GÖTZ ALSMANN im XXL-Interview mit Schlagerprofis.de Kommentare deaktiviert für GÖTZ ALSMANN im XXL-Interview mit Schlagerprofis.de

Götz Alsmann – L.I.E.B.E.

Große Ehre: GÖTZ ALSMANN, der Meister des Jazz-Schlagers hat uns ein ausführliches Interview mit interessanten Erkenntnissen gegeben. Anlässlich der Veröffntlichung seines neuen Albums L.I.E.B.E. hat er uns zu seier neuen CD, aber auch zu vielen anderen spannenden Themen offen Auskunft gegeben:

Schlager kein Genre-, sondern ein Erfolgsbegriff

Schlagerprofis: Unser Portal heißt „Schlagerprofis.de“, Sie sind aber anerkannter Jazz-Musiker, der allerdings Schlager in jazziger Form spielt. Gibt es dennoch Berührungsängste aus Ihrer Sicht mit dem Begriff des „Schlagers“?

GÖTZ ALSMANN: Ganz im Gegenteil! Ich habe mich irgendwann gefragt, wie meine Beziehung zum Schlager ist. Ich habe gedacht – wie schaffe ich es, mich dem Genre „Schlager“ zu nähern? Irgendwann ist mir aufgefallen, dass der „Schlager“ als Genre ja überhaupt keine musikalische Beschreibung ist. Der Schlager hat sich im Laufe von 120 Jahren immer wieder dem in den jeweiligen Dekaden vorherrschenden Zeitgeschmack angepasst. Es gab den Tango-Schlager, den Swing-Schlager, den Rock’n’Roll-Schlager, den Disco-Schlager, den volkstümlichen Schlager und eben auch den Jazz-Schlager. Ob etwas ein Schlager ist, hängt ja davon ab, wie wir damit umgehen, also zum Beispiel Sie und ich.

Stimmt. Ursprünglich war es ja auch ein Erfolgs- und kein Genrebegriff, wie Sie richtig sagen…

Genau, der Begriff wurde erstmals bei der Veröffentlichung von JOHANN STRAUß’ „An der schönen blauen Donau“ unter die Leute gebracht. Aber eigentlich ist es ja so: Meine Band und ich spielen Schlager-Repertoire als Jazz. Es gibt wirklich viele Leute in unseren Konzerten, die von sich sagen können, dass wir die einzige Jazz-Band sind, die sie sich in ihrem Leben freiwillig angehört haben. Von daher und abschließend: Diese alten Schlager sind fantastisch und unsterblich, auf höchstem Niveau komponiert, deshalb habe ich da keine Berührungsängste. Ich habe zwar den Begriff „Jazz-Schlager“ geprägt, aber ich war ja in Wahrheit nicht der Erste, der so etwas musikalisch gemacht hat. In den 40er Jahren swingte der Schlager, in den 50er Jahren auch. In den 60er Jahren gab es sehr viel Bossa Nova als Schlager. Eigentlich habe ich nur eine Tradition aufgegriffen, die ein paar Jahrzehnte lang brachlag.

Nur Schlager bis zu den 60ern interessant für Jazzmusiker

Sie konzentrieren sich bei Ihrer Auswahl der Schlager aber deutlich auf die Schlager bis hin zu den 60er Jahren – Schlager der 70er Jahre und später sucht man auf Ihren Alben vergeblich?

Die finden nicht statt, das ist richtig. Das liegt aber auch daran, dass die Lieder von da an nicht mehr so komponiert wurden, dass sie für uns Jazzmusiker irgendwie dankbar sind. Der musikalische Haushalt, mit dem der 70er Jahre-Schlager komponiert wurde, war doch ein ganz anderer. Komponisten wie THEO MACKEBEN, HEINO GAZE, PETER KREUDER – diese Komponisten kamen aus einer gänzlich anderen musikalischen Welt. Leute, die die 70er Schlager komponiert haben, waren im Grunde ehemalige Beatmusiker, die gemerkt haben, dass sie nicht so groß rauskommen wie die ROLLING STONES, und die haben dann mit ihrem musikalischen Haushalt angefangen, Schlager zu komponieren.

Gibt es da aber nicht auch Gegenbeispiele? Nehmen wir HEINZ GIETZ, der auf Ihrem neuen Album „L.I.E.B.E.“ ja auch vertreten ist. Der war bis in die 70er Jahre als Schlagerkomponist aktiv?

Das war er, er hat dann in späteren Jahren aber auch nicht mehr so komponiert wie zuvor. Er hat sich an den jüngeren musikalischen Moden orientiert. Das spricht einerseits dafür, wie aktuell und auf der Höhe der Zeit er immer war, andererseits aber hat er dadurch die eigene Tradition schon etwas abgeschwächt. Das war ein bewusster Vorgang und deshalb absolut legitim.

Wo wir gerade bei Komponisten sind: Einen weltberühmten Schlager haben Sie auf Ihrem neuen Album, den jeder kennt: „Der Sommerwind“ (auch als „Summerwind“ bekannt). Den schrieb ein gewisser HENRY MAYER, über den im Netz nur wenig zu finden ist. Haben Sie zu diesem Komponisten Hintergrundwissen?

Henry MAYER sortiere ich da ein, wo ich auch einen BOBBY SCHMIDT einsortiere. Der war auch ein Jazzmusiker, der nebenbei Schlager komponiert hat. BOBBY SCHMIDT hat dann ganz nebenbei Hits wie das „knallrote Gummiboot“ geschrieben, hat aber in den 50er Jahren auf höchstem Niveau Jazz gespielt und auch im Tanzorchester des NDR mitgemacht. Das waren Musiker, für die war das Komponieren von Schlagern nach meiner Einschätzung eine lukrative Nebenbeschäftigung.

Die heutigen Schlagerschaffenden haben nach Ihrem Eindruck keinen Bezug mehr zum Jazz?

Ob sie privat einen Bezug zum Jazz haben, weiß ich nicht, aber man hört es ihrer Musik nicht an. Vereinzelt gibt es so etwas, denken wir an die ersten Erfolge von ROGER CICERO. Gelegentlich gibt es das auch bei ANNETT LOUISAN. Ansonsten sind ULRICH TUKUR, MAX RAABE und ich wohl schon ein überschaubarer Kreis von Leuten, die den eher traditionellen Jazz zurück in den Schlager bringen – oder den Schlager zurück in den Jazz.

Album-Trilogie als solche nicht geplant

Ihr neues Album präsentieren Sie als Nachfolger einer Album-Trilogie, bei denen Sie mit Paris, Rom und dem Broadway große Metropolen zum Thema gemacht haben. War diese Trilogie eigentlich direkt als solche geplant, oder wurde die „Paris“-Idee dann fortgeschrieben?

Sie sind schlau, das haben Sie fein herausgearbeitet. In der Tat, wir haben erst das „Paris“-Album gemacht und wollten dann nicht so einfach ein Nachfolgealbum produzieren – das wäre uns etwas „billig“ vorgekommen. Wir haben dann beschlossen, gleich eine Trilogie daraus zu machen.

Ansehen deutscher Unterhaltungsmusik mit Sonderstatus im internationalen Vergleich

Sie haben in den 90er Jahren mal mit den ÄRZTEN zusammengearbeitet (auf dem Album „Punk ist“). Sehen Sie auch im Punk Schlagerelemente?

Zur deutschsprachigen Unterhaltungsmusik gehört für mich auch deutschsprachiger Rock. Das ist ja etwas, worin sich die deutsche Musikwelt von der französischen oder italienischen Musikwelt sehr unterscheidet. In Frankreich können Sie Rock spielen und werden dennoch als „Chansonnier“ bezeichnet. Und die Cantoautori in Italien sind auch generationsabhängig. Nur in Deutschland hat man gesagt: Wir gehören nicht dazu. Jetzt stellen Sie sich mal vor: Die ganzen deutschen Beat- und Rockmusiker würden sich alle als Teil der Schlagerwelt verstehen. Dann würden wir heute ohne Weiteres UDO LINDENBERG als Schlagersänger bezeichnen. Der Begriff hätte dann für viele Leute nicht so einen negativen Sound. Wir hätten dem Begriff die Ehre auf viel breiterer Ebene erhalten können. Das ist nur eine Definitionsfrage. Man hätte die Arme etwas breiter machen können und alle wären mit im Boot – so wie das in Frankreich oder in Italien selbstverständlich ist.

Nach wie vor wird der Schlager schon etwas von der deutschen Musikszene ausgegrenzt?

Das stimmt. In den 70er Jahren hatte der Begriff „Schlager“ für manche ja fast schon Schimpfwortcharakter.

Live-Gesang im deutschen Fernsehen

Ja, so war es wohl. Ein beliebter Star der 70er Jahre, der schon in den 60ern enorm stilbildend war, ist sicherlich UDO JÜRGENS. Dessen Lied „Was ich dir sagen will“ findet sich auf Ihrem aktuellen Album „L.I.E.B.E.“. Sie haben in der ROLAND-KAISER-Show „Liebe kann uns retten“ ein UDO-JÜRGENS-Medley gesungen. Sie sangen live – ist das richtig? Sang im Duett mit ROLAND KAISER auch ROLAND live?

Ja, auch ROLAND KAISER sang live. Die meisten Künstler der Show haben live gesungen. Ich weiß nicht, warum es teilweise im Fernsehen asynchron rüberkam. ROLAND und ich, wir haben definitiv live gesungen. Das kann ich eidesstattlich erklären :-)…

War es Ihr persönlicher Wunsch, dass live gesungen wird?

Ich weiß nicht, ob Ihnen bekannt ist, dass ROLAND KAISER und ich auch privat miteinander befreundet sind. Er war lange Zeit mein Nachbar und hat direkt um die Ecke gewohnt. Er saß eines Tages bei mir am Küchentisch und erzählte mir, dass er eine eigene Show als Ersatz für die ausgefallene „Kaisermania“ plane. Es solle so viel live wie möglich gesungen werden. Das war für ihn ganz klar. So ist es ja auch bei der Kaisermania, die ja jährlich vom MDR übertragen wird – immer ohne Netz und doppelten Boden. Das ist eben ROLAND.

Das finden wir auch ganz toll. Schade – bei FLORIAN SILBEREISEN ist ja Playback anscheinend Pflicht?

Das ist mir gar nicht aufgefallen :-). – Ich habe immer lauthals mitgesungen, wenn ich da aufgetreten bin. Aber Scherz beiseite. Ich muss da zur Ehrenrettung der SILBEREISEN-Sendungen sagen – da sind bis zu 30 verschiedene Künstler dabei. Stellen Sie sich mal vor, die machen alle einen Soundcheck wie bei einem Live-Konzert. Das würde Wochen dauern! Ich vermute mal, dass das einer der Gründe ist. Ich selbst sehe mich, wenn ich dabei bin, als Teil eines großen Unterhaltungs-Events und nehme es entspannt und freundlich hin, wenn ich dort singen darf – gerne auch im Playback-Verfahren.

Privat bleibt generell privat

Als ich privat erzählt habe, dass ich die Ehre habe, mit dem großen GÖTZ ALSMANN sprechen zu dürfen, kam seitens meiner Frau die Frage nach Ihrem Familienstand auf, die ich spontan nicht beantworten konnte. Demzufolge ist nicht viel von Ihnen privat bekannt. Halten Sie bewusst Ihr Privatleben aus der Öffentlichkeit fern?

Das ist kein Zufall. Mein Privatleben halte ich in der Tat getrennt von meiner Kunst. Privat halt. Wenn Sie aber im Internet recherchieren, finden Sie schon Bilder von meiner Frau und meinem Sohn. Im Laufe der Jahre habe ich auch sehr viele Kinderfotos von mir veröffentlicht und sogar Bilder von meinen Eltern. Auch auf meiner Website habe ich im Laufe der Jahre als „Foto der Woche“ manches Private gezeigt. Aber ich gebe Ihnen insofern recht – ich breite mein privates Leben nicht allzu aktiv in der Öffentlichkeit aus.

Das scheint auch für Ihren Sohn zu gelten? Wir kommen deshalb darauf, weil aktuelle Schlagerstars wie MATTHIAS REIM und BEN ZUCKER ihre Kinder bzw. Verwandten aktiv in die Öffentlichkeit schicken?

 Mein Sohn ist ein erwachsener Man von 30 Jahren. Er ist Gott sei Dank intelligent und smart und „gewievt“ genug und weiß ganz genau, wo er in Erscheinung treten möchte und wo nicht.

Okay, wir werden ihn fragen 😉 – Thema Social Media. Wir haben gesehen, dass Sie einen eigenen Instagram-Kanal haben. Pflegen Sie diese Seiten selber?

Ich habe mir unlängst auch erklären lassen, dass ich das alles habe.

Wahl des BERT-KAEMPFERT-Songs bewusst getroffen

Okay, damit ist die Frage beantwortet. Andere Frage: Wie kam es dazu, dass Sie ausgerechnet den BERT KAEMPFERT-Song „L.I.E.B.E.“ zum Titelsong des neuen Albums gewählt haben?

Es ist ein Album, das den großen Komponisten der Schlagergeschichte gewidmet ist. Und wenn ich MICHAEL JARY sage und THEO MACKEBEN und PETER KREUDER – dann muss ich auch BERT KAEMPFERT sagen. Das ist einfach ein Olymp von erfolgreichen und hochklassigen Leuten. Wenn ich alleine an WERNER BOCHMANN denke. Man sagte damals angesichts dessen Popularität: „Und pfeift auch aus dem letzten Loch man, ist’s doch ein Lied von WERNER BOCHMANN“. Das sind Klassiker. Und gerade BERT KAEMPFERT war ja  ein ganz großer Komponist. „Spanish Eyes“, „Strangers in the Night“ oder eben „L-O-V-E“ – das waren ja Titel, die um die Welt gegangen sind.

Genau, es war doch so, dass BERT KAEMPFERT den Titel instrumental interpretiert hat, aber erst nach der Veröffentlichung als Gesangsversion das Lied ein Welthit wurde?

Ja, das gilt ja fast für alle Kompositionen von BERT KAEMPFERT. In Amerika hat MIT GABLER die Texte geschrieben und die deutschen Fassungen wurden das dann von Leuten wie GERHARD WENDLAND gesungen.

GÖTZ ALSMANN als Fan von FRANCE GALL

Das  heißt, sie sind Liebhaber der tollen Kompositionen und haben die dann neu interpretiert und dann die deutschen Texte übernommen? Beispielsweise hat FRANCE GALL mit „So einen jungen Mann“ keinen Hit landen können, aber Sie haben es wegen der Komposition auf Ihr Album genommen?

Es war insofern ein großer Erfolg, als das Lied dazu geführt hat, dass ich mir als 11-jähriger Stöpsel ein Foto von FRANCE GALL über mein Bett gehängt habe – direkt neben das Foto von PIERRE BRICE. Das führte dazu, dass ich diese Version einfach nicht vergessen konnte. Weil ich ein großer Bossa-Nova-Fan bin, war diese Nummer schon lange auf meiner Agenda. Ich musste im Text nur ein paar „Mann-Frau“-Stellen umdrehen –  dann passte es.

Das Original wurde als „So Nice“ ein großer Hit?

Das Original war erst in Brasilien ein Hit als „Samba de Verao“ von MARCOS VALLE und dann als „Summer Samba“ von dem brasilianischen Hammondorgelspieler WALTER WANDERLEY. Der hat es international als Instrumentalnummer bekannt gemacht. Dann kam erst der englische Text „So Nice“. Und so wurde aus „Samba de Verao“ „Summer Samba“, aus „Summer Samba“ „So Nice“ oder eben eben aus „So Nice“ „So einen jungen Mann“. Und dann gibt es auch noch einen französischen und einen italienischen Text. Die bringen wir dann vielleicht beim nächsten Album „Summer Samba – rund um die Welt“ (lacht). Es gibt übrigens auch einen japanischen Text.

Samples sind Tabu

Das erinnert mich an UDO JÜRGENS, dessen Texte auch auf Japanisch interpretiert wurden. Dazu zählt auch und gerade „Was ich dir sagen will“ – den Titel haben sie recht düster, melancholisch und auch mit Pathos interpretiert. Habe ich das richtig zusammengefasst?

 „Pathos“ missfällt mir – ich würde eher den Begriff „Melancholie“ bevorzugen. Im Original gibt es ja so ein großes RACHMANINOV-Klaviersolo, das ich durch ein Kinderklavier ersetzt habe.

Ist das ein Sample, oder haben Sie ein „echtes“ Kinderklavier aufgenommen?

Oh nein, nein! Es gibt gesampelte Kinderklaviere, aber die klingen einfach viel zu rein. Meins ist wirklich so richtig eine alte „Bretterkiste“. Auf keiner meiner Platten gibt es irgendeinen gesampelten Sound. Wenn Sie z. B. auf dem „Rom“-Album eine Celesta hören, dann war es eine Celesta. Wir benutzen grundsätzlich keine gesampelten Sounds. Auch wenn auf YouTube einige schlaue Menschen zu meiner Musik schreiben, dies und das sei ein gesampelter Sound – es stimmt nicht. Ich habe noch nie gesampelte Sounds auf meinen Platten benutzt.

Das glaube ich. Ein anderer Song auf Ihrem Album ist „Musik liegt in der Luft“, der ähnlich klingt, wie wir ihn als Schlager der gleichnamigen DIETER-THOMAS-HECK-Show kennen. Ist es richtig analysiert, dass sie diesen Song stark am Original arrangiert haben?

Nein, wir haben da schon einen sehr viel swingenderen Rhythmus angestrebt. Ich habe mich eher an Versionen wie der von GREETJE KAUFFELD angelehnt, also an den Versionen aus den spsäten 50er und frühen 60er Jahren.

A propos DIETER THOMAS HECK – gibt es da Erinnerungen?

Es gibt eine Menge Anekdoten zu DIETER THOMAS HECK, die ich Ihnen erzählen könnte. Die haben aber mit dem Genuss toxischer Getränke zu tun, daher lasse ich es lieber (schmunzelt)….

Ende des Fernsehballetts ein großer Verlust

Okay, das ist natürlich in Ordnung. Bei HECK wurde auch viel getanzt, auch vom Fernsehballett. Das gibt es nun ja nicht mehr. Haben Sie eine Meinung dazu?

Männer meines Alters schätzen das Fernsehballett sehr. In verschiedenen Ausgaben von „Zimmer frei“ habe ich die Mitwirkung des Fernsehballetts auch schätzen gelernt. Wenn die Damen vom Ballett auf die Bühne kamen und ich zwischen ihnen stand, kam ich mir immer  wie ein ganz kleines Würstchen vor. Fernsehballette sind eine tolle Sache. Und ehrlich – ich finde es traurig, dass es das nicht mehr geben soll. Es gab ja früher deutlich mehr Fernsehballette. Es gab das ZDF-Fernsehballett von HERBERT F. SCHUBERT.  Es gab IRENE MANN. Die ARD- Anstalten hatten alle ein eigenes Ballett, oft Tänzer aus dem nächsten Opernhaus. Das war mal eine Selbstverständlichkeit. So gab es Shows mit REX GILDO, wo teils in frühexpressionistischer Kulisse avantgardistische Tanzkunst präsentiert wurde. Da wurde Tanzkunst mit einer Schlagernummer ins Wohnzimmer transportiert. Und Menschen, die sich für diese Kunstform gar nicht interessieren, waren begeistert. – Andrerseits bin ich der Meinung, dass auch der Verzicht auf gewisse Dinge nur einer Mode unterliegt. Irgendwann kommt es wieder.

Sie sagen „Wer Klavier spielt, hat Glück bei den Frauen“. Das habe ich nicht hinbekommen. Liegt es an mir?

Sie hätten mehr üben sollen (lacht). Aber mal Scherz beiseite: Zu der Zeit, als diese Lieder geschrieben wurden, standen Menschen, die Klavier spielen konnten, im Mittelpunkt einer abendlichen Gesellschaft. Aus dieser Geisteshaltung sind diese Lieder damals vermutlich entstanden.

Das stimmt. – Einen Namen, den man bei Ihren Aufnahmen wahrnimmt, ist der von CATERINA VALTENTE. Hatten Sie zu diesem Superstar einen persönlichen Kontakt?

Leider hat CATERINA sich schon vor vielen Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Die Umlaufbahnen unserer Karrieren haben sich daher leider nicht berührt. Aber viele andere Damen der damaligen Zeit habe ich sehr wohl kennengelernt. Mit einigen bin ich sogar befreundet und habe mit ihnen zusammengearbeitet, zum Beispiel mit BIBI JOHNS und ALICE & ELLEN KESSLER. Mit denen hatte ich allerdings sehr viel zu tun. Zu ihnen pflege ich da auch sehr freundschaftliche Kontakte.

Erinnerungen an große Stars, mit denen GÖTZ ALSMANN zusammengearbeitet hat

Gibt es da besondere Erinnerungen?

Mit BIBI JOHNS, den KESSLER-Zwillingen, GREETJE KAUFFELD und CHRIS HOWLAND bin ich auf Tournee gegangen. Ich hatte das Glück, mit meiner Band mit diesen großartigen Künstlerinnen und Künstlern zu spielen. Vielleicht bin ich ja einer der der letzten Kapellmeister, die noch in diesem Metier tätig waren. BIBI JOHNS war zeitweise der größte Film- und Musikstar in Deutschland. ALICE und ELLEN KESSLER hatten eine Weltkarriere. Es war schon toll, da die Band zu leiten und für die Damen zu spielen und den Abend zu gestalten. Ein besonderes Erlebnis… Wir haben auch EVELYN KÜNNECKE bei ihrem letzten Konzert begleitet, genau wie auch ANGELE DURAND. Das waren großartige Erfahrungen. Davon werde noch ich meinen Enkeln berichten. Mit MARGGOT HIELSCHER habe ich für den WDR einen Dokumentarfilm gedreht. MARGOT HIELSCHER war ja sogar schon in der UFA-Zeit aktiv und war in den 50er Jahren 2-mal für Deutschland beim Grand Prix Eurovision dabei.

Deutsche Musik im Radio (Thema WDR4)

Letzte Frage zum Thema Radio – Sie sind ja beim WDR als Radiomoderator aktiv. Sind Sie dennoch bereit, ein Statement zum Thema „Deutsche Musik im Radio“ bzw. konkret bei WDR4 abzugeben?

WDR4 hat auf die Entwicklung des Publikums reagiert. Es war mal ein reiner Schlagersender, es ist jetzt ein Oldiesender. Gleichzeitig lässt WDR4 am Abend in seinen Spezialitätensendungen ganz andere Klangfarben zu. Da komme ich dann ins Spiel. Es ist ganz offensichtlich so, dass sich im Sendegebiet des Westdeutschen Rundfunks das Publikum neu orientiert hat. Darauf muss ein Sender reagieren. Wenn Sie aber meine Montagabendsendungen hören, werden Sie noch manchen alten klassischen Schlager hören können.

Vielen Dank für das interessante und nette Gespräch! Es war uns eine große Ehre!

 

Folge uns:
Voriger ArtikelNächster Artikel

TRUCK STOP: Wahnsinn: Top-5 – beste Chartsnotiz seit fast 40 Jahren 0

Bild von Schlagerprofis.de

TRUCK STOP: Sensationelle Top-5-Notiz in offiziellen Albumcharts

Damit haben die Jungs von TRUCK STOP wohl nicht wirklich gerechnet. Erstmals seit dem 9. Mai 1982 stehen die Hamburger Jungs mit einem Album wieder in den Top-10 der Charts. „Liebe, Lust und Laster“ machen es möglich.

Erstmals überhaupt mit einem Studioalbum in den Top-10

Während der große Top-5-Erfolg im Jahr 1982 mit einem TV-beworbenen Best-Of-Sampler („Nicht zu bremsen“) gelang, haben die Hamburger Jungs von TRUCK STOP es diesmal mit einer neuen aktuellen Studioproduktion („Liebe, Lust & Laster“) in die höchsten Chartsregionen geschafft und stehen nur knapp hinter MAITE KELLY, die auf Platz 3 gelandet ist, auf Platz 2 der Schlagercharts. Wir Schlagerprofis gratulieren zu einem überraschenden, aber um so erfreulicheren Erfolg!

Bild von Schlagerprofis.de

TRUCK STOP: Pressetext der Plattenfirma:

So klingt ehrliche, handgemachte Country-Musik mit norddeutschem Gütesiegel. Mit ihrem neuen Album „Liebe, Lust & Laster“ geht die Band musikalisch „Back to the roots“. Die 14 brandneuen Songs, produziert von Truck Stop und Stephan Gade, haben den typischen Country-Sound voll getroffen, der Jung und Alt begeistert. Ab dem 02. April 2021 ist das Album als CD sowie als Download und Stream erhältlich. Die Fans dürfen sich ebenfalls auf eine streng limitierte Fanbox-Edition freuen.

Schon der erste Vorbote zum neuen Album die Single „Mein Zuhaus“ startete im Herbst erfolgreich in die Rundfunkcharts. Gerade zur Corona-Zeit spricht der Song mit Text und Melodie vielen aus dem Herzen. Ein gefühlvolles Stück über echtes Vertrauen, bedingungslose Akzeptanz, auch mit Fehlern und Macken, Ecken und Kanten. Zu dem Song von TRUCK STOP gibt es auch ein Fan-Video gibt – unbedingt anschauen!

Dass die Musik von Truck Stop den Kopf so richtig schön durchpusten und frei machen kann, wissen ihre Fans seit über 45 Jahren – und auch auf dem neuesten Album reichen nur wenige Takte, um Trott und Tristesse über Bord zu befördern: „Man hat total den Kopf voll/mit dem, was man so tun soll“, heißt es zwar zunächst noch im Eröffnungs- und Titelsong, aber zum Glück gibt es ja „Liebe, Lust und Laster“ (und richtig viel gute Musik), um all diese Pflichten für den Moment vergessen zu machen. Sie selbst fahren seit Jahrzehnten gut mit diesem Dreiklang und verbreiten ihre Message im ganzen Land.

Rasant und rhythmisch anspruchsvoll, fliegen danach bei Singlekandidat „Yeehaw“ alle sechs Hüte in die Luft, wenn die Country & Western-Kings aus dem Norden mit Fiddle-Nachdruck, Hüftschwung und Hufschlag, die Pferde loslassen und die Kühe einfangen – so klingt Partysound mit Rodeo-Feeling.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Den Gegenpool dazu bildet ein Kompliment, wie’s nur Cowboys machen können: „Wie’n schönen Countrysong“ ist ein Schmuse-Liebeslied, das die eigene Beziehung mit einem Lieblingssong vergleicht – einer perfekten Komposition, die einen immer und immer wieder verzaubert und fesselt.

Die Bandbreite zwischen rockigen und ruhigen Nummern ist auf dem neuen Album auch deshalb so groß, weil sich zu Andreas Cisek auch Uwe Lost und Knut Bewersdorff abwechselnd als Sänger präsentieren.

Da sie die nächste Tournee gerade auf den Winter 2021 verschieben mussten, sind natürlich auch Fernweh und die Sehnsucht nach dem Unterwegssein ein großes Thema: „Endlich wieder auf Tour“ ist einfach nur ein ehrlicher Wunsch – und zugleich ein Dank für das Leben als „Lonesome Rider zwischen Studio und Tour“: „Freiheit pur“.

Mal der Klassiker, als Roadtrip mit Akustikgitarre „Easy Rider keep on ridin‘“, mal episch und in ganz anderen Gefilden unterwegs, der wie ein Filmsoundtrack wirkende Titel „40 Wagen westwärts“, führt der Weg natürlich auch immer wieder in die Hansestadt Hamburg.
„…normal ist nicht dein Ding“, wissen die Großstadtcowboys über ihre geliebte Heimat mit dem Titel „Großstadt“ zu berichten – eine Hommage an Hamburg. Selbst eine „Einsame Insel“ liegt auf ihrer imaginären Route. Den Traum kennt jeder – ab auf die Insel – was dort jedoch nicht fehlen darf: Hund, Haus, „deine Liebe“, Fußballkneipe, die Jungs am Tresen, noch ein Frischgezapftes…;)

Während die „7.000 Meilen“ für ein weinendes Auge sorgen, weil die Distanz zur großen Liebe einfach zu groß ist, gibt es kurz vor Schluss von Knut noch ein paar ausgelassen-augenzwinkernde Abhandlungen darüber, wie man am besten seine Existenz verzockt – „Sinnlos verprasst“.
Und dass man garantiert wahrscheinlich nie seine Vorsätze verwirklichen wird, klärt Uwe in seinem Song „Morgen gleich morgen“. Wer kennt das nicht…

Denjenigen, bei denen das Glas grundsätzlich halb leer scheint, gibt der Mulitinstrumentalist und Truck Stop-Bassist der frühen Stunde mit „Wird schon gehen“ auch auf den Weg, dass man mit einer gewissen Gelassenheit mindestens ebenso gut, wenn nicht noch etwas geschmeidiger durchs Leben kommen kann.

Was auch auf diesem Album keinesfalls fehlen darf, ist ein Beitrag von Trommler und „Urgestein“ Teddy Ibing, der sich wieder als Sänger versucht, sich selbst am allerschönsten selbstbeweihräuchert und eben ganz einfach der „Supermann“ ist.

Da ist es wieder, dieses 100% Lebensnahe, dieses Geerdete, das Truck Stop auszeichnet – Anekdoten und Gefühle, die jede*r kennt. Ihre Bandgeschichte ist der beste Beweis dafür, was alles möglich ist, wenn sie zusammenhalten und immer aufeinander zählen können und seit 1973 die Höhen und Tiefen miteinander teilen.

Die drei Urgesteine Wolfgang „Teddy“ Ibing, Knut Bewersdorff und Uwe Lost knüpften gemeinsam mit Sänger/Gitarrist Andreas Cisek (neuer Frontmann seit 2012), Chris Kaufmann (Lead-Gitarre) und Tim Reese (Fiddle, Gitarre, Banjo und Mandoline) an ihre alten Erfolge an, als sie sich im Herbst 2015 mit dem Album „Männer sind so“ den bis dato höchsten Charteinstieg sicherten. Auch die beiden zuletzt veröffentlichten Longplayer „Made In Germany“ (2017) und „Ein Stückchen Ewigkeit“ (2019) gingen jeweils direkt in die Top-25 der Offiziellen Deutschen Albumcharts.

Bevor die Tour-Laster (also: die Lastwagen) endlich wieder auf die Autobahn gehen können, um die Musik aus dem Norden in die anderen Teile der Republik zu verfrachten, gibt es einen ganz eigenen Dreiklang, der Truck Stops Karriere schon immer begleitet: „Liebe, Lust und Laster“. Es ist ihr Rezept für eine gute Zeit.

Bild von Schlagerprofis.de

Quelle: TELAMO
Foto: TELAMO / Christian Barz

Folge uns:

GIOVANNI ZARRELLA: Heute erscheint sein neues Album „Ciao“ – und erste Infos zur ZDF-Show 1

Bild von Schlagerprofis.de

GIOVANNI ZARRELLA: Zweites Italo-Album nach Juli 2019

Als GIOVANNI ZARRELLA mit seinem neuen Konzept antrat, deutsche Schlager auf Italienisch zu interpretieren, hat wohl kaum jemand mit einem derartigen Erfolg gerechnet. „La vita e bella“ hielt sich bislang (!) unglaubliche 73 Wochen in den Charts und schaffte es bis auf Platz 2 der offiziellen Albumcharts. Die Meslatte für „Ciao!“ liegt also enorm hoch, allerdings hat man auch mit gleich mehreren Editionen (Vinyl, Fanbox) viele wichtige Marketingmaßnahmen ergriffen.

Zeitschrift Super TV verrät, was GIOVANNI ZARRELLA als Moderator anders machen will

Parallel zur Albumveröffentlichung erschien bei der Fernsehzeitschrift Super TV. Einige wenige Dinge konnte das Blatt aus GIOVANNI ZARRELLA entlocken – so werde es in der auf ihn und seine Spontaneität zugeschnittenen Show „Überraschungen“. Das ist natürlich ein „völlig anderes“ Konzept als es Kollege FLORIAN SILBEREISEN verfolgt – hä ähm. Wenig überraschend ist auch, dass wir uns auf eine Musikshow mit prominenten Gästen freuen dürfen. Für Schlagerfreunde bedenklich ist, dass GIOVANNI ZARRELLA gegenüber Super TV die Einladung auch internationaler Stars vorsieht.

Bild von Schlagerprofis.de

Pressetext: GIOVANNI ZARRELLA – Ciao

Seit Giovanni Zarrella im Sommer 2019 sein gefeiertes „La vita è bella“-Solodebüt vorgelegt hat, zählt er zu den größten Stars der aktuellen Popschlager-Landschaft: Direkt Platz 2 in Deutschland und danach 15 Monate lang nonstop in den Top-100 vertreten, gab’s zwischenzeitlich jede Menge Edelmetall – und mit der Ankündigung seiner eigenen ZDF-Samstagabendshow gleich den nächsten Ritterschlag.

Jetzt läutet der sympathische Allrounder das zweite Kapitel seiner Solokarriere ein: Das neue Album „CIAO!“, auf dem er weitere große deutsche Hits mit seinem angestammten Produzenten Christian Geller ins Italienische überführt, kommt am 09. April bei 221 Music! Als erste Single erscheint der gleichnamige Song CIAO! – seine Interpretation von Opus‘ Achtziger-#1-Hit „Live is Life“ – pünktlich zum Pre-Order-Start des Albums an Silvester!

Auch für das zweite Soloalbum „CIAO!“ taucht Giovanni Zarrella tief ein in die jüngere deutsche Musikgeschichte und überträgt ausgewählte Pop- und Schlager-Hits, allesamt persönliche Favoriten des 42-Jährigen, mit viel Feingefühl und dem Know-how seines Produzenten Christian Geller (Thomas Anders & Florian Silbereisen, Eloy de Jong,) in die Sprache seines Elternhauses: So klingt Giovannis elektrisierender, 100% ansteckender, authentischer #Italopopnachschlag für den Neustart 2021! „CIAO!“ erscheint am 09. April 2021 als Standard-Edition (digital, CD, Doppel-LP) sowie als limitierte Fanbox mit diversen Extras.

Dass es ihm auch dieses Mal um sommerliche, tanzbare, nach Zuversicht klingende Songs geht, zeigt er schon mit dem druckvollen Minimalismus des Titelsongs: „CIAO!“ ist seine Version von Opus‘ „Live is Life“ aus dem Jahr 1984 – ein Riesenhit, der Giovanni Zarrella somit schon fast sein ganzes Leben lang begleitet.

Wie unglaublich gut das Dreamteam Geller/ Giovanni Zarrella inzwischen eingespielt ist, hört man gleich, denn der Refrain klingt im #ciao!-Update dermaßen rund und ansteckend, dass man meinen könnte, es habe sich schon immer um einen Exportschlager aus Italien gehandelt – und nicht aus Österreich.

Mindestens so ergreifend wie das Original von Sarah Connor klingt „SEI BELLA TU“, Giovannis italienische Interpretation von „Wie schön du bist“ – spätestens beim ersten Refrain ist Gänsehaut vorprogrammiert. Gerade dieser Song sei für ihn persönlich ein extrem wichtiger Titel, so der Sänger, schließlich ist Sarah Connor eine sehr gute alte Freundin, die er schon seit den ersten Bro’Sis-Erfolgen kennt …

Dass auch Pietro Lombardi wieder dabei sein würde, stand für den 42-Jährigen nach dem gemeinsamen Hit „SENZA TE“ sofort fest: „Pietro ist wie ein kleiner Bruder für mich“, sagt der Sänger. Dieses Mal überführen sie Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ mit verspielten Gitarren und mediterranem Flair in sehr viel sonnigere, sorglosere Gefilde – wobei sie hier auf einen Mix aus Deutsch und Italienisch setzen.

„Wir wollten auf jeden Fall einen Nachfolger machen zu „SENZA TE“, und dieser Titel passt einfach wahnsinnig gut!“ Schließlich zählt auch Singlekandidat „BASTA! BASTA!“ zu den absoluten Highlights des neuen „CIAO!“-Albums: Mit dieser Hommage verneigt er sich vor Helene Fischer, ab sofort auch vor der Kamera eine Kollegin von ZDF-Neuzugang Giovanni, wenn er ihr unvergessenes „Ich will immer wieder dieses Fieber spür’n“ mit treibenden Beats in einen 100% zeitgenössischen Italo-Dancehit verwandelt.

Insgesamt vereint „CIAO!“ 12 brandneue Coverversionen – wobei sich der Sänger alles von „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“ („BELLISSIMO“) über „Er gehört zu mir“ („LEI È SOLO MIA“) und „Hinterm Horizont“ („DIETRO L’ORIZZONTE“) bis hin zu „Tränen lügen nicht“ vorknöpft („LE ROSE BLU“). Abgerundet wird das neueste, extrem facettenreiche Hitpaket mit einem zweiten Gastauftritt: „Das ist eine Riesenehre“, sagt Giovanni über das mit Howard Carpendale eingesungene „RUF MCH AN“ – in dem Fall hatte tatsächlich der südafrikanische Superstar angerufen.

(„Natürlich als ‘unbekannt’, denn Howard ruft immer mit unterdrückter Nummer an“, erzählt Giovanni und muss schmunzeln.) Außerdem haben Christian Geller und der Sänger die Energie im Studio genutzt und mit „HALLELUJAH, HALLELUJAH“, „AMORE“ und „FORZA RAGAZZI“ auch noch drei Originalkompositionen aufgenommen, die eine weitere Facette seines Albums darstellen.

Pünktlich zum Frühjahrsbeginn erscheint „CIAO!“ nicht nur digital, als CD und Doppel-LP, sondern obendrein auch als limitierte Fanbox. Letztere vereint neben dem Originalalbum (1CD) und einer Bonus-CD („Die Italo-Hitparty“ mit einem halben Dutzend weiterer Exklusivtitel) auch eine ganze Reihe von Fan-Specials – u.a. eine signierte Autogrammkarte, ein Schlüsselband sowie einen Pizzaschneider mit Schriftzug sowie ein kulinarisches Highlight: das persönliche Pizzarezept „Casa Giovanni Zarrella“ – ein Muss, und zwar nicht nur für Kulinarik-Fans.

Schon in jungen Jahren widmete sich Giovanni Zarrella dem Klavier und nahm als Teenager auch Gesangsunterricht. Sein Antrieb war derselbe Traum, den schon sein Vater gehabt hatte: Als Musiker auf den größten Bühnen zu stehen, die Menschen mit Liedern zu begeistern, sie zumindest für den Moment dem Alltag zu entreißen.

Zarrella Jr. verwirklichte diesen Traum bekanntermaßen schon ab Ende 2001 – mit der Gruppe Bro’Sis. Bis 2006 sollte die Band über vier Millionen Tonträger verkaufen; dazu gab’s jede Menge Gold- und Platinauszeichnungen und reihenweise Awards.

Mit dem Rückenwind dieser Erfolge ins neue Jahrtausend gestartet, hat der seit 2005 mit Jana Ina Verheiratete in den letzten fünfzehn Jahren zwar auch in vielen anderen Bereichen geglänzt – als Moderator, Gast-Schauspieler, Synchronsprecher und Social-Media-Größe, nicht zuletzt auch als Tänzer und begnadeter Fußballer –, doch er kehrte in regelmäßigen Abständen zur Musik zurück und verzeichnete auch als Solomusiker schon etliche Erfolge: Angefangen bei der Top-10-Single „Wundervoll“ (2008) über „I Can’t Dance Alone“ feat. Ross Antony bis hin zu den packenden Rat-Pack-Interpretationen wie „Only Man In The World“ (mit dem Trio Vintage Vegas).

Im Sommer 2019 begann schließlich mit seinem Popschlager-Solodebüt eine der größten Erfolgsgeschichten der letzten Jahre: „La vita è bella“ stieg im Juli 2019 von 0 Platz 2 der Offiziellen Deutschen Albumcharts und die Top-10 in Österreich und der Schweiz ein. Mit der Gold-Edition des Debüts gelang ihm dann im Januar 2020 der Re-Entry auf #2 in Deutschland – insgesamt waren’s schließlich ganze 64 Wochen in den deutschen Top-100.

Ein Dauergast in den Top-25 der deutschen Jahrescharts 2019 und 2020, geht die Erfolgsgeschichte nun in die nächste Runde – mit dem neuen Album „CIAO!“

Quelle: 221 music / TELAMO
Foto: 221 music / TELAMO / Boris Breuer

Folge uns: