UPDATE MIT FOTOS – HELENE FISCHER – unser ausführlicher Bericht über die Helene-Fischer-Show 2019 Kommentare deaktiviert für UPDATE MIT FOTOS – HELENE FISCHER – unser ausführlicher Bericht über die Helene-Fischer-Show 2019

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Furios startete die 2019er Ausgabe der Helene-Fischer-Show. Helene saß auf einer großen unter der Hallendecke befestigten Schaukel und trug ihren Erfolg „Achterbahn“ vor – imposant war auch der letzte Ton des Songs mit Konfettikanone, wie man es sonst nur von ihrem ehemaligen Lebensgefährten Florian Silbereisen kennt. Zur Verwunderung vieler Fans ist Helene von Beginn an im Bild – ein Aha-Effekt wie sonst üblich bleibt in diesem Jahr aus. Allerdings soll Helene ihren Song „live“ gesungen haben – das wäre natürlich schon eine faustdicke Überraschung.

Als ersten Duettpartner hat sich die Entertainerin eine Schlagerlegende ausgesucht. Zusammen mit Howard Carpendale interpretierte sie einige von dessen großen Hits („Samstag Nacht“, „Ti amo“ und „Hello again!“) in einem Medley.

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Danach ging es mit der jüngeren Generation weiter. Aus seinem Album „Liebe“ präsentierte Mark Forster im Duett mit Helene den Titel „Wie früher mal dich“.

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Originell war der erste von drei Musical-Blocks der Show. Gemeinsam mit Kindern performte Helene ein Medley der Disney-Soundtracks von „Toy Story“ („Du hast’n Freund in mir“), „Pocahontas“ („Der Farbenspiel des Winds“), „Aladin“ („Flieg mit mir um die Welt“), „König der Löwen“ („Ich will jetzt gleich König sein“) und „Eiskönigin 2“ (top-aktuell singt Helene hier das neue Lied von Schneemann Olaf: „Wenn ich erst groß bin“).

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Mit „Castles“ hat die britische Sängerin Freya Ridings auch hierzulande einen großen Erfolg gelandet. Grund genug für Helene, diesen Song gemeinsam mit Freya in ihrer 2019er Show zu singen.

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Gemeinsam mit den aus Schottland stammenden Crossed Sword Pipes and Drums trug Helene Fischer dann den Klassiker „Amazing Grace“ vor – Flammen-Show inklusive. Lena Valaitis, die in Litauen ihre Wurzeln hat, hatte mit dieser Melodie einen großen Hit in Deutschland als „Ein schöner Tag“.

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Mit sehr großem Applaus (allerdings auch einigen Buhrufen intoleranter Fans, die nur die eigene Meinung als richtig ansehen,) wurde der Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier begrüßt, der seinen Fans ein Medley aus den Hits „Verdammt lang her“, „I sing a Liad für di“ und „Hulapalu“ präsentierte.

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Danach legte die libanesische Tanzgruppe Mayyas (zusammen mit Helene Fischer) einen spektakulären „Tanz der 100.000 Hände“ vor.

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Der US-Amerikanische Sänger Josh Groban präsentierte im Anschluss seinen Mutmachersong „Granted“.

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Ausnahmsweise nicht moderierend, sondern singend, präsentierte sich diesmal Michelle Hunziker, mit der Helene im Duett eine italienische Version des Andrea-Bocelli-Hits „Fall on me“ vortrug.

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Die Revue „Berlin Berlin“ spielt in den 1920er Jahren und haut in dieselbe Kerbe wie die TV-Serie „Babylon Berlin“. Die Inszenierung wurde von vielen Fans als eher altmodisch wahrgenommen. In Medleyform wurden die Titel „Puttin’ on the Ritz“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Mein kleiner grüner Kaktus“ und „It don’t men a thing (If It ain’t got that swing)“ präsentiert.

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Ein echtes Highlight seines aktuellen Albums stellte Roland Kaiser vor – „Liebe kann uns retten“ wurde von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Daniel Faust geschrieben, die bekanntlich auch als Songautoren für Helene Fischer tätig sind (z. B. „Unser Tag“). Übrigens – mit „Vincent“ haben die auch für Sarah Connor einen Riesenhit geschrieben – die war aber leider nicht bei der Helene-Fischer-Show 2019 mit an Bord – schade eigentlich…

Auch eine Helene Fischer war einmal ein junges Mädchen und hatte Teenieidole. Bei ihr waren das die Backstreet Boys. Da lag es natürlich nahe, das Bandmitglied Nick Carter einzuladen – gemeinsam mit ihm sang Helene ein Medley der größten Hits der Backstreet Boys, nämlich „Quit playing games (with my heart)“, „I want it that way“, „Larger than life“ und „Everybody (Backstreet’s back)“.

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Gemeinsam mit Martina Hill hat Helene Fischer sich im „Backstage“-Sketch über die heutigen Zeitgeist-Stars wie Kim Kardashian lustig gemacht und auch augenzwinkernd den Twerking-Tanzstil parodiert. Hill gibt die etwas einfältige Teenie-Influencerin Larissa, die Helene in Modefragen „berät“. Und weil man mit dem Namen „Helene“ nach Larissas Meinung kein Star werden kann, wurde die Sängerin einfach in „Harley“ umbenannt.

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Mit „194 Länder“ präsentierte Mark Forster ein zweites Lied aus seinem Album „Liebe“ – diesmal als Solist.

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Im Vorfeld wurde schon kommuniziert, dass Helene zusammen mit Thomas Gottschalk (alias Professor Henry Higgins), Mark Keller (Oberst Hugh Pickering) und Heinz Hoenig (Alfred Dolittle) dem Musical-Klassiker „My Fair Lady“ neues Leben einhauchen würde. Versprochen wurde eine „ganz besondere Inszenierung“. Hier und da hat es insbesondere bei Thomas Gottschalk und Heinz Hoenig am Freitag etwas mit dem Vollplayback gehapert. Helene übernahm die Rolle als Eliza Dolittle. Am zweiten Aufzeichnungstag startete das Musical mit einer Panne, bei der Helene süffisant zu Thomas Gottschalk (scherzhaft) zischte: „Kaum bist DU da, Thomas, geht was schief“. Zu hören waren die Songs „Wäre det nich wundaschön“, „Mit nem kleenen bisschen Glück“, „Es grünt so grün“ und „Bringt mich pünktlich zum Altar“.

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Mit „Sinfonie meines Lebens“ hat Howard Carpendale ein bemerkenswert erfolgreiches Album veröffentlicht. Aus dem Album spielte er den Titel „Wenn der Vorhang gleich fällt“.

Mit Gregorian folgte eine Band, die im Stil des gregorianischen Chorals mittelalterlicher Möche singt und ensprechend mit Mönchskutten bekleidet sind. Die Jungs, die 2016 sogar beim deutschen Vorentscheid zum ESC mitwirkten, untermalten Helene Fischer beim inbrünstig vorgetragenen Lied „Wenn du lachst“.

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Zusammen mit Oonagh, die sich als „Lady in red“ präsentierte, und dem Zirkusprojekt „Mother Africa“, sang Helene den Titel „Kuliko Jana – Eine neue Zeit“.

Aus ihrem noch immer aktuellen Album „Helene Fischer“ präsentierte die Künstlerin den von Kristina Boch komponierten Song „Sowieso“ im Stil der Stadion-Tour 2018 (Muscheln und Quallen inklusive).

Auch 2019 darf eine Akrobatik-Nummer nicht fehlen. Eine beeindruckende Stangen-Akrobatik absolvierte Helene zusammen mit Julio Batistta. Der Cirque-du-solieil-Akrobat arbeitet schon länger mit Helene zusammen – wer gehofft hatte, Helene würde mit ihrem Lebensgefährten Thomas Seitel auftreten, wurde enttäuscht. Überhaupt äußerte sich Helene nicht zu ihrer privaten Lebenssituation.

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Gemeinsam mit Roland Kaiser sang Helene den Riesenhit „Shallow“ aus dem US-Filmerfolg „A Star Is Born“ – schon ein Wagnis, wenn man bedenkt, dass die „Vorbilder“ Lady Gaga und Bradley Cooper damit bei der Oscar-Verleihung abgeräumt haben. Diese Vorlage ist natürlich fast unerreichbar, aber Helene und Roland haben durchaus viele Fans mit ihrem Live-Gesang überzeugen können.

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Auch mit dem Volks-Rock’n’Roller wurde ein Duett produziert. Zusammen mit Andreas Gabalier performte Helene ein heißes Medley mit Rock-Klassikern. Auf die Ohren (und Augen) gab es „You shook me all night long“, „Sharp Dressed Man“ und „Achy Breaky Heart“.

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Mit Josh Groban, der laut Helene „öfter in meinem Wohnzimmer stattfindet“, sang Helene mit „Angel“  einen Klassiker von Sarah McLachlan. Den Titel nahm Helene zum Anlass, ihrem langjährigen Manager Uwe Kanthak zu danken. Genau der Song – „Angel“ – befand sich auf dem Demotape, das Helenes Mutter Uwe damals hat zukommen lassen. Uwe Kanthak war es, der Helenes Potenzial damals erkannt hatte, wofür sich Helene noch einmal herzlich bedankte. Übrigens – auch Helenes Eltern sollen in Düsseldorf gesehen worden sein, ebenso ihr langjähriger Produzent und Songautor Jean Frankfurter mit Gattin. –

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Den Song „Herzbeben“ sang Helene in einer besonderen Tanzversion, auch der Song stammt aus ihrem 2017er Erfolgsalbum „Helene Fischer“.

Es wurde wieder Zeit für ein Musical. Auch in „Die Päpstin“ wusste Helene, zum Schluss hin im vollen Papst-Ornat, zu überzeugen. Vorgetragen wurden die Songs „Einsames Gewand“ und „Das bin ich“. Standesgemäß wurde Helene sogar die Papstkrone aufgesetzt.

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Zu später Stunde präsentierte sich ein gut gelaunter Bülent Caylan, der am ersten Aufzeichnungstag die Düsseldorfer sogar zu recht später Stunde zu einer La Ola bewegen konnte.

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Bei der TV-Show „The Masked Singer“ wusste der Comedian zu überzeugen – insbesondere mit einer Heavy-Metal-Version von Helenes größtem Hit „Atemlos durch die Nacht“. Grund genug, für Helene, mit dem Mannheimer diese Version zusammen zu performen – begleitet von einigen großen Engeln im Hintergrund, die an den Bülent aus „The Masked Singer“ erinnerten.

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Nachdem die Stimmung nun auf dem Höhepunkt war, kam als Schlussact „ausgerechnet“ Engelbert auf die Bühne. „Ausgerechnet“ deshalb, weil ihm dafür nach Meinung vieler Fans die Aura fehlte und mit seinem neuen Solotitel „Don’t Let the Old Man In“ die gerade auf dem Siedepunkt befindliche Stimmung doch sehr nach unten drückte.

Gemeinsam mit dem Weltstar sang Helene dessen Klassiker „Please Release Me“. Bei der ersten Aufzeichnung lief der im Anschluss an seinen Auftritt weg und ließ Helene quasi „im Regen stehen“ statt noch kurz mit der Gastgeberin zu reden – eine der witzigen Pannen, die nur das Livepublikum mitbekommen hat. Man hat ihn an das Ende der Show gesetzt – leider konnte der Altstar die Erwartung an ein besonderes Highlight (Motto „das beste zum Schluss“) nicht mal ansatzweise erfüllen.

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Mit „Allein im Licht“ („Allein im Licht verwundbar und auch stark. So siehst du mich.“) aus dem Album „Für einen Tag“ setzte Helene Fischer ein stimmiges Gänsehaut-Lied an den Schluss.

Was gibt es noch zu sagen? – Zunächst: Sehr auffällig war, dass der „Einheizer“ am Freitag, Markus Schöffl, am zweiten Tag durch René Travnicek rsetzt wurde – ob das an vielfach geäußerter deutlicher Kritik in den Netzwerken gelegen haben könnte, ist uns nicht bekannt, jedenfalls ist nach unseren Recherchen René weit besser angekommen – der Wechsel war also offensichtlich vernünftig. (Im Vorfeld war zu lesen, dass Schöffl bei beiden Aufzeichnungstagen dabei sei).

Neben den bereits genannten Gästen wurden viele Veteranen des „Farbenspiel“-Teams gesichtet – als da wären die Fotografin Sandra Ludewig, Make-Up-Artist Serena Goldenbaum und Hairstylistin Marie Geiger. Helene sah wie immer einfach nur umwerfend aus, was übrigens auch für ihre Kostüme galt.

Helene selbst war zwar zu Beginn noch etwas angespannt, dann aber gewohnt charmant und souverän und hat selbstsicher durch die nach ihr selbst benannte Show geführt. Dabei hat sie ihr Publikum – anders als bei ihren eigenen Konzerten – gesiezt und Floskeln wie „Ihr Lieben“ weitestgehend vermieden.

Sehr ärgerlich war, dass viele „Ultras“ schon bei Engelberts Vortrag nach vorne stürmten und damit hier den Altstar, aber auch sicherlich Helene, mit ihrem Bühnensturm sehr gestört haben. Zu diesem leider recht rücksichtslosen Verhalten verlor die Gastgeberin kein Wort, sondern verabschiedete sich dennoch höflich von ihrem Publikum. Möglich ist natürlich, dass solche Fanaktionen dazu führen, dass künftig ein Graben zwischen Publikum und Bühne aufgebaut wird. Auch wenn Fan-Nähe zum Finale natürlich schön ist, ist es natürlich gegenüber einem Engelbert respektlos.

Auch in diesem Jahr haben Helene Fischer und ihr Team wieder eine gute Mischung gefunden. Was vielleicht fehlt, ist der absolute Topact oder die absolute Überraschung – einer der Namen Florian Silbereisen, Sarah Connor oder Robbie Williams wäre hier sicher das Tüpfelchen auf dem i gewesen – aber auch so ist Helene natürlich eine Klasse für sich – das ZDF kann froh sein, dass Helene ihre neunte Weihnachtsshow auch wieder mit dem ZDF produziert hat. Wir freuen uns jedenfalls schon auf den Ersten Weihnachtsfeiertag, also auf den 25.12.2019, wenn die Helene-Fischer-Show 2019 ausgestrahlt wird.

Für die Fans etwas traurig: Über neue Projekte, Shows, Tonträger und / oder Tourneen gab es kein Wort von Helene. Sie wünschte allen allerdings ein frohes 2020 – was in diesem Jahr in Sachen „Helene Fischer“ ansteht, das bleibt weiterhin spannend…

Fotos: ZDF, Sandra Ludewig
Text: Stephan Imming

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GÖTZ ALSMANN: Im November erscheint sein neues Album „L.I.E.B.E.“ 0

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Alle drei Jahre wieder…

Zwischen 1995 und 2011 hat der Vollblutmusiker, Entertainer und Jazzer GÖTZ ALSMANN alle zwei Jahre ein neues Album veröffentlicht. 2011 erschien mit „In Paris“ der erste Teil einer Album-Trilogie (2014 folgte „Am Broadway“ und 2017 „In Rom“), die viel Aufmerksamkeit erreichte und teilweise preisgekrönt war. Die Frequenz neuer Alben liegt nun bei drei Jahren – folglich war 2020 ein neues Album fällig, mit dem GÖTZ ALSMANN einmal mehr die Musikgenres Schlager und Jazz in seiner unnachahmlichen Art vereint.

UDO-JÜRGENS-Cover

In der von ROLAND KAISER moderierten Show „Liebe kann uns retten“ sang GÖTZ ALSMANN live(!) Klassiker von UDO JÜRGENS. Auf seinem Album „Gestatten…“ interpretierte GÖTZ ALSMANN schon einmal einen UDO-Klassiker: „17 Jahr, blondes Haar“. Nun, 23 Jahre später, ist es wieder so weit. UDOs Klassiker „Was ich dir sagen will“ ist einer der Titel auf dem neuen Album von GÖTZ ALSMANN.

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Es gibt kaum etwas höher Einzuschätzendes oder auch künstlerisch Wertvolleres als ein völlig eigenes Genre zu begründen, einen unverkennbaren Stil zu entwickeln, eine höchst individuelle Stimme zu platzieren – und dabei stets auch neue Pfade zu beschreiten, überraschende Ergebnisse abzuliefern und das Publikum allerorten zu begeistern. Götz Alsmann schafft dies konstant auf brillante Art und Weise, und tut es inzwischen über Dekaden hinweg (… naja, wir werden alle nicht jünger).

Dabei ist der berechtigt als Meister des deutschen Jazz-Schlagers zu bezeichnende Sänger und Musiker auf den unterschiedlichsten Instrumenten nicht nur im Studio oder auf der Live-Bühne präsent. Er erweist sich zudem als regelrechtes Allroundtalent. Ob als langjähriger Co-Moderator der gefeierten TV-Show »Zimmer frei« oder als Radio-DJ (einst als »Professor Bop«, heute mit »Go, Götz, Go« und »WDR 3 persönlich«, als Präsentator von klassischer Musik in der ZDF-Sendung »Götz Alsmanns Nachtmusik«, Schöpfer u.a. einer Michael-Jary-Revue für das Stadttheater Münster oder als Hörbuch-Sprecher, der studierte Doktor phil. der Musikwissenschaft schlägt sich auf allen möglichen medial-kulturellen Ebenen bestens. Und Honorarprofessor für die Geschichte der Popularmusik an der Uni Münster ist er auch noch. Der Begriff Langeweile dürfte in seinem Sprachschatz fehlen.

Natürlich aber steht die tatsächliche Musiker-Karriere immer im Zentrum seiner Aktivitäten. Mit seinem neuesten Projekt, dem Studio-Album »L.I.E.B.E.«, kehrt Götz Alsmann dabei zurück zum guten, alten, wahren deutschen Schlager-Liedgut. Zitat Alsmann: »Nach Alben und Tourneeprogrammen, die sich im Laufe des letzten Jahrzehnts vorwiegend mit den Schlagerwelten der Franzosen, der Italiener und des Broadway auseinandersetzten, drängte es mich, wieder einmal anzudocken an die große Tradition der letzten hundert Jahre deutschsprachiger Schlagergeschichte.«

Die Rede ist hier zum einen von der erfolgreichen, auf dem berühmten Jazz-Label Blue Note veröffentlichten Album-Trilogie »In Paris« (2011), »Am Broadway« (2014) und »In Rom« (2017), zum anderen von seinem Faible für die unerschöpfliche und kunterbunte Schlagerkunst der Vergangenheit. Dort entdeckt er immer wieder Altes und fördert es aktualisiert und aufgefrischt als Neues zu Tage, legendäre oder fast schon vergessene Komponisten wie der bereits erwähnte Michael Jary, Rudolf Nelson oder Heinz Gietz, Textautoren wie Bruno Balz, Hans Bradtke und Hans Fritz Beckmann, Interpreten wie Rudi Schuricke, Zarah Leander, Caterina Valente oder die 3 Travellers. Mit dieser aktuellen Lied-Kollektion knüpft er wiederum auch an seine ersten beiden Blue Note-Platten an, »Mein Geheimnis« (2007) und »Engel Of Teufel« (2009). »L.I.E.B.E.« ist seine inzwischen sechste Veröffentlichung auf Blue Note.

Die Palette der von ihm für das neue Album ausgewählten Lieder reicht von Bert Kaempferts Mitt-60er-Komposition »L.I.E.B.E.« als Opener – Nat King Cole machte es als »L.O.V.E.« global unsterblich – bis hin zum Ilse Werner-Titel »Die kleine Stadt will schlafen geh’n« von 1940 als Finale. Dazwischen finden sich Pretiosen wie »Man müsste Klavier spielen können« von Johannes Heesters aus dem 1941er-Tonfilm »Immer nur Du«, hier in einer Rockabilly-Version zum Besten gegeben, Greetje Kauffelds sarkastische Liebhaber-Abrechnung »Nur eine schlechte Kopie« von 1961 oder »Was ich Dir sagen will« aus der Feder von Udo Jürgens und Joachim »Blacky« Fuchsberger.

Zitat Alsmann: »Ein brasilianischer Bossa-Nova-Klassiker und ein amerikanischer Folksong sind samt ihrer historischen deutschen Texte auch mit im Boot – zwei meiner ewigen Favoriten. Man betrachte sie als exotische Würze des Ganzen.« Dabei handelt es sich um »Samba de Verão« von Marcus Valle, damals Ende der 1960er auf deutsch gesungen von France Gall (»So einen jungen Mann«), sowie um »Greenfields« von den Brothers Four, das seinerzeit vom Chansonier Jean-Claude Pascal gecovert wurde (»Wo sind die Felder«).

Für die eigentlichen Aufnahmen begab er sich im Sommer 2020 mit seinen altbewährten Musikern Altfrid Maria Sicking (Vibraphone, Xylophon, Trompete), Ingo Senst (Kontrabass), Dominik Hahn (Schlagzeug) und Markus Paßlick (Perkussion) zum einen in Berlin für eine Woche ins legendenumwobene »Hansa-Studio 1«, zum anderen stand im Norden der Hauptstadt im »b-sharp Studio« das Swonderful Orchestra unter der Leitung von Fabrizio Ventura parat, um einige Songs noch orchestral zu veredeln. Mit dem renommierten deutschen Produzenten Christoph Israel stand ihm ein Mann zur Seite, dessen Vita der Zusammenarbeit vor allem Max Raabe, Dominique Horwitz und Annette Humpe verzeichnet. Als Toningenieur an den Reglern fungierte der zweifache Grammy-Gewinner Philipp Nedel.

Zusammen mit allen Beteiligten gelingt es Götz Alsmann hier erneut auf faszinierende Weise, mit feinen Arrangements, dezent-impulsivem Spiel der Band oder des Orchesters und seiner unverkennbaren, einfühlsamen Stimme, genau jene spannende musikalische Atmosphäre zu erzeugen, die das Publikum … ja, entzückt ist das passende Wort. Was kaum ein Wunder ist, denn er erklärt in den Liner Notes: »Oft aalten wir uns in den Glücksmomenten, die sich immer dann einstellen, wenn Schlager und Jazz einander die Hände reichen.«

Das Album »L.I.E.B.E.« erscheint als Standard-CD mit jeweils 18 Tracks. Die separat erhältlichen Special Editions als Digipack-CD und Doppel-Vinyl-LP warten mit zwei Bonus Tracks auf.

Götz Alsmann, Jahrgang 1957, lebt weiterhin im westfälischen Münster, seiner Geburtsstadt. Seit 1982 veröffentlicht er Schallplatten unter eigenem Namen (u.a. mit den Sentimental Pounders 1985 den Chart-Hit »People Are People«), seit gut 20 Jahren konzentriert er sich vornehmlich auf Musik mit deutscher Sprache. Einige seiner Aufnahmen wurden mit Preisen versehen (Echo Jazz, Goldene Stimmgabel). Für die 2016 nach 20 Jahren und fast 700 Folgen beendete TV-Sendung »Zimmer frei« (WDR) erhielt er 2000 zusammen mit Christine Westermann den Grimme-Preis und 2016 den Deutschen Comedypreis (Sonderpreis).

Tracklist

  1. L.I.E.B.E.
  2. So einen jungen Mann
  3. Man müsste Klavier spielen können
  4. Unter den tausend Laternen
  5. Musik liegt in der Luft
  6. Was ich dir sagen will
  7. Gestern Abend ging ich aus
  8. Der Sommerwind
  9. Ganz leis‘ erklingt Musik
  10. Amigo
  11. Nur eine schlechte Kopie
  12. Mein Herz hat heut Premiere
  13. Sag mir nie wieder „Je t’aime“
  14. Du darfst mir nie mehr rote Rosen schenken
  15. Zauberlied
  16. Liebe ist doch kein Ringelreihen
  17. Wo?
  18. Die kleine Stadt will schlafen gehen

Quelle: Blue Note / Universal

HELENE FISCHER: Nun kommt 2020 doch noch eine CD 4

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Überraschend doch noch neues Album 2020 – mit „Best Of HELENE-FISCHER-Show“

Das „Team HELENE“ hat die Fans von HELENE FISCHER mit einer großen Überraschung erfreut: Ab morgen ist das Album „Die Helene-Fischer-Show – meine schönsten Momente Vol. 1“ vorbestellbar.

Deluxe Edition mit DVD und Fotobuch

Das Album erscheint in zwei Konfigurationen:

  • Doppelalbum (2 CD mit 24-seitigem Booklet) und
  • Deluxe Edition (2 CD, 1 DVD, 1 BluRay, 60-seitiges Fotobuch).

Inhalte des Albums

Das Album beinhaltet Duette, Klassiker, Megahits und „jede Menge Gänsehautmomente“. Wir gehen davon aus, dass die Originalaufnahmen der ZDF-Show, in der ja hochprozentig Vollplayback gesungen wurde, nun veröffentlicht werden.