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UDO JÜRGENS: „Zeitlos“ – Die frühen Jahre eines außergewöhnlichen Entertainers
Nahezu 60 Jahre lang prägte UDO JÜRGENS die deutschsprachige Unterhaltungsmusik wie kaum ein anderer. Der gebürtige Österreicher verstand es, Schlager, Chanson, Jazz und Pop miteinander zu verbinden und seinem Publikum dabei immer wieder ganz besondere Geschichten zu erzählen. Mit Zeitlos – Udo Jürgens richtet sich der Blick nun auf die frühen Jahre dieses außergewöhnlichen Künstlers – auf eine Zeit, in der seine große Karriere gerade erst Fahrt aufnahm.
Die Compilation widmet sich den 50er- und frühen 60er-Jahren und präsentiert eine Auswahl jener Songs, mit denen UDO JÜRGENS bereits früh seine musikalische Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Dabei treffen beschwingte Swing-Nummern auf romantische Geschichten, humorvolle Lieder und deutsche Versionen internationaler Hits. Es sind die Schlager, von denen UDO sich gewünscht hatte, dass sie verschwunden wären, weil er sie im Nachhinein ganz furchtbar fand. Gerade davon erscheinen immer wieder Compilations – vor allem auch aufgrund der VÖ-Politik der Zuständigen, die große Perlen bis heute nicht auf CD haben erscheinen lassen.
Den Auftakt macht „Swing am Abend“, das der Zusammenstellung sofort eine beschwingte Atmosphäre verleiht. Mit Chart-Hit „Jenny“, komponiert von UDO JÜRGENS himself, folgt eine romantische Geschichte über Nähe und Verlangen, während „Das ist typisch italienisch“ mit einem Augenzwinkern bekannte Italien-Klischees musikalisch aufgreift.
Besonders interessant wird die Zusammenstellung durch mehrere deutsche Adaptionen internationaler Erfolgstitel. Dazu gehören unter anderem „Der lachende Vagabund (Gambler’s Guitar)“, „Doch leider ist es nicht wahr (Guess Things Happen That Way)“, „Leg‘ die Knarre weg (Don’t Take Your Guns To Town)“ und „Clementine (My Darling Clementine)“. Auch „Das war ein schöner Tag (Blue Blue Day)“ zeigt, wie selbstverständlich internationale Einflüsse in das damalige Repertoire integriert wurden.
Die Tracklist von „Zeitlos – Udo Jürgens“
| Nr. | Titel | Original |
|---|---|---|
| 1 | Swing am Abend | |
| 2 | Jenny | |
| 3 | Der lachende Vagabund | Gambler’s Guitar |
| 4 | Bonjour, bonsoir, bonne nuit | |
| 5 | Monika | |
| 6 | Hey Stop! Das ist meine Braut | |
| 7 | Wann kommt die Liebe | |
| 8 | Das ist typisch italienisch | |
| 9 | Das kann auch dir geschehn | |
| 10 | Peppino | Peppino |
| 11 | Lilly-Lu | |
| 12 | Doch leider ist es nicht wahr | Guess Things Happen That Way |
| 13 | Leg‘ die Knarre weg | Don’t Take Your Guns To Town |
| 14 | Clementine | My Darling Clementine |
| 15 | Immer wieder denk‘ ich an Hawaii zurück | Banana |
| 16 | Der alte Bill | |
| 17 | Das sind unsere goldnen Jahre | |
| 18 | Prinzessin Romantica | |
| 19 | Das war ein schöner Tag | Blue Blue Day |
| 20 | My Baby, Good Bye | |
| 21 | Jenny oh Jenny (engl.) |
Jenny |
Zwei besondere Entdeckungen
Für Sammler und langjährige UDO-JÜRGENS-Fans dürften insbesondere zwei Titel von Interesse sein: „Das kann auch dir geschehn“ und „Das sind unsere goldnen Jahre“. Beide Songs wurden bislang laut Pressetext noch nicht auf CD veröffentlicht (stimmt aber nicht: Auf dem Sampler „Danke Udo“ wurden sie beispielsweise veröffentlicht) und verleihen der Zusammenstellung damit einen Mehrwert.
Abgerundet wird Zeitlos – Udo Jürgens durch den Bonustrack „Jenny oh Jenny (engl.)“. Die englische Version von „Jenny“ setzt einen kleinen, aber reizvollen Schlusspunkt unter die Sammlung und zeigt noch einmal die internationale Ausrichtung, die in den frühen Aufnahmen des Künstlers immer wieder zu finden ist.
Ein Blick zurück auf die Anfänge
Die Compilation erlaubt einen Blick zurück auf die frühen musikalischen Schritte eines Künstlers, der später zu einer der prägendsten Persönlichkeiten der deutschsprachigen Unterhaltungsmusik werden sollte.
Wer UDO JÜRGENS bisher vor allem mit seinen großen späteren Erfolgen verbindet, bekommt hier („mal wieder“) die Gelegenheit, eine andere Seite seines Schaffens kennenzulernen. Die Aufnahmen zeigen einen jungen Künstler, der stilistisch vielseitig unterwegs war und bereits früh ein Gespür für eingängige Melodien, unterschiedliche musikalische Stimmungen und pointierte Geschichten entwickelte.











