HELENE FISCHER: Erstmals kein Song von JEAN FRANKFURTER auf einem Album – auch keine KRISTINA BACH und TOBI REITZ 5

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HELENE FISCHER: Kein einziger Song mehr von der „alten Garde“

Okay, es hat sich abgezeichnet – alle Vorabinformationen deuteten in diese Richtung – nun ist es „amtlich“: der Mann, der mit seinen Produktionen und Songs HELENE FISCHER erst richtig groĂź gemacht hat, JEAN FRANKFURTER, ist mit keinem einzigen Song auf dem „Rausch“-Album dabei. Das kann man durchaus als Weiterentwicklung deuten, man kann es auch als weitere Abkehr vom Schlager sehen, was ja auch zum Thema „Weiterentwicklung“ passen könnte – je nach Einschätzung. Unbekannt ist auch, ob HELENEs langjähriger Mentor ĂĽberhaupt den einen oder anderen Song eingereicht hat. Irgendwie finden wir als Schlagerfreunde diese Entwicklung dennoch etwas bedauerlich.

Klare Priorisierung der „jungen Wilden“

CHRIS CRONAUER, TIM PETERS, PAUL FALK und viele viele andere – das sind offensichtlich die Namen der Zukunft, was HELENE FISCHER angeht. Einen Ăśberhit wie „Atemlos“ haben die zwar noch nicht geschrieben – aber solche Ausnahmesongs gelingen ja heutzutage nur noch äuĂźerst selten, und jeder muss ja auch erst einmal die Chance bekommen, so etwas zu schaffen. Dennoch – KRISTINA BACH ist eine exzellente Songautorin. Der eine oder andere Song von ihr hätte dem Album vielleicht gut gestanden – aber auch hier sind natĂĽrlich die HintergrĂĽnde unbekannt, man weiĂź eben nicht, ob sie Songs eingereicht hat, das gilt auch fĂĽr den genialen Textdichter TOBIAS REITZ.

Will HELENE sich emanzipieren?

Gut denkbar ist, dass HELENE FISCHER nach ĂĽber 15 Jahren grandioser Karriere einfach alte Zöpfe abschneiden will – wer will es ihr verdenken? Die ersten Stimmen vieler Fans sind restlos begeistert von ihren neuen Songs, vielleicht geht die Rechnung durchaus auf, mit „Rausch“ einen weiteren Meilenstein der unglaublichen Karriere zu setzen. Die Konkurrenz um das Album des Jahres ist groĂź, hier wird die Messlatte hoch angesetzt – die Alben von ABBA und ADELE z. B. kommen erst noch. Wird man an Meilensteine wie „Farbenspiel“ (noch von JEAN FRANKFURTER produziert) und „Helene Fischer“ (Album) anknĂĽpfen können? Die Promotionmaschinerie läuft jedenfalls.

Ist das noch Schlager?

Im Bemusterungstool MPN firmiert HELENE FISCHER noch unter „Schlager“ – immerhin. Lange Zeit nahmen viele an (auch wir), dass HELENE FISCHER demzufolge logischerweise beim „Schlagerbooom“ zu Gast sein mĂĽsste. Inzwischen halten wir das fĂĽr eher unwahrscheinlich. TV-Termine wie „Wetten, dass…?!“ und „Klein gegen GroĂź“ sprechen durchaus dafĂĽr, dass der Termin bei FLORIAN SILBEREISEN nicht wahrgenommen wird, das wäre dann eine weitere Abkehr von frĂĽherer Normalität. Es bleibt spannend. Sehr interessant wird es auch sein zu beobachten, wie sich der ZDF-Konzertfilm in direkter Konkurrenz zur Jubiläumsshow von „Klein gegen GroĂź“ (dann noch ohne HELENE) schlage(r)n wird. Lassen wir uns ĂĽberraschen…

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5 Kommentare

  1. Auf einem anderen Portal ist in einem Kommentar zu lesen, das das Album nur Durchschnitt ist und ihre Musicalstimme nicht ausreicht.
    Und die Abkehr von Frankfurter, Reitz und Bach sagt nur eins, Helene ist nicht mehr die die Sie mal war. Sie hat auf ihren Alben von 2006 bis 2013 der Schlagerwelt etwas gegeben was sich aber bis heute in der Schlagerwelt leider nicht durchsetzen konnte. Posaune, Trompete, Saxophon usw. Sie hat in ihren Klängen den Big Band Sound aufleben lassen. Sehr gut zu hören und zu sehen bei ihren Konzert-Mitschnitten von 2010, O2 World Berlin und 2013 Deutsches Theater München 2013.
    Auf dem Album gibt es auch Passagen die wieder im Vordergrund Beats, also Schläge aufweisen. Das hat nichts mit Musik zu tun. Das sind einfach nur Geräusche. Da kann ich auch mit einem Hammer einen Nagel in die Wand einschlagen, dies Aufnehmen und in die Songs einfügen. Fertig ist ein nichtssagendes Soundschnipselchen.
    Leider ein Album was man sich einmal anhören kann. Danach kann man es in den Schrank packen. Sehr bedauerlich.

    Martin

    1. Wo ist HELENE mit authentisch klingendem Schlager ?

      Stimme Martin zu !!!

      Kristina Bach, eine der größten Produzentinnen all ever , gehört einfach dazu und liefert Potenzial an Erfolg.

      Frank

  2. Im Gegensatz zu „Martin“ möchte ich dem Album eine Chance geben. Meine Highlights nach dem ersten Durchlauf: „Jetzt oder nie“, „Null auf Hundert“, „Volle Kraft voraus“ und – mit Abstrichen – „Rausch“, „Blitz“, „GlĂĽckwärts“ und mittlerweile sogar „Vamos a Marte“. An zahlreichen anderen Songs stört mich, dass sich HF dem Deutsch-Pop-Einheitsbrei anbiedert, der in Dauerschleife im Radio läuft. Da sticht kaum etwas hervor; die Lieder sind zu gewollt und austauschbar und haben keinen Helene-Faktor wie etwa „Achterbahn“ oder „Du hast mich stark gemacht“. Und eine starke Frankfurter-Produktion wie „Das volle Programm“ oder „Genau mein Ding“ hätte ich mir auch gewĂĽnscht. So bleibt nach dem ersten Hören ein gemischter Eindruck. Habe mir nach 4,5 Jahren Warten und bei 24 Liedern mehr versprochen. Die Nr. 1 in den Albumcharts ist HF zwar sicher. Bin aber gespannt, wie sich das Album nach der ersten Verkaufswoche hält und ob es wie „Vamos a Marte“ ziemlich schnell in die mittleren und unteren Chartsregionen absteigt.

    PS: Danke an „Schlagerprofis“ fĂĽr die vielseitige Berichterstattung. Genau mein Ding!

  3. Hallo Harry,

    Du sprichst den Deutsch-Pop Einheitsbrei an. Sind wir ganz ehrlich, was soll den auch noch komponiert werden? In der Musikwelt ist doch schon alles dagewesen. Egal ob Klassik, Rock, Schlager oder was auch immer für eine Musikrichtung. Schön, das Du dem Album eine Chance gibst. Aber wenn mir noch nicht mal die Hälfte der Songs gefällt ist mir auch das Geld dafür zu Schade. Gibt einige aktuelle Alben im Schlagerbereich die eindeutig besser sind als Rausch.

    Martin

  4. Alles an dem Album, was es bisher zu hören daraus gab (ich habe es noch nicht), gefällt mir ausgesprochen gut bis euphorisch sogar, von der fantastischen Stimme ganz zu schweigen. Aber vielleicht liegt es einfach daran ein absolut wahrer Fan von H.F. zu sein, in allem. Nicht nur, was ihre Stimme betrifft, sondern das ganze Wesen. Ja, ich bin eine Frau, aber auch Männerfans gibt es sicherlich, und nicht nur wegen ihrer Ausstrahlung, genug, die sie einfach umwerfend gut finden, in allem. Sie ist eine fantastische Künstlerin auf der Bühne, die sich stets weiterentwickelt hat und sicherlich auch in viele Richtungen noch weiterentwickeln wird. Sie hat sich eine gewisse Freiheit in den Jahren erarbeitet, die es ihr jetzt erlaubt, immer noch mehr aus sich zu machen, künstlerisch. Und wie sie ihr Album artikuliert, klingt sehr interessant.

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Nebenbei bemerkt – leider hat auch STEFAN MROSS nicht auf die nächste Saison hinweisen können wie es „KIWI“ tat. Wobei es an ein Fortbestehen von „IWS“ kaum einen Zweifel geben darf angesichts der phänomenal guten Quoten der Saison 2022.

Foto: ZDF, Marcus Höhn

 

 

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