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STEFAN MROSS: Zuspruch von der Stauferkrone
In der Schlagerbranche gibt es großen Protest gegen das mögliche Aus der ARD-Sendung Immer wieder sonntags mit STEFAN MROSS. Bei einem Treffen von rund 80 Musikschaffenden vor dem Wettbewerb Stauferkrone in Donzdorf sprachen sich alle klar dafür aus, die Sendung zu erhalten. Sie betonen, dass Schlager und volkstümliche Musik fest zur deutschen Kultur gehören und auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ihren Platz haben sollten. Umfragen zeigen zudem, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung diese Musik gerne hört.
Viele Beteiligte der Veranstaltung sehen das Ende der Sendung als schweren Schlag für die gesamte Branche. Die Show habe über viele Jahre Künstlern eine wichtige Bühne geboten – besonders Nachwuchstalenten und Musikern ohne große Streaming-Reichweite. Ohne solche Formate drohe dem Schlager weniger Sichtbarkeit im Fernsehen. Deshalb fordern die Musiker und Produzenten vom SWR und der ARD, die Sendung weiterzuentwickeln statt abzusetzen und mehr neue Formate für Schlager zu schaffen. Auch Live-Auftritte und die Förderung junger Künstler sollen stärker unterstützt werden, damit die Musikrichtung nicht weiter an Bedeutung verliert. – DAS ist die Meinung der Stauferkrone, die durchaus nachvollziehbar ist.
Viel Zuspruch für STEFAN MROSS
Leider nur sehr zaghaft (, was bezeichnend ist,) und doch vernehmbar, gibt es Kollegen, die mit „Arsch in der Hose“ zu „Immer wieder sonntags“ stehen und ihren Unmut bekunden. Der Verlust von „Immer wieder sonntags“ ist auch ein schwerer Schlag für die Freunde des Schlagers. Man darf aber auch einige Aspekte nicht vergessen – zum Beispiel, dass das Erkennen von gutem Nachwuchs eigentlich nur bei Livegesang möglich ist, wie er bei DSDS und anderen Castingshows normal ist, bei IWS aber (fast?) nie möglich war. Und ob die Qualität der Teilnehmer immer soo gut war? Darüber mag man streiten, ein wirklich großer Name ist jedenfalls nie aus den „Sommerhitkönigen“ hervorgegangen.
Das passt zu einem sehr interessanten kritischen Statement, das der legendäre TV-Produzent HOLM DRESSLER auf Social Media veröffentlicht hat. Er hat uns erlaubt, seine Betrachtung zur Schlagerszene hier zu veröffentlichen. Wir finden seine Einlassungen absolut richtig und nachvollziehbar und korrekt:
Eine Lehrstunde in Sachen Schlager-Musik?Am vergangenen Samstag war ich – zusammen mit weiteren Kolleginnen und Kollegen aus dem Musik- und Medienbusiness – als Juror für den internationalen Schlagerwettbewerb „Stauferkrone“ in Donzdorf dabei. Es hat mir großen Spaß gemacht und mein uneingeschränktes Lob verdient der Veranstalter Rüdiger Gramsch, der seit vielen Jahren mit Herzblut diese Gala auf die Beine stellt.Obwohl meine musikalischen Wurzeln eher bei der Rockmusik liegen, war ich einfach neugierig darauf, welche Musik heute als Schlager präsentiert wird und ob innerhalb dieses beliebten Genres auch eine Vielfalt existiert.Die Antwort war schnell gefunden: leider existiert keinerlei Vielfalt beim deutschen Schlager! Wirklich schade! Warum ist das so?Wenn man die KI fragt, kommt folgende Antwort: „Dass aktueller deutscher Schlager oft so gleichförmig klingt, liegt vor allem an seiner konsequenten Ausrichtung auf Tanzbarkeit und Massenkompatibilität. Die harten Schläge auf 1 und 3 sowie die dumpfen Bassrhythmen sind das Ergebnis gezielter Produktionsentscheidungen, die ein „Sicherheitsnetz“ für das Publikum schaffen sollen. Fast jeder moderne Schlager ist im 4/4-Takt geschrieben und auf den Discofox-Grundschritt optimiert.Da dieser Tanz ein sehr klares, rhythmisches Gerüst benötigt, bleiben Experimente mit dem Takt aus, um die Tanzfläche nicht zu „verlieren“. Technisch wird oft ein „Pumping“-Effekt erzeugt (Sidechaining). Moderne Songs werden am Computer exakt auf ein digitales Zeitraster gezogen (Quantisierung). Menschliche Nuancen oder leichte Temposchwankungen, die Musik lebendig machen, werden entfernt, damit der Song perfekt zu den DJ-Mixen in den Tanzlokalen passt.“Aha, dann ist mir alles klar! Aber wenn das wirklich so ist, schafft sich der Schlager bald selbst ab. Mein Appell an die Schlagerproduzenten wäre deshalb: Beweist künftig mehr Mut zur Vielfalt! Denn Balladen und Hymnen, Chansons und Partykracher sowie Storytelling-Songs sollten auch zum deutschsprachigen Schlager-Standard gehören! Übrigens. die Plätze ein und zwei der „Stauferkrone“ waren deshalb einstimmige Entscheidungen der Jury, weil sie aus der Masse hervorstachen. Bei Platz drei wurde es schon schwieriger… Trotzdem: es hat Spaß gemacht, dabei zu sein!












7 Kommentare
Wo sind die großen Balladen hin im deutschen Schlager? Klar will man auch tanzbare Songs aber selbst eine Michelle machte in den letzten Jahren mehr auf Hupfdudelmusik. Die Vielfalt ist aber generell in den letzten Jahren verschwunden. Auch muß einem ja zu denken geben wenn Beatrice Egli und Helene Fischer sich komplett vom Schlager losgelöst haben. Was definitiv fehlt ist eine Hitparade im TV wo der Zuschauer selbst entscheiden kann. Aber bitte nur 3 x mal dabei sonst endet es wie die Schlümpfe.
Finde das gut was dort gesagt und gefordert wird. Bernhard Brink veröffentlicht einen Song neu. Wo bitte soll man den dann hören und auch sehen (und unzählige andere) wenn es keinen Schlager mehr im TV gibt?! Vielleicht noch im Fernsehgarten, aber natürlich nicht bei Silbereisen und Zarella. Hier sieht man wohin es führt wenn man unzählige mal z.B. eine Maite Kelly hintereinander bei Zarella sieht. Absolute Eintönigkeit. Finde es gut das Volker es anspricht das eine Fischer und Egli sich längst vom Schlager verabschiedet haben. Man hat übrigens den Eindruck das dies bei einigen in der Schlagerbranche noch nicht angekommen ist.
Es ist eine Schande und traurige Wirklichkeit) dass man in Deutschland nicht zur deutschen „Schlagermusik“ bzw. guten deutschen Musik steht. In welchem TV Format kann man denn noch deutsche Musik hören uns sehen?
Früher wurden neue deutsche (Schlager) Musik im TV präsentiert. So z.B. (ok es ist schon lange her ) aber durch die visuelle Umsetzung der CD „Berührungen“ von Gitte Haenning hat Gitte damals ihre erste Goldene Schalplatte erhalten- wunderbar.
Die letzte CD von Katja Ebstein „Witkiewicz“ ist wunderbar und zudem auch anspruchsvoll und das in deutscher Sprache. Problem ist nur das dieses Songs wohl zu viel Niveau haben/hatten um im Radio oder TV gespielt /präsentiert zu werden (z.B. der Song „Was gehtś uns an“). Einziger Moderator der immer dazu gestanden hat war Dieter Thomas Heck.
Mein Wunsch:
1. Wiedereinführung der deutschen! ZDF Hitparade zu einer vernünftigen Zeit (damit meine
ich durchaus abends 19.30 Uhr)
2. Präsentation von neuen deutschen CDś die teils in Form von Videos präsentiert werden ;
somit wird die komplette CD bekannt und auch die Songs die nicht ausgekoppwelt werden
aber gffs. interessanter sind.
3. Quoteneinführung für deutsche Songs im TV und Radio.
4.Wiedereinführung des Formats „Deutsche Schlagerfestspiele“ (Ich erinnere mich gern an den Erfolg von Nicole „Ein leises Lied“ (toller Text und Komposition) oder von Gaby Baginski (ok, das ist wirklich ein klassischer Schlager aber damit nicht minderwertig) „Männer tun nur das was sie wollen .-. es wurde ein Riesenhit für Gaby B.)
5. Alle haben das Recht gehört zu werden auch Menschen die deutsch Schlagermusik gut finden- dafür zahlen wir unter anderem auch ie Gebühren. Wenn es nach mir geht kann man sämtlicihe Fußballübertragungen im freien TV streichen – denn es interesiert mich nicht,. Dennoch tolleriere ich es fordere, dass dies auch mit der deutschen Schlagermusik passiert. (Tolleranz/Akzeptanz und Sichtbarkeit),.
Was soll man dazu noch sagen… zusammen mit dem Artikel über Howard und Roland und Demographie… da lässt sich einfach nichts anderes zu sagen, als dass der Schlager sich selbst abschafft. Ich stimme vielem zu, was da geschrieben wurde in Artikel und Kommentar. Dass eine Helene sich schon lange vom Schlager verabschiedet hat mehr oder weniger, was ich auch schon seit Jahren predige jetzt und trotzdem irgendwie bei einigen immer noch nicht angekommen ist, ist doch das Sinnbild. Bei Beatrice ist es meiner Meinung nach schwieriger das zu behaupten. Ich finde zwar auch, dass sie definitiv schon lange den Sprung zu ziemlich poppigen Popschlager gemacht hat, es ist aber in meinen Augen noch gerade so in großen Teilen Schlager.
Die nackte Wahrheit ist einfach… das Talent fehlt, vorne und hinten. Die Künstler von heute sind doch überhaupt nicht vergleichbar mit denen von den 60ern und 70ern. Die konnten richtig singen. Bei allem Respekt, aber wenn ich sehe, wie sehr ein Ben Zucker oder eine Kerstin Ott hochgejubelt werden, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Was Ben Zucker macht hat echt nicht soooo viel mit Singen zu tun und eine Kerstin Ott hat diesbezüglich auch nur sehr begrenzte Möglichkeiten und 0 Bühnenpräsenz. Da komm ich aber direkt zum anderen Punkt, der auch hier Mittelpunkt des Artikels ist. Wenn es schon reicht, dass eine Kerstin Ott Lieder singt, die nicht absoluter 0815-Schlager sind, um so erfolgreich zu sein, dann gute Nacht. Ich habe den Artikel hier gelesen, nachdem ich aus Interesse in Sonia Liebings neues Lied reingehört habe und es spiegelt GENAU wider, was hier thematisiert wird. Es ist einfach zu 95% der gleiche Bumms, wie (wahrscheinlich, ich hab’s nicht kontrolliert, aber gefühlt ist es so und das reicht ja leider schon gewissermaßen) das, was sie die letzten 10 Male veröffentlich hat. Die Instrumentalisierungen sind sich im gesamten Genre soooo ähnlich geworden, gefühlt benutzt jeder Produzent die gleiche Spalte in derselben Bibliothek in seinem Programm (wie auch immer das wirklich da so funktioniert, keine Ahnung), und das schlimmste ist, es hört sich einfach billig an.
Wo man aber auch mal ehrlich sein muss, ist, dass Schlager im Fernsehen schon eine absolut privilegierte Stellung hat, weil auch wenn eine zur Zeit nach der anderen eingestellt wird, wo sind denn die Musiksendungen für andere Genres? Die schaffen es aber zu überleben, gut, was der Schlager höchstwahrscheinlich auch immer tun wird, trotzdem ist da wenn überhaupt nur ein kleines Licht am Ende des Tunnels, weil die Künstler, die von anderen Kommentierenden als Nachwuchshoffnungen betitelt werden, da habe ich auch noch keinen von gehört, der Bäume ausreißt.
Helene hat (fälschlicherweise) ein Leuchtfeuer vor jetzt über 10 Jahren entfacht, was, obwohl es eigentlich Pop war, der immer noch als Schlager wahrgenommen wurde, nochmal ein bisschen Leben in die Branche gebracht hat, ist das mittlerweile verpufft, das zeigen die Zahlen, die hier in den Artikeln regelmäßig aufgeführt werden, deutlich. Schlager ist für talentierte, junge Musiker einfach total uninteressant geworden, eher sogar, oder leider ziemlich sogar, abstoßend. Ich denke einfach mal, das liegt zu einem großen Teil daran, dass Schlager in so vielen Punkten so unehrlich ist. Denn das Vorurteil, dass Sänger, die nicht gut genug singen können und es deshalb mit Schlager versuchen, wie soll das denn effektiv bekämpft werden, wenn es von Seiten des ÖRR oder Jürgens etc. nicht möglich sei Livemusik in einer Musiksendung umzusetzen. Mit deren Bequemlichkeit das Konzept der Feste-Shows etc. nicht grundsätzlich zu überarbeiten, weil sie leider in großen Teilen der Schlagerfans immer noch viel viel zu gut damit wegkommen, machen sie nichts dagegen, dass man langsam hier sich selbst sein Grab schaufelt.
Das können wir eigentlich alles genau so unterschreiben (leider) – so sieht es wohl momentan aus…
Was mich dann ziemlich sprachlos zurückgelassen hat und auch so ein bisschen der Anstoß für den Gedanken (Kommentar) hier ist, dass Helene in Amsterdam jetzt in einer Talkshow!!! voll aufgefahren hat mit Band. Alles komplett live oder das allermeiste, dass man auf jeden Fall von einem klaren Liveauftritt sprechen kann. Da diskutiere ich auch immer wieder mal mit anderen Helene-Fans darüber, manche stimmen mir zu, manche flüchten sich dann in Ausreden, dass Helene in Deutschland ja gar nicht live singen könne, weil der ÖRR das nicht will und Verträge und Pipapo…
Ich blicke da nicht durch. Helene macht jedes Konzert live, wo nur das allerwenigste vom Band kommt gesanglich und wenn dann sind es nur Backgroundvocals, aber nie die Mainvocals. Sie betont, wie wichtig ihr das ist live zu singen und alles andere für sie Betrug am Fan sei. Vollkommen richtig auch so. Aber wieso „singt“ sie im Fernsehen dann so gut wie ausschließlich Playback? Das letzte Mal, dass sie (nicht in ihrer eigenen Show) bei einer Sendung live gesungen hat, müsste bei den Champions 24 gewesen sein. Wenn nicht exakt da, dann auch egal, weil es nicht großartig anders gewesen sein kann. Da hat sie 2 von 3 Auftritten live gesungen und nach einer HFS (23), wo viel verhältnismäßig live gesungen wurde, hatte ich die Hoffnung, dass sich das bessert. Ich wurde aber leider eines besseren belehrt. Wie gesagt, kam in anderen Sendung bis Mittwoch (höchstwahrscheinlich) nichts anderes mehr live und bei der HFS (24) gab es meiner Annahme nach nur 2! Liveauftritte, mit Gregor Hägele und mit Robbie Williams, was sehr enttäuschend war in meinen Augen.
Dagegen hat z.B. eine Andrea Berg in den letzten Jahren tatsächlich oft live gesungen. Die hätte ich zwar auch gegebenenfalls in meinem ersten Kommentar mit einbeziehen können, leider auch nur bedingt positiv, aber wieso ist das bei ihr möglich und bei Helene nur so selten, wenn es für Helene doch angeblich so eine Herzenssache ist live zu singen? Sollte man nicht meinen, dass wenn ein Künstler in der Branche genug Einfluss hat selbst zu bestimmen, ob er live singt oder nicht und groß genug ist selbst einem Jürgens das vorschreiben zu können statt andersherum, so nach dem Motto, du willst mich in deiner Sendung, weil ich Quote bringe, dann lass mich live singen oder ich komme nicht, ich muss nicht mehr in deinen Sendungen auftreten, ich hab die Wahl mittlerweile, dann ist das doch Helene. Ich raff‘ das einfach nicht. Bei ihr ist das in der kompletten DACH-Region so. Und dann tritt sie in einer niederländischen Talkshow auf und macht das, was man eigentlich von ihr auch hier erwarten könnte… Das muss ich ihr als Fan einfach vorhalten.
Habt Ihr vielleicht eine kleine Ahnung oder Erklärung, wie das sein kann, wenn Schlagersängerinnen (Andrea Berg) das irgendwie doch können und vor allem Popkünstler oft im ÖRR live singen (können), aber DIE „Schlagersängerin“ (dicke Anführungszeichen) (Helene Fischer) anscheinend nicht die Wahl hat oder ist sie tatsächlich in dem Moment einfach zu „faul“, um das zu machen, das könnt ihr ja dann aber nicht beantworten und würde kein gutes Licht auf Helene werfen…
Das wäre wirklich mal etwas, was ich Helene fragen wollen würde und dann sehe ich in Interviews immer wieder die gleichen dämlichen Fragen… Es ist zum Mäusemelken.