FLORIAN SILBEREISEN: Elf Fragen zu den Schlagerchampions 3

MARINA MARX 12 Schlagerchampions 2020

Die „ungewöhnlichste“ Schlagerpreisverleihung des deutschen Fernsehens wurde uns versprochen – und „ungewöhnlich“ war wirklich, was sich am 11. Januar 2020 in Berlin tat. Angeboten wurde, die FRAGEN an die Stars des Jahres als Zuschauerfragen abzusetzen. Wir hätten da auch mal elf Fragen…

1. Warum trug MARINA MARX, als sie „überrascht“ wurde, ein VIP-Bändchen?

Okay, es ist sehr erfreulich, dass dem Schlagernachwuchs hier und da Platz in den Silbereisen-Shows eingeräumt wird. Auch im vergangenen Jahr gab es wieder eine Schlagerchance-Show, bei der u. a. MARINA MARX zu Gast war. Die ganze Zeit lag JULIAN DAVID vorne, gewonnen bei einem nicht nachvollziehbaren Wertungssystem hat dann aber JULIAN REIM. Dennoch wurde nun MARINA MARX „überrascht“. Wir Schlagerprofis haben ihren Auftritt bereits mehr als eine Stunde vor der Show HIER kommuniziert. Marina trug, als Florian sie „überraschte“, ein VIP-Bändchen und absolvierte ihren Auftritt choreografisch in Kenntis der Bühne einwandfrei. Schon komisch, so eine Überraschung – oder?

2. Warum wurden die AMIGOS nicht nach der Preisverleihung interviewt und konnten sich nicht einmal bedanken?

Unser Redakteur Thomas Kaiser schrieb sich noch während der Sendung seinen persönlichen Frust von der Seele. Wir haben dafür eine Abdruckgenehmigung: „Man muss die Amigos nicht mögen oder Sie hören. Aber Jürgens-TV und auch Florian Silbereisen haben den Amigos die kalte Schulter gezeigt. Ich fand es eine Frechheit, sie anzusagen, den Auftritt zu sehen und dann hat man nicht ein Wort mit Ihnen gewechselt. So nach dem Motto: „Wer seid Ihr denn schon!“ Den anderen hat man Zuschauerfragen gestellt nur den Amigos nicht. Florian ist noch nicht mal zu Ihnen auf die Bühne gegangen. Arroganter geht es nicht. Hauptsache andere werden hofiert wie Kerstin Ott oder die Kelly-Family.“ Hinweis: Auch andere Künstler wie Rosanna Rocci wurden nicht persönlich begrüßt, die hat allerdings auch keinen Preis gewonnen.

3. Warum geht MARY ROOS nach ihrem Bühnenabschied auf große Tour?

Okay, dass man aus Promotiongründen großspurig seinen Rücktritt ankündigt, ist nun weiß Gott nichts Neues. Dass die Künstler sich damit nicht immer wohl fühlen, wissen wir spätestens seit HEINO, der bekanntlich im vergangenen Jahr den Preis für das Lebenswerk erhalten hat. (Übrigens haben die Schlagerprofis als erstes Schlagerportal schon HIER Marys Preis prognostiziert). Und dass eine Künstlerin sich groß verabschiedet und danach erst mal auf große Tour geht (mit WOLFGANG TREPPER), gibt es auch nicht alle Tage. Schwer vorstellbar, dass Mary im Rahmen der Tour nicht auch als Sängerin auftreten wird.

4. Hat KERSTIN OTT keinen Teleprompter?

Dass KERSTIN OTT gerne mal ihre eigenen Texte vergisst, ist ja nicht soo ungewöhnlich, wie man u. a. HIER nachlesen kann. Der BILD-Zeitung ist nun aufgefallen, dass sie beim Vollplayback wieder keinen Text hatte – es ist aber durchaus denkbar, dass sie dachte, dass ihr Duettpartner HOWARD CARPENDALE dran sei. Schon doof, wenn der Vollplayback-Betrug dann doch mal richtig deutlich auffällt. Einen humorvoll-witzigen Aspekt bekam die Sache, als Howard angab, er sei von Kerstins „Stimme“ fasziniert.

5. Wofür bekam JULIAN REIM seinen Preis?

JULIAN REIM ist nach Meinung der Schlagerchampions der „Shootingstar des Jahres“. Die Frage muss erlaubt sein: Warum? In der Kategorie „Sohn des Jahres“ hätte er sich u. a. mit Alexander Martin, Achim Petry und Lucas Cordalis streiten müssen. Aber „Shootingstar“? Er hat ein Lied veröffentlicht, das es nicht in die Charts geschafft hat (auch in den Top-50 des Jahres sucht man seinen Namen vergeblich, SONIA LIEBING hingegen findet sich da auf Platz 7) und kein Album veröffentlicht. Die einzige Leistung ist, dass er bei der Schlagerchance in einem wenig transparenten nicht repräsentativen Wettbewerb gewonnen hat.

6. Was muss man tun, um „Band des Jahres“ zu werden?

Erneut wurde die KELLY FAMILY „Band des Jahres“. Die Frage ist: Wie wird man Band des Jahres? RAMMSTEIN zum Beispiel haben mit deutschen Texten das Album des Jahres vorgelegt. Was haben die KELLY FAMILY mit „Schlager“ zu tun? Und warum um alles in der Welt mussten die schon wieder ZWEI Songs singen?

7. Warum waren STEFAN MROSS und ANNA-CARINA WOITSCHACK in der Show?

Stefan Mross hat 2019 ein Album veröffentlicht, das es nicht mal in die Top-100 geschafft hat – trotz Plattenfirma TELAMO, deren Alben zumindest in der ersten Woche oft sehr erfolgreich sind. Das ist außer ihm nicht vielen gelungen – vielleicht noch WOLFGANG PETRY unter seinem alter ego PETE WOLF. Sein großes Jubliäumskonzert ist wegen mangelnden Ticketverkaufs abgesagt worden. Warum ist er nun „Schlagerchampion“? Die Logik wäre mal interessant :-)…

8. Was hat COSTA CORDALIS mit den Festen von Florian Silbereisen zu tun?

Zumindest nach unseren Aufzeichnungen ist COSTA CORDALIS nie(!!!) bei Florian Silbereisens Festen aufgetreten. Auch wenn wir uns natürlich freuen, dass LUCAS CORDALIS in die Show eingeladen wurde – warum wurde ein Star gefeiert, der – im Gegensatz zu Acts wie KELLY FAMILY, ALVARO SOLER, ANDREA BOCELLI, BONNIE TYLER etc. NIE zu Gast war, nun plötzlich posthum geehrt wird, finden wir erstaunlich. Na ja, vielleicht werden auch andere Schlagerlegenden wenigstens posthum eingeladen.

9. Warum wurde HELENE FISCHER nicht bei der GOLD-Auszeichnung für „Regenbogenfarben“ genannt?

Auf Platz 82 der Single-Jahrescharts findet sich der (leider) einzige „Schlager“ der Top-100-Singleliste. Name des Songs: „Regenbogenfarben“. Interpreten: KERSTIN OTT und… HELENE FISCHER. Stellt sich die Frage, warum Helene nicht einmal genannt wurde bei der Preisverleihung.

10. Warum wurde die Sendung nicht live, sondern mit ca. fünf Minuten „Verspätung“ aufgezeichnet?

Kurios – die Show wurde in Deutschland mit ca. fünf Minuten Verzug ausgestrahlt. Als verkündet wurde, dass Thomas Anders und Florian Silbereisen ein Duett-Album veröffentlichen werden, konnten wir das deshalb wie üblich „zuerst bei Schlagerprofis.de“ kommunizieren. Wir vermuten, dass es damit zusammenhängt, dass der ORF im Gegensatz zur ARD pünktlich starten wollte. „Das Erste“ wollte lieber noch die Handball-Niederlage der deutschen Handballmannschaft ausführlich zelebrieren.

11. Warum wurde Schlagertitan BERNHARD BRINK nicht mit der Eins der Besten für den Airplay-Hit des Jahres ausgezeichnet?

Okay, als erstes Schlagerportal haben wir BERNHARD BRINKS Anwesenheit bei den Schlagerchampions angekündigt. Zugegeben haben wir gepokert – tatsächlich haben einige Portale unsere Info (wie üblich ohne Quellenangabe) übernommen. Eigentlich war klar – Bernhard MUSS dabei sein, er hat den Radio-Hit des Jahres gelandet. Aber wo ist seine „Eins der Besten“?

Zusatzfrage: HIER haben wir als erstes Schlagerportal kommuniziert, wer bei der Hüttenparty zu Gast ist. Quizfrage: Wieviele TELAMO-Acts sind da am Start?

Bild: ARD/JürgensTV/Dominik Beckmann

 

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3 Kommentare

  1. Liebe Schlagerprofis!
    Vielen Dank für diese außergewöhnlich gute Kommentierung dieser Samstagabend-Sendung. Ich schätze dieses Format wirklich sehr und qualitativ sind die Produktionen jedes Jahr wirklich besser geworden. Allerdings muss man einige Dinge wirklich kritisch hinterfragen, was im diesem Genre bedauerlicher Weise viel zu selten, und vor allen Dingen konstruktiv erfolgt. Um so schöner ist es, dass es diese Seite gibt, auf der solche Sachverhalte ungeschönt aufgezeigt werden. Weiter so!
    Viele Grüße
    David

  2. Das Problem bei Marina war, dass sie als Gast für die Aftershowparty privat eingeladen wurde. Bei Sony unter Vertrag, befreundete Künstler etc. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass sie definitiv nichts von dem Auftritt wusste.

  3. SONJA BERKENKOPF hat sich viele Gedanken gemacht und aus „Sicht eines Fans“ unsere Fragen beantwortet. Wir wollen euch ihre Überlegungen nicht vorenthalten:

    ____________________________________________________

    „Ich versuche mal, die Fragen aus Sicht eines Fans des Moderators UND Produzenten zu beantworten.“

    Punkt 1:
    Marina Marx war offiziell eingeladen. Das bestreitet niemand. Deshalb trug sie auch das Backstage-Bändchen. Sie wusste aber offensichtlich nichts von einem Auftritt. Sonst wäre sie nicht so überrascht gewesen. Ihr Schauspielerei zu unterstellen, halte ich für übertrieben. Im Übrigen ist sie der Gewinner der Schlagerchampions. Kein Song schaffte einen höheren Sprung in den Charts als ihrer!

    Punkt 2:
    Man hätte die Amigos nach ihrem Auftritt kurz interviewen können. Da gebe ich Ihnen Recht. Im Webmagazin fanden sie auch nicht statt. Vielleicht gab es keine interessanten Zuschauerfragen? Falls es jemanden tröstet: Normalerweise bekommen Fantasy die Eins der Besten als das „Duo des Jahres“. Deren Fans regen sich auch immer über das fehlende Interview auf. Das scheint also nicht gezielt gegen die Amigos zu gehen. Andere Interpreten hatten auch „nur“ ihren Auftritt und kamen danach nicht mehr zu Wort, sogar Bernhard Brink.

    Punkt 3:
    Mary Roos bekam den Preis für ihr Lebenswerk! Da sind sich sicher alle einig, dass der mehr als verdient ist! Sie beendet ihre GESANGS- und nicht ihre BÜHNEN-Karriere! Das hat sie selbst bestätigt! Das ist keine Einbildung der Macher. Dass sie mit anderen Programmen weiter auf Tournee geht, hat keiner bestritten.

    Punkt 4:
    Kerstin Ott hat sich (fast) versprochen und ihr Playback nicht hinbekommen. Das sollte nicht vorkommen, kann aber. Wie heißt es so schön: „Keiner ist fehlerfrei.“ 

    Punkt 5:
    Julian Reim hat bei der Schlagerchance gewonnen und sich dadurch das letzte Ticket für den Schlagerbooom gesichert. Wer sollte sonst der Shootingjahr des Jahres werden?

    Punkt 6:
    Florian ist bekannt dafür, musikalische Grenzen einzureißen. Der Begriff „Schlager“ wird weiträumig gefasst. Die Kelly-Family als erfolgreichste Band auszuzeichnen, ist angemessen, auch wenn sie keinen „Schlager“ im eigentlichen Sinne spielen. Bei den Schlagerchampions werden die Stars des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Die Kelly-Family war fast immer dabei. Da ist es nur logisch, ihnen den Preis zu überreichen.

    Punkt 7:
    Bei den Schlagerchampions werden nicht NUR die Stars des Vorjahres ausgezeichnet, sondern es treten natürlich auch andere Künstler auf. (Das ist kein Widerspruch zu Punkt 6!) Mit Stefan und Anna-Carina hat Jürgens TV vermutlich noch einiges vor in diesem Jahr…

    Punkt 8:
    Es wird sich ständig beschwert, dass immer nur die gleichen Sänger in den Feste-Shows auftreten. Da kommt mal ein Neuer, der auch noch an seinen sehr berühmten verstorbenen Vater erinnert, und es ist wieder falsch. Warum denn nicht? Übrigens: Wo steht denn bitteschön geschrieben, dass die „SÄNGERIN“, die die Worte „Anita“ ruft, schwarze Haare haben muss???

    Punkt 9:
    Vielleicht einfach, weil sie nicht da war? Hier möchte ich mir kein Urteil erlauben.

    Punkt 10:
    In dem Punkt stimme ich Ihnen vollkommen zu. Der ORF wollte sicherlich pünktlich anfangen. Da die ARD andere Prioritäten setzte, wurde halt zeitversetzt gesendet. Das haben wir Zuschauer aber nicht gemerkt.

    Punkt 11:
    So weit ich weiß, gab es noch nie eine Eins der Besten für die „Airplay-Hits“. Vermutlich möchte man die Preisverleihung nicht unnötig aufblähen. Sonst könnte man noch sehr viele Kategorien schaffen. Dann würde auch wieder nur gemeckert.

    Zusammenfassung: Die Schlagerchampions waren wieder einmal sehr erfolgreich! Es war wie immer eine tolle Feste-Show! Dass es immer etwas zu kritisieren gibt, ist normal und auch okay. Die Meinungen sind nun mal verschieden. Ihre Fragen sind größtenteils berechtigt. Ich habe versucht, aus einer anderen Sicht darauf zu antworten.

MICHELLE: Erfolgreichster Schlageract in einer Hammer-Woche 0

Bild von Schlagerprofis.de

Fulminante Rückkehr der Schlagerqueen

Das war so nicht unbedingt zu erwarten, zumindest ist es nicht selbstverständlich. Die Schlagerqueen MICHELLE kehrt mit einem eindrucksvollen sechsten Platz in die Charts zurück mit ihrem Album „Anders ist gut„, mit dem sie sich einmal mehr neu erfunden hat, zurück. Die Strategie, diesmal auf genau EIN Produzententeam zu setzen, ist offensichtlich aufgegangen. In einer Woche, in der wegen einer Schlagershow sehr viele Schlageralben veröffentlicht wurden bzw. zurück in die Charts gekommen ist, konnte MICHELLE sich als bester Schlageract durchsetzen (die Gruppe PUR macht ja offiziell unseres Wissens keinen Schlager).

Gratulation an alle Beteiligten

Wir gratulieren MICHELLE und ihrem Team. Offensichtlich hat MICHELLEs neues Management vieles richtig gemacht. Herzlichen Glückwunsch zum neunten Top-10-Album, zu dem wir zeitnah auch noch eine Rezension veröffentlichen werden.

PS:

Obwohl MARIE REIM auch in besagter TV-Show war, reichte es für ihr Album „14 Phasen“ nicht, erneut die Top-100 zu knacken……

Foto: Anelia Janeva

HOWARD CARPENDALE: Zum 17. Mal Top-10 in den Album-Charts 0

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Auch Teil 2 der „Symphonie meines Lebens“ schafft es in die Top-10

HOWARD CARPENDALEs Idee, seine Hits mit großem Symphonieorchester einzuspielen, kam großartig an. Das Album „Symphonie meines Lebens“ hielt sich 31 Wochen lang in den Charts (und hat es in dieser Woche erneut geschafft, sich dort zu platzieren). Nach wie vor schwimmt der gebürtige Südafrikaner auf einer Welle des Erfolgs und hat es nun zum 17. Mal in die Top-10 der deutschen Albumcharts geschafft – Platz 7, das ist sogar noch besser als der erste Teil, der auf Platz 9 kam. Wir erinnern uns an die bisherigen 16 Chartalben HOWARD CARPENDALEs:

1979: „Mein Weg zu dir“ (Platz 3)

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Mit der TV-beworbenen Hit-Sammlung „Mein Weg zu Dir“ (Sammlung aus 8 bekannten Erfolgen und 12 neuen Liedern), für die er eine Goldene Schallplatte bekam, und dessen Zugpferd-Nummer „Nachts, wenn alles schläft“ gelang ab Dezember 1979 erstmals der Sprung in die Albumcharts. Die erste LP von HOWARD CARPENDALE, die je in die Charts kam, schaffte gleich eine Top-3-Position. Unter dem Titel „Mein Weg zu Dir – Howard Carpendale und seine Lieder“ wurde im ZDF am Neujahrstag 1981 auch eine Personality-Show ausgestrahlt, die aus Ausschnitten aus zwei öffentlichen Konzerten vom 21. und 22. August 1980 in der Braunschweiger Stadthalle bestand. In einem Interview aus 1980 sagte der Künstler: „Wenn Sie mich fragen, was mein Endziel ist, dann kann ich nur sagen: Ein guter, ein sehr guter Entertainer zu werden“. Das ist HOWARD sicherlich gelungen, und der seit den 1980er Jahren eingeschlagene Weg, ihn als Albumkünstler zu etablieren, ist zweifellos aufgegangen.

1981: „Such mich in meinen Liedern“ (Platz 4)

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Das TV-beworbene Album „Such mich in meinen Liedern“ kam in die Top-5 der Longplay-Charts und enthielt ein Meisterwerk: Die Eigenkomposition „Wem?“ hat auf dem Album eine Länge von über zehn Minuten. Freunde von choralen Backgroundgesängen schnalzen ebenso mit der Zunge wie Liebhaber von Synthesizer-Sounds. Auch der Text von FRED JAY, in dem es darum geht, dass der Frau die Schuld am Scheitern einer Beziehung gegeben wird, wurde von vielen Fans gelobt. Die über 5 Minuten lange Single-Fassung erreichte immerhin die Top-10 der Single-Charts. Kurz nach Erscheinen des Albums ging HOWARD auf Tour.

1983: „Gala Konzert“ (Platz 10)

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Für das Jahr 1983 kündigte HOWARD CARPENDALE eine künstlerische Pause an. Im Frühjahr 1983 durchbrach er einmalig diesen Vorsatz wegen eines Gala-Konzertes zu Gunsten der von der Bild-Zeitung ins Leben gerufenen Aktion „Ein Herz für Kinder“. Das Konzert wurde am 07. April 1983 vom ZDF ausgestrahlt, ein LP-Mitschnitt wurde ein guter Erfolg (Top-10 der Albencharts).

1984: „Hello Again“ (Platz 3)

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Für sein „Comeback-Album“ „Hello Again“ erhielt HOWARD CARPENDALE 1984 Gold. Seinen ersten Auftritt nach der Pause hatte der passionierte Golfer am 7. Januar 1984 im „Aktuellen Sportstudio“, wo er auch auf den im September stattfindenden „Howard Carpendale Cup“ in Recklinghausen (Golf-Turnier) hinwies. Neben Gold gab es auch Silber – der Silberne Löwe von Radio Luxemburg wurde ihm für die Hitsingle aus dem Album verliehen. Der auf dem Album enthaltene Titel „Schade“ wurde ein Geheimtipp unter Fans, und die Nummer „Sandy River“ wurde in der Version von BERND CLÜVER ein kleiner Hit.

1984: „Howard Carpdendale“ (Platz 8)

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Im Sommer 1984 wagte HOWARD CARPENDALE den Versuch, einen politisch angehauchten Song als Single zu veröffentlichen, indem er darüber nachdachte, wie wohl ein Tag ohne negative Schlagzeilen aussehen würde – ein Tag, an dem „Herr Köpke in der Tagesschau“ den Ausspruch tätigt: „Es war nichts los heut Nacht!“. Irma Holder schrieb den deutschen Text zum Song „A Little Good News“ von Anne Murray. Es wurde ein leidlicher Hit, der auf der LP „Howard Carpendale 1984 enthalten war – just in dem Jahr gab es zum zweiten mal die Goldene Europa für den Entertainer. Das Album schaffte es erneut in die Top-10 (Platz 8). Auf diesem Album befindet sich auch das Lied „Niemand weint für immer“. Unter gleichem Namen kam 1984 ein Film in die deutschen Kinos. An der Seite von Elke Sommer und Siegfried Rauch spielte Howard einen Tierarzt in Südafrika, der sich in ein Callgirl verliebt. Der Film wurde kein sonderlicher Erfolg – im Gegensatz zur Herbst-Single des Jahres 1984. Mit „Samstag Nacht“ trat Carpendale in der letzten von Dieter Thomas Heck moderierten ZDF-Hitparade auf, weil er im Vormonat mit diesem Hit erneut als Sieger der Sendung hervorging.

1985: „Mittendrin“ (Platz 6)

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Im Herbst 1985 erschien erneut ein Album namens „Mittendrin“, parallel wurde die Single „Wenn es Dich irgendwo gibtveröffentlicht. Im Branchenblatt Info/Disco-Report äußerte sich HOWARD CARPENDALE damals erfrischend ehrlich: „Ich habe keine Illusion darüber, dass dieses Stück bestimmt ein Hit wird, aber persönlich finde ich die Musik gut und höre sie selbst sehr gern. Es ist ein guter Klang“. Immerhin reichte es für einen Top-40-Erfolg, was der dritten Auskopplung aus dem Mittendrin-Album, dem Jazz-angehauchten „Lady Cool“, nicht beschieden war. Kurz nach Erscheinen der Top-10-LP ging es auf „Mittendrin“-Tournee – der Erfolg war erneut bombastisch; diesmal wurde die Konzertreihe von 300.000 Menschen besucht.

1991: „Ganz nah“ (Platz 8)

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Nach langjähriger Zusammenarbeit mit der EMI machte die Plattenfirma Polydor HOWARD CARPENDALE ein verlockendes Angebot, das er nicht ausschlagen konnte – einen der höchst dotierten Plattenverträge mit einem deutschsprachigen Star wollte der Sänger nicht ablehnen. Damit alles perfekt werden würde, wählte er bewusst die erste Single aus – obwohl eigentlich eine andere Single schon fertig produziert war, bestand er darauf, einen anderen Titel als erste Single aus dem neuen Album „Ganz nah“ zu veröffentlichen: „Das nennt man Blues“ – ein Song, den er mit seinem Weggefährten Joachim Horn-Bernges schrieb. Als weitere Singles aus dem ersten Polydor-Album wurden „Vielleicht niemals“ und schließlich doch noch „Willkommen auf der Titanic“ ausgekoppelt, das eigentlich als erste Single-Veröffentlichung vorgesehen war. Den Song soll Howard als Begrüßungslied für seinen jungen Sohn geschrieben haben. Musikalisch abgerundet wurde das Jahr 1991 mit dem Lied „Ein paar sind immer über den Wolken“.

1994: „Ich bin da“ (Platz 7)

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Mit seiner 1994er teilweise im Miami-Studio von GLORIA ESTEFAN produzierten CD „Ich bin da“ erreichte HOWARD CARPENDALE ebenfalls die Top-10 der Album-Charts, auch die darauf enthaltenen Stücke „Hey, versuch’s noch mal mit mir“ und „Du bist die Antwort für mich“, ein Duett mit der stimmgewaltigen US-amerikanischen Soul-Röhre Kim Harding, die eigentlich als Backgroundsängerin tätig war. Selbstredend konnte die gleichnamige Tournee wie inzwischen üblich als Erfolg verbucht werden.

2001: „Alles ok“

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Die erste CD des neuen Jahrtausends, „Alles ok“, wurde ein großer kommerzieller Erfolg. Während die englischsprachige Vorab-Auskopplung, die Dieter Falk-Nummer „United“, noch nicht so recht den Geschmack des Publikums fand, wurde das Album ein voller Erfolg – nach sieben Jahren gelang ihm damit wieder eine Top-10-Platzierung. Darauf enthalten ist auch die deutsche Version des Reamon- Hits „Life Is A Roller-Coaster“. Im Lied „Ruf mich an“ war Carpendale einer der Ersten, die das Wort „Handy“ in einem Pop-Song verwendet haben („ich lass heut Nacht mein Handy an“). Die letzte Single-Auskopplung des Albums war „Ich kenn Dich“. – Zur Zeit der Veröffentlichung wurde am 1. März 2001 ein viel beachtetes TV-Special von der ARD ausgestrahlt. In „Mein Kapstadt“ stellte Howard seine südafrikanische Heimat vor- und „nebenbei“ acht seiner neuen Songs. Wie inzwischen fast üblich, ging es abermals auf erfolgreiche Deutschland-Tour. Schon im Sommer des Jahres 2001 hatte Carpendale in der Zeitschrift „Bunte“ Rücktritts-Gedanken geäußert, die er im Verlaufe des Jahres aber zunächst relativiert hatte.

2007: 20 Uhr 10 (Platz 4)

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Im September 2007 wurde eine Pressekonferenz im Berliner Hotel Esplanade einberufen. Nach seinem Bühnenabschied sprach HOWARD CARPENDALE die heiß ersehnten Worte, auf die seine Fans so sehnsüchtig gewartet hatten: „Machen wir es kurz – ja, ich will wieder!“. Am 18. September des Jahres verkündete er seine Entscheidung direkt auch an der Stelle, wo der Rückzug verkündet worden, in der Talkshow Johannes B. Kerners. –  Im November erschien das Comeback-Album „20 Uhr 10“, zu dem für das im April 2008 erneut eine große Tournee mit fünfzehn Konzerten in den großen Konzert-Arenen angekündigt wurde, die insgesamt über 100.000 Zuschauer hatte. Im Sommer 2009 gab es sogar einen Open-Air-„Nachschlag“. Außerdem wurde die Tour mit dem renommierten „LEA-Award“ als „beste Arena-Tournee des Jahres“ ausgezeichnet – trotz starker internationaler Konkurrenz.

2009: „Stark“ (Platz 2)

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Die Top-75-Single „Noch immer mittendrin“ kündigte das im Herbst 2009 erschienene Album „Stark“ an, das mit „Gold“ ausgezeichnet wurde. Die Plattenfirma sprach vom „Soundtrack seines Lebens“. Die im Berliner Airplay Studio produzierte CD wurde erneut ein großer Erfolg und kam sogar bis auf Platz 2 der Album-Charts. Die Ballade „Jetzt bist Du weg“ und das optimistische „Alles überlebt“ waren weitere Radio-Singles.

2011: „Das alles bin ich!“ (Platz 5)

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Das alles bin ich“ – das Album erschien im Februar 2011, die VorabSingle war aber schon Ende 2010 weit vorne in den konservativen Radio-Charts. Howard sagte selber zu diesem Song: „Der Text ist sehr persönlich. Ich zähle in Stichworten auf, wie es in meinem Inneren aussieht und singe am Schluss dieser Aufzählung: ‚Das alles bin ich und so mag ich mich‘. Das ist, wenn Sie so wollen, die Message des Songs. Jeder Mensch sollte sich so akzeptieren, wie er ist. Nur dann kann er glücklich sein. Mein Lieblingsautor Erich Fromm hat etwas Ähnliches gesagt: ‚Nur wer sich selber liebt, kann auch einen anderen Menschen wirklich lieben‘“. Als Singles aus dem Album wurde „Doch Du bist noch da“, eine Hommage an eine Frau, die mit dem Protagonisten durch Dick und Dünn geht und „Good News“ aus der Tour-Edition des Albums ausgewählt. Die dazu gehörige Tournee startete – wie gewohnt erfolgreich – im November 2011.

2013: „Viel zu lang gewartet“ (Platz 9)

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Zum 50. Jubiläum des ZDF kündigte HOWARD CARPENDALE sein nächstes Album an: „Viel zu lang gewartet“. Im Herbst 2013 präsentierte er die erste Single daraus: „Teilen“. „In diesem Moment“ war die zweite Single. Mit seinen „Friends“ veröffentlichte er dann noch den Song „Wir sind eine Billionen“. Das Lied war HOWARD CARPENDALEs Beitrag zur Initiative der Welthunger-Organisation „Reiten gegen den Hunger“ und erschien sogar physisch als Charity-Single. – Standesgemäß gab es eine Tour-Edition des Albums – mit einer bis dato unveröffentlichten Single namens „Warum schon goodbye?“. Das Album hatte einen neuen Ansatz – der Südafrikaner arbeitete mit jungen Musikern zusammen. In Berlin versammelte er 15 Musikerinnen und Musiker und begründete mit ihnen so etwas wie ein „Autorencamp“.

2015: „Das ist unsere Zeit“ (Platz 2)

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2015 erschien ein weiteres erfolgreiches Studio-Album: „Das ist unsere Zeit“, aufgenommen im Münchner Daxhill-Studio. Erneut gelang mit Platz 2 ein sensationeller Verkaufs-Erfolg -lediglich Madonna musste der Entertainer sich geschlagen geben. Wieder arbeitete er mit den jungen Autoren des letzten Albums zusammen, die sich zwischenzeitlich weiterentwickelt hatten. Ganz bewusst hat der Künstler sich dazu entschieden, auch Lieder anderer Interpreten ins Programm aufzunehmen wie den Bee Gees-Klassiker „You Win Again“. Als erste Single fragte Howard: „Worauf warten wir?“. Damit löste er in den Radio-Charts sogar Helene Fischer ab, die bis dato mit „Mit keinem anderen“ sich festgesetzt hatte. „Es ist noch alles da“ und „Nah am Herzen“ waren weitere Auskopplungen.

2017: „Wenn nicht wir“ (Platz 8)

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Sein bislang letztes Produktalbum mit neuen Liedern veröffentlichte HOWARD CARPENDALE 2017. „Wenn nicht wir“ ist ein nachdenkliches Album, bei dem der Künstler erneut mit jungen Musikern und Autoren zusammengearbeitet hat. Insbesondere die Single „Unter einem Himmel“ sorgte für viel Aufmerksamkeit, die CD wurde von den Fans toll aufgenommen.

2019: „Symphonie meines Lebens“ (Platz 9)

CD Cover Symphonie meines Lebens Carpendale

 

Die Idee, CARPENDALE-Klassiker in ein klassisches Gewand zu packen, wurde wie eingangs erwähnt von den Fans enorm gut aufgenommen. Teil 1 der „Symphonie meines Lebens“ wurde vergoldet – Grund genug, einen zweiten Teil davon zu präsentieren. Klassiker und Evergreens von HOWARD CARPENDALE gibt es ja wahrlich genug…