PETER MAFFAY, HELENE FISCHER, RAMMSTEIN u. a. Kulturschaffende wehren sich gegen deutschen Weg beim Urheberrecht Kommentare deaktiviert fĂĽr PETER MAFFAY, HELENE FISCHER, RAMMSTEIN u. a. Kulturschaffende wehren sich gegen deutschen Weg beim Urheberrecht

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HELENE FISCHER: Auch sie macht mit

Im Jahr 2019 hat die EU ĂĽber eine Novellierung des Urheberrechts diskutiert und einen Beschluss gefasst. Die so genannte “DSM-Richtlinie” sollten dafĂĽr sorgen, dass Provider wie YouTube verantwortlich gemacht werden können gegen Verstöße gegen das Urheberrecht. Die Zustimmung der Urheberrechtsreform war europaweit recht deutlicher Konsens, immerhin 71 Prozent der Stimmberechtigten waren einverstanden, wie man HIER nachlesen kann.

SPD vertraut den KĂĽnstlerinnen und KĂĽnstlern nicht

Parteien wie die SPD stimmten gegen die Urheberrechtsreform, die nun in nationales Gesetz umzusetzen ist. Und genau da setzt die – wie wir finden – berechtigte Kritik der Urheber und damit eigentlich Betroffenen an. Im von HELENE FISCHER, HERBERT GRĂ–NEMEYER und RAMMSTEIN unterzeichneten und von PETER MAFFAY initiierten offenen Brief heiĂźt es: “Fassungslos mussten wir 2019 mitansehen, wie die SPD gegen die DSM-Richtlinie stimmte. Fassungslos sehen wir, wie das SPD-gefĂĽhrte Bundesjustizministerium den europäischen Kompromiss unterminiert.

GenreĂĽbergreifend klare Kante gegen die SPD

Dass genreĂĽbergreifend KĂĽnstlerinnen und KĂĽnstler von HELENE FISCHER bis RAMMSTEIN (O-Ton!) “fassungslos” ĂĽber das Agieren der SPD sind, ist bemerkenswert. Der Vorwurf der 1.145 KĂĽnstlerinnen und KĂĽnstler ist der, dass man sich bereits am 26. November 2020 in einer konzertierten Aktion massiv gegen den Beschluss, geistiges Eigentum als Solches in Deutschland trotz gegenteiliger EU-Beschlussfassung nicht anzuerkennen, gewehrt habe.

Stein des AnstoĂźes: 15-Sekunden-Regelung

Ein groĂźes Problem seitens eines sehr prominenten KĂĽnstlerinnen- und KĂĽnstlerumfeldes wird darin gesehen, dass Deutschland sagt, dass 15 Sekunden eines (Audio-)Werkes unter die sogenannte ‘Bagatellgrenze’ fallen und somit eine geringfĂĽgige Nutzung gem. § 10 UrhDaG-E darstellen. Wenn HELENE FISCHER singt: “Atemlos durch die Nacht”, darf das demzufolge erst einmal jeder nutzen, ohne fĂĽr das geistige Eigentum zahlen zu mĂĽssen.

Allerdings bleibt noch der “rote Knopf” fĂĽr Urheber als schĂĽtzender “Rettungsanker” bestehen. Demnach kann ein Urheber mit diesem Knopf einen Einspruch beim Diensteanbieter (z B. YouTube) gegen den »mutmaĂźlich erlaubten Inhalt« einlegen. Insbesondere bei einer wohl so prägnanten Textzeile wie “Atemlos durch die Nacht” könnte die ‘Bagatelle’ nämlich durchaus entfallen. Die Rechteinhaber mĂĽssen aber sorgsam mit dieser Funktion umgehen! Denn es wird auch der Missbrauch geahndet. § 18 UrhDaG-E sieht eine temporäre Sperre fĂĽr solche Missbrauchsfälle (“False Copyright Claims”) vor.

Dass dieser von der SPD vorangetriebene Alleingang auf breiter Front bei den Urhebern und in der Musikbranche auf Missfallen stößt, dürfte wenig verwunderlich sein.

Kernsatz des offenen Briefes

Die KĂĽnstlerinnen und KĂĽnstler haben einen – wie wir finden – Kernsatz formuliert:

„Wir fordern alle Mitglieder des Bundestages daher erneut auf, nicht weiter in unser verfassungsrechtlich geschütztes geistiges Eigentum einzugreifen und unser Urheberrecht nicht gegen uns auszuspielen!.“

HELENE FISCHER, RAMMSTEIN, HERBERT GRĂ–NEMEYER, PETER MAFFAY u. a. fordern u. a. den “Beibehalt des seit Jahrzehnten im Urheberrechtsgesetz verankerten Schutzes von Melodien, unabhängig von der Länge der Melodie.”

Lieber eigene Experten befragen als Betroffene

Das den Inhabern politischer Ämter oft vorgeworfene Argument, die eigentlich Betroffenen nicht zu hören, wird zum Thema gemacht. Zitat des offenen Briefes mit Bezug auf den ersten Vorstoß der Künstler:

„Das Papier verschwand in den Schubladen und der geforderte Respekt für unsere künstlerische Arbeit blieb aus. Stattdessen gibt es regelmäßig Expertenanhörungen mit vermeintlich Netz-Expert*innen, nicht mit Künstler*innen. Aus ihrem ideologischen Elfenbeinturm heraus spinnen sie realitätsferne Zensurszenarien und erwecken den Eindruck, das Netz sei aktuell „frei“ und erst mit der Umsetzung der DSM-Richtlinie stünde die Sintflut der „Uploadfilter“ bevor.“

Hört man auf RAMMSTEIN und HELENE FISCHER?

Wenn eine Persönlichkeit nun wirklich NICHT bekannt dafĂĽr ist, sich politisch einzumischen, ist es HELENE FISCHER. Sie profitiert NICHT persönlich von der Diskussion, weil sie ihre Lieder hochprozentig nicht selber schreibt. Dass sie sich dennoch engagiert, zeigt, welch groĂźe, existenzielle Bedeutung das Thema hat. Man darf gespannt sein, ob die Politik, allen voran die SPD, es sich weiterhin leistet, den eigenen “Freibier fĂĽr alle”-Gedanken höher zu gewichten als das geistige Eigentum von Komponisten und Textdichtern (sorry, dass wir nicht gendern) zu schĂĽtzen.

PETER MAFFAY federfĂĽhrend

Die groĂź angelegte Aktion der KĂĽnstler wird von PETER MAFFAY vorangetrieben. Der erste Anlauf erfolgte im November 2020, dazu gab MAFFAY der SĂĽddeutschen Zeitung ein bemerkenswertes Interview, das offensichtlich unbeachtet verhallte. Am heutigen Mittwoch (28. April) hat MAFFAY das Thema noch einmal angeschoben.

Der offene Brief im Wortlaut

Der offene Brief der ĂĽber 1.100 Kulturschaffenden kann HIER nachgelesen werden.

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ROLAND KAISER: Sein langjähriger Bassist DETLEF GOY wurde 70 Jahre alt 0

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ROLAND KAISER gratuliert seinem langjährigen Bassisten zum 70. Geburtstag

ROLAND KAISER teilt mit seinem legendären Kollegen UDO JĂśRGENS ein Schicksal: Bei seinen groĂźen Konzerten sind die meisten seiner Musiker deutlich jĂĽnger als er. Aber es gibt eine Ausnahme: DETLEF GOY. Der Bassist aus Berlin ist seit ĂĽber 35 Jahren an der Seite von ROLAND – und feierte am Wochenende seinen 70. Geburtstag, was ROLAND in seiner Insta-Story dazu bewegte, seinen Kollegen an die Seite zu nehmen und ihm herzlich zum 70. zu gratulieren – damit ist DETLEF genau so alt wie der KAISER himself – eine schöne Anekdote. 

DETLEF GOY war selber mal in der ZDF-Hitparade zu Gast

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Der 9. März 1981 wird DETLEF GOY wohl in ewiger Erinnerung bleiben. Er hatte damals einen alten Schulfreund wieder getroffen – und gemeinsam ersann man eine deutsche Version des Songs “The Sideboard Song (I’ve Got My Beer In The Sideboard Here)” von “Chas & Dave” (Charles Hodges & David Peacock). Offensichtlich spekulierte man auf Erfolg mit dem “Berlinern”, nachdem die GEBRĂśDER BLATTSCHUSS mit “Kreuzberger Nächte” groĂźen Erfolg hatten. 

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Ein groĂźer Erfolg wurde der Song nicht, obwohl er sicher originell war. Sicher war es nicht sonderlich hilfreich, dass MICHAEL GUTSCHE eine Strophe “vergessen” hatte – damals wurde bekanntlich im Fernsehen noch live gesungen, zumindest in der ZDF-Hitparade. DETELF GOY blieb Berufsmusiker, MICHAEL GUTSCHE wurde Chirurg und war 20 Jahre lang artig als Dr. GUTSCHE im JĂĽdischen Krankenhaus in Berlin tätig. – Eigentlich steht doch einem “Revival” des Duos “GUTSCHE & GOY” nichts mehr im Wege? Wir hätten nichts dagegen. Zumal ein Musiker der Band “PĂ„TSCH WĂ–RG” verdächtige Ă„hnlichkeit mit MICHAEL hat…

Auf jeden Fall finden wir es spannend, dass ein Sänger der ZDF-Hitparade so lange als Bassist von ROLAND KAISER tätig ist, so dass auch wir natürlich gerne sehr herzlich nachträglich zum runden Geburtstag gratulieren. 

Danke an HELGA SCHRĂ–DER zum Hinweis zu diesem Thema!

 

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VICKY LEANDROS: Drittes Elbphilharmonie-Konzert geplant 1

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VICKY LEANDROS: Nach wie vor gefragt wie eh und je

Die Nachfrage nach den Tickets der Konzerte von VICKY in der Hamburger Elbphilharmonie ist so groĂź, dass nun ein drittes Konzert der groĂźen KĂĽnstlerin in Planung ist: Auch am 24. März wird sich VICKY LEANDROS die Ehre geben, um ihren Abschied “einzuläuten”. Wie von Schlagerprofis.de HIER berichtet, startete VICKY ihre erste Deutschland-Tour im Herbst 1973 – genau 50 Jahre später wird dann hierzulande das Ende der groĂźen Tourneen eingeläutet, was viele mit groĂźer Wehmut erfĂĽllt.

In Hamburg ist die gebĂĽrtige Griechin offensichtlich nach wie vor besonders populär – gut möglich, dass auch das dritte Konzert schon bald wieder ausverkauft sein wird – gerade in der heutigen Zeit ist das ein Zeichen besonders groĂźer Beliebtheit, wenn man nicht wie “woanders” sich irgendwelche Ausreden einfallen lassen muss, warum Konzerte ausfallen, sondern vielmehr Zusatzkonzerte einplanen muss – groĂźes Kompliment an VICKY, aber auch an ihr Umfeld, mit dem es sich – ganz anders als das bei vielen anderen Stars der Fall ist – sehr gut kooperieren lässt. HIER noch mal die weiteren Tourtermine:

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