Israel gewinnt den ESC – Deutschland Vierter… Kommentare deaktiviert fĂĽr Israel gewinnt den ESC – Deutschland Vierter…

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Michael Schulte – so heiĂźt der Teilnehmer des ESC, der Deutschland vertreten hat. Ein Total-Flop in den Charts – wie hieĂź der Titel noch? „Theater“? „Dschinghis Khan“? Nein, das waren wirklich erfolgreiche Songs. Den Song des vierten Platzes kennt zwar keiner, aber sicher wird das als Erfolg gefeiert. Na gut, dann halt: Herzlichen GlĂĽckwunsch an Martin Schulte fĂĽr seinen vierten Platz. Auch wenn sich kaum jemand an seinen Song erinnern kann…

 

 

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KALUSH ORCHESTRA: Wir gratulieren der Ukraine schon mal zum ESC Sieg 2022 Kommentare deaktiviert fĂĽr KALUSH ORCHESTRA: Wir gratulieren der Ukraine schon mal zum ESC Sieg 2022

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KALUSH ORCHESTRA: Erstmals in der ESC-Geschichte steht der Sieger schon vorher fest

Okay, der Grand Prix war nie unpolitisch. Songs wie „Hallelujah“ (1979) oder „Ein bisschen Frieden“ (1982) hatten durchaus auch zeitgeschichtlichen Bezug. Wenn hier und da zu lesen ist, dass es „immer schon so war“, dass der Sieger vorher feststeht und die musikalische Qualität eines Songs „schon immer“ vollkommen uninteressant war, stimmt das nicht. Bis vor ca. 30 Jahren war durchaus auch die Qualität eines Songs fĂĽr einen Sieg wichtig – deshalb sind die „alten“ Lieder auch immer noch populär, während sich an die Sieger der letzten 30 Jahre kaum noch jemand erinnert.

Vor 60 Jahren: „Zwei kleine Italiener“

Genau 60 Jahre ist es her, dass CONNY FROBOESS Deutschland mit dem von CHRISTIAN BRUHN komponierten Titel „Zwei kleine Italiener“ vertreten hat. Bis heute ist das ein Schlager, den die Spatzen von den Dächern pfeifen und den viele Menschen kennen. Spannend wäre ein Experiment: Durch die StraĂźen gehen und die Menschen fragen, ob sie den Song „Rockstar“ ansingen können – oder eher „Zwei kleine Italiener“ – wir können uns gut vorstellen, dass hier der „Oldie“ weit vorne liegen wĂĽrde. Sicher auch CONNY war damals so was wie „Tochter von…“ – aber es war eben auch der Song wichtig und ein gewisses musikalisches Fundament, das in heutiger Zeit anscheinend niemanden mehr interessiert. 

Gratulation an die Ukraine

NatĂĽrlich sind auch wir solidarisch mit der Ukraine. NatĂĽrlich gönnen wir der Nation den Sieg von Herzen. Schade ist nur, dass es inzwischen vollkommen egal ist, welcher Song ins Rennen geschickt wird und in diesem Jahr NUR noch die Politik interessiert. Die Blöße, der Ukraine eben NICHT „12 Points“ zu geben, wird sich wohl kaum jemand geben, was wir auch sogar verstehen können – nur ist es halt schade, dass ein Musikwettbewerb vollkommen losgekoppelt von der Musik ist. Man darf gespannt sein, ob in Analogie bei der FuĂźball-WM alle Mannschaften von vorneherein ihre Punkte an die Ukraine geben – aus erforderlicher Solidarität. 

Mal wieder wird Deutschland im hinteren Drittel landen – vermutlich sogar ähnlich schlecht „wie immer“, seit der NDR beschlossen hat, auch bei x-facher Total-Blamage jegliche Beratungen auszuschlagen und lieber den „Sohn von…“ ins Rennen zu schicken als eine international bekannte Band. Auch da könnte man angesichts der letzten Jahre sagen: „wie immer“ – das stimmt aber nicht. Es gab Zeiten, als man tolle Beiträge ins Rennen schicken konnte, die bis heute Evergreens sind. Die unterirdisch gruseligen Beiträge der letzten Jahre sind doch – von vielleicht einer Ausnahme abgesehen – alle schon jetzt vergessen. 

Wer dafĂĽr am wenigsten kann, ist das KALUSH ORCHESTRA, den wir jetzt schon mal – bevor das Event beginnt – zum Sieg gratulieren, weil sie es geschafft haben, schon vor Beginn des Wettbewerbs als Sieger festzustehen – davon gehen zumindest wir aus. – Sollten wir daneben liegen, leisten wir Abbitte…

 

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IKKE HĂśFTGOLD redet Tacheles und prangert bezĂĽglich ESC ausgerechnet bei SWR-Schlager mangelnde Vielfalt an 1

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IKKE HĂśFTGOLD redet Klartext

Anders als andere Kolleginnen und Kollegen, die nicht nur wir „im Verdacht haben“, beim ESC als Kandidatin (oder Kandidat) Bewerbungen verschickt zu haben, redet IKKE HĂśFTGOLD nicht um den heiĂźen Brei herum. Ob er ein wĂĽrdiger ESC-Vertreter gewesen wäre – man weiĂź es nicht. WofĂĽr er (wie die Kollegen von ESKIMO CALLBOY) aber sicherlich steht, ist die Programmvielfalt, die uns versprochen wurde und vom NDR „mal wieder“ nicht eingehalten wurde. Die Folge ist irre: Eine Petition fĂĽr ESKIMO CALLBOY (siehe HIER) hat inzwischen ĂĽber 125.000 Unterzeichner und damit möglicherweise mehr „echte“ Stimmen als der Sieger des ESC-Vorentscheids je haben kann. 

Gehört SWR nicht zur ARD?

Richtig „spannend“ und absolut zutreffend finden wir einige Statements von IKKE – und nochmal: Es geht nicht um die Vorliebe fĂĽr seine Lieder, sondern um die Unverschämtheit, bei öffentlich-rechtlichen Sendern nur den eigenen Musikgeschmack zu tolerieren – immer wieder auch zu Lasten des deutschen Schlagers, der sehr viele Glanzlichter in der Geschichte des Wettbewerbs gesetzt hatte. So sagt IKKE HĂśFTGOLD: 

Das ist die Entscheidung der sehr erzkonservativen Intendanten des NDR und der ARD.

Richtig. Und zur ARD gehört auch der SWR. Und ein maßgeblicher Entscheidungsträger ist SWR3-Wellenchef GREGOR FRIEDEL. Dessen Funktion hat das Portal ESC-kompakt treffend beschrieben: 

Gregor Friedel ist 53 Jahre alt und seit 2017 Musikchef von SWR3, einem der reichweitenstärksten ARD-Radiovertreter in der VE-Jury. Gregor Friedel ist jetzt wohl auch eine Art Radiojury-Sprecher. Denn auf eine Interviewanfrage von ESC kompakt an Torsten Engel, Programmchef von NDR2, der für die ARD Radios auf der „Germany 12 Points„-Pressekonferenz gesprochen hat, haben wir drei Stunden nach Veröffentlichung von ESC Update die Antwort erhalten, dass nunmehr Gregor Friedel für ein schriftliches Interview ansprechbar ist.

Mit anderen Worten spricht ein SWR-Vertreter im Namen des NDR-Vertreters. Und nun beklagt ausgerechnet SWR-Schlager (vollkommen zurecht) mangelnde Vielfalt beim ESC? Auch wenn die ESC-Entscheidungen des ESCs unserer Meinung nach desaströs und hochnotpeinlich waren – und zwar Jahr um Jahr, so ist es doch auch schlimm, dass nicht mal ein anderer Sender (z. B. der SWR) sich aus der Deckung wagt – hier haben wir vielleicht ein ähnliches Phänomen wie bei der Findung des Gastgeberlandes der Olympischen Spiele. Laut SWR-Schlager prognostiziert IKKE HĂśFTGOLD auf Facebook: 

Und das wird dieses Jahr wahrscheinlich auch wieder nach hinten losgehen! Ohne, dass ich die Acts da schlecht rede.” Aber es fehle einfach der Mut!

Fehlten einfach die Connections?

Richtig spannend sind Informationen, die heiĂźe ESC-Fans zwischenzeitlich aufgedeckt haben. Nehmen wir mal EMILY ROBERTS. Die moderiert offensichtlich auf Radio Fritz alle zwei Wochen eine Radiosendung – siehe HIER. Radio Fritz gehört zu rbb. Die musikalische Leitung des rbb-Senders Radio FRITZ hat HOLGER LACHMANN seit 2020 inne. Und nun darf man 3-mal raten, wer denn fĂĽr den rbb Juror beim ESC-Vorentscheid war: HIER kann es nachgelesen werden – richtig. HOLGER LACHMANN hat quasi „Kollegin“ EMILY ROBERTS (mit) ausgewählt. Ein bisschen „merkwĂĽrdig“ wird man das hoffentlich finden dĂĽrfen. 

„Wer weiĂź denn so was“?

Nun könnte man sagen: „Wer weiĂź denn so was“, dass EMILY ROBERTS bei dem Sender als Moderatorin arbeitet, dessen Vertreter sie ausgesucht hat (sie und nicht z. B. ESKIMO CALLBOY oder IKKE HĂśFTGOLD). A propos „Wer weiĂź denn so was“ – einen Tag vor dem ESC-Vorentscheid nehmen zwei Vertreter des Vorentscheids als Kandidaten bei „Wer weiĂź denn so was“, moderiert von KAI PFLAUME, teil. Zuuuufälligerweise ist als Kandidatin – EMILY ROBERTS dabei. Auch der zweite Kandidat bei KAI PFLAUME ist spannend: NICO SUAVE – auch da kann man als Schlagerfan ins GrĂĽbeln kommen: 

NICO SUAVE – mehr Dislikes als Likes auf YouTube

Wie „groĂźartig“ die Entscheidungsträger den Geschmack des Publikums treffen, ist auf YouTube zu sehen. Der ESC-Song „Hallo Welt“ hat es „geschafft“, ĂĽber 1.300 Dislikes zu generieren – zum Vergleich: Likes sind zeitgleich ca. 1.085 zu zählen gewesen (Stand 23.02.2022, 20.25 Uhr). AuĂźerdem ist der Song fĂĽr einen ESC-Song viel zu lang – und enthält darĂĽber hinaus „verbotenerweise“ mehrere Markennamen. Bei eurovision.de wird wie folgt Stellung dazu genommen: 

Es kommt auch international immer wieder vor, dass ausgewählte Songs bis zur endgĂĽltigen Einreichung bei der European Broadcasting Union noch angepasst werden. Das an sich ist noch kein Regelbruch. Nico Suave & Team Liebe werden eine ESC-Version des Songs produzieren, die die drei Minuten nicht ĂĽberschreitet und keine Markennamen nennt, und damit im Vorentscheid auftreten. Diese Version wird sich aber musikalisch – auĂźer in der Länge – nicht unterscheiden.

Mit anderen Worten nimmt man bei ĂĽber 900 Songs einen Titel, der viel zu lang ist und erst mal – ĂĽberspitzt gesagt – neu produziert werden soll. Vielleicht weil der Song in letzter Sekunde in die Vorauswahl kam? Es gibt unbestätigte GerĂĽchte (noch mal: Betonung liegt auf GerĂĽchte – aber es passt zur o. g. Faktenlage -), dass eigentlich MARIE REIM als Vertreterin des Schlager-Genres vorgesehen hätte sein können. Ihr Song hätte genau die richtige Länge gehabt. Man darf gespannt sein, ob MARIE sich zu dieser Vermutung, die ja nicht nur von uns stammt, irgendwann mal äuĂźern wird…

Und wie genau die Radio-Leute den Geschmack des ESC-Publikums kennen, lässt sich ja an der Like-/Dislike-Differenz von NICO SUAVE ablesen. Und weil „Hallo Welt“ (na gut, immerhin der einzige deutschsprachige Song, daher vielleicht auch ĂĽberhaupt in der Wertung) ja so „gut“ ankommt, hat man „ausgerechnet“ NICO SUAVE zu „Wer weiĂź denn sowas“ eingeladen. 

Uns fällt da NICHTS mehr zu ein – auĂźer noch einmal den Link zu posten mit der Petition fĂĽr ESKIMO-CALLBOY. Vielleicht macht IKKE HĂśFTGOLD mit seinen 181.000 Followern auf Instagram (wie viele haben eigentlich die anderen ESC-Acts?) auch noch mal Werbung fĂĽr die Petition – HIER ist der Link. 

Logo: NDR, EBU

 

 

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