KERSTIN OTT u. a.: HR berichtet über „Die Kraft des Schlagers“ 1

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Ungewöhnlich: Kultursendung widmet sich dem deutschen Schlager

Was das Feuilleton vom deutschen Schlager hält, das wissen wir seit langer Zeit. In der gesamten Kulturszene war es eigentlich immer schon so, dass völlig undifferenziert der deutsche Schlager und seine Protagonisten „totgeschwiegen“ wurde oder aber als Musik der – vorsichtig gesagt – geistig weniger gebildeten Menschen angesehen wurde. Auch wenn – und da ist sicher insbesondere HELENE FISCHER zu danken, aber auch anderen Protagonisten des deutschen aktuellen Schlagers – es noch immer Berührungsängste gibt, ist es inzwischen schon so, dass durchaus schon mal zwischen den AMIGOS und ROLAND KAISER oder KERSTIN OTT differenziert wird.

Exkurs: Facebook-Aufruf „Alarmstufe Rot“

Wie sehr die deutsche Künstler- und Musikszene „zusammenhält“ (nämlich leider noch immer gar nicht), sieht man an einem interessanten Facebook-Statement, bei dem sich viele prominente Kulturschaffende zusammentaten und einen offenen Brief schrieben. Unterzeichner waren: Carolin Kebekus | Tobias Mann | Atze Schröder | Bastian Pastewka | Bela B | Bodo Wartke | Bülent Ceylan | Chris Tall | Christoph Sieber | Dagmar Schönleber | Daphne de Luxe | David Kebekus | Dieter Nuhr | Donots | Dr. Eckart von Hirschhausen | Eure Mütter | Felix Lobrecht | Florian Schroeder | Gaby Köster | Gerburg Jahnke | Gregor Meyle | Hazel Brugger | Heinrich del Core | Helmut Schleich | Hugo Egon Balder | Ines Anioli | Jeannine Michaelsen | Johann König | Johannes Oerding | Kasalla | Lisa Feller | Luke Mockridge | Mario Barth | Markus Krebs | Martin Frank | Max Giermann | Max Mutzke | Michael Mittermeier | Micky Beisenherz | Niedeckens BAP | Olaf Schubert | Özcan Cosar | Querbeat | Peter Maffay | Paul Panzer | Ralf Schmitz | Ralph Ruthe | Sasha | The BossHoss | Tobias Künzel (Die Prinzen) | Torsten Sträter | Wolfgang Haffner.

Was fällt uns da auf? Richtig: Es ist genau KEIN Schlagerstar dabei. Das ist übrigens einer der Gründe, warum wir dieses Thema stiefmütterlich behandeln. Auch im Jahr 2020 wird der Schlager noch immer ausgegrenzt. Wir sind ziemlich sicher, dass ein ROLAND KAISER oder ein HOWARD CARPENDALE den offenen Brief mit unterzeichnet hätten. ROLAND KAISER hat ja auf der Veranstaltung höchstselbst das Wort ergriffen. Ob die Unterzeichner wohl auch alle in Berlin bei der Kundgebung waren? Zweifel sind da erlaubt. – Kaiser und Carpendale wurden offenbar nicht gefragt, ist ja „nur“ Schlager. Lieber holt man sich einen LUKE MOCKRIDGE ins Boot, der ja im ZDF-Fernsehgarten bewiesen hat, was er für ein Niveau hat und vor allem, was er von kollegialem Zusammenhalt hält. Das aber nur nebenbei, es passte eben gerade an dieser Stelle.

Großes Lob an den HR: „Hauptsache Kultur“ scheint ohne Vorurteile über den Schlager zu berichten

Man stelle sich vor, „Aspekte“ berichte mal nicht über das neue Album von KONSTANTIN WECKER, sondern von ROLAND KAISER. Künstlerisch dürften sich die Herren nichts tun, sie arbeiten beide sprachlich auf hohem Niveau und packen auch mal heiße Eisen an. Das „Schlager“-Etikett ist einfach wichtiger als qualitative Überlegungen. Anders geht „Hauptsache Kultur“ an die Sache. Hier wird ein Phänomen angesprochen, über das schon vor Jahrzehnten wissenschaftlich berichtet wurde – nur eben unter eine anderen Perspektive. Wenn „Hauptsache Kultur“ über die „Kraft des Schlagers“ berichtet, wird hier beschrieben, wie viel diese Musik Menschen bedeutet. Das Identifikationspotenzial ist ungebrochen hoch. Wer ältere wissenschaftliche Bücher über den Schlager liest, kennt solche Betrachtungen, die dann aber zu dem Schluss kommen, dass es sich hier um eher primitive, ungebildete und einsame krankte Menschen handelt, die außer dem Schlager nichts haben. Böse Geschäftemacher – sprich Schlagersänger und ihre Manager – nutzen diese Vereinsamung kommerziell aus. – So der Tenor vieler Aufsätze, die aus dem letzten Jahrhundert stammen.

Die Fantasie, dass es durchaus gebildete Menschen gibt, die unglaublich lyrische Texte eines UDO JÜRGENS‘ liebten, der mit großem teils Sinfonieorchester Melodien voll Pathos, musikwissenschaftlich anspruchsvoll bot, hatte man nicht – wie gesagt, hat sich daran durchaus etwas geändert, weil nicht zuletzt eine HELENE FISCHER hier viele Grenzen durchbrechen konnte, indem sie zwar nach wie vor Schlager singt, das Ganze aber mit Artistik und internationaler Popmusik verknüpft und damit vielleicht Vorurteile durchbrechen konnte. Insofern sind wir sehr gespannt, was „Hauptsache Kultur“ zum Thema „Die Kraft des Schlagers“ sagt.

Sex im Schlager

Wobei die Sendung noch weitere Themen beinhaltet. Das Thema Sex im Schlager kennen wir schon seit den Comedian Harmonists (Wenn in „Veronika, der Lenz ist da“ „der Hafer sticht“, ist klar, was gemeint ist). Wobei auch hier der Schlager eine große Vielfalt bildet. Was ROLAND KAISER in „Santa Maria“ meint, wenn er „ihre Jugend in den Händen“ (am Strand) hielt, kann man sich ausrechnen. Und was HEINO in der vierten Hütte im blauen Enzian tat („keiner weiß, was dann geschehen ist“), kann man sich auch lebhaft ausmalen. Wobei – es war ja noch die Zeit vor HANNELORE. Expliziter wurde es dann im neuen Jahrtausend, wenn es heißt: „Zeig doch mal die Möpse“ etc. Wobei Rapper SIDO mit dem „Ar***fi**-Song“ sicher den Vogel abgeschossen hat, aber der ist nun nicht der ganz typische Schlagerstar. PS: Einen Vorteil hat das Thema – wir können guten Gewissens den Hashtag „Sex“ verwenden ;-)…

Lebende Legende CHRISTIAN BRUHN

Auch mit Mitte 80 steht die Komponistenlegende CHRISTIAN BRUHN im Zentrum des öffentlichen Interesses. Es ist immer interessant, was er zu sagen hat – ist er doch seit den 1960er Jahren ununterbrochen im Schlagergeschäft tätig. Schade, dass das mehr als bemerkenswerte Filmportrait über ihn wohl aus urheberrechtlichen Gründen nicht auf DVD erschienen ist.

Die Sendung wird am 12. November 2020 um 22.30 Uhr ausgestrahlt.

Pressetext „Die Kraft des Schlagers“

In der großen „Helene Fischer Show“ singt die Königin des deutschen Schlagers gemeinsam mit Kerstin Ott zur Primetime über queere Patchworkfamilien, im Publikum schwenkt die LGBTIQ-Community Regenbogenfahnen – während Roland Kaiser sich gegen Intoleranz, Hass und verdrehte Wahrheiten stark macht. Und Howard Carpendale ergreift das Wort, um auf die vom Shutdown existenziell bedrohte Veranstaltungs- und Kulturbranche aufmerksam zu machen. Was passiert da gerade im deutschen Schlager?

Der deutsche Schlager wird ja gerne belächelt und als oberflächliche, apolitische Alltagsflucht abgetan. Doch auch im Schlager gibt es Künstler*innen, die sich mit unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit auseinandersetzen und etwas verändern wollen. „hauptsache kultur“ über die Kraft des Schlagers in schwierigen Zeiten.

Der Schlager im Wandel – Wie sich Künstler*innen gesellschaftlich positionieren

Oberflächliches Gedudel für den Massengeschmack? Mit dieser Auffassung würde man den Schlager doch sehr unterschätzen, sagt Schlagerforscher Ingo Grabowsky: Denn der Schlager habe wohl mehr für die deutsche Gesellschaft getan als die meisten fremdsprachigen Rocksongs zusammen, ist er der Meinung. Spätestens seit 2014, als Helene Fischer am Brandenburger Tor vor Millionenpublikum auftrat, ist er wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Und er widmet sich auch immer wieder aktuellen relevanten Themen: So positioniert sich zum Beispiel Roland Kaiser mit seinem Hit „Liebe kann uns retten“ unmissverständlich gegen Menschenfeindlichkeit und Demagogie, wenn er singt: „Wenn der Hass die Wut berührt, Die Wahrheit auf einem Seil nur balanciert, Dann lass uns nicht stumm sein, lass es uns nicht egal sein.“ Und auch in Interviews spricht sich der Grandseigneur des Genres und bekennendes SPD-Mitglied deutlich gegen Pegida & Co. und autoritäre Tendenzen in unserer Gesellschaft aus.

Auch Howard Carpendale nutzt aktuell seine Bekanntheit, um z.B. auf die Nöte der Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen. Gesellschaftskritik – früher gab es sie im Genre noch viel ausgeprägter. So besang zum Beispiel Udo Jürgens mit „Ein ehrenwertes Haus“ Doppelmoral und Kleingeisterei, während Gitte Haenning und Vicky Leandros nonchalant die selbstbestimmte Frau, Freiheit und Gleichberechtigung thematisierten. Und Nicole mit ihrem Anti-Kalter-Krieg-Song „Ein bisschen Frieden“ sogar den Grandprix de la Chanson d’Eurovision gewann.

„hauptsache kultur“ macht eine Reise durch den Schlager und fragt: Wie viel Zeitgeist und gesellschaftliche Relevanz steckt da heute drin?
Bericht: Sarah Plass

Regenbogenfarben in der Schlagerwelt – Die Sängerin Kerstin Ott

Ihre Geschichte klingt wie ein Märchen: Mit dem Song „Die immer lacht“ – ein Lied über die Depressionen einer Freundin – wurde aus der Maler- und Lackiererin Kerstin Ott plötzlich eine der bekanntesten Schlagersängerinnen des Landes. Und zwar mehr oder weniger aus Zufall: Denn ihr auf ein paar wenige CDs gebrannter Song gelangte in die Hände zweier DJs, die das Potenzial erkannten, einen Remix machten und damit Kerstin Ott – die ehemals spielsüchtige Arbeiterin – von heute auf morgen zum Internetstar, der heute die großen Hallen ausverkauft. Der Song von 2016 zählt zu den meistverkauften Singles in Deutschland und hat mit über 180 Millionen Aufrufen auf YouTube mehr als sieben Mal so viele Klicks wie die Videos von Helene Fischer.

Und das, obwohl die einstige Handwerkerin aus Norddeutschland absolut keine schillernde Bühnenpersönlichkeit in aufregenden Outfits ist. Kerstin Ott sprengt mit Jeans, Bomberjacke und Gitarre alle klischeehaften Vorstellungen von der Frau im Schlager. Sie lebt zudem offen homosexuell mit ihrer Ehefrau Karolina und deren zwei Kindern auf dem Land. Und queeres Leben besingt sie auch in ihren Songs: „Er und Er, zwei Eltern, die ihr Kind zur KITA bringen – Sie und Sie tragen jetzt den gleichen Ring. Alles ganz normal!“ – jetzt endlich auch im Schlager.

„hauptsache kultur“ porträtiert diese außergewöhnliche Sängerin, die für viele ihrer Fans zu einer echten Identifikationsfigur geworden ist, eben genau, weil sie so herrlich normal ist.

Bericht: Christiane Schwalm

Sex im Schlager – Wie versaut sind deutsche Liebeslieder?

Klar, das Thema in den meisten Schlagern ist nur eines: Liebe, Liebe, Liebe. Oft ganz romantisch, die monogame Zweisamkeit besingend, aber in einigen Songs geht es auch ziemlich offensiv zur Sache. Untreue, One-Night-Stands, die ältere Frau, die den jungen Mann verführt – Texte, die bisweilen ziemlich unverblümt den Akt an sich besingen. „Atemlos durch die Nacht“, eben.

„hauptsache kultur“ hat sich die Schnulzen-Klassiker der letzten Jahrzehnte mal genauer angehört und war erstaunt, was sich bei Roland Kaiser und Co. alles zwischen den Zeilen lesen lässt – und was Schlagertexte so über die Gesellschaft und ihr Verhältnis zur Liebe verraten.
Bericht: Sophia Luft

Wie schreibt man einen Gassenhauer? – Ein Portrait des Hitmakers Christian Bruhn

Christian Bruhn hat die deutsche Musiklandschaft mit einigen Hits versorgt, die jeder mitsingen kann. Er ist einer der erfolgreichsten Komponisten und Musikproduzenten unserer Zeit. Verantwortlich für die Evergreens „Ein bisschen Spaß muss sein“ (Roberto Blanco), „Marmor, Stein und Eisen bricht“ (Drafi Deutscher), „Hinter den Kulissen von Paris“ (Mireille Matthieu), „Ich möcht‘ der Knopf an deiner Bluse sein“ (Bata Illic), „Liebeskummer lohnt sich nicht“ (Siw Malmkvist) , „Wunder gibt es immer wieder“ (Katja Ebstein), aber auch die Titelsongs der Fernsehsendungen „Heidi“, „Captain Future“, „Wickie“ u.a.

„hauptsache kultur“ besucht den 86-jährigen Hitmaker und lässt sich erklären, wie man einen guten Schlager erfindet.
Bericht: Sven Waskönig

Quelle und Bild: HR

 

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1 Kommentar

  1. Ich finde jeder soll, Die Musik hören die ihm gefällt. Da sind ja auch manchmal gute oder schlechte Erinnerungen,
    mit da bei ,wer weis.

FLORIAN SILBEREISEN: Der große Schlagerprofis-Rückblick auf die Schlagerchampions 2021 5

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FLORIAN SILBEREISEN: Endlich wieder Schlager..

Als wäre das Thema Corona vom Tisch, begrüßte FLORIAN SILBEREISEN das Publikum (ja, es waren einige engagierte Claqueure dabei) mit den Worten „endlich wieder Schlager“. Sicherlich wird alles juristisch Coronakonform gewesen sein – aber: Ist es wirklich ein gutes Signal an die Öffentlichkeit, so zu tun, als gäbe es Corona nicht? Ob das wirklich für Fingerspitzengefühl steht – man weiß es nicht… Über die Statisten wurde übrigens wie folgt berichtet:

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BEATRICE EGLI, ROSS ANTONY und FLORIAN SILBEREISEN machen den Auftakt

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Den Auftakt machten ROSS ANTONY und BEATRICE EGLI, die Schlagerklassiker sagen. Leider war wieder mal ein Lied von UDO JÜRGENS dabei: „Aber bitte mit Sahne“. Wer jetzt meint, das wäre schon bitter und respektlos, wusste nicht, was später mit HANNAH passieren würde.

RAMON ROSELLY mit Doppelsieg

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Mit RAMON ROSELLY gewann bei FLORIAN SILBEREISEN – anders als im Vorjahr, als jemand mit null Charterfolgen den Award gewann, jemand den Preis, der ihn wirklich verdient hat und nicht bekommen hat, weil er „Sohn von…“ ist. Zurecht bekam er den Award als Newcomer des Jahres und sogar als Sänger des Jahres – sein Album „Herzenssache“ hat den Preis zurecht gewonnen.

ANNA-CARINA WOITSCHACK und STEFAN MROSS

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STEFAN MROSS bekam zwar keine Eins der Besten, aber warum er mal wieder dabei war, ist klar: Weil er doch ein guter Kumpel von FLORIAN ist. Und ANNA-CARINA WOITSCHACK wiederum ist als „Frau von…“ natürlich auch gesetzt. Gesungen wurde der Song „1.000-mal du und ich“.

Ganz „heimlich“ hat dann ANNA-CARINA WOITSCHACK ihrem STEFAN eine „Überraschung“ bereitet – sie trug ein Lied, das STEFAN MROSS für sie geschrieben hat, vor. Alleine das reicht schon zum Fremdschämen – aber dann noch einen Flügel hereinzufahren, damit ANNA-CARINA den Song „Das Leben wartet nicht auf uns“, getextet von MROSS, im Vollplaybackverfahren schmettert – und dann die gestellte Mimik von STEFAN – puuh… schwere Kost.

PIETRO LOMBARDI – Kumpel von…

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Dreifach-Gold gab es für GIOVANNI ZARRELLA: „La vita e bella“ ist ein Album, das GIOVANNIs Leben verändert hat, wie er im Gespräch mit FLORIAN SILBEREISEN verraten hat. Gratulation zu 300.000 verkauften Einheiten – Grund genug, auch das Nachfolgealbum ähnlich zu halten und erneut den Kumpel PIETRO LOMBARDI als Duettpartner zu haben. Die neue Italo-Version von NENAs „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ erinnert etwas an die von JAN DELAY.

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LINDA – „Nichte von…“

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Weil LINDA die Nichte von SASHA ist, ist das wohl Grund genug, sie einem Millionenpublikum zu präsentieren. Womöglich hatte ELLA ENDLICH keine Zeit, weil LINDA auf deren romantischer Schaukel Platz genommen und mit THE GOLDEN VOICES OF GOSPEL gesungen hat. Nicht falsch verstehen, LINDA ist ein viel versprechendes Talent. Aber nun mal (noch) kein „Schlagerchampion. Und sie als „Nichte von…“ zu reduzieren, wird ihr eigentlich nicht gerecht.

DRAUFGÄNGER singen ALLE-ACHTUNG-Hit – Coverer von…

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Warum die DRAUFGÄNGER bei den Schlagerchampions waren? Ganz einfach: Weil man „auf einen unbeschwerteren Sommer 2021 hofft“, so FLORIAN SILBEREISEN. Dass der Song „Marie“ ein Riesenhit in Österreich war, aber von der „falschen Band“ gesungen (Alle Achtung gehört offensichtlich nicht zum „Clan“), wurde mal wieder lieber unterschlagen. Erstaunlich, dass der ORF das so mitmacht…

„DANIELA ALFINITO hat es allen gezeigt“ – mit „Sohn von…“

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„Sie hat es allen gezeigt, die vielleicht nicht von Anfang an an sie gelaubt haben“ – so präsentierte FLORIAN SILBEREISEN die Sängerin DANIELA ALFINITO, die das erfolgreichste Album des Jahres einer Sängerin abgeliefert hat. (Wen genau FLORIAN mit „nicht von Anfang an an sie geglaubt meinte? Man weiß es nicht :-)…). – Nun kann man sich über DANIELAs Songs streiten, der Erfolg steht für sich. Aber ihren wirklich völlig unmusikalischen Sohn noch mitzubringen – musste das wirklich sein?

Das war nämlich Wasser auf die Mühlen derer, die sagen, es gibt nicht viele, die das Format für einen Auftritt bei FLORIAN SILBEREISEN haben. „Ein Mensch wie ein Bergwerk“ – da lässt doch RAINHARD FENDRICH grüßen… Trotzdem Glückwunsch für DANIELA ALFINITO – ein Auftritt mit ihrem Vater hätte ihr nach unserer Meinung vielleicht besser zu Gesicht gestanden.

BEATRICE EGLI und ELOY DE JONG mit Blinddate-Hit

Frisch gekürte SMA (Swiss Music Award)-Siegerin war BEATRICE EGLI. Leider konnte FLORIAN SILBEREISEN nicht gratulieren, weil die Show in Suhl aufgezeichnet und eben nicht live präsentiert wurde – alles nur MIT Netz und MIT doppeltem Boden. Mit „Bist du oder bist du’s nicht“ gab es wieder eine typische CHRISTIAN-GELLER-Produktion auf die Ohren.

JEANETTE (aus dem richtigen Bundesland) stellt „10.000 Fragen“

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Weil JEANETTE aus Brandenburg kommt und einige BRAVO-Ottos gewonnen hat, ist auch sie offensichtlich in den Augen von FLORIAN SILBEREISEN ein Schlagerchampion. Auch hier: Nix gegen JEANETTE, aber einen Schlagererfolg hatte sie 2020 nun wirklich nicht, auch wenn man mit allen Mitteln versucht, aus 10.000 Fragen einen Hit zu machen (übrigens ein Cover von NATASHA BEDINGFIELDS „Soulmate“).

NINA MARX und KARSTEN WALTER ein Paar – 5 Monate nach den Schlagerprofis publik – „Schlagerlovestory“

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Wir Schlagerprofis haben schon vor fünf Monaten berichtet, dass MARINA MARX und KARSTEN WALTER wohl ein Paar sind. FLORIAN SILBEREISEN hat es nun offiziell gemacht. Mit anderen Worten: Sie treten auf, weil sie ein Paar sind – eigentlich waren sie ja für die Schlagerlovestory engagiert, sind sie halt Schlagerchampions – merkt schon keiner…

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Eigentlich wollte KARSTEN WALTER das womöglich schon etwas früher erzählen als erst bei FLORIAN SILBEREISEN – er kündigte an, bei Instagram live zu gehen, zog das dann aber wieder zurück – womöglich hätte er zu viel verraten?

Das Herz hat doll gepuckert – und die Schmetterlinge müssen jetzt raus“  –  das berichtete uns MARINA MARX. Dass da anscheinend sogar noch viel mehr „raus muss“, ahnt man, wenn man sich das Video von MARINA und KARSTEN ansieht – olala…

UTE FREUDENBERG: Runder Geburstag

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Weil UTE FREUDENBERG im Januar einen runden Geburtstag gefeiert hat, gehörte auch sie laut FLORIAN SILBEREISEN zu den Stars des vergangenen Jahres. Wir erinnern uns: Im Oktober 2019 (!!!) stand ihr letztes Album für genau eine Woche in den Albumcharts… Grund genug, Dauergast in SILBEREISEN-Shows zu sein (auch bei „Schlager oder N!XXX“ ist sie gesetzt). Immerhin kann man schön den Evergreen „I Believe I Can Fly“ zu „Herzen haben keine Falten“ mitträllern.

LAFEE – nächstes Comeback

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Auch LAFEE hat (wie Kollegin JEANETTE) schon BRAVO-Ottos gewonnen. Und nun startet sie mit Neuaufnahmen von Hits der 1980er Jahre durch – „Isch schwör“ – das sagen nicht wir, sondern das ist ein Zitat aus „Ich bin ein Material Girl“, dem Song, den LAFEE uns präsentiert hat (produziert von CHRISTIAN GELLER, aber das ist natürlich purer Zufall). Schöne Beine hat sie ja: „Dann mach ich mir nen Schlitz ins Kleid und find es wunderbar!“. Was das mit „Schlagerchampions“ zu tun hat? Egaaaaal! Jedenfalls ist sie genau so schön von sich selbst gerührt wie sonst nur ANDREA BERG und MAITE KELLY.

DJ ÖTZI – „Ein ganz lieber Freund“

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Weil er „ein ganz lieber Freund“ von FLORIAN SILBEREISEN ist und immer für ein „positives Lebensgefühl“ sorgt, ist er bei den Schlagerchampions dabei – nicht etwa, weil er einen Erfolg gehabt hätte – okay, wäre das auch geklärt. Wieder mal sang DJ ÖTZI den Song „Leb!“ – wie immer Vollplayback – zusammen mit dem Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde Suhl. Ob die ab jetzt auch (wie die GOLDEN VOICES OF GOSPEL) gesetzt sind, bleibt abzuwarten.

HANNAH – Nachbarin von…

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Warum HANNAH als – Achtung – „eine der erfolgreichsten Sängerinnen in Österreich“ dabei war (den Namen „NASCHENWENG“ kennt man wohl nicht – oder ihre Hosen sind zu pink bzw. sie hat einfach „zu viel Arsch in der Hose“ – positiv gemeint. Nicht genug, dass so getan wurde, als habe HANNAH auch nur ansatzweise so einen Erfolg wie MELISSA NASCHENWENG – nein, sie wurde als Alibi genommen, CATERINA VALENTE zu gratulieren. SO einen Vollplayback-Murx hat la VALENTE nicht verdient – ganz ganz bitter.

Warum ausgerechnet HANNAH CATERINA VALENTE ehrte? Weil sie die doch so verehrt und deren Lieder wie „Rote Lippen musst du küssen“, so kam es im Gespräch mit FLORIAN SILBEREISEN rüber  – oh Mann…

ANDREA BERG in der unfassbaren Rubrik „Tour des Jahres“

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Unfassbar ist die Rubrik „Tour des Jahres“ in einem Jahr, in dem ab März keine großen Toureneen gegeben werden konnten – irgendwie muss man wohl ein Alibi finden, wenigstens ANDREA BERG einzuladen, wenn schon HELENE FISCHER wieder nicht dabei ist…

Duo des Jahres: „Ich muss mich mal kurz verabschieden“.

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Sehr „spannend“ (mit eingeblendetem Trommelwirbel) war es bei der Kür zum erfolgreichsten „Duo des Jahres“. Riesen-„Überraschung“: FLORIAN SILBEREISEN und THOMAS ANDERS hatten in dieser Kategorie die Nase vorn – „Das Album“ hat es möglich gemacht. „Zooom!“ wurde präsentiert- eine Produktion von CHRISTIAN GELLER. Kurz zuvor sagte FLORIAN SILBEREISEN zu BEATRICE EGLI: „Ich muss mich mal eben verabschieden“ – eine wirklich authentische Überraschung…

Die neuen Stars: SCHLAGERKIDS

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In der Rubrik „Die neuen Stars“ werden die „SCHLAGERKIDS“ angepriesen. Vier Kinder, die bei „The Voice Kids“ teilgnenommen haben. Parallel zu „Schlagerchampions“ lief übrigens … – ääh, The Voice Kids – die Taktik, das Publikum rüberzuziehen, hat offensichtlich nicht gefruchtet. Das Original kommt dann doch anders an als wenn gecastete willkürlich zusammen gewürfelte Kinder Vollplayback von einer „geilen Zeit“ singen.

Wie „lieb“ man die SCHLAGERKIDS hat, zeigt übrigens, dass weder das Duett mit DJ ÖTZI präsentiert wurde noch ein Duett mit BEN ZUCKER möglich gemacht wurde. An der Stelle „sorry“ an alle, bei denen wir den Eindruck erweckt haben, MICHELLE sei bei den Schlagerchampions zu Gast. Das Gegenargument, dass MICHELLE viel zu erfolgreich für diese Show ist, müssen wir anerkennen – stimmt, genau so ist es gekommen.

BEN ZUCKER nicht mehr kleinkariert

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Bislang hat BEN ZUCKER immer karierte Hemden getragen – davon nimmt er wohl demnächst Abstand, wie wir erfahren haben. Er präsentierte seinen neuen Song „Guten Morgen Welt“. Wie es sich künftig mit seinen Socken verhält (gaaanz wichtige Frage) – das wissen wir derweil nicht…

MARIANE ROSENBERG feiert das Comeback des Jahres

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50 Jahre nach ihrem ersten Hit landete MARIANNE ROSENBERG mit ihrem neuen Album auf Platz 1. Ihr Auftritt war zweifelsohne einer der besten des Abends. Da stimmte alles, sie präsentierte ein tolles Medley ihrer Schlager, und die Idee, sie noch einmal im schwarz-roten Kleid auftreten zu lassen – klasse! Davon abgesehen, hatte sie WIRKLICH im vergangenen Jahr Erfolg. Gratulation zur Eins der Besten für das Comeback des Jahres!

SARAH LOMBARDI hat den „Hit des Jahres“

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Mit „Ich“ präsentierte SARAH LOMBARDI einen sehr persönlichen Hit. Ganz „spannend“ (gähn) war es bei der Ermittlung des erfolgreichsten neuen Hit des Jahres 2020. Und das war nun ganz klar „Eine Nacht“ von RAMON ROSELLY „Te amo mi amor“ von SARAH LOMBARDI. „Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet“, sagte sie.

Platin-Eins der Besten KERSTIN OTT

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Für ihr Album „Ich muss dir was sagen“ hat KERSTIN OTT sogar eine „Platin-Eins der Besten“ geholt, weil ihr Album es zum zweiten Mal in Folge geschafft hat, sehr erfolgreich zu sein. Ungewohnt chic gab sich KERSTIN zu diesem feierlichen Anlass und war gewohnt sympathisch.

HOWARD CARPENDALE: „Es rundet alles ein bisschen auf“

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HOWARD CARPENDALE bekam den Preis „Eins der Besten“ für sein Lebenswerk und freute sich, mit dem ROYAL PHILHARMONIC ORCHESTRA so einen Erfolg zu haben: „Es rundet alles ein bisschen auf“, sagte er augenzwinkernd.

MATTHIAS REIM: Der „fleißigste“ Sänger bekommt Gold für MR20

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Einen brandneuen Song präsentierte der „fleißige“ MATTHIAS REIM. Für sein Album bekam MATTHIAS REIM Gold verliehen – eine große Überraschung, allerdins nicht für Schlagerprofis-Leser: Wir haben am 29. September darüber berichtet.

Ein junger Hamburger wollte es unbedingt

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JENDRIK hat alles dafür gegeben. Der „verrückte Vogel“ (allerdings erhob ROSS ANTONY Einspruch, er sei der verrückte Vogel) präsentierte seinen deutschen ESC-Beitrag: Den Song „I Don’t Feel Hate“ – schade auch er im Vollplayback-Modus. Anders kann es Jürgens TV wohl nicht, das überlässt man den Privatsendern.

MAITE KELLY schreibt den „Schlager ihres Lebens“

Weil MAITE KELLY 30 Lieder aneinander gereiht hat und dann das gleiche getan hat wie kurz zuvor BEATRICE EGLI, wurde ihr attestiert, den „Schlager ihres Lebens“ geschrieben zu haben.

ROLAND KAISER mit neuem Song

ROLAND KAISER stellte bei seinem Freund FLORIAN SILBEREISEN seinen Song „Gegen die Zeit“ vor. Es folgte, was natürlich nicht fehlen durfte: Das ultimative Duett mit MAITE KELLY: „Warum hast du nicht nein gesagt?“. Diesmal gab es als „Special Effect“ eine Plexiglaswand. Und dann gab es eine Überraschung – allerdings nicht für Schlagerprofis-Leser: Über PLATIN für „Warum hast du nicht nein gesagt“ haben wir am 10. November 2020 berichtet.

Werbung nur für die Compilation-CD, nicht für die Tour

Liebgewonnene Tradition der Schlagerchampions ist es bei FLORIAN SILBEREISEN, Werbung für die im anstehenden Jahr kommende Tour zu machen. Kooomisch – diesmal wurde die „Schlagerfest-XXL“-Tour mit keinem Wort erwähnt. Am 22. April würde es mit der im vergangenen Jahr gestarteten Tour weitergehen – kein Wort darüber in der Show. Lediglich, wenn es um Werbung geht, werden die Schlagerchampions instrumentalisiert. Das gibt es unseres Wissens übrigens so auch nur bei FLORIAN SILBEREISEN.

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Immerhin konnte FLORIAN SILBEREISEN die Schlagerchampions-CD bewerben (wir dachten immer, das sei nach 20 Uhr im öffentlich-rechtlichen TV verboten – aber nun ja. Wenn man schon nicht mal mit physischen CDs bemustern kann, scheint die Not groß zu sein – und der Erfolg passt ja: Seit fünf Wochen steht der Sampler auf Platz 1 der Compilationcharts, also hat man wohl alles richtig gemacht.

NINO DE ANGELO endlich wieder da

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Eine ungewöhnliche Form des Schlagers hat sich NINO DE ANGELO ausgesucht. Er klingt nach einer Mischung aus UNHEILIG und JOACHIM WITT – die Rechnung geht offensichtlich auf. Alles andere als Platz 1 der Charts der kommenden Woche wäre eine Überraschung. Das gelang ihm mit der letzten Plattenfirma nicht. Um zu vermeiden, dass er sich diesbezüglich kritisch äußert(?) hagt FLORIAN SILBEREISEN leider nicht mit ihm gesprochen.

Überraschung für ANDREA BERG: Millionen-Award

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Deswegen durfte ich kein Bier trinken“, bedauerte ANDREA BERG. Das lag an einer „Überraschung“, die ihr Mann für sie vorbereitet hat. Und HÖHNER-Sänger HENNING KRAUTMACHER ist eigens nach Suhl gekommen, um ANDREA zu ehren. 2,5 Mio. verkaufte Best-Of-Alben, das bedeutet 8-fach Platin – von ihrer Plattenfirma. „Dat gibbet doch gar nich“, stellte ANDREA nüchtern fest. „Das passt in unseren Kofferraum ja gar nicht rein“, machte sich die Künstlerin Gedanken.

Offen ließ FLORIAN SILBEREISEN – wer ist das eigentlich, die Plattenfirma? Im Original erschien das Album bei RALPH SIEGELs Jupiter-Records – aber nachdem der Erfolg da war, erinnert man sich ja oft nicht an diejenigen, die das möglich gemacht haben, und so hat sich ANDREA BERG zu nächst von RALPH SIEGEL und dann von EUGEN RÖMER getrennt. Ganz offensichtlich ist nun Sony Music für das Jupiter-Records-Repertoire zuständig, zumindest, was ANDREA BERG angeht.

Comeback des Jahres: NO ANGELS

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Zum guten Schluss traten bei den SCHLAGER(!?!?)champions die NO ANGELS auf. CHRISTIAN GELLER verpasste den Mädels, die noch immer umwerfend aussehen, ein neues Soundgewand und FLORIAN SILBEREISEN ließ „die Bombe platzen“: Ja, es wird ein neues Album geben. Mit anderen Worten treten die NO ANGELS in die Fußstapren der KELLY FAMILY – null Schlagerbezug, aber in jeder Schalgershow dabei. Lassen wir uns überraschen.

Neue Namen – ein Gewinn?

Nun muss man sagen, dass sehr geschickt dem Vorwurf, bei FLORIAN SILBEREISEN seien ja eh immer die gleichen da, entgegengetreten wurde. Statt Schlageracts neu zu etablieren, hat man sich dazu entschieden, Leute wie LAFEE, JENDRIK, NO ANGELS, LINDA und DIE SCHLAGERKIDS zu etablieren. Leider fehlt da ein Act, der Schlager mit Leidenschaft und nicht am Reißbrett betreibt – vielleicht abgesehen von JENDRIK, der aber eher auch Popmusik macht. Und die nächste Show „Schlager oder N!XXX“ lässt auch Böses erahnen…

Fotos: © ARD/JürgensTV/Dominik Beckmann

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FLORIAN SILBEREISEN: Schlechteste Schlagerchampions-Quote seit es das Format gibt 14

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FLORIAN SILBEREISEN: Wenig Fingerspitzengefühl

Na gut – der Wunsch nach TV-Unterhaltung ist auch und gerade in Coronazeiten groß. Wie man Formate ohne Publikum auf die Bühne bringen kann, ohne Livepublikum dabei zu haben, zeigt (leider) das Privatfernsehen mit Shows wie „The Masked Singer“, die live ausgestrahlt werden und in denen live gesungen wird. Das „Produzententeam“ hat sich dafür entschieden, 40 bis 50 Claqueure in die Show einzubinden, denen man förmlich anmerkte, dass sie gecastet waren.

Österreichische Gäste eine Farce

Die österreichischen Zuschauer müssen sich regelrecht von FLORIAN SILBEREISEN verarscht vorgekommen sein. Die erfolgreichste Single des Jahres stammt von ALLE ACHTUNG, wurde aber von den DRAUFGÄNGERn präsentiert, weil die wohl bessere Connections haben. Die beiden mit Abstand erfolgreichsten Albumverkäufer waren ANDREAS GABALIER und MELISSA NASCHENWENG.

Preis „Tour des Jahres“ eine Ohrfeige für Veranstalter

Dass im vergangenen Jahr quasi keine Tournee möglich war, ist natürlich dramatisch für Veranstalter und Künstler, die unter dieser Situation leiden. Vor dem Hintergrund einen Award für die „Tour des Jahres“ (an ANDREA BERG) zu vergeben, beklatscht von ein paar Dutzend Models, ist an Empathielosigkeit kaum zu überbieten. Vor allem, wenn man den eigenen Fans (Schlagerfest-Tour XXL) nach wie vor nicht sagt, was mit den Tickets passiert.

Vorwurf der „Vetternwirtschaft“ erneut untermauert..

Schon in den letzten Shows haben viele mit dem Kopf geschüttelt, als die „Schwester von“ BEN ZUCKER oder der „Sohn von“ MATTHIAS REIM dabei waren. Diesmal war es noch „spannender“. LINDA mag eine gute Sängerin sein – sie aber nur deshalb einzuladen, weil sie „Nichte von…“ SASHA ist, ist unfassbar. Den Vogel abgeschossen hat aber der „Sohn von…“ DANIELA ALFINITO. Dessen Engagement wird redaktionsintern als die „Rache des Papstes“ bezeichnet – an den Kritikern, die immer einen Auftritt von ALFINITO gefordert haben.

Preisverleihungen „zuerst bei Schlagerprofis.de“

Es als Neuigkeit zu verkaufen, dass ROLAND KAISER und MAITE KELLY Platin zu holen, ist schon spannend – wir haben darüber am 10. November 2020 bereichtet.

Schlagerprofis als Boulevard-Experten!?

Da haben wir einmal ein boulevardeskes Thema aufgegriffen – und schon einen Volltreffer gelandet. Bereits am 20. September berichteten wir über die Liaison von MARINA MARX und KARSTEN WALTER  – am 27. Februar wurde das Thema dann „offiziell“ gemacht, auch wenn das versuchte Küsschen von MARINA nicht funktioniert hat, weil KARSTEN WALTER „weggezogen“ hat 😉 – Trotzdem möchten wir bei einer Hochzeit im Rahmen der „Schlager-Lovestory“ gerne als Trauzeugen eingeladen werden…

Schlechteste Quote, seit es die „Schlagerchampions“ gibt.

Mit 4,91 Mio. Zuschauern schalteten erstmals, seit das von FLORIAN SILBEREISEN moderierte Format „Schlagerchampions“ existiert, weniger als 5 Mio. Zuschauer ein. Der Marktanteil von 16,7 Prozent ist sogar mit Abstand der schlechteste der letzten drei Jahre. Zuletzt lief es 2017 so „schlecht“. Hier mal die Übersicht der letzten Jahre:

2017: 5,05 Mio. (16,1 % MA)
2018: 5,89 Mio. (19,7 % MA)
2019: 5,80 Mio. (19,9 % MA)
2020: 5,56 Mio. (19,8 % MA)
2021: 4,91 Mio. (16,7 % MA)

Starker Einbruch beim „jungen“ Publikum

Die Taktik, nur „jugendliche“ Claqueure in die Show von FLORIAN SILBEREISEN zu holen und damit zu implizieren, als handle es sich um eine Sendung für Jugendliche, ist definitiv schief gegangen. Waren bei den letzten Schlagerchampions noch 810.000 Zuschauer und damit 9,9 % der 14- bis 49-jährigen „am Start“, waren es 2021 nur noch 560.000 und damit 7,4 Prozent.

Zur Einordnung: Vergleich mit „Willkommen bei CARMEN NEBEL“

Nun muss man sagen, dass all diese Werte „für SILBEREISEN-Verhältnisse“ wenig zufriedenstellend bis schlecht sind. Auf der anderen Seite schauen wir uns doch mal die Quoten der letzten Shows „Willkommen bei CARMEN NEBEL“ an:

09/2018 Willkommen bei CN 3,64 Mio. / 13,5 % MA
05/2019 Willkommen bei CN 3,81 Mio. / 13,6 % MA
07/2019 Willkommen bei CN 3,26 Mio. / 13,5 % MA
09/2019 Willkommen bei CN 3,18 Mio. / 13,1 % MA
09/2020 Willkommen bei CN 3,48 Mio. / 14,2 % MA

Mit anderen Worten: CARMEN NEBEL holt mit fast den gleichen Gästen, die auch FLORIAN SILBEREISEN einlädt (von eigenem Profil wenig zu erkennen) deutlich weniger Zuschauer vor die Bildschirme. Selbst von 4 Mio. Zuschauern konnte sie mit diesem Format zuletzt nur träumen. Dafür liegt die Messlatte für ihre letzte Show in knapp zwei Wochen nicht ganz so hoch – immerhin: CARMEN NEBEL traut sich eine Live-Ausstrahlung zu.

Komplett durchgetaktetes Format ohne Menschlichkeit ein Fehler?

Okay, wir haben es schon gebetsmühlenartig geschrieben – aber ein großer Fehler ist sicherlich das Vollplayback bei Leuten, die singen können. Da kommt dann null Spontanität auf. Diese Pseudo-Überraschungen sind auch immer wieder zum Fremdschämen, wenn plötzlich ANDREA BERGs Mann ins Spiel kommt. Richtig „geil“ wurde es, als FLORIAN die Moderation übergab, um sich für das Duett des Jahres feiern zu lassen – auch das sicher eine „Überraschung“.

Der Fluch von MELISSA NASCHENWENG?

Kann es sein, dass MELISSA NASCHENWENG bzw. deren Fanbase mit dem Boykottaufruf auch am Quotendilemma eine „Mitschuld“ trägt (, was ja zu begrüßen wäre)? Das dürfte eher ein Randaspekt sein, da MELISSA ja insbesondere in Österreich populär ist und somit für den deutschen Quoteneinbruch nur periphär mit verantwortlich sein dürfte, auch wenn wir ihren Mut bzw. ihren „Arsch in der Hose“, mal Tacheles zu reden, einfach toll finden.

Zum Weiterlesen

Weitere interessante Aspekte zur gestrigen Schlagerchampions-Show haben die Kollegen des Inkompetenz-Centers zusammengetragen.

Foto: Das Erste / Jürgens TV / DOMINIK BECKMANN

 

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