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SARAH ENGELS lockt mit ihrem ESC-Vorentscheid-Sieg mehr Zuschauer an als im Vorjahr
Wieder einmal zeigt sich: Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Was wir gestern zumindest hinsichtlich der unterirdischen Moderation von HAZEL als Zumutung empfunden haben und auch teilweise wegen Genderns sprachlich nicht verstanden haben, wurde vom Publikum anscheinend hervorragend angenommen. Dem SWR ist gelungen, den besten Marktanteil eines ESC-Vorentscheids seit 2003 zu generieren. 18,1 Prozent – das gelang zuletzt vor 23 Jahren! Zu diesem Marktanteil gratulieren wir recht herzlich.
Auch die absoluten Zahlen können sich sehen lassen 3,651 Mio. Zuschauer – das ist für eine Musikshow ein Top-Wert und sogar ein Hauch mehr als im Vorjahr (STEFAN RAAB holte im Vorjahr mit „seinem“ Finale des Vorentscheids 3,546 Mio. Menschen vor die Bildschirme.
Tagessieger beim jungen Publikum
NOCH besser lief es beim jungen Publikum bis 49 Jahre. Schon im Vorjahr räumte STEFAN RAAB mit „seinem“ Konzept hier sehr gut ab – in absoluten Zahlen holte er sogar einen Hauch mehr Menschen vor die Bildschirme. Bezogen auf den Marktanteil hat der SWR aber auch hier noch mal einen drauf setzen können: Gestern Abend sahen 1,086 Mio. Zuschauer (WIR ersparen unseren Lesern die Gender-Belästigung) bis 49 Jahre die Show an (Vorjahr 1,122 Mio.) Marktanteil gestern: sensationell gute 27,4 % (Vorjahr: 26,4 %).
Der Zweck heiligt die Mittel – die Qualität ist beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk ohnehin überhaupt kein Maßstab mehr, und was den Erfolg angeht, muss man den SWR und die Produktionsfirma KIMMIG loben, hier wirklich einen Erfolg erzielt zu haben.
„Experten“ HANS SIGL und CAROLIN KEBEKUS
Wenn das dazu führt, dass man auch im nächsten Jahr wieder mit einer unerträglichen Sprachpanschrei in der Moderation belästigt wird und die Namen der ESC-„Experten“ HANS SIGL und CAROLIN KEBEKUS lauten (entsprechend wird die Teilnahme von GUILDO HORN ins Jahr 1995 gelegt (richtig: 1998), dann „Gute Nacht, Deutschland“ – aber nachdem man den eigentlichen ESC-Wettbewerb ad absurdum geführt hat, geht es nun wohl darum, auch das Niveau des Vorentscheids ins Unterirdische zu bringen. Der aktuelle Erfolg spricht dafür, dass man auf einem guten Weg ist.
SARAH ENGELS kann’s egal sein
Wem all diese Aspekte leidlich egal sein können, ist SARAH ENGELS. Ihr Song „Fire“ ist so „mittel“ (nach unserer subjektiven Meinung) – aber sie hat absolut in jeder Hinsicht gestern abgeliefert, das war schon richtig gut. Wenn man es schon nicht hinbekommt, einen guten Song für Deutschland zu finden, ist es doch schön, dass zumindest Performance und gesangliches Können stimmen. Und die Inszenierung durch KIMMIG passte auch – so gesehen dürfte zumindest der letzte Platz diesmal ausbleiben, für deutsche Ansprüche schon ein toller Erfolg!
Foto: © ARD/SWR/Claudius Pflug











4 Kommentare
Ich kann dem nur voll und ganz zustimmen, sowohl bei Hazel, habs und Carolin, als auch beim Song. Es ist ein guter Popsong, von denen wir wahrscheinlich im Mai noch den einen oder anderen hören werden. Schade nur, dass es
Ragazzki nicht in die Endrunde geschafft haben. Dann wäre es für Sarah wohl ein wenig eng geworden.
Ich frage mich ohnehin, warum eine internationale Jury den deutschen Zuschauern und ESC Fans aus 9 Liedern 3 aussiebt und sagt, was wir dann wählen dürfen.
ich bin böse. das ist unterste Schublade. der Titel ist Kaugummi automatisch Niveau.
Joachim Heider…. wann kommst du wieder. nur die Liebe lässt uns Leben… Tage im hellen Sonnenschein….
Das Gendern von Hazel war glaube ich mehr ironisch gemeint. Die Sendung war dennoch unterirdisch. Es sollte um den ESC Vorentscheid und nicht um Selbstdarsteller gehen. Das man drei Stunden braucht um den schwächsten Song für Wien zu wählen war die Farce schlechthin.
Das Schlimmste ist die gute Quote, die befürchten lässt, dass sich dieses miese Konzept etabliert hat fürs kommende Jahr… – und egal ob ironisch oder nicht, da bin ich bei Heinz Rudolf Kunze: Deppengendern verursacht körperliche Schmerzen…