DIETER THOMAS HECK: Verschollene Hitparade mit PETER MAFFAY u. a. in Teilen rekonstruiert 1

50 Jahre ZDF Hitparade Vol. 2

Vielen Fans der ZDF-Hitparade und Schlagerfans tut es in der Seele weh, dass die Ausgaben 02 bis 025 der berühmten Show „verschollen“ sind, d. h., es gibt davon keine Mitschnitte in Bild und Ton – offiziell.

Folge 021 mit Super-8-Bändern aufgearbeitet

Der ZDF-Hitparadenexperte DIRK DĂ„MKES hat nun aufwändig mit Hilfe der selbst gedrehten  Super8-Filme des Herrn WERNER SCHMITZ aus Solingen die Ausgabe 021 der ZDF-Hitparade in Teilen rekonstruieren können. Der gesamte Ton der Sendung vom 20. März 1971 liegt von der Originalshow vor, und immerhin 18 Minuten gefilmtes Bildmaterial, das hochprozentig bei der Generalprobe zur Show aufgenommen wurde, konnten verwertet werden – ein sensationelles Erlebnis fĂĽr Fans der Hitparade.

Erstmals „nur“ 13 Interpreten

Aus 50.000 Postkarten wurde das Ergebnis damals ermittelt. Erstmals waren „nur“ noch dreizehn Interpreten mit dabei, weil „die Titel etwas länger werden“, wie DIETER THOMAS HECK damals erläuterte – genau das Gegenteil der heutigen Schlager, die wieder kürzer werden (vor dem Hintergrund der Unterbringung in Playlists).

Platz 5: VICKY LEANDROS: „Wo ist er?“

Den 5. Platz belegte im März 1971 die deutsche Version von GEORGE HARRISONs „My Sweet Lord“ – erstmals platziert war VICKY LEANDROS, die im weißen langen Kleid mit stimmlichen Qualitäten schon damals zu brillieren wusste. Ziemlich genau ein Jahr nach ihrem Auftritt würde VICKY die Eurovision 1972 gewinnen mit dem Titel „Apres toi“ – aber schon in der Hitparade wusste die Griechin zu überzeugen.

Platz 4: RANDOLPH ROSE: „Silver Moon Baby“

Auf Platz 4 (von 2) landete vor 50 Jahren der Cousin von MARIANNE ROSENBERG, RANDOLPH ROSE, der „3-mal dabei“ war und mit weißem Sacco und schwarzer Hose auftrat. Als Schauspieler war RANDOLPH in der ZDF-Serie „Tommy Tulpe“ erfolgreich, mit der deutschen Version von „Silver Moon Baby“ landete er einen Hit.

Er kündigte damals an, für das ZDF demnächst einen „singenden und tanzenden Zigarettenboy“ zu spielen. Erst kürzlich kam RANDOLPH ROSE wieder ins Licht der Öffentlichkeit, weil RAMON ROSELLY seinen Titel „100 Jahre sind noch zu kurz“ zum Hit machte.

Platz 3: BERND SPIER: „Klopf dreimal“

Auch der Drittplatzierte BERND SPIER (von „0“) wartete mit der deutschen Version eines internationalen Hits auf. Aus „Knock three times“ wurde „Klopf dreimal“. Es sollte der letzte Single-Charthit des beliebten 2017 verstorbenen Sängers werden.

Platz 2: PETER ORLOFF: „Ein Mädchen für immer“

Mit „Ein Mädchen für immer“ konnte sich schon damals PETER ORLOFF sehr gut platzieren – er kletterte von Platz 5 auf Platz 2 und setzte in knallgrün modische 1970er-Jahre-Akzente. Der eingängige Song kam beim Publikum an. Wir erfahren, dass PETER das „Mädchen für immer“ noch sucht, aber sicher sei, dass er es finde. – Diesmal ist es übrigens anders herum gewesen als sonst oft damals üblich: CHRIS ANDREWS nahm den von ihm komponierten Song später auf Englisch auf („Love Me Or Leave Me“).

Platz 1: HEINO: „In einer Bar in Mexico“

Vor HEINOs Auftritt spielte DJ REINER („Reiner, fahr ab!“) „das Band“ ab, also das Halbplayback von HEINOs Song. Man wollte damals demonstrieren, dass der Gesang in der Sendung live war. Damals war das noch „technisch“ möglich, d. h. die Auftretenden konnten noch alle singen. HEINO schnappte sich also Platz 1 der März-Hitparade 1971.

Hier ein textlicher Auszug des bemerkenswerten Liedes – wir sagen nur: „CARAMBA!“ – vielleicht mal als Anregung für WOLFGANG TREPPER:

In einer Ecke saĂźen Spieler.
Bei ihnen lieĂź ich mich nieder.
Es wurde ein Spielchen gepokert,
der Colt war gelockert
Caramba!!!
Es wurde ein Spielchen gepokert
Der Colt war gelockert
Caramba!!!
Ay Ay Ay …
Den Colt im Gurt
Caramba!!!

Außer HEINO war aber auch noch der im Lied besungene „JONNY“ dabei. Von dem heißt es:

Und der Jonny, den das nichts anging,
saß schon wieder bei der Tänzerin.
Den Mund zum KĂĽssen bereit,
Zu kurz war ihr Kleid,
Caramba!!!
Den Mund zum KĂĽssen bereit
Zu kurz war ihr Kleid –
Caramba!!!
Ay Ay Ay …
Ein Mund,
ein Kuss,
Caramba!!!

Prominente Gäste in ZDF-Hitparade Nr. 21

ANITA KUPSCH, PAUL FISCHER und ILJA RICHTER wurden als Gäste im Publikum begrüßt

Startnr. 6: CHRISTIAN ANDERS: „Nur dich will ich lieben“

Weiß war damals offensichtlich die Farbe der Saison – auch CHRISTIAN ANDERS hat seinen damals aktuellen Schlager vom Outfit her „ganz in Weiß“ vorgetragen. Er präsentierte eine Produktion von JOACHIM HEIDER, der später auch höchstselbst als Interpret in der Show dabei war. Es war der vierte Top-40-Hit von CHRISTIAN ANDERS in Folge.

Startnr. 7: CINDY & BERT: „Holly Holy“

Ihren zweiten Auftritt in Berlin absolvierten CINDY & BERT mit „Holly Holy“. Sie stellten die von HEINO-Textdichter WOLFGANG NEUKIRCHNER getextete deutsche Version des Hits von NEIL DIAMOND vor. Die B-Seite war übrigens die legendäre deutsche Version von BLACK SABBATHs „Paronoid“, „Der Hund von Baskerville“ – zusammen mit den JAY FIVE gaben sich CINDY & BERT damals ganz anders als man es später von ihnen gewohnt war.

Startnr. 8: ALFIE KHAN – „Komm und geh mit mir“

„Warum soll ich immer nur für andere schreiben?“, sagte sich der Erfolgsproduzent JOACHIM HEIDER, der als ALFIE KHAN in der ZDF-Hitparade auftrat. Als späterer Produzent von UDO JÜRGENS, MARIANNE ROSENBERG oder dem in dieser Show auftretenden PETER MAFFAY bot er Champions League-Leistung – seine Produktionen waren großartig. Wer seinen Hitparaden-Auftritt sieht, erkennt, dass Produzieren wohl doch eher die Stärke von JOACHIM HEIDER war als der Gesang.  

Jedenfalls konnte er mit seiner damaligen selbst komponierten Nummer „Komm und geh’ mit mir“ gegen die Konkurrenz nicht durchsetzen und schaffte es – anders als mit dem Song „Sie kommt noch heut“ – nicht in die Singlecharts.

Startnr. 9: PETER MAFFAY – „Ich hab nur dich“

Nach „Du“ und „Du bist anders“ präsentierte PETER MAFFAY seinen damals neuen Song: „Ich hab nur dich“. Auch der wählte einen weißen Anzug als Outfit und sang damals recht „schnulzig“ (mit Tremolo), wie das damals gefragt und gefordert war. Seinen Schlager schrieben damals CHRISTIAN BRUHN und MICHAEL KUNZE, der als Entdecker von PETER MAFFAY gilt.

Auch 50 Jahre nach Erstveröffentlichung dieses Songs ist nach unserer Kenntnis dieses Lied nie auf CD erschienen, obwohl es immerhin in den Top-20 der Singlecharts vertreten war. An den Erfolg der Vorgängernummern „Du“ und „Du bist anders“, an denen auch der damals neue Song angelehnt war, konnte der Titel allerdings nicht heranreichen. Dennoch schon erstaunlich, dass Fans diesen Titel nicht auf CD erwerben können. Umso spannender ist es nun, in Teilen den Hitparaden-Auftritt von MAFFAY zu sehen.

Startnr. 10: PEGGY MARCH – „Einmal verliebt, immer verliebt“

Einer der ersten großen Hits des Komponisten RALPH SIEGEL war „Einmal verliebt, immer verliebt“. Auch PEGGY MARCH zeigte sich „Ganz in Weiß“ – zeigte aber sehr viel Haut mit ihren Hot Pants, was in damaliger Zeit sicher für den einen oder anderen Schweißausbruch bei den männlichen Fans gesorgt haben dürfte.

Das provokante „Braut“-Outfit mit einem angedeuteten Schleier im Gesicht (na ja, in Form einer Art „MĂĽtze“) wurde später noch mal ähnlich von „FRĂ„ULEIN MENKE“ präsentiert. Witzig: Der beleibte Hitparaden-Mitarbeiter „RUDI“ lieĂź es sich zum Schluss des Songs nicht nehmen, mit PEGGY zusammen zu singen. Heute unvorstellbar – damals menschlicher Alltag. HECK nannte es „Rothemden-Chor“.

Startnr. 11: NINA & MIKE – „Du bist eine Show“

Nicht nur CINDY & BERT waren damals Hitparaden-Gäste, auch das Pendant NINA & MIKE präsentierten sich erstmals in der HECK-Sendung mit „Du bist eine Show“, der deutschen von JACK WHITE getexteten und produzierten Version von „When I’m Dead And Gone“.

Startnr. 12: TEDDY PARKER – „Wie eine Ladung Dynamit“

Der damals prominente und erfolgreiche Komponist HENRY MAYER ersann zusammen mit GÜNTHER BEHRLE den Song „Wie eine Ladung Dynamit“. Damit konnte sich der Radiomoderator TEDDY PARKER sogar platzieren, er schaffte es in die Charts (ob die kaum bekleidete Dame auf dem Singlecover daran Anteil hatte, weiß man nicht) und war ein Jahr später sogar bei der Vorentscheidung zur Eurovision 1972 mit dabei.

Jahre später (1987) wurde TEDDY PARKER von DIETER THOMAS HECK für seine Tätigkeit bei Bayern1 geehrt, weil er in dieser Zeit das schlagerlastige Programm des Senders zu verantworten hatte.

Startnr. 13 WOLFGANG – „Trödler Abraham“

Der Österreicher WOLFGANG hatte seine Hitparadenpremiere mit einem selbst geschriebenen Schlager, der Schlagergeschichte schreiben würde. Der „Trödler Abraham“ war Anfang der 1970er Jahre in aller Munde und war ein lupenreiner Nummer-1-Hit. Auch wenn WOLFGANG als Sänger diesen Riesenerfolg nie mehr danach erreichen konnte, machte er als namhafter Textdichter vor allem für UDO JÜRGENS (u. a. „Mit 66 Jahren“) von sich reden.

Enormer Rekonstruktionsaufwand

Man muss DIRK DÄMKES großes Lob und Anerkennung zollen, das wenige verfügbare Material für die Hitparade bestmöglich zusammenzuflicken und in Teilen so die eigentlich verschollene Sendung zu rekonstruieren. In einem YouTube-Kommentar auf dem empfehlendwerten Kanal „hitparadio.fm“ schreibt er:

„Es ist tatsächlich ein enormer Aufwand aus unscharfen, verwackelten und bei dieser Ausgabe auch noch pixeligen Filmfetzen weniger Sekunden ohne Ton durch Lippenlesen die richtigen Stellen in 50 Minuten Sendeton zu finden. Eigentlich eine Arbeit, die wegen des unverhältnismäßig großen Zeitaufwands und dem erforderlichen Fachwissen zur Sendung vermutlich keiner als rein beruflichen Arbeitsauftrag annehmen würde.

Dass dieses hier auch noch unentgeltlich passierte und für alle Interessierten kostenlos öffentlich zugänglich gemacht werden kann, ist nur dem glücklichen Zusammentreffen von den richtigen Kontakten, beruflichem Wissen, technischen Möglichkeiten, einem gewissen Perfektionismus, kreativem Talent und vor allem aber ganz viel persönlichem Interesse und Leidenschaft zu verdanken.

Auch verschollene Folgen 022 bis 025 werden aufgearbeitet

Damit nicht genug: Fans können sich freuen, gutes Bildmaterial auch der Folgen 022 bis 025 zu bekommen – ein schöner Beitrag der „Hitparaden-Forschung“, wie wir finden – wir freuen uns schon auf die nächsten Ausgaben, die „50 Jahre danach“ aufgearbeitet werden.

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1 Kommentar

  1. Daran sollte sich die heutige Schlagerbranche ein Beispiel nehmen.
    Ich finde es eine Frechheit, das es zu Dieter Thomas Heck nie eine richtige Show zur Erinnerung gab. Oder habe ich etwas verpasst? Er hat ja später auch die Musiksendung „Melodien fĂĽr Millionen“ präsentiert.

    Eine Katastroohe ist der Umstand, das die heutige Schlagerbranche nur noch Keyboards und Computer zu kennen scheint. Alles verkommt zur KĂĽnstlichkeit.

    Man muss die Frage stellen, ob die heutigen Komponisten und Produzenten ĂĽberhaupt noch Instrumente beherschen? Wenn man positiv hervorheben muss ist Christoph Papendieck. Aber wo bitte ist eigentlich das Klavier abgeblieben? Wahrscheinlich im Orkus der Schlagergeschichte verschwunden.

    Von Streamen halte ich überhaupt nichts. Zu einem Album gehört ein vernünftiges Plattencover. Das hat Aussagekraft. Musik muss man in den Händen halten können. Streamen bedeutet nichts anderes als sinnlose digitale Einsen und Nullen. Dieses Digitale hat null Aussage, es ist nur Schall und Rauch.

    Unter anderem besitze ich Originalsingles von Brotherhood of Men, der George Baker Selection und der Steve Miller Band. Alles 70er Jahre. Das klingt so verdamnt gut, dagegen kann man selbst die beste digitale Aufnahme in die Tonne treten.

    Martin

ANDREA BERG: Auch in Ă–sterreich Platz 1, Schweiz Platz 2 fĂĽr „Ich wĂĽrd’s wieder tun“ 2

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ANDREA BERG: Auch in Ă–sterreich und in der Schweiz sehr erfolgreich

Nachdem schon am vergangenen Freitag feststand, dass ANDREA BERG in Deutschland zum 12. Mal auf Platz 1 der Albumcharts gelandet ist (darĂĽber haben wir als erstes Schlagerportal HIER berichtet), haben nun auch unsere deutschsprachigen Nachbarländer ihre Zahlen ermittelt. Auch in Ă–sterreich konnte ANDREA die Spitzenposition einnehmen, in der Schweiz reichte es zu einem tollen 2. Platz – interessant ist, dass in der Schweiz der Chor „HEIMWEH“ mit dem Album „Freiheit“ sich die #1 geschnappt hat. 

Achtes Nummer-1-„Produktalbum“ in Folge mit Platz 1 in Deutschland und Ă–sterreich

Wenn man nur die aktuellen Neuproduktionen nimmt (also keine Compilations etc.), hat ANDREA damit zum 8. Mal in Folge sowohl in Deutschland als auch in Ă–sterreich die Spitze der jeweiligen offiziellen Charts erreichen können – auch dazu gratulieren wir herzlich. 

 

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VANESSA MAI: Mit „Metamorphose“ Emanzipation vom Schlager 4

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VANSESA MAI: Eine Woche nach dem Duett-Auftritt mit ANDREA BERG kommt ihre neue CD

Nachdem sich – wie der Pressetext es zum Ausdruck bringt – VANESSA MAI „von den Regeln der Schlagerwelt emanzipiert“ hat, dĂĽrfen wir uns am Freitag auf ihr neues Album „Metamorphose“ freuen, dessen Name Programm ist. Im Pressetext finden sich sehr interessante Formulierungen. Bei aller frĂĽherer Kritik muss man davor den Hut ziehen – selbst die groĂźen Superstars tanzen nach der Pfeife bzw. akzeptieren auch dĂĽmmliche auferlegte Regeln. Davon scheint VANESSA sich in der Tat „emanzipiert“ zu haben.

Was der Pressetext sagt, scheint zuzutreffen: VANESSA „macht ihr Ding“ – und hebt sich damit durchaus von vielen Kolleginnen und Kollegen ab, das macht schon neugierig auf „Metamorphose“ – der Pressetext ist sehr interessant zu lesen, mit groĂźer Spannung freuen wir uns schon auf das Buch von VANESSA:

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Pressetext

Ab 8. September auf groĂźer Deutschland-Tour.

METAMORPHOSE. Das heißt Verwandlung, Veränderung, Bewegung. Alles ist im Fluss. Nichts bleibt, wie es war. Wer den Weg von Vanessa Mai in den letzten Jahren verfolgt hat, für den ergibt der Titel ihres neuen Albums sofort Sinn. In einem Wort spiegelt sich alles wider, was passiert ist. Vanessa Mai hat neue Sounds ausprobiert, dabei mit neuen Musikern zusammenarbeitet, und sich Stück für Stück von den starren Regeln der Schlagerwelt emanzipiert.

Vanessa sagt:

„Ich habe wahnsinnig lange auf diese Freiheit hingearbeitet. Genau das bedeutet METAMORPHOSE für mich. Gar nicht so sehr der Switch zwischen den Genres, sondern das Sich-frei-Machen von all den Regeln, die mir auferlegt worden sind und die vermeintlich gesetzt waren. Und von all den Leuten, die bestimmen wollten, wo es für mich lang geht und mich zurückgehalten haben.“

Die Welt des Schlagers war erst der Anfang für eine junge, starke Frau mit eigenem Kopf und glühender Liebe für das Leben, so wie sie sich das vorstellt: Leben, das heißt Veränderung.  Also alles neu.  Auf eigenen Beinen, nach eigenen Spielregeln, über eigene Kanäle. METAMORPHOSE ist genau Jetzt. Eine Momentaufnahme im Leben von Vanessa Mai.

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Die neuen Songs atmen in vollen ZĂĽgen einem frischen, modernen Popsound zwischen Dance-Vibes und emotionalen Balladen. Hier treffen Pop, Schlagerund urbane Hip-Hop-Beats aufeinander. Um Genre geht es aber gar nicht. Sondern nur ums GefĂĽhl. Vanessa Mais Gesang bringt die Tracks in den mitreiĂźenden Hooks zum Fliegen.

Deutschrap-Ikone Sido schaut für eine Strophe voller Filmzitate in „Happy End“ vorbei. In „Schwarze Herzen“ mit dem Rapper CIVO wechselt Vanessa Mai sogar selbst hinüber zum Auto-Tune-Rap. Gemeinsam mit Mike Singer singt sie die smoothe Deutschpop-Ballade „Als ob du mich liebst“. Mit Rapper ART „Melatonin“ zu lässigen R&B-Vibes. Und mit Andrea Berg „Unendlich“, das Schlager-Duett des Jahres mit wichtiger Botschaft über menschlichen Zusammenhalt.

Produziert wurde das Album von B-Case, JUNKX, Jules Kalmbacher und Jens Schneider. METAMORPHOSE ist ein emanzipiertes Album. Ready für den Hit-Hunger der Streaming-Gegenwart. Und befreit von den Erwartungen, was man einer jungen Frau, die man als Schlagersängerin kennt, zutraut und was nicht. Vanessa Mai macht einfach ihr Ding.

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Der Weg hierher war lang. Gerade ist Vanessa Mai 30 geworden und blickt trotzdem schon auf eine zehnjährige Karriere zurück. Bekannt wurde sie als Frontfrau der Band Wolkenfrei. Nach mehreren Top-10-Erfolgen startete sie 2016 ihre Solokarriere. Mittlerweile ist sie in allen erdenklichen Genres und Bereichen unterwegs.

Vanessa Mai ist Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Werbegesicht, Moderatorin und Social-Media-Star. Immer unter Strom. Trotz all diesem Multitasking sagt sie: „Egal, was ich mache, ich bin und bleibe immer Sängerin. Musik ist meine Leidenschaft. Genau das, was ich mir als Kind erträumt habe. Mir macht es Spaß, neue Sachen auszuprobieren, aber nichts gibt mir so viel wie live auf einer Bühne zu stehen.“

Thematisch geht es in den neuen Songs auch wieder um die Liebe. Nur dass sich die Sprache darĂĽber geändert hat. Weniger Sternendach, mehr genauere Beschreibungen verschiedenen Beziehungsphasen und emotionalen Zuständen. Es geht um das Nicht-voneinander-Loskommen („SĂĽchtig“) und versöhnliche Abschiede („No Hard Feelings“), um heiĂźe Flirts („Vibes“), toxische Chats („Schwarze Herzen“) und den Wunsch sich die Realität schön zu lĂĽgen („Als ob du mich liebst“).

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Eine Ausnahme bildet der Song „747“. Darin erzählt Vanessa Mai ihre eigene Geschichte in der dritten Person. Es geht um den Traum hochzufliegen. Und entschlossen den eigenen Weg zu gehen. „Im Gegenwind ist jede Landung hart / Wenn du die falschen Freunde um dich hast / Doch sie setzt alles auf einen Neuanfang / Kann doch nicht sein, dass das schon alles war“.

Musikalisch teast Vanessa Mai hier ihr erstes Buch an, das im November erscheinen wird. In „I do it Mai Way“ erzählt sie ehrlich von all den großen Widerständen und kleinen Zwischenschritten auf ihrem Weg durch die funkelnde Schlager-Show-Welt. „Der Schlager wird immer in meiner Brust schlagen“, sagt Vanessa Mai. „Das klingt cheesy, aber es ist so. Das sind meine Wurzeln.

Trotzdem musste ich erstmal aus dieser Welt herauswachsen, in der ein paar wenige Leute viel zu viel zu sagen haben.“

Musik, das ist für Vanessa Mai ein großer Möglichkeitsraum. Und Erfolg, das ist heißt Wachstum: „Stillstand ist das schlimmste, was ich mir vorstellen kann.“ METAMORPHOSE ist mehr als dieses Album. METAMORPHOSE ist ihre ganze Karriere, ihr Prozess und auch ihr Wesen, wenn man so will. Vanessa Mai will sich nicht festlegen lassen. Und jetzt, wo sich freigeboxt hat, ist sowieso alles möglich.

Quelle: Sony Music
Fotos: Sony Music, Victor Schranz

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