Inhaltsverzeichnis
NINO DE ANGELO: „Ich bin deutschlandweit der beste Sänger“ – ein Fall für PETER PETREL?
„Ich bin deutschlandweit der beste Sänger und Entertainer. Schade, dass mir niemand das Wasser reichen kann… Es langweilt mich allmählich…“
Mit diesem Instagram-Statement sorgt NINO DE ANGELO einmal mehr für Diskussionen. Selbstbewusstsein gehört im Showgeschäft zweifellos dazu – aber wer sich selbst öffentlich zum besten Sänger und Entertainer Deutschlands erklärt, muss damit rechnen, dass die Reaktionen entsprechend ausfallen.
PETER PETREL lässt grüßen
Unweigerlich fühlt man sich dabei an den Schlagerklassiker von PETER PETREL erinnert: „Ich bin viel zu bescheiden“. Dort heißt es sinngemäß: „Nobody is perfect – doch wär ich nicht viel zu bescheiden, würde ich einfach vollkommen sein.“ Treffender lässt sich der aktuelle Instagram-Beitrag wohl kaum kommentieren.
Passend dazu: Mittelfinger-Posting
Bemerkenswert ist zudem, dass NINO DE ANGELO erst kurz zuvor auf Instagram mit einer Mittelfinger-Pose für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Auch das ist natürlich Geschmackssache. Manch einer wird sich dabei allerdings an STEFAN EFFENBERG erinnert fühlen, dessen berühmter Mittelfinger seinerzeit erhebliche Konsequenzen nach sich zog – die WM 1994 war danach für ihn gelaufen.
Selbstbewusstsein trifft auf schwierigen Ticketverkauf
Nun könnte man solche Aussagen als humorvolle Provokation abtun. Allerdings treffen sie auf eine Tour, bei der nicht überall Euphorie herrscht. So berichtete t-online vor dem Bremen-Konzert, dass am Tag vor der Veranstaltung erst rund die Hälfte der Tickets verkauft gewesen sei. Hinzu kommt, dass u. a. in Spremberg ein Konzert der „Vivi la Vita“-Tour ersatzlos abgesagt wurde; offiziell wurden produktionstechnische Gründe genannt.
Spielt NINO DE ANGELO zu wenige seiner großen Hits?
Vielleicht stellt sich aber auch eine ganz andere Frage: Erwarten viele Besucher bei einem Künstler wie NINO DE ANGELO vor allem die großen Hits der vergangenen Jahrzehnte? Wer aktuelle Konzertberichte und Fanmeinungen verfolgt, liest nicht selten den Wunsch nach mehr bekannten Klassikern. Tatsächlich gehört meist nur „Jenseits von Eden“ fest zum Programm, während zahlreiche weitere große Erfolge aus seiner langen Karriere kaum oder gar nicht gespielt werden. Ob das den Ticketverkauf beeinflusst, lässt sich zwar nicht belegen – die Frage darf aber erlaubt sein.
Am Ende entscheidet das Publikum
Vielleicht wäre daher etwas mehr Bescheidenheit tatsächlich gar keine schlechte Idee. Oder, um es mit PETER PETREL zu sagen: Man muss nicht ständig betonen, wie großartig man ist – manchmal überlässt man dieses Urteil einfach dem Publikum.











