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RALPH SIEGEL: Schafft er es 50 Jahre nach seinem 1. ESC-Beitrag noch mal in den deutschen Vorentscheid?

RALPH SIEGEL: Er ist und bleibt ESC-Idealist

Mit Sicherheit hat kein Deutscher auch nur annähernd so viel Reputation und Erfolg für den Grand Prix Eurovision bzw. ESC getan wie RALPH SIEGEL. Und dabei geht es nicht nur um seinen ersten Sieg für Deutschland (“Ein bisschen Frieden” aus 1982 ist aktueller denn je), sondern auch um unzählige großartige Klassiker wie “Theater”, “Johnny Blue”, “Dschinghis Khan”, “Lass die Sonne in dein Herz” und viele andere. Seine allererste ESC-Teilnahme war 1974. Über seinen Verlag schaltete er eine Anzeige und ließ schon damals die Republik wissen, warum er seinen Schützling IREEN SHEER für Luxemburg ins Rennen schickte (für Deutschland waren CINDY & BERT gesetzt, der Erfolg der “Sommermelodie” ist bekannt):

Bild von Schlagerprofis.de

Gewinnen konnte IREEN nicht – siegreich waren vor 50 Jahren bekanntlich ABBA. Aber selbst die BRAVO hat IREEN Hitpotenzial attestiert und schrieb damals:

IREEN SHEER singt beim heurigen Grand Prix der Eurovision für Luxemburg: “Bye bye I love you” gehört zur Familie der Ohrwürmer und hat gewiss eine solide Chance, sich beim Sängerkrieg von Brighton durchzusetzen.

Bei der Premiere gab es einen sehr respektablen Platz 4 für IREEN SHEER – nur einen Punkt hinter den damals sehr populären MOUTH AND MACNEAL. Siegreich war ABBA mit Waterloo. Schon damals hat der damals federführende Hessische Rundfunk sich dazu entschieden, ohne Vorentscheid die von WERNER SCHARFENBERGER und dem einflussreichen KURT FELTZ geschriebene Nummer “Sommermelodie” zu entsenden. Die Quittung gab es schon vor 50 Jahren: Mit zwei anderen Titeln zusammen landete der Song auf dem letzten Platz.

Wir finden: Wer so wie RALPH SIEGEL für den ESC seit Jahrzehnten brennt, sollte doch zumindest die Chance bekommen, bei einem fairen Vorentscheid mitzumachen. Wenn das Publikum (und nicht irgendwelche Gaga-Juroren) dann anders entscheidet, ist es eben so, dass die Zeit des Großmeisters in Sachen ESC vorbei ist. Viel schlechter als das, was in den letzten Jahren abgeliefert wurde, kann es nach unserer bescheidenen Meinung nicht laufen.

Antreten will SIEGEL mit einer DSDS-Teilnehmerin, die sich bei der Castingshow zum deutschen Schlager bekannt hat: AILEEN SAGER, die bei der diesjährigen DSDS-Staffel den 7. Platz geholt hat. Ob das für den ESC reicht, kann man durchaus kritisch sehen. Wenn aber der Song stimmt und jemand wie RALPH SIEGEL sich darum mit voller Energie kümmert, könnte das stimmig sein. Und selbst wenn nicht, wäre es doch schön, wenn 50 Jahre nach dem ersten ESC-Anlauf quasi “DEM” ESC-Veteranen schlechthin noch einmal eine Chance gegeben wird.

 

 

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2 Responses

  1. Vollkommen OK wenn Ralph Siegel am Vorentscheid teilnimmt. Würde ihm auch einen Sieg sehr gerne gönnen. Doch Aileen Sager….???…. wenn ich mir auf YT die Auftritte ansehe ist die Stimme noch sehr dünn. Nur schönes Aussehen ist zu wenig um in die Top 10 beim Finale zu kommen.

  2. Ich würde es sein lassen.Er wird bald 80 und er ist Gesundheitlich angeschlagen.Dieser Song Contest ist das nicht mehr wie vor Jahren da waren Welterfolge dabei.Die letzten Sieger waren Gewöhnungsbedürftig.

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