KOLUMNE: HELENE FISCHER hält es mit DIETER NUHR – warum wir das einfach nur genial finden… 0

Helene Fischer

Oder: Was Helene Fischer und Dieter Nuhr gemeinsam haben …

Das Wort des Jahres

Alle Jahre wieder wird mit Spannung das Wort des Jahres ermittelt. Oftmals gibt es da Überraschungen, gerne wird kontrovers diskutiert, was denn nun der wichtigste Aspekt eines Jahres war. Im laufenden Jahr 2020 steht das Wort des Jahres eigentlich schon im Mai fest, es stand sogar schon im März fest. Die Biersorte und Hohner-Ziehharmonika-Marke CORONA ist da sicher nicht mehr zu schlagen.

Kurzer virologischer Exkurs

Dass dieses Virus, inzwischen längst die weltweite Pandemie, die Welt aus den Fugen geraten lassen würde, hat zu Jahresbeginn noch niemand erwartet. Und ja, auch wir haben leichtfertig und unbedacht den Ernst der Lage anfangs vielleicht nicht erkannt. Inzwischen haben zunächst Experten wie Virologen und Ärzte sowie Politiker uns aufgeklärt. Kurz danach hat nach und nach die ganze Öffentlichkeit sich dazu geäußert – nicht selten gewinnt man den Eindruck, dass es fast NOCH mehr Virologen als Nationaltrainer bei einer Fußball-WM gibt.

Hände waschen, aber richtig!

Um es mit Herrn Wowereit zu sagen: „Und das ist auch gut so“. Es ist sicher genau richtig, dass von der Kanzlerin angefangen bis hin zum kleinen Schlagerstar sehr viele Menschen sich zu Wort gemeldet haben und auf eigentliche Selbstverständlichkeiten, die heute so wichtig sind, wie Händewaschen, Hygiene usw. bis hin zur heutigen Maskenpflicht hinzuweisen. Wir finden aber – inzwischen sollte eigentlich jedem klar sein, wie er sich zu verhalten hat. Und wer sich dem verschließt, der versteht ohnehin nichts, den kann auch nicht der Liebe Gott persönlich bekehren.

Von Nationaltrainern und ‚Experten‘-Tipps

Inzwischen haben wir den Eindruck, dass speziell in der Schlager- und Musikszene sich die Stimmen mehren, die vielleicht sogar das Gegenteil bewirken. Wenn (in der Branche) eher unbedeutende Sänger „Frau Dr. Merkel“ „wertvolle „Tipps“ geben, wie sie mit der Coronakrise umzugehen habe, könnte der Schuss nach hinten losgehen. Denn ein Schlagersänger ist nun mal kein Virologe oder Politiker – vor allem, wenn er bei der Pflege eigener Termine es nicht so genau nimmt hinsichtlich der eigenen abgesagten Termine in der Corona-Zeit.

Wie war das?

Hier müssen wir auf den Kabarettisten DIETER NUHR zu sprechen kommen, der einfach zurecht sagt: „Und wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!“. Selbstkritisch, das sei noch mal explizit gesagt, müssen wir bekennen, dass wir vielleicht selber diesen Spruch anfangs auch nicht beherzigt haben, als es um die CoVid-19-Problematik ging, aber wir sind ja lernfähig.

Helene Fischer hält es mit „Nuhr“

Dieter NuhrJemand, der (sicher auch aufgrund eines exzellenten Umfelds) sich diesen DIETER-NUHR-Spruch zu Herzen nimmt, scheint Deutschlands Musik-Superstar Nummer Eins, HELENE FISCHER zu sein. Anders als andere, die fordern, dass auch sie wie inzwischen gefühlt jeder dritte Schlagersänger ein Wohnzimmerkonzert, einen Song, wertvolle Ratschläge oder sonst etwas von sich zu geben, finden wir es GUT, dass sie sich auf ihre Kernkompetenz, das Entertainment, besinnt und eben NICHT die Menschen mit kuriosen an „Frau Dr. Merkel“ gerichtete Ratschläge verunsichert, sondern denen vertraut, deren Job die Politik ist – so wie sie sicher zurecht erwartet, dass die Bundeskanzlerin ihr nicht gute Tipps gibt, wie sie ihr Konzert zu gestalten hat. Wir haben jedenfalls noch keinen hochrangigen Politiker sagen hören: „Helene Fischer sollte mal lieber auf Englisch singen, damit sie auch auf WDR4 gespielt wird“.

Fazit

Lange Rede – kurzer Sinn: HELENE FISCHER und ihr Umfeld machen eigentlich wie immer alles richtig und halten es mit einem zwar provokanten, aber doch sehr Helene Fischerzutreffenden DIETER-NUHR-Zitat. Daher: Daumen hoch für HELENE – wir freuen uns darauf, wenn sie sich zu gegebener und angemessener Zeit bei ihren Fans meldet und trauen ihr zu, dass sie weiß, was sie tut. (Womit wir nicht die tollen Aktionen von ANDREAS GABALIER, SARAH CONNOR u. a. kritisieren wollen, aber den HELENE-Weg einfach auch ausdrücklich loben wollen…)

Fotos:
Helene Fischer: Kristian Schuller
Dieter Nuhr: Jutta Hasshof

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DJ HERZBEAT: Erste Informationen zu seinem 2020-Album „Dancefieber“ 2

DJ Herzbeat Dancefieber Cover

Album-VÖ mehrfach verschoben

Viel Geduld brauchen die Fans von DJ HERZBEAT. Eigentlich war schon im November 2019 geplant, sein Debutalbum „Dancefieber“ herauszubringen, der Termin verschob sich dann zunächst auf Januar 2020, dann April 2020, dann ging es in den Spätherbst 2020 – bis nun nach aktuellem Kenntnisstand final der 12. Juni 2020 als Veröffentlichungstermin festzustehen scheint. Das legt natürlich die Vermutung nahe, dass DJ HERZBEAT bei der von FLORIAN SILBEREISEN moderierten Eurovisionsshow „Schlagerlovestory“ mitwirken dürfte – die Vermutung hatten wir zugegeben schon bei den Schlagerchampions – aber nur solange bis erneut der VÖ-Termin des Albums verschoben wurde.

Symbiose aus Schlager- und Clubsounds

Die Philosophie des „Projekts“ DJ Herzbeat dürfte klar sein. Mit ROBIN SCHULZ und FELIX JAEHN gibt es weltweit erfolgreiche DJs für populäre Musik – da macht es Sinn, so etwas auch im Schlager zu etablieren, wobei diesbezüglich u. a. die Jungs von STEREOACT den Vorreiter gegeben haben. DJ HERZBEAT geht genau diesen Weg: Er vereint moderne Schlager mit DJ-Sounds und arbeitet mit verschiedenen Schlagerstars und anderen Interpreten, um einen Clubmix im Crossover-Sound zu zelebrieren.

Erfolgreiche Vorab-Singles

Nicht weniger als 16 Tracks beinhaltet das Debutalbum von DJ Herzbeat. Die erste Single „Weekend“, die er mit SARAH LOMBARDI aufgenommen hatte, war gleich ein Volltreffer. Das im März 2019 veröffentlichte Video wurde inzwischen 10,8 Mio. mal angeklickt – der Titel lief super im Radio und kommt gut bei den Fans an. Weitere Auskopplungen waren „Drei Tage im Prag“, die deutsche Version von „A Walk In the Park“ – zusammen mit AXEL FISCHER, den DJ HERZBEAT im Fernsehgarten kennengelernt hat, und der neue Song „Maybe“ mit SONIA LIEBING. Zwischendurch gab es auch noch die Veröffentlichung eines Liedes mit Berlin – Tag & Nacht Darstellerin und Influencerin NATHALIE BW (Nathalie Bleicher-Woth) („Du bist schön“).

Namhafte Duettpartner und Produzenten

Inzwischen sind weitere Namen bekannt, die auf dem Album „Dancefieber“ (den Titelsong singt DJ HERZBEAT mit den Jungs von voXXclub) frisches Blut in die Partyszene bringen werden:

  •  voXXclub (Lied „Dancefieber“)
  • JULIA LINDHOLM
  • MARIE WEGENER (DSDS-Siegerin 2018) (Lied „Irgendwas mit Liebe“)
  • PAULINA WAGNER (DSDS-Finalistin)
  • FRENZY BLITZ (Lied „Ich will Liebe“)
  • PIETRO BASILE
  • KALED

Das ganze Album wird mit dem bekannten Starproduzententeam MADIZIN, die bereits mit HELENE FISCHER, aber auch ROBIN SCHULZ und DAVID GUETTA zusammengearbeitet haben, produziert. Das Album wird von einer breiten RTL2-Kampagne begleitet.

Hier noch der Pressetext zum Album:

„Dancefieber“

VÖ: 12.06.2020

Die Temperatur steigt und steigt und steigt – in diesem Sommer ist ganz Deutschland im „Dancefieber“! Mit Partyhits wie „Weekend (feat. Sarah Lombardi)“, „3 Tage in Prag (feat. Axel Fischer)“ oder „Maybe (feat. Sonia Liebing)“ hat DJ Herzbeat der deutschen Musiklandschaft in den letzten zwölf Monaten eine wohltuende Frischzellenkur verpasst! Mit seinem einzigartigen Mix aus modernem Popschlager und Einflüssen aus House oder Electro brachte der Berliner die Tanzflächen der Republik so richtig zum Überkochen — mit „Dancefieber“ erscheint nun sein ungeduldig erwartetes Debütalbum. Unterstützt wird DJ Herzbeat dabei von jeder Menge hochkarätiger Gäste wie Voxxclub, Marie Wegener, Kaled, „Berlin – Tag & Nacht“-Star Nathalie BW und vielen anderen!

DJ Herzbeat weiß genau, wie man die Party-Crowd auf Betriebstemperatur bringt: In den vergangenen Jahren hat sich Christoph Breier, wie der DJ und Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, einen hervorragenden Ruf als Impulsgeber der Berliner Clublandschaft und auch weit darüber hinaus erarbeitet. Ob an den Plattendecks berüchtigter Szene-Läden wie der „Ritter Butzke“, dem „Musik & Frieden“, durch seine Tätigkeit im Team der bekannten Nightlife-Ikone Nina Queer oder auf dem Christopher-Street-Day – DJ Herzbeat ist ein Wandler zwischen den (Stil)Welten. Ein Musikvisionär, der scheinbar auch die größten Gegensätze zu einer wasserdichten Einheit verschweißt: Tagsüber arbeitet der 36-Jährige in der Drogenberatung eines Berliner Sozialbrennpunkts, nach Sonnenuntergang bringt er die Dancefloors mit seinem sofort ansteckenden Crossover-Sound zum Glühen.

Schon früh stöberte Christoph Breier in der Vinylsammlung seines Vaters: Die Flippers, Wolfgang Petry und Marianne Rosenberg übten auf den damals 7-Jährigen die gleiche Faszination aus, wie der harte Techno von Paul Kalkbrenner oder Richie Hawtin heute. Für den leidenschaftlichen Soundtüftler eine logische Entscheidung, beide Genres miteinander zu kreuzen. Seit 2012 experimentiert er mit seinem tanzbaren Club-Mix, den er nun auf „Dancefieber“ perfektioniert hat. „Musikalisch hat mich seit jeher eine gewisse Eingängigkeit gereizt“, erklärt DJ Herzbeat. „Sounds, die sofort ins Ohr gehen. Ganz egal, ob es sich um Schlager-Songs oder um Club-Tracks handelt. So gesehen, haben diese auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Musikarten irrsinnig viel miteinander gemeinsam. Ich mag deutsche Musik und habe immer schon eine Mischung aus Electro und Schlager während meiner DJ-Sets gespielt. Es ist ein geiler Anblick, die Leute dazu abfeiern zu sehen. Außerdem ist deutscher Schlager einfach Kult und hat einen hohen Fun-Faktor.“

Alle Tracks auf „Dancefieber“ entstanden in Zusammenarbeit mit dem international renommierten Producer-Team Madizin (David Guetta, Robin Schulz, Helene Fischer, Lena) aus Hamburg. Verstärkt wird DJ Herzbeat auf seinem 16 Tracks starken Debütalbum von einer ganzen Riege hochkarätiger Pop- und Schlager-Allstars: Angefangen bei Sarah Lombardi und Alex Fischer, über die Alpen-Rocker von Voxxclub, Marie Wegener, „DSDS“-Finalistin Paulina Wagner, Ballermann-Powerfrau Frenzy Blitz, bis hin zu Mundart-Popsänger Kaled, „Berlin – Tag & Nacht“-Star Nathalie BW oder der schwedischen Schlagersängerin Julia Lindholm. „Alle Features haben sich ganz von selbst ergeben“, ergänzt DJ Herzbeat. „Mir ist Sympathie am Wichtigsten. Dass man auf einer Wellenlänge liegt und zusammen Spaß haben kann.“

Was Anfang letzten Jahres mit Sarah Lombardi und dem Megahit „Weekend“ begann, das entwickelte schnell eine echte Eigendynamik im sprichwörtlichen Herzbeat-Tempo. „Als wir gemeinsam im `ZDF-Fernsehgarten´ zu Gast waren, habe ich dort Axel Fischer kennengelernt. Daraus entstand der Song `3 Tage in Prag`. Dann lernte ich Sonia Liebing in Berlin bei der „Schlagernacht des Jahres“ kennen. Eine hammermäßige Frau, die den gleichen Humor hat wie ich. Auch wir haben uns auf Anhieb super verstanden und fingen sofort an, gemeinsame Ideen zu spinnen. Das alles hat sich Stück für Stück zu einem ganzen Album zusammengefügt. `Dancefieber` könnte man wohl als Verkettung glücklicher Umstände bezeichnen!“

Mit „Dancefieber“ veröffentlicht DJ Herzbeat eine abwechslungsreiche Sammlung von Partysongs, auf denen er die unterschiedlichsten Spielrichtungen von Dance, Schlager und Pop auslotet: Echte Club-Banger treffen auf modernen Popschlager, ausgelassene Après-Ski-Stimmung auf tanzbare House-Sounds und zünftige Volksmusik-Einflüsse auf das ultimative Ballermann-Feeling.

So wie auf „Ich will Liebe (feat. Frenzy Blitz)“: „Ich habe sie nach einem Auftritt in St. Anton in den Tiroler Alpen kennengelernt“, erinnert sich DJ Herzbeat. „Sie hat mich freundlicherweise im Auto zurück nach Deutschland mitgenommen. Während der Rückfahrt entstand die Idee, einen gemeinsamen Song zu realisieren.“ Eine ähnliche Entstehungsgeschichte hat auch der Titeltrack von „Dancefieber“, auf dem die kernigen Lederhosen-Rocker von Voxxclub zu hören sind. „Die Jungs sind mir bei der Sendung `Immer wieder sonntags` über den Weg gelaufen. Ich feiere ihren Sound total ab; natürlich habe ich sie sofort gefragt, ob sie nicht Bock auf einen gemeinsamen Song hätten. Ein schöner Volksmusik-trifft-Club-Track zum Schunkeln!“

Nach den bereits releasten Singles „Weekend (feat. Sarah Lombardi)“, „3 Tage in Prag (feat. Axel Fischer)“ und „Maybe (feat. Sonia Liebing)“ wird es mit Schlager-Prinzessin Marie Wegener und dem Song „Irgendwas mit Liebe“ so richtig romantisch. „Ich bekomme immer Gänsehaut, wenn ich sie höre“, so DJ Herzbeat mit leuchtenden Augen. „Marie passt perfekt zu diesem Track. Ich mag das Zarte, Zerbrechliche in ihrer Stimme. Keine andere Sängerin würde besser zu diesem Lied passen. Es klingt genauso, wie ich es in meinem Kopf gehört habe.“

Eine wichtige Botschaft transportiert die brandneue Single „Du bist schön“, auf der „Berlin – Tag & Nacht“-Schauspielerin Nathalie BW erstmalig als Sängerin zu hören ist. „Ein Track mit einer starken Empowerment-Message. Es geht um Selbstliebe und darum, nicht ständig nach fremden Schönheitsidealen zu suchen, sondern sich selbst zu akzeptieren, wie man ist. Diese Aussage liegt mir sehr am Herzen.“

Liebe, Selbstliebe und die Message, dass Tanzen glücklich macht und die Menschen verbindet: Mit „Dancefieber“ legt DJ Herzbeat ein modernes Album vor, das Grenzen sprengt und vielleicht auch so manchen stilistischen Horizont erweitert. „Dieser Gedanke steckt auch in meiner Platte. Je unterschiedlicher die Menschen, desto bunter das Feuerwerk, das ihre gemeinsame Energie entstehen lässt. Ich denke, es ist für jeden etwas dabei.“

Das Album „Dancefieber“ erscheint am 12.06.2020. Zeitnah ist DJ Herzbeat in folgenden TV-Shows live zu erleben: ‚

14.06. „Immer wieder sonntags (ARD) 
19.06. „Musik für Sie“ (MDR) und
28.06. „ZDF-Fernsehgarten“ (ZDF)

Quelle: Universal

FLORIAN SILBEREISEN: SchlagerXirkus aus der Sicht unseres Kritikers THOMAS KAISER 2

SchlagerXirkus

Nach unseren kritischen Betrachtungen zur SILBEREISEN-Show „SchlagerXirkus“ hat sich unser Kritiker THOMAS KAISER zu Wort gemeldet und einige interessante Aspekte ins Spiel gebracht. Gerne veröffentlichen wir auch seine Aspekte quasi als Nachlese:

Erfolg mit Authentizität und traditionellem Schlager

Mir hat die gesamte Sendung ‚SchlagerXirkus‘ gefallen. RAMON ROSELLY hat einen großen Vorteil gegenüber den Newcomern der letzten zwei Jahre wie z. B. MARINA MARX oder aber auch SONIA LIEBING. Er ist einfach Schlager pur und er orientiert sich an den alten Schlagern und auch dessen Sounds.

Sounds der 70er und 80er heben sich ab

SchlagerXirkus Ramon Roselly
(Video-Screenshot, © MDR)

Dass er viele Lieder aus seinem Album präsentiert hat, war einfach hervorragend. Er und DIETER BOHLEN als sein Produzent zeigen, dass es auch anders geht, als immer nur Discofox- oder Popschlager. Eine Wohltat, diese Sounds der 70er und auch frühen 80er Jahre zu hören. Dadurch beweisen die beiden auch noch etwas anderes. DJs wie DJ HERZBEAT oder auch STEREOACT hat die Schlagerszene nicht nötig. Solche sogenannten Künstler treiben den Schlager musikalisch in die Tristesse und Belanglosigkeit. Die Songs von RAMON ROSELLY zeigen Frische und Lebendigkeit. In dieser Sendung gab es sowieso viel weniger modernen Schlager als üblich. Das würde ich auf jeden Fall als sehr positiv sehen.

Kreative Bühnenbilder

Schlagerxirkus
(Video-Screenshot, © MDR)

Jürgens-TV hat auch gezeigt,  dass man bei Bühnenbildern doch kreativer sein kann als die letzten Jahre. Vielleicht lernt Jürgens-TV daraus. Auch die Duette mit den anderen Künstlern fand ich echt gelungen. Den Umstand, dass nur Playback gesungen wurde, fand ich nicht so schlimm. Es war gut gemacht.

„Überraschung“ war keine, souveräne Moderation

In einem Punkt stimme ich der Schlagerprofis-TV-Kritik zu: Die Überraschung mit RANDOLPH ROSE war natürlich keine. Das ganze wurde doch vorher geprobt? Darauf sollte man in Zukunft doch verzichten. Ich sage nur „MARINA MARX und der VIP-Ausweis“.

Die Moderation von Florian Silbereisen war wie immer souverän und ohne Fehler. Manchmal würde ihm ein wenig mehr Witz und Humor ganz gut tun.

Überlegungen zu den Gästen

ROSS ANTONY war wie immer der Spaßvogel in der Truppe. In der Tat ist das große Manko bei UTE FREUDENBERG , dass sie nie die ganz großen Hits hatte. So bleiben für sie halt nur

SchlagerXirkus
(Video-Screenshot, © MDR)

„Jugendliebe“ und „Herzen kriegen keine Falten“ übrig. BEATRICE EGLI hat mir beim Duett mit RAMON ROSELLY sehr gut gefallen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass RAMON ROSELLY ein Auge auf sie geworfen hatte. Schade, dass sie kein Medley ihrer vergangenen Hits zum Besten gab. Das hätte noch besser zu Ihr und der Sendung gepasst.

Andy Borg ’stolpert‘

ANDY BORG war wie immer ANDY BORG. Einfach immer gut. Gehören seine Stolperer eigentlich zu seinen Auftritten dazu? Das passiert ihm ja ständig. Er sollte echt aufpassen, denn das kann wirklich mal schiefgehen. (Anm. der Redaktion: In der Tat bringt Borg den „Stolperer-Gag“ gerne mal – diesmal aber mit Augenzwinkern in Richtung BEATRICE EGLI, die bei ihrem Auftritt aus Versehen etwas gestolpert ist).

Kuriose letzte Szenen der Sendung

Kurios war eine der letzten Szenen der Sendung. Rote oder grüne Fahne dafür, ob RAMON nun in die Schlagergemeinschaft aufgenommen ist oder nicht. Das war eindeutig ein Fake. Natürlich wurde es die grüne Fahne. Auch sowas sollte von Jürgens-TV in der Zukunft unterlassen werden. Dafür hätte man noch ein Lied mehr bringen können.

Mal sehen, was die angekündigte Schlager Lovestory bringen wird. Der „Schlagerspaß mit Andy Borg“ stand am Samstag auch noch auf dem Programm und bewies damit, dass traditionelle Schlagershows momentan durchaus „angesagt“ sind – BORGs Einschaltquoten waren auf dem gleichen hohen Niveau wie die von Silbereisen.

Thomas Kaiser

Foto: MDR / Jürgens-TV / Dominik Beckmann