TEDDY PARKER verstorben – Trauer um einen beliebten Sänger und Moderator 5

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TEDDY PARKER: Sowohl als Sänger als auch als Moderator beliebt

Trauer in der Schlagerwelt: Der beliebte Sänger und Moderator TEDDY PARKER ist am 17. Juni verstorben. Der am 17. April 1938 geborene Sänger hieß mit bürgerlichem Namen CLAUS HERWIG (anderen Quellen zufolge HERWIG NACHTNEBEL) und wurde in Brünn (Tschechoslowakai) geboren, wo er auch aufwuchs. Nach dem Zweiten Wetkrieg verschlug es seine Familie (er hatte noch einen Bruder) zunächst nach Bamberg und 1955 nach München. Schon als Kind nahm TEDDY PARKER Gesangsunterricht.

Erste Singles 1957 bzw. 1959

Nachdem er 1957 an einem Nachwuchswettbewerb teilnahm und gegen 120 Konkurrenten mit dem Schlager „Mexico“ gewann, wurde er vom damaligen Label TEMPO engagiert, um Lieder der damaligen Stars nachzusingen. Als erste Single erschien seine Version von „Sugar Baby“ (Original: PETER KRAUS). CLAUS trat auch weiterhin im SĂĽden Deutschlands auf. FĂĽr ihn waren die Gagen ein Quantensprung verglichen mit den Honoraren, die er als Hilfsarbeiter auf dem bau kassierte.

Kurz darauf durfte er beim Label Philips auch eigene Schalllplatten aufnehmen. Sein erstes Lied (noch als CLAUS HERWIG) war „Baby, ich hol dich von der Schule ab“ (deutsche Version des PAUL-ANKA-Hits „All Of A Sudden“). Auf der RĂĽckseite der Autogrammkarte war damals zu lesen:

Schon bei seinem ersten groĂźen Publikumserfolg – auf dem MĂĽnchner Teenager-Ball –  trat CLAUS, von HAZY OSTERWALD begleitet, vors Mikrofon, „verkaufte“ er sein Programm so als hätte er nie etwas anderes getan. als heiĂźe Musik zu servieren.

Kurz nach Veröffentlichung der ersten Single bekam er auch schon eine Rolle beim Film: „Schlagerparade“. Mit „Immer will ich dir gehören“ und „Davon träumen alle Mädchen“ sollten weitere Kinoerfolge folgen.Am 23. September nahm CLAUS HERWIG gemeinsam mit LEONIE BRĂśCKNER an den Deutschen Schlagerfespielen 1961 teil und gewann gegen Stars wie CATERINA VALENTE sogar den Publikumspreis.

1962 Umbenennung in „TEDDY PARKER“, Duett mit HANNELORE AUER

Etwa im Jahr 1962 benannte sich CLAUS HERWIG in „TEDDY PARKER“ um. Gemeinsam mit HANNELORE AUER sang er auf einer Werbeschallfolie den Song „Wir sind jung“ .

Seinen Durchbruch schaffte TEDDY PARKER mit dem Riesenhit „Nachtexpress nach Saint Tropez“ – mit dem von CHARLY NIESSEN und HENRY MAYER geschriebenen Song schaffte er es erstmals in die Single-Charts . Am 1. Mai 1963 war der Song erstmals in der Verkaufsbestenliste vertreten. Kurios: In Wahrheit gibt es gar keine Zugverbindung, nur eine Busverbindung nach St. Tropez, wie TEDDY PARKER dem SWR kĂĽrzlich verriert. (Wer dem Link folgt, findet auch ein schönes Interview). 

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Der Song kam auch im Film „Ăśbermut im Salzkammergut“ vor, in dem er neben HANNELORE AUER eine Hauptrolle spielte. – Mit „In Copacabana“ folgte noch ein weiterer kleiner Erfolg.

Mitte der 1960er Jahre kurzzeitiger RĂĽckzug von der Musik, dann BR

EInige Jahre nach seinem groĂźen ersten Hit begann TEDDY PARKER mit dem Jurastudium, das er mit dem ersten Staatsexamen aber abbrach. „Etwas Anständiges“ schaffte er dann doch noch Ende der 1960er Jahre, als er als Redakteur beim Bayerischen Rundfunk zu arbeiten begann. Rund 30 Jahre blieb er dort fest angestellt. Musikalisch war er zuvor kurz als Sänger der Beatband THE LOVERS unterwegs. Ab 1970 war er mit eigenen Schlagern dann mehrfach bei der ZDF-Hitparade zu Gast .

Kollege von THOMAS GOTTSCHALK

Als 1971 der Radiosender Bayern 3 aus der Taufe gehoben wurde, war TEDDY PARKER ein Kollge des jungen THOMAS GOTTSCHALKs. Als DJ legte er in der Radioshow „Club 16 um 17“ auf.Wie GOTTSCHALK in seiner Biografie berichtet, teilte er sich eine Zeitlang mit TEDDY PARKER ein BĂĽro.

Legendär waren auch TEDDY PARKERS Radioshows „Schlagerkarussell“ und vor allem „Die deutsche Schlagerparade bei B3“.

Erfolg mit deutschen Schlagern

Im FrĂĽhjahr des gleichen Jahres konnte er sich parallel erstmals in der ZDF-Hitparade im Spitzenfeld platzieren – mit dem Song „Wie eine Ladung Dynamit“. Mit „Du, ich habe mein Herz verloren“ gelang ein wetierer Hit – beide Songs fanden den Weg in die Single-Charts, was danach aber leider nicht mehr gelang.

Ein Blick auf das damalige Singlecover erklärt vielleicht den kommerziellen Erfolg der Single mit:

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Ein Jahr später, 1972, wirkte TEDDY PARKER an der deutschen Vorentscheidung mit. Mit dem von ihm komponierten und von KURT HERTHA getexteten Lied „Ich setze auf dich“ kam er aber nur auf den vorletzten Platz. Noch schlechter lief es am 19. September 1973 beim „Deutschen Schlagerwettbewerb“, bei dem TEDDY Letzter wurde mit seinem Schlager „In der Bodega von Mexiko“.

1983 Programmchef der Bayerischen Rundfunkwerbung

Bis zu seiner Pensionierung war TEDDY PARKER seit 1983 Programmchef bei der Bayerischen Rundfunkwerbung und war dort sehr erfolgreich, indem er Größen wie KARL MOIK und MAX SCHAUTZER zum Sender lotste. Gleichzeitig war er als Moderator und Sänger tätig, zuletzt aber eher mit volkstĂĽmlichen Liedern.Beliebt war z. B. seine Radioshow „WĂĽnsch dir was“.

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Mit 60 Jahren zog er sich konsequent zurĂĽck und genoss seitdem seinen Ruhestand mit seiner Frau  (Motto: „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“).

RĂĽhrende Todesanzeige

In der Todesanzeige ist nur der KĂĽnstlername von TEDDY PARKER erwähnt, der auch in seinem Ausweis stand. Seine Frau INGRID zitierte in der Anzeige schöne Worte von klassischen Liedern (Im Ruhestand besuchte TEDDY mit seiner Frau gerne klassische Konzerte) – z. B. ein Lied von PETER KREUDER:

Immer und ewig trag ich im Herzen dein schönes Bild,
was auch geschehen mag –
ich lieb dich wie am ersten Tag.

TEDDY PARKER verstarb am 17. Juni 2021 im Alter von 83 Jahren. Möge er in Frieden ruhen.

 

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5 Kommentare

  1. Ein guter Sänger und Moderator ist von uns gegangen.
    Herzliches Beileid seiner Ehefrau mit Familie

ANDREA BERG: Auch in Ă–sterreich Platz 1, Schweiz Platz 2 fĂĽr „Ich wĂĽrd’s wieder tun“ 2

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ANDREA BERG: Auch in Ă–sterreich und in der Schweiz sehr erfolgreich

Nachdem schon am vergangenen Freitag feststand, dass ANDREA BERG in Deutschland zum 12. Mal auf Platz 1 der Albumcharts gelandet ist (darĂĽber haben wir als erstes Schlagerportal HIER berichtet), haben nun auch unsere deutschsprachigen Nachbarländer ihre Zahlen ermittelt. Auch in Ă–sterreich konnte ANDREA die Spitzenposition einnehmen, in der Schweiz reichte es zu einem tollen 2. Platz – interessant ist, dass in der Schweiz der Chor „HEIMWEH“ mit dem Album „Freiheit“ sich die #1 geschnappt hat. 

Achtes Nummer-1-„Produktalbum“ in Folge mit Platz 1 in Deutschland und Ă–sterreich

Wenn man nur die aktuellen Neuproduktionen nimmt (also keine Compilations etc.), hat ANDREA damit zum 8. Mal in Folge sowohl in Deutschland als auch in Ă–sterreich die Spitze der jeweiligen offiziellen Charts erreichen können – auch dazu gratulieren wir herzlich. 

 

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VANESSA MAI: Mit „Metamorphose“ Emanzipation vom Schlager 4

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VANSESA MAI: Eine Woche nach dem Duett-Auftritt mit ANDREA BERG kommt ihre neue CD

Nachdem sich – wie der Pressetext es zum Ausdruck bringt – VANESSA MAI „von den Regeln der Schlagerwelt emanzipiert“ hat, dĂĽrfen wir uns am Freitag auf ihr neues Album „Metamorphose“ freuen, dessen Name Programm ist. Im Pressetext finden sich sehr interessante Formulierungen. Bei aller frĂĽherer Kritik muss man davor den Hut ziehen – selbst die groĂźen Superstars tanzen nach der Pfeife bzw. akzeptieren auch dĂĽmmliche auferlegte Regeln. Davon scheint VANESSA sich in der Tat „emanzipiert“ zu haben.

Was der Pressetext sagt, scheint zuzutreffen: VANESSA „macht ihr Ding“ – und hebt sich damit durchaus von vielen Kolleginnen und Kollegen ab, das macht schon neugierig auf „Metamorphose“ – der Pressetext ist sehr interessant zu lesen, mit groĂźer Spannung freuen wir uns schon auf das Buch von VANESSA:

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Pressetext

Ab 8. September auf groĂźer Deutschland-Tour.

METAMORPHOSE. Das heißt Verwandlung, Veränderung, Bewegung. Alles ist im Fluss. Nichts bleibt, wie es war. Wer den Weg von Vanessa Mai in den letzten Jahren verfolgt hat, für den ergibt der Titel ihres neuen Albums sofort Sinn. In einem Wort spiegelt sich alles wider, was passiert ist. Vanessa Mai hat neue Sounds ausprobiert, dabei mit neuen Musikern zusammenarbeitet, und sich Stück für Stück von den starren Regeln der Schlagerwelt emanzipiert.

Vanessa sagt:

„Ich habe wahnsinnig lange auf diese Freiheit hingearbeitet. Genau das bedeutet METAMORPHOSE für mich. Gar nicht so sehr der Switch zwischen den Genres, sondern das Sich-frei-Machen von all den Regeln, die mir auferlegt worden sind und die vermeintlich gesetzt waren. Und von all den Leuten, die bestimmen wollten, wo es für mich lang geht und mich zurückgehalten haben.“

Die Welt des Schlagers war erst der Anfang für eine junge, starke Frau mit eigenem Kopf und glühender Liebe für das Leben, so wie sie sich das vorstellt: Leben, das heißt Veränderung.  Also alles neu.  Auf eigenen Beinen, nach eigenen Spielregeln, über eigene Kanäle. METAMORPHOSE ist genau Jetzt. Eine Momentaufnahme im Leben von Vanessa Mai.

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Die neuen Songs atmen in vollen ZĂĽgen einem frischen, modernen Popsound zwischen Dance-Vibes und emotionalen Balladen. Hier treffen Pop, Schlagerund urbane Hip-Hop-Beats aufeinander. Um Genre geht es aber gar nicht. Sondern nur ums GefĂĽhl. Vanessa Mais Gesang bringt die Tracks in den mitreiĂźenden Hooks zum Fliegen.

Deutschrap-Ikone Sido schaut für eine Strophe voller Filmzitate in „Happy End“ vorbei. In „Schwarze Herzen“ mit dem Rapper CIVO wechselt Vanessa Mai sogar selbst hinüber zum Auto-Tune-Rap. Gemeinsam mit Mike Singer singt sie die smoothe Deutschpop-Ballade „Als ob du mich liebst“. Mit Rapper ART „Melatonin“ zu lässigen R&B-Vibes. Und mit Andrea Berg „Unendlich“, das Schlager-Duett des Jahres mit wichtiger Botschaft über menschlichen Zusammenhalt.

Produziert wurde das Album von B-Case, JUNKX, Jules Kalmbacher und Jens Schneider. METAMORPHOSE ist ein emanzipiertes Album. Ready für den Hit-Hunger der Streaming-Gegenwart. Und befreit von den Erwartungen, was man einer jungen Frau, die man als Schlagersängerin kennt, zutraut und was nicht. Vanessa Mai macht einfach ihr Ding.

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Der Weg hierher war lang. Gerade ist Vanessa Mai 30 geworden und blickt trotzdem schon auf eine zehnjährige Karriere zurück. Bekannt wurde sie als Frontfrau der Band Wolkenfrei. Nach mehreren Top-10-Erfolgen startete sie 2016 ihre Solokarriere. Mittlerweile ist sie in allen erdenklichen Genres und Bereichen unterwegs.

Vanessa Mai ist Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Werbegesicht, Moderatorin und Social-Media-Star. Immer unter Strom. Trotz all diesem Multitasking sagt sie: „Egal, was ich mache, ich bin und bleibe immer Sängerin. Musik ist meine Leidenschaft. Genau das, was ich mir als Kind erträumt habe. Mir macht es Spaß, neue Sachen auszuprobieren, aber nichts gibt mir so viel wie live auf einer Bühne zu stehen.“

Thematisch geht es in den neuen Songs auch wieder um die Liebe. Nur dass sich die Sprache darĂĽber geändert hat. Weniger Sternendach, mehr genauere Beschreibungen verschiedenen Beziehungsphasen und emotionalen Zuständen. Es geht um das Nicht-voneinander-Loskommen („SĂĽchtig“) und versöhnliche Abschiede („No Hard Feelings“), um heiĂźe Flirts („Vibes“), toxische Chats („Schwarze Herzen“) und den Wunsch sich die Realität schön zu lĂĽgen („Als ob du mich liebst“).

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Eine Ausnahme bildet der Song „747“. Darin erzählt Vanessa Mai ihre eigene Geschichte in der dritten Person. Es geht um den Traum hochzufliegen. Und entschlossen den eigenen Weg zu gehen. „Im Gegenwind ist jede Landung hart / Wenn du die falschen Freunde um dich hast / Doch sie setzt alles auf einen Neuanfang / Kann doch nicht sein, dass das schon alles war“.

Musikalisch teast Vanessa Mai hier ihr erstes Buch an, das im November erscheinen wird. In „I do it Mai Way“ erzählt sie ehrlich von all den großen Widerständen und kleinen Zwischenschritten auf ihrem Weg durch die funkelnde Schlager-Show-Welt. „Der Schlager wird immer in meiner Brust schlagen“, sagt Vanessa Mai. „Das klingt cheesy, aber es ist so. Das sind meine Wurzeln.

Trotzdem musste ich erstmal aus dieser Welt herauswachsen, in der ein paar wenige Leute viel zu viel zu sagen haben.“

Musik, das ist für Vanessa Mai ein großer Möglichkeitsraum. Und Erfolg, das ist heißt Wachstum: „Stillstand ist das schlimmste, was ich mir vorstellen kann.“ METAMORPHOSE ist mehr als dieses Album. METAMORPHOSE ist ihre ganze Karriere, ihr Prozess und auch ihr Wesen, wenn man so will. Vanessa Mai will sich nicht festlegen lassen. Und jetzt, wo sich freigeboxt hat, ist sowieso alles möglich.

Quelle: Sony Music
Fotos: Sony Music, Victor Schranz

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