JUERGEN SCHULZ: MDR-Legende im Alter von 76 Jahren verstorben Kommentare deaktiviert fĂĽr JUERGEN SCHULZ: MDR-Legende im Alter von 76 Jahren verstorben

Juergen Schulz

Mit prägnanter Stimme erste Karriere beim Radio

Der Leipziger Juergen Schulz machte sich schon lange vor der „Wende“ in der DDR einen Namen als Radiomann – kein Wunder, seine einprägsame und herausragende Stimme hatte einen Klang, der einzigartig war. In Interviews hatte er das, was man sich oft auch von heutigen Reportern wünscht – eine gelungene und gesunde Mischung aus Distanz und Nähe. Aufgrund seiner prägnanten Stimme wurde er zunächst gerne im Radio eingesetzt. Er startete seine Laufbahn beim Rundfunk in Neubrandenburg und wechselte später zum Sender Leipzig von Radio DDR II.

Entdeckt fĂĽr das Fernsehen

Aufgrund seiner empathischen Art und weil er mit Cleverness und Können Interviews zu fĂĽhren wusste, wurde er bald zu höherem berufen und startete seine Fernsehkarriere. Die erste ihm anvertraute Sendung im Deutschen Fernsehfunk hieĂź „Moment, bitte…“. In acht Ausgaben dieser Reihe wurden aus Werkhallen von GroĂźbetrieben die ‚ShowbĂĽhne‘. Danach moderierte er viele Einzelsendungen und eine Reihe namens „Kompliment“.

Durchbruch mit Talkshow „Auf eine runde halbe Stunde“

Seinen Fernseh-Durchbruch hatte JUERGEN SCHULZ mit der Talkshow „Auf eine runde halbe Stunde“, die er 120-mal zwischen 1979 und 1990 moderierte. Zu Gast waren damals Stars der DDR-Unterhaltungsszene – insbesondere natürlich Schauspieler und Sänger.

Beliebte Samstagabendshow „Alles singt!“

Auch die Königsdisziplin der Fernsehunterhaltung eroberte SCHULZ: Die Samstagabendshow. Gemeinsam mit HANS-GEORG PONESKY moderierte er die beliebte Sendung „Alles singt!“, die sich der Pflege des deutschen Liedguts widmete. Zu Gast waren damals (zwischen 1976 und 1991) insbesondere viele Chöre und volkstümliche Musikkorps. Über 60 Folgen der beliebten Sendereihe wurden produziert. Besonders beliebt war die Ausgabe „Alles singt unter dem Tannenbaum“.

Innovatives MDR-Format „Stop & Go“

Nach dem Ende des Deutschen Fernsehfunks stand SCHULZ direkt dem neu gegründeten MDR zur Verfügung und bekam gleich eine TV-Sendung, der er seinen Stempel aufdrückte: „Stop & Go – Die Einschalt-Show“. Ab 1992 hat er diese innovative Unterhaltungssendung nicht nur 28-mal moderiert, sondern bis 1996 auch als Autor gestaltet. Innovativ an der Sendung war, dass die TV-Zuschauer direkt in die Programmgestaltung eingreifen konnten – so gesehen kann JUERGEN SCHULZ als Vorreiter des interaktiven Fernsehens angesehen werden, weil Zuschauer mittels Telefonaten entscheiden konnten, ob Beiträge vorzeitig abgebrochen werden konnten.

Nicht nur im MDR-Fernsehen, sondern auch im Radio wusste SCHULZ zu überzeugen, so moderierte er im MDR ab 2000 über 500-mal das Quiz „Musikalisches Sonntagsraten“.

Großer Erfolg als Autor von „Musik für Sie“

Einen besonderen Erfolg hatte JUERGEN SCHULZ mit der Showreihe „Musik für Sie“, die seit 1995 vom MDR bis heute produziert wird. Bis 2010 drückte SCHULZ der Show seinen Stempel auf. Außergewöhnlich war die Situation im September 2001, als es darum ging, die „Musik für Sie“-Sendung aufgrund der Terroranschläge in den USA anders als sonst zu gestalten. JUERGEN SCHULZ gelang das gemeinsam mit der Moderatorin CARMEN NEBEL sehr gut. Man gab der Sendung den Namen „Nichts ist mehr so wie es war“.

Juergen Schulz

Zusammenarbeit mit CARMEN NEBEL und UTA BRESAN

Übrigens – mit CARMEN NEBEL kooperierte JUERGEN SCHULZ schon zu DDR-Zeiten. So moderierten die beiden Ende 1985 die Show „Bitte recht freundlich – Schlagererfolge ’85“ im DFF-Fernsehen. Aber auch für CARMENs Nachfolgerin UTA BRESAN schrieb SCHULZ typgerecht seine Texte – er hatte eben die Kunst, sich in den Moderatorinnen-Typus hineinzuversetzen – sicher ein Grund für seinen großen Erfolg.

Quotenerfolg „Langer Samstag“

Seinen letzten großen Erfolg als TV-Moderator landete JUERGEN SCHULZ mit der MDR-Reihe „Langer Samstag“. 20 Mal zeichnete JUERGEN SCHULZ für die Sendung verantwortlich, in der große Stars der Unterhaltungskunst geehrt wurden. Historisch ist der Erfolg der Sendung vom 18. April 1998. Motto damals: „Guten Abend wünscht EBERHARD COHRS“ – über 30 % Einschaltquote sind bis heute nahezu unerreicht. Nicht weniger als 32,6 Prozent lachten über den legendären kleinen Komiker EBERHARD COHRS. Bundesweit saßen 2 Mio. Menschen an den Bildschirmen.

Sendungen für LENI STATZ und REINER SÜß

Auch in späten Jahren hat der beliebte Moderator immer wieder erfolgreich für den MDR Sendungen moderiert – beispielsweise im Jahr 2009, als er Gastgeber der Sendung „Ein Abend für LENI STATZ“ war. Ein Jahr später moderierte der zum 80. Geburtstag von Kammersänger REINER Süß die Sendung „Da liegt Musike drin“.

Am vergangenen Samstag verstarb JUERGEN SCHULZ, der bei vielen seiner Kollegen bis heute ein hohes Ansehen genieĂźt, im Alter von von 76 Jahren in Leipzig.

Foto: MER / Uwe Frauendorf

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MICHELLE: Im Riverboat von CLAUDIA JUNG vertreten – wir sagen: Sie ist als Sängerin im Let’s Dance-Finale dabei 0

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MICHELLE: Talkshow-Absage – wir gehen davon aus, dass sie bei „Let’s Dance“ dabei sein wird

Die Fans von MICHELLE haben es nicht leicht. Immer mal wieder werden wir gefragt, wann die KĂĽnstlerin im TV sein wird, weil auf ihrer offiziellen Webseite, die unseres Wissens von der Plattenfirma gepflegt wird und wohl stiefmĂĽtterlich behandelt wird, aktuelle Termine oft nicht kommuniziert werden. Am 8. Mai war lange Zeit vom ZDF ein Auftritt im Fernsehgarten kommuniziert worden – dann war MICHELLE aber doch nicht dabei. (Wir haben beim ZDF bei der zuständigen Ansprechpartnerin nachgefragt, aber leider keine Antwort erhalten). – 

Anscheinend gibt es nun ein Deja Vu. Noch immer kommuniziert der SWR, dass die KĂĽnstlerin am kommenden Freitag im „Riverboat“ dabei sei. Ein Blick auf die MDR-Seite zeigt aber: Eine andere Schlagersängerin ist dort zu Gast.

CLAUDIA JUNG: FĂĽr MICHELLE eingesprungen?

Wir haben uns sicherheitshalber mal angeschaut, wer denn nun fĂĽr den 20. Mai beim Riverboat angekĂĽndigt ist – siehe da, auch der MDR hat MICHELLE kĂĽrzlich als Talkgast kommuniziert: 

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Auf den einschlägigen Webseiten findet sich nun aber plötzlich CLAUDIA JUNG als Talkgast im Leipziger Riverboat. Mit „TĂĽr an TĂĽr“ hat CLAUDIA einen aktuellen Radiohit landen können – und sie ist seit ĂĽber 35 Jahren und damit sogar noch länger als MICHELLE, mit der sie sogar mal gemeinsam auf Tour war, im Geschäft. Insofern ist das eine gute Idee, sie einzuladen – noch besser wäre vielleicht gewesen, dass einfach mal zu kommunizieren, aber das ĂĽbernehmen wir natĂĽrlich gerne. Warum MICHELLE plötzlich nicht mehr beim Riverboat als Gast genannt ist, kann man sich denken: Am gleichen Tag wird das Finale von „Let’s Dance“ bei RTL ĂĽbertragen

MICHELLE als GesangskĂĽnstlerin bei „Let’s Dance“

Im Interview mit uns Schlagerprofis war es noch nicht klar – nun steht es aber nach unserer Meinung fest: MICHELLE wird einen Gesangsauftritt beim Finale von „Let’s Dance“ absolvieren und hat deswegen den Auftritt beim Riverboat abgesagt. Mit anderen Worten: Freuen wir uns auf MICHELLE bei „Let’s Dance“ – und vielleicht dann auch später auf einen Auftritt demnächst im „Fernsehgarten“ und vielleicht auch später noch mal im „Riverboat“. Offensichtlich gibt es hier schon gewisse Prioritäten…

Foto: Universal, Anelia Janeva

 

 

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PETER ALEXANDER: Vor genau 35 Jahren moderierte er die Eröffnung Austria Center Vienna 1

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PETER ALEXANDER: Eröffnung „SoirĂ©e in Wien“ mit groĂźer internationaler Beachtung

Genau 35 Jahre ist es heute her, dass am 17. Mai 1987 in Wien das Austria Center Vienna, das Kongresszentrum in Wien, mit der Show „SOirĂ©e in Wien“ eröffnet wurde. Dazu wurde die – so wurde es damals kommuniziert – die teuerste Fernsehsendung der Welt produziert. Die Show soll nicht weniger als 17 Millionen Schilling gekostet haben. Der damalige Unterhaltungschef des ORF, HARALD WINDISCH, war ĂĽberzeugt, dass das Geld gut angelegt war. PETER ALEXANDERs Frau HILDE schwärmte später von der Zusammenarbeit mit WINDISCH. – Weltstars gaben sich in der Show die Klinke in die Hand: 

  • JOSÉ CARRERAS (trat mit Stock auf, weil er beim Spazierengehen umgeknickt war)
  • UDO JĂśRGENS (hatte gerade seine „Deinetwegen“-Tour beendet und verbrachte anschlieĂźend die Tage in Wiener Wohnung)
  • GILBERT BECAUD
  • WIENER SYMPHONIKER
  • WIENER SĂ„NGERKNABEN
  • JERRY LEWIS
  • PLACIDO DOMINGO (Seine „Otello“-AuffĂĽhrung wurde eigens vorverlegt)

Ost-West-Aussöhnung: BARRY MANILOW singt im Duett mit 

Ebenfalls damals zu Gast war der US-Weltstar BARRY MANILOW, der eine tolle Idee hatte: Gemeinsam mit der Russin ALLA PUGATSHOWA sang er mit den WIENER SĂ„NGERKNABEN im Duett: „One Voice“. Der Hintergedanke ist beklemmend aktuell und leider derzeit in weite Ferne gerĂĽckt: Der Song stand fĂĽr die Ost-West-VerbrĂĽderung. Die Sendung soll in 32 Ländern ĂĽbertragen worden sein

Auch UDO JĂśRGENS hatte mit seiner Hymne an die Zukunft „Ihr von morgen“ einen zeitlosen Song beigesteuert. 

 

 

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