Stefan Mross

STEFAN MROSS: „Danke. Danke. Danke.“ – Abschied und Wut bei „Immer wieder sonntags“

STEFAN MROSS: Zwischen Dankbarkeit und Wut – bewegender Abschied von „Immer wieder sonntags“

STEFAN MROSS verabschiedet sich emotional von „Immer wieder sonntags“. Doch rund um das Ende der Kultsendung gab es nicht nur Tränen und Dankbarkeit, sondern auch deutliche Kritik am SWR.

Es war ein Abschied mit zwei sehr unterschiedlichen Gesichtern: Auf der Bühne von „Immer wieder sonntags“ zeigte sich STEFAN MROSS tief bewegt und fand zum Ende seiner letzten Sendung vor allem Worte des Dankes. Wenig später wurde beim anschließenden Empfang des SWR allerdings deutlich, dass hinter der emotionalen Fassade auch Enttäuschung und Wut über das Ende der Sendung stecken.

Nach insgesamt 31 Jahren „Immer wieder sonntags“ – STEFAN MROSS selbst war seit 2005 das prägende Gesicht der Sendung – ging am 6. September eine Ära zu Ende. Das Finale wurde für den Moderator zu einem hochemotionalen Moment. STEFAN kämpfte mit den Tränen und erklärte, dass er diesen Tag in seinem Leben niemals vergessen werde.

„22 Jahre voller Begegnungen, Erlebnisse, Erfolge“

In seinen nun veröffentlichten persönlichen Abschiedsworten schlägt STEFAN MROSS auf Social Media einen ausgesprochen versöhnlichen Ton an. Er spricht von „22 Jahren voller Begegnungen, Erlebnisse, Erfolge, Herausforderungen und gemeinsamer Erinnerungen“ und davon, dass die Arbeit nach so langer Zeit zu Heimat, Familie und einem Teil seiner selbst geworden sei.

Vor allem seinen Kollegen, seinem Team und den Fans möchte er Danke sagen. Die Zuschauer hätten die Sendung über all die Jahre begleitet, mit ihnen gefeiert und auch schwierige Zeiten mitgetragen.

MROSS blickt dabei bewusst nicht auf Quoten, Zahlen oder Ergebnisse zurück. Für ihn bleiben die Menschen, die Begegnungen, das gemeinsame Lachen und die vielen Erinnerungen.

„Diese 22 Jahre werde ich niemals vergessen“, schreibt der Moderator.

Doch hinter dem Abschied steckt auch Wut

So versöhnlich diese Worte klingen, so deutlich wurde rund um das Ende von „Immer wieder sonntags“, dass STEFAN MROSS mit dem Umgang des Senders mit der Kultsendung keineswegs durchweg zufrieden war.

Beim anschließenden SWR-Empfang soll STEFAN eine deutliche Wutrede gehalten haben. Nach übereinstimmenden Berichten kritisierte er, dass der Sender sich angesichts des Endes der Sendung selbst feiere, während sein Team und er traurig über die Absetzung seien. Gegenüber „Bild“ erklärte Mross anschließend, seine Rede sei bewusst vorbereitet gewesen. Er sei zu dem Empfang vor allem wegen seines Teams gekommen.

Damit bekommt der Abschied eine zusätzliche Facette: Der persönliche Abschied von den Menschen, mit denen Mross über Jahre gearbeitet hat, ist etwas anderes als sein Verhältnis zur Entscheidung des Senders.

Das passt durchaus zu seinen nun veröffentlichten Abschiedsworten. Denn wenn MROSS seinem Team für „Einsatz, Unterstützung und Zusammenhalt – besonders in schwierigen Zeiten“ dankt, klingt darin auch an, dass die vergangenen Jahre nicht ausschließlich von Sonnenschein geprägt waren.

Dankbarkeit für die Menschen – Kritik am Sender

Vielleicht liegt genau darin der Schlüssel zum scheinbaren Widerspruch zwischen seiner Wutrede und seinen nun ausgesprochen versöhnlichen Abschiedsworten.

STEFAN MROSS verabschiedet sich nicht wütend von den Menschen, die „Immer wieder sonntags“ zu dem gemacht haben, was die Sendung über Jahrzehnte war. Im Gegenteil: Ihnen gilt sein großer Dank.

Seine Kritik richtet sich vielmehr gegen den Umgang mit dem Ende der Sendung und die Verantwortlichen beim Sender. Das eine schließt das andere nicht aus.

Und so kann STEFAN gleichzeitig sagen, dass er mit Dankbarkeit geht – und dennoch enttäuscht darüber sein, wie diese Ära beendet wurde.

„Danke. Danke. Danke.“

Am Ende seiner Abschiedsbotschaft bleibt deshalb vor allem Dankbarkeit. Mross richtet sich an seine Fans, seine Kollegen, sein Team und alle Menschen, die ihn auf diesem langen Weg begleitet haben.

Seine letzten Worte sind denkbar schlicht:

„Danke. Danke. Danke.“

Danke für die Treue, den Zusammenhalt und das Vertrauen.

Und schließlich findet Stefan Mross einen Satz, der vielleicht besser als jeder andere beschreibt, was „Immer wieder sonntags“ für ihn bedeutet hat:

„Es war mir eine Ehre und ein Geschenk, diesen Weg mit euch zu gehen.“

So endet eine Ära, die für STEFAN MROSS offenbar zwei Seiten hat: große Dankbarkeit gegenüber den Menschen – und große Enttäuschung über den Umgang mit dem Ende.

Doch eines steht für ihn fest:

Was wir gemeinsam erlebt haben, kann uns niemand nehmen.

Von Herzen sagt Stefan Mross deshalb zum Abschied:

„Danke für alles.“

Foto: SWR, Wolfgang Breiteneicher

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