnscht), haben wir ĂĽberlegt, diese zur Witzveranstaltung verkommene Veranstaltung gar nicht mehr zum Thema zu machen.

Welcher Song Deutschland in diesem Jahr wieder bis auf die Knochen blamiert, erschien uns egal, wobei der eine oder andere Titel nicht ganz so schlimm ist wie das, was wir von den Vorjahren kennen (mit LORD OF THE LOST wäre zumindest ein erneuter letzter Platz wohl nicht zu erwarten). 

Nach wie vor nebulöse Kriterien für die Auswahl

WARUM z. B. eine SENTA oder ein THOMAS GODOJ keine BerĂĽcksichtigung fanden – schwer zu sagen. Transparent wird das ja nicht kommuniziert. Und warum es eine TikTok-Vorauswahl gab, bei der man sich als Fan nur dann beteiligen konnte, wenn man sich dort angemeldet hatte, um ältere Voter vom Verfahren auszuschlieĂźen, ist fĂĽr einen öffentlich-rechtlichen Sender auch eine merkwĂĽrdige Vorgehensweise. Dass die Quittung dafĂĽr nun der Sieg von IKKE HĂśFTGOLD ist, ist natĂĽrlich endlich mal ein positiver Aspekt, der wieder Lust auf den ESC macht. 

Vor 25 Jahren: „Darf dieser Mann fĂĽr Deutschland singen?“

Schlager wird ansonsten ja ohnehin ausgeklammert, obwohl noch immer die allermeisten ganz groĂźen ESC-Hits aus dem Schlagersektor stammen. Vor 25 Jahren war die Situation ähnlich. Damals hat sich GUILDO HORN dem Wettbewerb gestellt. Und damals gab es noch NDR-Entscheidungsträger, die sich nicht NUR am eigenen Geschmack orientiert hatten. Die BILD fragte damals – auf den Tag genau(!) am Tag der Nominierung von IKKE – exakt am 4. Februar 1998 titelte die BILD: 

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Das Wort „Krieg“ ist natĂĽrlich aus aktuellem Anlass völlig unpassend, das Thema an sich aber interessant. Mit IKKE HĂśFTGOLD stellt sich ein ähnlich polarisierender Interpret, dessen Song mitnichten ein „Ballermann-Song“ ist. Augenzwinkernd, selbstironisch und fĂĽr IKKEs Verhältnisse fast tiefsinnig – dem NDR wäre zu wĂĽnschen, wenn IKKE nun eine ähnliche Lawine wie im Vorjahr ESKIMO CALLBOY lostreten könnte, als auch der Frust ĂĽber selbstgerechte Alleinentscheider, die diesen unglaublich erfolgversprechenden Titel einfach mal so aussortiert hatten.

Schon im November hatten wir die Hoffnung, dass IKKE es schafft. Immerhin: Die erste Hürde ist genommen. 

Wir finden: Der Zweck heiligt die Mittel – wir drĂĽcken die Daumen, dass IKKE HĂśFTGOLD mit seinem geschickten Medienumgang vielleicht sogar mehr erreicht als einen TikTok-Sieg. Aktuell gratulieren wir sehr herzlich dazu, dass nach Jahren mal wieder ein Schlager zur Wahl steht, was NUR mittels eines Publikumsvotings möglich wurde und NICHT von einer weitsichtigen Jury möglich gemacht worden ist…

 

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CHRISTIN STARK: Quote „Schlager des Monats“ in etwa auf „BRINK“-Niveau 11

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CHRISTIN STARK: Quote im „grĂĽnen Bereich“

Wenn BERNHARD BRINK zu den Schlagern des Monats lud, hat er nach unserer Erinnerung oft 2-stellige Marktanteile geholt und 300.000 Zuschauer geholt. Bei „ihrer“ ersten Ausgabe konnte CHRISTIN STARK diese Werte spielend ebenfalls erreichen. 330.000 Zuschauer im MDR-Sendegebiet und 10,7 Prozent Marktanteil (ebenfalls bezogen auf das MDR-Sendegebiet) sind ordentliche Werte. 

Ob die Umstellung von Albumcharts auf Radiocharts geschickt war und dann der Hinweis (mit Ansprache an das Publikum) auf „IHRE“ Charts, obwohl wohl die wenigsten Zuschauer Radioredakteure sind. Andrerseits lässt sich nicht abstreiten, dass durch die Umstellung des Wertungsverfahrens mehr Abwechslung drin ist und auch Namen dabei sind, die sonst nicht in den einschlägigen Schlagersendungen dabei sind. 

Hinweis: Hinsichtlich der Quotenbeurteilung können wir nur auf das MDR-Sendegebiet abheben, weil die bundesweiten Quoten nach unserer Kenntnis nicht offiziell nicht abrufbar sind. 

Quelle: MDR / Gfk, AGF
Foto: Daniela Jäntsch

 

 

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