Mike van Summeren: Braucht man heutzutage noch eine Plattenfirma? Kommentare deaktiviert für Mike van Summeren: Braucht man heutzutage noch eine Plattenfirma?

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Mike van Summeren vereint unter dem Dach seiner Mediengruppe „Mike’s Music Media“ Musikproduktionen, Tonstudios, Labels, Vertrieb und Musikverlage. Mike van Summeren (geboren am 03.05.1976 in Gießen / Mittelhessen) betreibt bereits seit 1993 seine Plattenfirma und Tonstudios, er kennt sich seit vielen Jahren im Musikgeschäft aus. Im Bereich der Musikproduktion kann Mike van Summeren nach diesen vielen Jahren bereits über 200 Produktionen, mit seiner Plattenfirma weit über 250 Veröffentlichungen und ein großes Netzwerk an Kontakten vorweisen. Er arbeitet inzwischen auf nationaler Ebene mit großen Namen wie beispielsweise Thomas M. Stein (ehem. Chef Sony BMG / Europa), Kai Soffel (DJKC) und vielen mehr. Aber auch auf internationaler Ebene begleitet er immer mehr erfolgreiche Projekte. Die Anzahl der Airplays seiner Musikproduktionen in den öffentlich-rechtlichen Radios aber auch die mediale Relevanz der von ihm betreuten Künstler und Projekte nimmt stetig zu. Der Sitz seiner Mediengruppe und Plattenfirma ist im schönen Odenwald in Südhessen. Dort bewohnt er sein „Schlösschen – Villa Cesarine” inmitten der Natur. Weitere Einzelheiten zu seiner Person finden sich auf  seiner Facebook-Seite.

Das alles hat ihn zu einem interessanten Gesprächspartner für uns gemacht. Wir von den Schlagerprofis wollten einmal wissen, warum es meist nur Künstlern mit großen Plattenfirmen im Hintergrund gelingt, erfolgreich zu werden, während „Einzelkämpfer“ es enorm schwer haben und der gewünschte Erfolg sich nur selten einstellt:

„Do-It-Yourself-Künstler“ sind bemüht, alles in Eigenregie zu erledigen

„In der Musikbranche wird man den Eindruck nicht los, dass nahezu „jeder“ Künstler oder „jede“ Band inzwischen glaubt, man könne alles selbst erledigen – man könne sich im Musikbusiness aus eigener Kraft etablieren. Durch meine über Jahrzehnte hinweg aufgebaute  Erfahrung kann ich sagen, dass sich dieser Trend immer stärker zeigt. Es gibt immer mehr „DIY-Artists“ (Do-It-Yourself).

So werden eigene Studios gebaut, Labels angemeldet, Websites und Videos werden selbst erstellt, es wird ein eigener Musikverlag gegründet und manchmal gar eine eigene Musikproduktion realisiert. Gleich eines vorweg: Sicherlich mag es den einen oder anderen geben, der aufgrund eines erlernten Know-Hows oder eines gewissen Talents die eine oder andere Aufgabe mehr oder weniger professionell realisiert.

Doch hat es sicherlich einen Grund, weshalb jede dieser einzelnen Tätigkeiten mitunter einen eigenen Ausbildungsberuf oder gar ein Studium voraussetzt, um das jeweils einzelne Gewerk professionell und den geltenden Standards und Anforderungen der Musikindustrie entsprechend umsetzen zu können.

Mike’s Music Media (Germany) vereint Spezialistenwissen unter einem Dach

Ich spreche hier aus Sicht des Musikproduzenten und Inhabers der Mediengruppe Mike’s Music Media (Germany). Wir vereinen in unserem Hause bereits 12 eigene Labels (für unterschiedliche Genres und Themen), einen eigenen Musikverlag mit 3 Editionen, einen eigenen Musikvertrieb, verwalten zahlreiche eigene Marken und Lizenzen, betreuen und vertreiben derzeit über 250 Produktionen und sind mit eigenen Marketing- und Promo-Teams tagtäglich für unsere Künstler im aktiven Artist Development tätig. Daher kann ich durchaus die wahrhaftigen Tätigkeiten einer „Plattenfirma“ profund beurteilen und den Mehrwert der dort geleisteten Tätigkeiten für die betreuten Künstler valide einschätzen.

Youtube – ein wichtiger Bestandteil im Bereich der Online-Vermarktung

Es sind nicht nur die kleinen Dinge – jedoch fängt es dort an: Ein wesentlicher Faktor im Bereich der Online-Vermarktung von Musik ist beispielsweise Youtube. Hier wird das eigene Musikvideo oder auch nur die Musik eines Songs extrem weit und schnell verbreitet – es gibt zwischenzeitlich gar Diskjockeys die ihre Musik von Youtube abspielen bzw. sich dort nach neuer Musik umschauen. Wer dort nicht ist, der hat massive Schwierigkeiten, die Bekanntheit und die Reichweite eines neuen Songs zu erhöhen.

Seit Anfang dieses Jahres hat Youtube die Nutzungsmodalitäten für seine User geändert. So muss ein Kanalbetreiber mindestens 1.000 Follower und mindestens 4.000 Stunden in den vergangenen 12 Monaten aufweisen, um seine Videos monetär auswerten zu können – das sind Größenordnungen, die zahlreiche Newcomer und alleine agierende Musiker bei weitem nicht aufweisen können. Somit ist keine Monetarisierung und kein Claiming auf Youtube mehr möglich, außerdem kann man mit solch kleinen Kanälen auf Youtube nicht live gehen.

Monetarisierung ohne Plattenfirma bei Youtube nur schwer möglich

Eine Plattenfirma hingegen hat hier neben der Möglichkeit dieser zwingend anzuratenden Monetarisierung eine wesentlich größere Reichweite, sichert die Rechte und das Lizenzing der Musik durch Claiming (überall wo der digitale Fingerabdruck der Musik auftaucht, also überall, wo in einem Video diese Musik genutzt wird, erfolgt eine Monetarisierung und somit eine Erhöhung der Einnahmen für Künstler und Urheber) und sorgt durch eine weitaus größere Anzahl an Abonnenten für deutlich höhere Click- und View-Raten.

Auch wird ein Newcomer alleine durch die Algorithmen von Youtube deutlich öfter gefunden und als nächstes Video vorgeschlagen (schaut sich ein Fan eines bekannten Künstlers das Musikvideo im Channel dessen Plattenfirma an, werden dem User anschließend bzw. seitlich schon während dem laufenden Video weitere Videos aus dem Kanal der Plattenfirma eingeblendet, so auch unbekanntere Künstler…). Es ergeben sich alleine hierdurch extrem höhere Reichweiten und ein massiv gesteigerter Verbreitungsgrad.

Ein Künstler kann alleine meist kaum nennenswerte Resonanz und Präsenz erreichen – oftmals selbst durch den Einsatz finanzieller Mittel und beispielsweise dem Sponsern seines neuen Musikvideos nicht.

Releases von bekannten Plattenfirmen werden mehr beachtet als selbst vertriebene Titel

Eine Plattenfirma bzw. wir als Mediengruppe haben zahlreiche Ressourcen, die für den erfolgreichen Aufbau eines Künstlers erforderlich sind. Dabei stellt der finanzielle Aspekt lediglich einen der relevanten Punkte dar. Mitarbeiter, Arbeitszeit, Kontakte, Erfahrung, Bekanntheit und vieles mehr werden benötigt, um ein Produkt erfolgreich im Markt zu platzieren. Die Vielschichtigkeit wird oftmals unterschätzt, genauso wie eine langjährige Beständigkeit in der Branche. So hat beispielsweise eine Veröffentlichung auf einem neuen Label (welches ein unbekannter Künstler bzw. Newcomer selbst gründet) weniger bis gar keine Bekanntheit und die Redaktionen der Medien (sofern ein solcher Künstler diese überhaupt erreicht) beachten eine solche Veröffentlichung erfahrungsgemäß weitaus weniger, als ein Release eines bekannten und etablierten Labels. In Veröffentlichungen bekannter Labels hören die Redakteure und Moderatoren vermehrt hinein, und ein Song hält so viel schneller Einzug in die Medien. Man kennt sich einfach.

Es liegt ja auch ganz klar auf der Hand: Ein unbekannter Künstler muss zunächst seinen eigenen Namen aufbauen. Ein Label (wie der Name schon sagt: Eine MARKE) muss ebenfalls etabliert sein, um erfolgreich am Markt agieren zu können. Gründet nun ein Newcomer ein neues Label, so hat er schon 2 Namen aufzubauen – seinen eigenen und zugleich den seines Labels. Doppelte Arbeit und Mühe, dennoch weniger direkte Effizienz bzw. Rentabilität.

Aufgaben der Plattenfirma: Netzwerk-Arbeit, Booking, Verkopplungen, Abrechnungen

Die originären Grundaufgaben einer Plattenfirma werden von den Mitarbeitern in täglicher Arbeit routiniert umgesetzt. Sicherlich kann ein Künstler dies ebenfalls alles in Eigenregie umsetzen: Telefonate mit Medienpartnern, Bemühung um Bookings und Auftritte (wobei hier primär ein Booking und / oder Management die operative Verantwortung trägt), Erkennen von Vertriebschancen und Trends in der Branche, Promotion der eigenen Musik und Verkopplung der Titel auf Samplern bzw. Compilations der Major-Plattenfirmen, Realisierung des physischen Vertriebs von Tonträgern, Abrechnungen erstellen für die Vertriebspartner und eventuell weitere Beteiligte an der Produktion und vieles mehr…

Künstler sollen sich auf Kernkompetenz beschränken

Doch bin ich persönlich der Ansicht, dass ein Künstler das machen soll, was er leidenschaftlich und von Herzen als Künstler gerne machen wollte: Musik!

Kommt es nicht von Herzen und fehlt die Leidenschaft, dann kann er meines Erachtens gerne operative Verwaltungsarbeiten oder Vertrieb übernehmen. Anders ausgedrückt, ist ein Künstler, der sämtliche administrativen Tätigkeiten eines Labels, Verlags, Vertriebs und / oder Artist Developments wahrnimmt, aus meiner Sicht kein „ehrlicher“, echter bzw. authentischer Künstler. Die Musik kommt durch Verwaltung (sofern er es korrekt macht) definitiv zu kurz. Gesangs- und Choreoproben, Studio-Arbeit, Schreiben neuer Songs und Ausarbeiten von Bühnenprogrammen sind nur einige der Aufgaben, die einen Tagesablauf des Künstlers schon genug füllen. Die eigene Tätigkeit im Bereich Social-media noch nicht mitgerechnet… Auch hier hat ein Künstler konsequent seinen Kontakt zu Fans und Followern auszubauen, was ebenfalls mit einer täglichen Arbeit von erfahrungsgemäß mindestens 1 Stunde pro Tag zu Buche schlägt. Hier kommen noch andere Tätigkeiten wie beispielsweise Interviews hinzu, die er selbstverständlich ebenfalls persönlich erledigen muss.

Für alles andere sind starke und zuverlässige Partner da, die aufgrund ihrer Erfahrung, der Kontakte und letztendlich auch Fach- und Branchenkenntnis mit wesentlich effizienterer Arbeitsweise gemeinsamen Erfolg generieren können. Ich wäre als Künstler froh und beruhigt wenn ich wüsste, dass im Hintergrund Mitarbeiter einer Mediengruppe oder einer Plattenfirma für mich tagtäglich arbeiten.

Wenn ich dennoch Lust und Laune habe, meine Ressourcen es zulassen und ich mich der Sache gewachsen fühle, so kann ich als Künstler sicherlich zusätzlich in diesen Themen versuchen. Dies steigert mitunter die Ergebnisse und der Aufbau des Projekts schreitet zügiger voran.

Marketing ist wichtig, um VERKAUF zu steigern

Ein für mich immer wieder vor Augen geführtes Dogma aus der Ökonomie: Ein Unternehmen lebt nicht von dem was es produziert, sondern nur von dem, was es verkauft. Dem zufolge  beginnt die Arbeit erst nach der Fertigstellung einer Musikproduktion – sodann startet die Vermarktung und der AKTIVE Vertrieb. Doch genau in diesem Moment muss ein Künstler sich um Bookings, Auftritte, seine Fans und den Aufbau seines Bühnenprogramms kümmern. Und keineswegs um die Vermarktung seiner Songs, das Kontakten mit anderen Labels oder der Direktkontakt zur Akquise mit Medien.

Professionelle Wahrnehmung leidet bei eigener Vermarktung

Ferner leidet bei einem Direktkontakt des Künstlers mit Medien zumeist die professionelle Wahrnehmung, so meine Erfahrung. Profis werden von Profis vermarktet. Laien rufen selbst beim Radio an… Ein Beispiel für die aus meiner Sicht „inflationäre Entwicklung“ alleine im Bereich der Labels:

Die GVL Berlin hatte in den Jahren 1959 bis 2009 insgesamt ca. 15.000 Labelanmeldungen zu verzeichnen. Doch in den letzten 10 Jahren sind jedoch ca. 60.000 neue Labels hinzugekommen! Nur um diese beeindruckenden Zahlen nochmals zu verdeutlichen: In den ersten 50 Jahren des Bestehens der GVL gab es ca. 15.000 Labelanmeldungen – in den darauffolgenden 10 Jahren ca. 60.000 weitere zusätzliche Anmeldungen!

Es bedeutet demnach wenig bis gar nichts mehr, ein eigenes Label zu haben, einen Labelcode zu erwirken und darüber eigene Musik zu vermarkten. Denn wie es bei inflationärer Nutzung von Dingen jedweder Art ist: Wenn es zu viel Angebot gibt, dann ist es nichts mehr wert. Es hat weniger Nutzen. Sicherlich ist durch die Erlangung eines Labelcodes die rein technische Möglichkeit der Vermarktung von Musik gegeben, doch ist es dann noch immer kein Label (siehe hier meine vorherigen Ausführungen).

Natürlich ist die Selbstvermarktung eigener Musik via Contentaggregatoren im Internet möglich, doch wird ein solcher „Vertrieb“ nicht die von mir zuvor auszugsweise aufgeführten Tätigkeiten wahrnehmen. Es ist kein AKTIVER Vertrieb, es ist aus meiner Sicht lediglich eine „Zugänglichmachung“ von Musik im Handel. Nachfrage und echter Umsatz jedoch entsteht auf anderen Wegen.

Weitere Aspekte der administrativen Regulatorik und dennoch grundlegend verpflichtenden Tätigkeiten sind:

  • Pflichtabgaben von mind. 2 Belegexemplaren bei der Herstellung von Tonträgern an die Deutsche Nationalbibliothek (bei Nichtdurchführung kann eine Strafe bis zu 10.000 Euro auferlegt werden)
  • Eintragung der Produktionen im internationalen Musikarchiv / Wiki „Discogs“
  • branchenübliche und rechtskonforme Meldungen bei GEMA und GVL
  • Erfüllung und Überwachung der technischer Anforderungen der Audio, Video oder Grafik-Produktionen
  • und vieles mehr…

Verständlicherweise ist ob meiner Position und beruflichen Tätigkeit die Perspektive auf diese komplexe und sicherlich auch brisante Thematik etwas eingefärbt. Doch pflege ich stets zu sagen, dass es mir persönlich keineswegs in den Sinn kommt, ein eigenes Auto zu bauen, bloß weil ich mit Werkzeug umgehen kann und im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis bin…

Es bleibt also nach wie vor zu konstatieren: Je größer, erfahrener und stärker ausgewählte Partner eines Künstlers sind (so auch das Label, die Plattenfirma, der Musikverlag, der Promoter), um so schneller wird er bekannt und es steigt die Chance einer professionellen Karriere proportional.

Auch der Branchen-Kenner und geschätzter Kollege Julian Angel (MusicBiz Madness Konferenz) hat bereits einen ähnlichen Artikel zu diesem Thema ausgeführt:

http://www.musiker-online.com/es-geht-auch-ohne-plattenfirma-aber-nicht-ohne-deren-arbeit/

Vielen Dank an Mike van Summeren für das Interview und die klaren Worte.

Weitere Infos über ihn und seine Mediengruppe finden Sie unter:
www.mikes-music.de

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KOLUMNE: Deutsche Schlagershows – Eintönigkeit oder Fortschritt? 3

Bild von Schlagerprofis.de

Neue Kolumne von THOMAS KAISER

Unser Kolumnist THOMAS KAISER hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten einen Überblick über die aktuellen Schlagershows verschafft und Licht und Schatten der aktuellen Showformate herausgearbeitet. THOMAS KAISERs Kolumne ist seine persönliche Meinung, die nicht zwingend in allen Punkten mit der Auffassung der Schlagerprofis korrespondiert. Sein Überblick ist nach unserer Meinung aber in jedem Fall mehr als lesenswert…

FLORIAN-SILBEREISEN-Shows sind eigentlich MICHAEL-JÜRGENS-Shows

Bei der Betrachtung von deutschen Schlagersendungen ist ein Aspekt eines Artikels – wenn es dabei um die von FLORIAN SILBEREISEN moderierten Shows im MDR geht – vom Portal smago.de interessant. Dort steht dem geschrieben: „FLORIAN SILBEREISEN selbst hat kein Mitspracherecht bei der Besetzung seiner Sendungen. Er präsentiert sie ‚nur’“. Das bedeutet also, dass wir es nicht mit den Shows von FLORIAN SILBEREISEN (wie man es immer lesen kann und wie es oft behauptet wird) zu tun haben, sondern mit denen des Produzenten MICHAEL JÜRGENS.

Sitzt FLORIAN SILBEREISEN im goldenen Käfig?

Hat ein FLORIAN SILBEREISEN nicht auch mal Lust und Freude daran, andere Schlagerkünstler zu zeigen, die noch nie oder nur selten zu Gast waren? Wie wäre es mal mit CLAUDIA JUNG und ihrem noch recht aktuellen Titel „Sommer im November“? Vielleicht ist das ganze ja für FLORIAN SILBEREISEN ein „Goldener Käfig“!? Er ist immens erfolgreich, hat aber anscheinend den Mund zu halten. Nach über 15 Jahren als „Feste“-Moderator und Schlagersänger ein grotesker Zustand. 

KLUBBB3: Schmerzlich vermisst

Apropos FLORIAN SILBEREISEN als Schlagersänger. Es wird Zeit, dass KLUBBB 3 als Schlagerband zurückkehrt. Dieses Trio muss unbedingt wiederbelebt werden. Nicht nur, weil FLORIAN, JAN und CHRISTOFF große Erfolge mit ihren Alben hatten, sondern auch, weil die drei in den Schlagersendungen immer eine gute Figur als Moderatoren gemacht haben. Es wirkte einfach locker, fluffig und spontan. Ganz ehrlich, ich bin der Meinung, seitdem FLORIAN nicht mehr mit seinen Kumpels moderiert, haben die Sendungen an Qualität eingebüßt.

BERNHARD BRINK und VINCENT GROSS trotz Airplay keine Schlagerchampions?

Wo waren eigentlich bei den letzten „Schlagerchampions“ BERNHARD BRINK und VINCENT GROSS? Bei den Erfolgen der beiden in den Airplaycharts wäre eine Einladung Pflicht gewesen. 

Sinneswandel bei „Schlager des Monats“

Aber auch bei den „Schlagern des Monats“ sah es bis jetzt nicht besser aus. Durch die neue Rubrik „Hit des Monats“ scheint hier aber ein Sinneswandel einzutreten, der mehr als begrüßenswert ist. Den „Hit des Monats“ gewann der junge aus NRW stammende NOEL TERHORST mit seinem aktuellen Video zu „Ich vermiss Dich“. Ein Newcomer, der 2015 bei DSDS teilnahm. Sehr schön, dass er als Überraschungsgast im Studio zugegen war und in einem Plausch die eine und andere Frage beantwortete.

Lieber Schlager als deutscher Pop

Interessant ist seine Aussage, dass er 2015 noch eher dem deutschen Pop, der deutschen Pop-Schiene zugewandt war und sich dann aber als jemand aus dem Ruhrpott schnell dem Schlager zuwandte. An der Aussage stellt man fest, wie dicht doch heute der deutsche Pop, oder auch der Deutsch-Pop und der Schlager zusammenliegen.

Für die nächste Wahl zum Hit des Monats stehen zur Auswahl:

  1. VANESSA KATHARINA – „Fast perfekt
  2. ANDRÉ BUSSE – „Wir feiern das Leben“
  3. VIVIEN GOLD – „Unerträglich“

Diese positive Entwicklung sollte noch etwas forciert und ausgebaut werden. Unabhängig von der Wahl zum „Hit des Monats“ sollten trotzdem weitere Neulinge oder auch der breiten Fanmasse nicht so bekannte Interpreten regelmäßig vorgestellt werden. Ein Applaus auch für die Vorstellung der neuen Single „Marie“ von TANJA LASCH.

Weitere förderungswürdige Nachwuchskünstler

Wie wäre es mit MICHAEL WINTER („Du bist in der Hölle geboren“), RAMONA MARTINESS („Bitte lüge mich noch einmal an“) oder DIE WOLKENSTÜRMER („Der Joker meines Lebens“). Vielleicht könnte man in Zukunft immer mal wieder auf die großen etablierten Stars wie einem BEN ZUCKER oder einer KERSTIN OTT bei den Clips verzichten.

Gute Künstler auch abseits der Charts

Man scheint bei den Verantwortlichen wohl zu der Erkenntnis gelangt zu sein, dass es auch abseits der Charts richtig überzeugende und gute Künstler gibt. Dafür eindeutig den Daumen nach oben. Man darf gespannt sein, wann diese positiven Änderungen auch bei Herrn MICHAEL JÜRGENS ankommen.

STEREOACT: Bedauerlicher Zustand der Schlagerszene

In was für einem bedauerlichen Zustand sich die Schlagerszene befindet, zeigt das Interview mit den DJs von STEREOACT. Wie können so großartige Künstlerinnen wie VICKY LEANDROS einem Remix des Kult-Schlagers „Ich Liebe das Leben“ durch das DJ-Duo STEREOACT zustimmen? Genau das gleiche  bei RALPH SIEGELs bzw. NICOLEs „Ein bisschen Frieden“. Verhunzt und verschandelt. Furchtbar. 

Anm. d. Red.: Aus dem Umfeld von VICKY LEANDROS haben wir inzwischen erfahren, dass VICKY LEANDROS auf den Remix keinen Einfluss nehmen konnte: Sie hat die Rechte an dem Lied nicht mehr. Daher musste sie nicht zustimmen, konnte es auch nicht ablehnen. Wie es sich mit „Jenseits von Eden“ verhält, kann man dem Kommentar unseres Lesers MIKE BREUER unten entnehmen.

Positivbeispiel RAMON ROSELLY

Dass dem nicht so sein muss, zeigt die Neuveröffentlichung „Komm und bedien Dich“ von RAMON ROSELLY. Hier haben RAMON und sein Produzent sehr gute Arbeit abgeliefert. Der Charme und der Flair bleibt absolut erhalten. Toll, das Gegenteil von STEREOACT.

Wenn man den MDR beobachtet, hat der Sender allem Anschein nach aber auch ein Händchen dafür, Schlagersendungen an die Wand zu fahren.

Vom Niedergang der „Hüttenparty“

2017 und 2018 gab es je eine Ausgabe der „Hüttenparty“. Eine bunte Schlagershow, die in Österreich im Salzburger Land produziert wurde. Der Ort für die Schlagersause war der Gutshof in Flachau/Pongau. Diese Sendung wirkte sehr authentisch, weil eben vor Ort gedreht. 2019 und 2020 war dem dann nicht mehr so. Die Außenaufnahmen wurden zwar wieder in Österreich getätigt, die reine Produktion der Sendungen verlagerte sich aber in die Studios der Leipziger Media-City.

Das Ergebnis war dementsprechend. Nichts mehr von Authentizität und Echtheit, sondern rein künstlich und vorgegaukelt. Ab da eine Fake-Sendung mit Vorspielung falscher Tatsachen. Oder wie soll man es nennen, wenn ein DJ ÖTZI 2020 vor einer Berghütte steht, dann beim Beginn seines Songs in die Hütte reinläuft und Schwups kommt er mir nichts dir nichts im Leipziger Studio bei der Bühne an. Also dämlicher geht es nicht!

„Ja wo ist er denn, der Nachwuchs“?

Alles in allem muss man feststellen, es gibt beim MDR bis jetzt keine richtige Nachwuchsförderung. So hervorragend wie sich ein BERNHARD BRINK, ein ROLAND KAISER oder eine MARIANNE ROSENBERG zurzeit zeigen und in den letzten Jahren gezeigt haben, die drei werden wahrscheinlich in weniger als zehn Jahren Ihre Karriere aus Altersgründen beenden. Und wenn dieser Tag kommt, dann steht man da und fragt sich: „Ja wo ist er denn, der Nachwuchs?“. 

ANDY BORG: Sein Schlager-Spaß zeigt, dass es auch anders geht

Dass man auch mit anderen Konzepten als immer mit den gleichen Stars und über die Nacht vom internationalem Pop zum deutschen Schlager mutierten Künstlern Erfolg haben kann, zeigt mit sehr guten Einschaltquoten der sympathische charmante Wiener ANDY BORG mit seinem „Schlager-Spaß“. Das Motto der Sendung lautet mit den Worten von ANDY BORG:  „Wir haben Lieder aus allen Jahrzehnten, von den 50er-Jahren bis heute!“ (Zitat. Schlager-Spaß vom 06.02.2021, SWR). Mehr braucht man nicht zu sagen.

STEFAN MROSS: „Querbeet durch den Schlagergarten“

Auch STEFAN MROSS zeigt bei „Immer wieder Sonntags“ im Ersten (SWR) Künstler, „querbeet durch den Schlagergarten“. Auch der volkstümliche Schlager bekommt regelmäßig seine Chance. GERI DER KLOSTERTALER oder DIE TRENKWALDER seien genannt. Aber über diese Sendung ziehen sich ab diesem Jahr dunkle Gewitterwolken zusammen. Es gibt 2021 leider nur 12 Ausgaben statt der bisher 16 Sendungen. Dafür sind abstruse Sparpläne des Hauptsenders ARD verantwortlich.

STEFANIE HERTEL: Keine Muttertags-Sendung

STEFANIE HERTEL scheint in diesem Jahr beim MDR das gleiche Schicksal zu ereilen. Sie muss wohl in diesem Jahr auf ihre große Show zum Muttertag verzichten. Auch hier ist der angebliche Zwang zum Sparen der Grund.

Was ist mit „STEFANIE HERTEL – Meine Stars“?

Ein Artikel der Schlagerprofis vom 14.02.2019 hatte die jährliche HERTEL-Show „STEFANIE HERTEL – Meine Stars“ im Fokus. Diese Sendung soll laut MDR überarbeitet und umgestaltet werden. Bis jetzt gibt es nach meinem Wissen keine weiteren Neuigkeiten. Das ist sehr bedauerlich, da auch diese Sendung immer durch eine große Bandbreite an Künstlern überzeugen konnte.

Die letzte Ausgabe wurde am 27.10.2018 ausgestrahlt. Wurde auch diese Sendung still und heimlich eingestampft? Keiner weiß es. Stichwort Bandbreite. Man muss sich das mal vorstellen, da setzt der MDR ihr Haussender sie einfach mal mit Ihren Sendungen vor die Tür. 

Wenigstens Kooperationen mit dem ORF scheinen erhalten zu bleiben

Bei dem, was jetzt wohl aufgrund des Sparens alles so unter die Räder kommt, muss man wohl froh sein, dass die bisherigen vom ORF in Kärnten produzierten Sendungen „Wenn die Musi spielt“, sowohl die Sommerausgabe als auch die Winterausgabe, im MDR-Programm erhalten bleiben. 

ROSS ANTONY: „Meine Schlagerwelt“ eingestampft?

Eine weitere Sendung,  die diesen Sparzwängen wohl zum Opfer gefallen ist, ist „Meine Schlagerwelt“ von ROSS ANTONY. Geboten wurde  hier immer die große Vielfalt von IREEN SHEER über OLAF BERGER bis hin zu CHRISTIN STARK. CHRISTIN STARK hatte hier bereits einen Auftritt mit „Wollen wir uns“ am 19.01.2016, da wurde bei Herrn JÜRGENS wohl von Ihr noch nicht mal gesprochen.

Event-Palast in Leipzig schöne Location

Sehr überzeugend auch der Event-Palast in Leipzig als Veranstaltungsort. Eine kleine Bühne mit direktem Feeling zum Publikum. Sehr kompakt, sehr direkt. Zwischendurch gab es immer kleine Spiele zur Auflockerung. Vergessen darf man auch nicht die etwas streng hinter der Bar stehende MARLIES, die immer wieder mit verschiedensten Cocktails und Getränken überraschte. 

Format „Musik für Sie“ wurde geopfert

Leider ist auch das alte Format „Musik für Sie“ in alter Form eingestampft worden. Aus der Verbindung von der Präsentation einer Stadt Mitteldeutschlands und deren Region/Umgebung gemischt mit dort auftretenden Künstlern wurde es eine schnöde Clip-Show. Die Sendung wirkt für mich irgendwie wie ein Abklatsch der „Schlager des Monats“. Auch die Live-Ausstrahlung ändert daran nichts. Sehr bedauerlich, das der MDR UTA BRESAN und dem Co-Moderator PETER HELLER nichts besseres bieten kann.

„Musik für Sie“ nicht in der Mediathek

Das haben die beiden nicht verdient. Es wäre bestimmt ratsam, zum alten Format zurückzukehren. Einen Daumen nach unten bekommt der MDR dafür, dass diese Sendung nicht mehr in der Mediathek abrufbar ist. Mehrere Versuche zeigten keinen Erfolg. Leider Fehlanzeige. Somit war es mir nicht möglich, die letzte Ausgabe vom 19.02.2021 zu sehen. Was hat ROSS ANTONY gemacht? In meinem Beitrag vom 24.01.2021 zur ersten Live-Ausgabe von „Musik für Sie“ sehe ich noch eine solide Sendung mit Ausbaufähigkeit. Das sehe ich inzwischen leider anders.

BEATRICE EGLI & ALEXANDER KLAWS: Was ist mit „Schlager – die Show“?

Wenn wir noch mal in den Südwesten der Republik schauen, zum SWR, dann wurde in den letzten Monaten des Jahres 2020 dort eine neue Show mit dem Titel „Schlager – die Show“ angekündigt. Premiere war am 05. Dezember 2020. Als Moderatoren wurden BEATRICE EGLI und ALEXANDER KLAWS auserkoren. Eine gute Wahl: Jung, frisch, frech, charmant und erfolgreich. Aber bis heute hat man zu dieser Show nichts weiter vernommen. Wird es Fortsetzungen geben?

Diese Show eignet sich ausgezeichnet für ein neues Format in Sachen „Schlager“. In diesem Format sollten die Airplaycharts verschiedener Schlagersender die zentrale Rolle spielen. Auch die richtige Produktionsfirma hat man bereits an der Hand. Die Kimmig Entertainment GmbH. Der SWR hat hier die Möglichkeit, Neues zu schaffen, was Abwechslung und Vielfalt betrifft. Deshalb einfach mal „frisch, fromm, fröhlich, frei ans Werk!“

Zu guter Letzt ein Blick weg von der ARD hin zum ZDF

Man kann ANDREA „KIWI“ KIEWEL mögen oder auch nicht, aber ein Lob haben sich die Sendungsmacher verdient. Das Angebot an verschiedenste Künstler des Schlagers. NICOLE, LENA VALAITIS, MICHAEL HOLM, die jungen Vertreter wie NORMAN LANGEN, VINCENT GROSS, LAURA WILDE oder FRANK LUKAS. Auch der von mir favorisierte CHRISTIAN LAIS ist oft dabei. Man kann hoffen, dass es so weiter geht. 

Zum Finale von „Willkommen bei CARMEN NEBEL“

Eine Sendung, die seit dem 31.01.2004 ein fester Bestandteil der Unterhaltungsshows war, wird mit der am 13. März stattfindenden Sendung eingestellt. „Willkommen bei CARMEN NEBEL“  gehört dann leider der Vergangenheit an. CARMEN NEBEL steht einfach für traditionelle Fernsehunterhaltung. Sie ist eine Moderatorin, die man zu den „Dinos“ der Fernsehunterhaltung zählen muss, eine der letzten Größen dieser Art.

Sie konnte nach der Wiedervereinigung 1990 im gesamtdeutschen Fernsehen schnell Fuß fassen. Sie bekam Sendungen in der ARD, beim MDR und dem NDR. Kurioserweise wird heute nicht mehr ein Wort über Ihre Tätigkeit beim MDR verloren. Man könnte meinen, diese Phase hätte nie stattgefunden. Zum Glück bleiben CARMEN NEBEL und Ihren Fans die jährlichen Charity-Shows und Ihre Heiligabend-Sendung erhalten und das hoffentlich noch für viele Jahre.

Neue Show mit GIOVANNI ZARRELLA

Als Nachfolger für sie wurde GIOVANNI ZARRELLA gefunden. Er ist im Schlager sehr erfolgreich und hat bereits mehrfach Goldauszeichnungen abgeräumt, das muss man erstmal schaffen. Mit GIOVANNI ZARRELLA setzt sich das ZDF hoffentlich das Ziel, eigene Schlager- und Musikshows zu kreieren, die Eigenständigkeit beweisen und sich nicht an denen der ARD orientieren. Wenn sich das in der Gästeauswahl bemerkbar macht, wäre es ein weiterer Pluspunkt.

Noch ein paar Gedanken zur Schlagerszene im Allgemeinen

Wenn man zurückschaut auf die Jahre 2005/2006, dann fällt einem sofort ein Name einer ganz großen Künstlerin ein: HELENE FISCHER. Sie tauchte zu einer Zeit auf, als der deutsche Schlager sich in einer großen Krise befand. Mit dem Erscheinen von ihr und ihrem ersten Album „Von hier bis unendlich“ ging ein positiver Ruck aus, der in den folgenden Jahren zu einer Aufwertung  des Schlagers im Allgemeinen führte.

Dieses Ganze setzte sich dann fort mit dem unerwarteten und voll verdientem Sieg von BEATRICE EGLI bei DSDS im Frühjahr 2013. Der Schlager war angesagt wie nie zuvor, sowohl bei Jung und Alt. Sendungen entstanden, große und kleine Veranstaltungen wurden zu Publikumsmagneten. Die englischsprachige Musik verlor an Bedeutung. Der Schlager war erwachsen geworden.

Kaum Chancen für Newcomer

Die heutige Zeit zeigt ein anderes Bild. Neueinsteiger und weniger bekannte Künstler bekommen in den Shows bis jetzt nicht die richtige Aufmerksamkeit und Medienpräsenz, die sie verdient hätten und die auch nötig wäre, um den Schlager in eine sichere Zukunft zu führen. 

Man hat manchmal auch das Gefühl, dass die große Zeit der Melodien und der Refrains im Schlager irgendwie vorbei ist. Es gab schon lange keine Kompositionen mehr, die Gesangslinien haben wie bei „Morgen früh Küss ich Dich wach“, „Mein Herz“, „Du hast mich tausendmal belogen“ oder „Warum hast Du nicht nein gesagt“. Also Refrains die sich im Ohr festsetzten und nicht mehr rausgehen. 

Vergangenheit ist angesagt

Um die Worte eines Kommentars einer Leserin der Schlagerprofis dem Inhalt nach aufzugreifen. Es wird ein Cover nach dem anderen rausgehauen, gerade die 80er Jahre scheinen im Trend zu liegen. Die Vergangenheit scheint angesagt zu sein. Es gibt keine Ideen für Neues. Dies wird alles von den Machern unterstützt.

AC/DC bald bei FLORIAN SILBEREISEN?

Um heute eine Aufmerksamkeit zu erhalten, reicht wohl der Auftritt in einer SILBEREISEN-Show.

Wenn dieser Auftritt erfolgt ist, ist man ein neuer Star. Aberwitzig ist auch die Behauptung von einigen, dass Schlager nichts anderes bedeutet als „Hit“. Wenn man das als Maßstab nimmt, dann müssten bei den nächsten Schlagerchampions AC/DC Auftreten und die „Eins der Besten“ überreicht bekommen. 

Thomas Kaiser

Foto: © MDR/ARD/Thorsten Jander

 

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ANTONIA AUS TIROL: In ihrem neuen Video provoziert sie mit Sex 0

Bild von Schlagerprofis.de

ANTONIA AUS TIROL: Karrierestart als Partnerin von „Anton aus Tirol“

Gut 20 Jahre ist es her, dass SANDRA STUMPTNER als Bühnenpartnerin und Co-Sängerin von DJ ÖTZI in dessen Song „Anton aus Tirol“ ihren erfolgreichen Einstand gab – vermutlich hat genau dieser Song ihr den Namen „ANTONIA AUS TIROL“ eingebracht, mit dem sie bis heute aktiv ist.

Langjährige Stimmungssängerin

Mit ihren sexuellen Reizen hat „ANTONIA AUS TIROL“ eigentlich schon immer sehr offensiv gespielt. Wohl schon immer war sie sich der Wirkung ihres Dekolltés bewusst und nannte das „Dirndlpower“. Auch von „Pampelmusen in der Blusen“ war die Rede – wohlgemerkt: Die Sängerin höchstselbst hat so mit ihren Reizen kokettiert.

Imagewechsel

Anscheinend will sich ANTONIA AUS TIROL nun ein „rockigeres“ Image zulegen und auch deutlicher provozieren – also unverblümter als bislang. So hat sie den ELVIS-Klassiker „Jailhouse Rock“ neu aufgelegt und parallel ein provokantes Video veröffentlicht, das es in sich hat. Unter anderem ist in dem Video ein Geschlechtsakt zu sehen, der von einigen dahingehend gedeutet wird, dass eine Vergewaltigung zu sehen sei. Mit derartigen Diskussionen hat schon FALCO erfolgreich polarisiert und es damit bis in die ZDF-heute-Sendung geschafft hat.

Gewaltverherrlichung oder Emanzipation

Kritiker werfen ANTONIA AUS TIROL die Verherrlichung von Vergewaltigungen vor. In der Tat überlässt das Video der Fantasie des Betrachters, ob es hier um einen einvernehmlichen Geschlechtsakt geht. ANTONIA AUS TIROL beruft sich u. a. auf den Erfolgsfilm „50 Shades Of Grey“. Der BILD-Zeitung gegenüber fand ANTONIA deutliche Worte: Ich wollte in dem Video mal meine sexuelle Fantasie ausleben. Natürlich geht es um ein Rollenspiel und die Lust an der Unterwerfung.

Tipp für ihre Kritiker

Für die Kritiker, die ein Problem mit angedeuteten sexuellen Bildern in Zeiten des Internets haben, hat ANTONIA AUS TIROL gleich noch einen Tipp parat: Dem Portal heute.at sagte sie: „Wenn jemand sexuelle oder erotische Szenen, wo man eigentlich nichts sieht, als ‚ekelhaft‘ bezeichnet, dann sollte er sich Hilfe holen. Denn dann hat man ein gestörtes Verhältnis zu seinem Sexualleben.

Sex sells

Wie immer man zum vermeintlichen Imagewechsel von ANTONIA AUS TIROL stehen mag – eins ist ihr offensichtlich gelungen: Aufmerksamkeit zu erzielen. Immerhin rund 830.000 Klicks konnte ihr heißes Video generieren – binnen etwa einen Monats. Wir sind gespannt, wie sich die Karriere von SANDRA weiter entwickeln will, ihre provokante Art scheint jedenfalls anzukommen.

Video wieder „uncensored“ freigegeben auf YouTube

Nachdem das Video zwischenzeitlich von YouTube gesperrt wurde – angeblich wegen von Sony Music geltend gemachter Urheberrechte, Medienberichte zufolge womöglich auch wegen der „heißen Szenen“, ist es nun wieder unverändert auf der Videoplatform zu sehen und erfreut sich großer Beliebtheit:

YouTube

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