ANDY BORG: Was ist dran an den „Musikantenstadl“-Comeback-Theorien? 2

Andy Borg Musikantenstadl

„Meine Melodie“ „enthüllt“: „Der Musikantenstadl kommt zurück“

Andy Borg vor Comeback?

In der August-Ausgabe hat die Zeitschrift „Meine Melodie“ behauptet, dass der Musikantenstadl zurückkomme. Dieses Gerücht schwappt schon seit Jahren gerade im „Sommerloch“ immer wieder gerne auf. Möglich ist natürlich, dass durch ständige Wiederholungen solcher Thesen diese irgendwann einmal wahr werden. Andrerseits ist HELENE FISCHER unserer Kenntnis nach auch noch immer nicht schwanger, obwohl das in ca. 1.000 Zeitschriften schon behauptet wurde – also natürlich mit immer anderen „originellen“ Formulierungen.

Popularität ANDY BORGs ungebrochen

Die Behauptung von „Meine Melodie“ zum Musikantenstadl ist anscheinend aber so populär, dass viele Seiten, die ja nie eigene Themen haben, sondern von der Übernahme solcher Themen leben, das so übernommen haben. Während viele deutsche Seiten hier ja nie etwas „Eigenes“ ins Spiel bringen, hat die österreichische Seite „Vorarlberg Online“ die drei bei „Meine Melodie“ genannten Kandidaten einfach mal zur Abstimmung gestellt. Das (Zwischen-)Ergebnis ist wenig überraschend, in der Eindeutigkeit aber schon beeindruckend. Ganz klar ist nur ANDY BORG der, den das Publikum als Moderator will – aktuell haben über 85 Prozent der immerhin ca. 3.000 Umfrageteilnehmer für ihn gestimmt. Das ist natürlich absolut nicht repräsentativ, deckt sich aber mit BORGs Popularität. Die deutsche Seite „extratipp“ hingegen orakelt, dass ein „DSDS-Star“ die Nachfolge antreten könnte. Das bringt zwar schön viele Klicks, allerdings ist das nach unserer Vermutung nicht wirklich wahrscheinlich – wer bei einem Trashformat wie „Schlager sucht Liebe“ nicht dankend ablehnt, dem wird vielleicht nicht sofort eine Primetimeshow in der ARD angeboten – könnten wir uns zumindest vorstellen.

Publikum will ANDY BORG als Stadlmoderator

Wie beliebt ANDY BORG nach wie vor ist, zeigt sich an vielen Indikatoren. Das beste Beispiel ist seine SWR-Sendung „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“. Diese Show kommt gigantisch gut an – warum, liegt auf der Hand. Erstens mal lässt er die Stars, die es können, „LIVE“ singen. Anders als bei FLORIAN SILBEREISEN hören wir Interpreten wie ANITA & ALEXANDRA HOFMANN einfach mal live singen. Und es sind nicht immer die gleichen Gäste da, sondern einfach auch mal starke Künstler wie LAURA WILDE oder LADY SUNSHINE  & MR. MOON dabei. Die heißen zwar nicht „KELLY“ mit Nachnamen, können dafür aber singen und kommen deshalb durchaus bei einem breiten Publikum an. BORG hat sich mit diesem Konzept wirklich einen Namen gemacht.

Egal wo oder bei wem: BORG kommt an

Egal, ob bei FLORIAN SILBEREISEN (auch wieder morgen bei „Schlager, Stars & Sterne) oder bei STEFAN MROSS (bei „Immer wieder sonntags“ hat er eine Rubrik) – ANDY BORG kommt einfach an. Und gerne geben wir Schlagerprofis zu – berichten wir über ANDY BORG, beobachten wir klar, dass diese Artikel überdurchschnittlich stark frequentiert werden – ein weiterer deutlicher Hinweis darauf, dass ANDY BORG einfach sehr viele Fans hat.

Vielleicht doch Stadl-Comeback?

Ob die ARD „wirklich“ ein Stadl-Comeback erwägt und solche Gedankenspiele wirklich vakant sind, wissen wir nicht – denkbar ist das natürlich und gewisse Indiskretionen sind da ja immer einmal möglich. Detailinfos wie im Fall SILBEREISEN, wo inzwischen ein „Maulwurf“ regelmäßig ganze Showabläufe im Vorfeld verrät, sind da doch eher branchenunüblich. Einen Gegenpol zum glasklaren „Marktführer“ FLORIAN SILBEREISEN und seinem Umfeld (Jürgens TV) zu bilden, kann aber eigentlich nicht verkehrt sein, finden wir. Ob das ZDF – derzeit ja in Sachen Schlagershows meilenweit abgeschlagen, wenn man mal von Gottschalks Hitparadenshow absieht – hier im kommenden Jahr doch noch einmal neu „angreifen“ will oder die ARD mit dem Stadl-Gedanken aus der Ecke kommt, wissen wir nicht – erfreulich fänden wir es aber schon, wenn FLORIAN SILBEREISEN hier „Konkurrenz“ bekäme, die das Geschäft belebt.

SILBEREISEN klarer Marktführer

Abschließend sei klargestellt, dass wir uns die größerer Showvielfalt nicht wünschen, weil wir FLORIAN Misserfolg wünschen würden. Im Gegenteil kann man ja froh sein, dass SILBEREISEN die letzte ganz große Erfolgsbastion im deutschen Schlager ist. Andrerseits fänden wir etwas mehr Vielfalt und etwas weniger „Abhängigkeit“ vom Gusto einer einzigen Produktionsfirma nicht wirklich schlecht. Man kann zu VANESSA MAI, den AMIGOS, DANIELA ALFINITO und den SCHLAGERPILOTEN stehen wie man will – NUR weil ein „Papst“ sie (warum auch immer) derzeit anscheinend nicht besonders mag, dürfen sie in vielen großen Shows nicht oder nur selten auftreten, während andere Stars, die nicht mal einen Bruchteil an Fans haben, Stammgäste sind – das ist eine Situation, die neue Formate vielleicht etwas entzerren könnten. Und da könnte ein neues Stadl-Konzept oder eine ZDF-Alternative wie wir sie kürzlich HIER mal skizziert haben, eine echte Alternative sein. Es bleibt spannend….

 

Voriger ArtikelNächster Artikel

2 Kommentare

  1. Ich hoffe dass das Gerücht wahr IST uns der Musikantenstadl zurück kommt mit Andy Borg als Schowmaster.

  2. Ich bezweifle, dass ich bei einer Neuauflage zu einem dauerhaften Stammzuschauer werden würde, aber ich würde mich über ein Comeback freuen. Denn der Schlager hat eine größere Bandbreite als bei den Feste-Shows zu sehen gibt.

    Eine Neuauflage hätte sicher auch den Vorteil, dass den ständigen Diskussionen über die Gäste bei Florian Silbereisen den Luft aus den Segeln genommen wird.

ANITA HOFMANN an Covid-19 erkrankt – wir wünschen GUTE BESSERUNG! 0

Bild von Schlagerprofis.de

Nun hat es auch die Schwester erwischt…

Vor einigen Tagen hat ALEXANDRA HOFMANN ihre Fans darüber informiert, dass sie an Covid-19 erkrankt ist. Was leider zu befürchten war, ist eingetreten – ihre Schwester ANITA HOFMANN ist leider auch an Corona erkrankt. Wir wünschen den Schwestern von Herzen gute Besserung und dass sie die Krankheit bestmöglich überstehen. Gerade ANITA hat sich auch in professionellen Kontakten eine tolle Menschlichkeit bewahrt, wie sie wirklich vorbildlich und einzigartig ist. Völlig branchenuntypisch denkt sie immer erst an andere und dann an sich – leider kennt das „C“-Virus da keine Gerechtigkeit – die Genesungswünsche fallen daher besonders herzlich aus…

Wilde Zeiten 2.0“ am 7. November

Zurück dann doch wieder zum „Professionellen“: Am 7. November erscheint von den Sisters das Update des bemerkenswerten „Wilde Zeiten“-Albums. Wir drücken die Daumen, dass auch die neue Version des Albums einschlägt. Der „Mehrwert“ kann sich sehen lassen:

Bild von Schlagerprofis.de

 

UDO JÜRGENS: Kurioses „Jubiläum“ beim Schlagerjubiläum 2

Bild von Schlagerprofis.de

UDO-JÜRGENS-Jubiläum angekündigt…

Neben dem 75 einhalbten Geburtstag von JÜRGEN DREWS und dem 50 einhalbten Jubiläum von MARIANNE ROSENBERGs Karriere gibt es ein weiteres kurioses Jubiläum. Laut MDR gibt es Folgendes zu feiern: „Vor 70 Jahren gewann Udo Jürgens als jüngster Teilnehmer einen Komponisten-Wettbewerb des ORF.“

Es war vor 71 Jahren…

Wir haben dazu den UDO-JÜRGENS-Experten RENÉ JOCHADE befragt. Der stellt klar:

Im Jahre 1949 veranstaltete der österreichische Rundfunk einen großen Komponistenwettbewerb, und Udo beschloss spontan, daran teilzunehmen. Er erinnerte sich sofort seines Liedes „Je t’aime“, welches er aus verschmähter Liebe mit Herzblut komponiert und getextet hatte:

„Je t’aime, lass mich bei dir sein.
Du weißt, ich brauche deine Liebe.
Mit dir war ich nie allein,
meine Hoffnung war, dass es so bliebe.“

Kurzentschlossen reichte er es ein. Und was geschah? Unter dreihundert erfahrenen Profis, welche neben ihm am Wettbewerb teilnahmen, erreichte Udo den dritten Platz! Seine Konkurrenz staunte nicht schlecht, als das Ergebnis bekanntgegeben wurde.

Und das war noch nicht alles: Ein paar Jahre später nahm Udo mit dem gleichen Titel an einem Gesangswettbewerb des Studios Kärnten teil, welcher ebenfalls vom österreichischen Rundfunk veranstaltet wurde und den vielsagenden Titel „Auf Biegen und Brechen“ führte (- so hieß der Wettbewerb -). Und siehe da, das Wunder geschah: Was ihm als Komponist noch nicht ganz geglückt war, gelang ihm hier als Sänger: Udo gewann diesen Wettbewerb, und zum ersten Mal in seinem Leben fühlte er sich wie ein kommender Star…

KEIN Schlagerjubiläum

Mal abgesehen davon, dass UDO JÜRGENS nicht wirklich ein Schlagersänger war, erzielte er also den Erfolg im KOMPONISTENwettbewerb des ORF vor 71 Jahren. Er war nicht etwa Sieger, sondern wurde Dritter. Und ob er von den 300 Teilnehmern der Jüngste war, darf lt. RENÉ JOCHADE ebenfalls angezweifelt werden.

Andere Jubiläen

Wie kürzlich von uns berichtet, ist die Veröffentlichung von UDO JÜRGENS‘ erster Erfolgssingle „Jenny“ vor 60 Jahren erfolgt. Vor 50 Jahren ging er auf legendäre „Udo 70“ Tour. Album und Tour „Udo 80“ setzten ebenfalls Maßstäbe. Wird man allen Ernstes den 71. Jahrestag einer Drittplatzierung begehen? (Oder liegt die Aufzeichnung der Show schon so lange zurück, dass es im Moment der Aufzeichnung noch „passte“?)…