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„The Masked Singer“: Fernsehpreis-Gewinnerin ALEXANDRA BRANDNER erhebt nach Show-Aus schwere Vorwürfe
Für viele Zuschauer gehören die aufwendig gestalteten Kostüme untrennbar zu „The Masked Singer“. Umso überraschender kommt nun das Aus für ALEXANDRA BRANDNER. Die preisgekrönte Gewandmeisterin, die seit der ersten Staffel für die spektakulären Masken verantwortlich war, wird bei der kommenden Staffel nicht mehr mitwirken – und übt auf Social Media deutliche Kritik am Umgang von ProSieben und der Produktionsfirma. Darüber haben zunächst wunschliste.de und dwdl.de berichtet.
„Es gab kein Wort, keine Nachricht, kein Dank“
BRANDNER erhielt 2020 den Deutschen Fernsehpreis für ihre Arbeit an den Kostümen der ProSieben-Erfolgsshow. Umso größer sei nun ihre Enttäuschung über das Ende der Zusammenarbeit.
Nach eigenen Angaben habe sie nicht einmal persönlich erfahren, dass sie für Staffel 13 nicht mehr eingeplant ist. Stattdessen habe sie erst durch die Pressemitteilung zur neuen Staffel erkannt, dass die Produktion bereits ohne sie vorbereitet wird.
Im Gespräch mit DWDL.de kritisiert sie den fehlenden persönlichen Kontakt:
„Es gab kein Wort, keine Nachricht, kein Dank.“
Emotionales Video sorgt für große Resonanz
Bereits zuvor hatte ALEXANDRA BRANDNER ihrem Ärger in einem emotionalen Facebook-Video Luft gemacht. Darin erklärte sie, sie fühle sich „wie ein alter Putzlappen entsorgt“, so auch die Überschrift bei wunschliste.de.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Nach eigenen Angaben erreichten sie inzwischen mehr als 3.000 Nachrichten, darunter zahlreiche Kreative aus der Film- und Fernsehbranche. Viele hätten ihr berichtet, ähnliche Erfahrungen gemacht zu haben.
BRANDNER sieht darin ein grundsätzliches Problem: Immer häufiger würden erfahrene Fachkräfte ohne persönliche Kommunikation aus Produktionen aussortiert. Das schade langfristig dem Fernseh- und Filmstandort Deutschland.
Sorge um ihren Ruf
Ein weiterer Grund für ihren öffentlichen Schritt sei ihr eigener Name. Schließlich seien die Kostüme über sechs Jahre eng mit ihrer Arbeit verbunden gewesen.
Sollte die Qualität der neuen Masken künftig schlechter ausfallen, befürchtet BRANDNER, dass Zuschauer diese automatisch mit ihr in Verbindung bringen könnten. Deshalb sei es ihr wichtig gewesen, öffentlich klarzustellen, dass sie an den neuen Kostümen nicht mehr beteiligt ist.
Sparmaßnahmen als möglicher Hintergrund
Warum die Zusammenarbeit beendet wurde, weiß ALEXANDRA BRANDNER bis heute nicht. Sie vermutet allerdings wirtschaftliche Gründe.
Gerade diese Begründung könne sie jedoch nur schwer nachvollziehen. Hätte man mit ihr gesprochen, wären ihrer Ansicht nach durchaus Einsparungen möglich gewesen, ohne die Qualität der Kostüme zu gefährden. Man hätte beispielsweise technische Extras reduzieren können, solange die Masken optisch weiterhin überzeugen.
Zusätzlich berichtet sie, dass die Arbeit zuletzt ohnehin schwieriger geworden sei. Die ursprüngliche Kostümbildnerin sei bereits zuvor nicht mehr beteiligt gewesen, stattdessen seien Entwürfe zunehmend mithilfe von KI erstellt worden. Ihr Team habe daraus dennoch hochwertige Kostüme entwickeln müssen.
ProSieben äußert sich nur knapp
Auf die Kritik reagierten ProSieben und die Produktionsfirma Endemol Shine Germany lediglich mit einer kurzen Stellungnahme. Demnach werde „The Masked Singer“ für die neue Staffel an mehreren Stellen überarbeitet. Man arbeite dabei – wie bereits in der Vergangenheit – mit wechselnden Kreativ-Teams und Werkstätten zusammen.
Eine konkrete Begründung für das Ende der Zusammenarbeit mit BRANDNER oder ein persönlicher Dank für ihre langjährige Arbeit blieb jedoch aus.
Auftragsverlust in sechsstelliger Höhe
Wirtschaftlich trifft die Entscheidung ALEXANDRA BRANDNERs Unternehmen ebenfalls. Nach eigenen Angaben verliert ihre Manufaktur dadurch ein Auftragsvolumen von rund 160.000 Euro.
Existenzbedrohend sei das allerdings nicht. Da sie frühzeitig mit einem Aus gerechnet habe, habe ihr Team andere internationale Projekte angenommen. Auch künftig entstehen in ihrem Atelier Kostüme für internationale Versionen von „The Masked Singer“, unter anderem für Produktionen in den Niederlanden, Belgien und Kanada.
Die deutsche Ausgabe der Show will BRANDNER nach eigenen Aussagen dagegen künftig nicht mehr verfolgen.
Wir finden: Respekt an Frau BRANDNER, dass sie den „Arsch in der Hose“ hat, Missstände dieser Art explizit zu benennen. Solche offenen Worte kennt man in der Schlagerszene ja äußerst selten, umso höher ist einzuschätzen, dass ALEXANDRA BRANDNER nicht nur die Beendigung der Zusammenarbeit kommuniziert hat, sondern auch das „WIE“ – mangelnde Wertschätzung und respektloser Umgang sind hier traurige Stichworte. Vermutlich hat sie damit in ein Wespennest gestochen.











