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FLORIAN SILBEREISEN: Laut BILD könnte MDR ESC-Vorentscheid ab 2025 vom NDR übernehmen

FLORIAN SILBEREISEN: Wird er eine Rolle beim ESC-Vorentscheid übernehmen?

Sollte die NDR-Quälerei mit dem Finden des deutschen Beitrags für den Eurovision Song Contest ein Ende nehmen? Okay, keine gute Nachricht für gescheiterte The-Voice-Kandidaten und durchschnittliche Airplay-Song-Schreiber – dafür aber vielleicht eine “good news” für Freunde endlich mal wieder stimmiger ESC-Beiträge für Deutschland – die BILD mutmaßt, dass 2024 das letzte Jahr sein wird, in dem der NDR seine “guten Ideen” für den ESC ausleben kann.

Das mag im Verbund mit STEFAN RAAB funktionieren, wenn die Funktionäre nur den Namen hergeben und man RAAB “machen lässt” wie im Fall LENA. Aber seit Jahren ist ja nur noch Fremdschämen angesagt.

“Erfolgsbilanz” des NDR

Bereits seit 1996 ist der NDR federführender Sender der ARD für den Eurovision Song Contest. Zwischen 2010 und 2012 kooperierte man mit ProSieben. In diesen drei Jahren sah es so aus:

  • 2010: Platz 1/25 (LENA – Sattelite)
  • 2011: Platz 10/25 (LENA – Taken By A Stranger)
  • 2012: Platz 8/26 (ROMAN LOB – Standing Still)

Nur einmal besser als Platz 18 in zehn Jahren

Im Alleingang holte der NDR in den letzten 10 Jahre folgende Ergebnisse. Für den Hinterkopf: Viele meinen ja, mit Schlager sei international kein Blumentopf zu gewinnen. Hier mal die Ergebnisse der NICHT-Schlager-Acts – bitte anschnallen!

  • 2013: Platz 21/26 (CASCADA – Glorious)
  • 2014: Platz 18/26 (ELAIZA – Is it right?)
  • 2015: Platz 27/27 (ANN SOPHIE – Black Smoke)
  • 2016: Platz 26/26 (JAMIE LEE – Ghost)
  • 2017: Platz 25/26 (LEVINA – Perfect Life)
  • 2018: Platz 4/26 (MICHAEL SCHULTE – You Let Me Walk Alone)
  • 2019: Platz 25/26 (S!STERS – Sister)
  • 2020: Kein ESC wegen Pandemie
  • 2021: Platz 25/26 (JENDRIK – I Don’t Feel Hate)
  • 2022: Platz 25/25 (MALIK HARRIS – Rockstars)
  • 2023: Platz 26/26 (LORD OF THE LOST – Blood & Glitter)

Mit anderen Worten: Von den letzten zehn Beiträgen, die der NDR “alleine” (ohne STEFAN RAAB) zu verantworten hatte, landete Deutschland nicht weniger als SIEBEN mal auf dem letzten oder vorletzten Platz – nur einmal gelang überhaupt eine bessere Platzierung als Platz 18 in den letzten 10 Jahren. Warum hier nicht schon längst die Bremse gezogen worden ist – man weiß es nicht. Vor allem angesichts immer wieder merkwürdiger begeisterter Stimmen, dass der deutsche Beitrag doch eigentlich so toll war – und wie gesagt: der Schlager hatet eigentlich nie eine echte Chance in den Teilnehmerfeldern.

Dabei fing alles recht gut an mit dem NDR – immerhin hat Dr. JÜRGEN MEIER-BEER als ESC-Verantwortlicher bis 2005 den Wettbewerb für Deutschland wieder interessant gemacht, indem er Acts wie GUILDO HORN und STEFAN RAAB, aber auch MICHELLE “Grand-Prix-tauglich” gemacht hat – mit beachtlichem Erfolg – nicht nur von der Platzierung her, sondern auch von der Popularität der Musik her. Zum Vergleich: Der Song “Blood And Glitter” hat es nicht einmal in die deutschen Single-Charts geschafft (siehe auch HIER).

MDR mit besserer Musikkompetenz als 90 Prozent Blamage

Als Grund wird angegeben, dass der MDR die höchste Musikkompetenz hat. Und in der Tat hat der MDR-Unterhaltungschef und ARD-Musikkoordinator PETER DRECKMANN ja mehrfach bewiesen, dass keiner so schön wie er aus goldenen Umschlägen handgeschriebene Zettel mit Wunsch-Siegkandidaten ziehen kann wie er (hier beim Format “Letzte Chance in Leipzig – wer singt beim Schlagerbooom”). Das alleine reicht ohne Ironie ja wirklich fast schon aus, um einen besseren Platz zu holen als der NDR das über viele Jahre hinweg fertig gebracht hat.

Und immerhin: Der MDR ist offenbar lernfähig und hat diese grenzwertigen Formate ausgemustert, was hoffen lässt für das mutmaßliche ESC-Mandat in kommenden Jahren. Umgekehrt ist ja auch in diesem Jahr, wie die BILD richtig feststellt, keine Änderung in Sicht. Die BILD schreibt nämlich:

Auch in diesem Jahr hat sich an dem Auswahlverfahren nicht wirklich etwas geändert.

Sollte hierbei tatsächlich wie von der BILD vermutet FLORIAN SILBEREISEN eine tragende Rolle spielen (z. B. als Moderator des Vorentscheids), wäre das vielleicht auch mal eine “echte” Chance für den deutschen Schlager – in diesem Jahr wurden ja Topsängerinnen wie MARINA MARX und ALEXANDRA HOFMANN “ausgemustert”, letztere sogar im Verbund mit einem ehemaligen ESC-Sieger, so dass da sogar eine “Story” hätte gesponnen werden können. Geht man hier vielleicht “Back to the roots” zu alten Zeiten, als die Sieger dieser Veranstaltungen echte Hits und vielfach sogar Evergreens hervorbrachten?

Da es schlimmer kaum noch werden kann, hoffen wir, dass die BILD mal wieder recht hat mit ihrer Recherche und in diesem Jahr das NDR-Kapitel endlich abgeschlossen wird.

Foto: MDR, Thorsten Jander
Quelle: BILD.DE

 

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Schlagerprofis – Der Podcast Folge 022

In dieser Folge blicken wir voraus auf den ESC-Vorentscheid und einige andere Themen.

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3 Antworten

  1. Mit Schlager war Deutschland früher erfolgreicher beim Esc sls jetzt.
    Und als Siegel in den 90ern nicht mehr so “erfolgreich” war , wollte man Siegel nicht mehr, und den Schlager nicht mehr.
    Da war noch Guildo Horn und Michelle und das wars mit dem Schlager.
    Da bin ich aber mal gespannt mit dem Mdr und Florian Silbereisen… wollte der Mdr sich nicht von ihm trennen, nur noch bei den Festen mitmischen?
    Und jetzt wollen sie zusammen die Vorentscheidung des Esc machen?
    Wird dann Helene Fischer für Deitschland antreten, oder traut sie sich immer noch nicht?
    Das Album von Lord of the Lost mit dem Song “Blood and Glitter” kam aber auf Platz 2 der deutschen Album Charts.

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