Super-Quotenerfolg für Schlager-Fernsehgarten 0

Vor gut einem Jahr machte der ZDF-Fernsehgarten von sich reden, indem er Tony Marshall als Gast für „zu alt“ befand. Tony „bedankte“ sich mit einem sensationell erfolgreichen Album namens „Senioren sind nur zu früh geboren“, das er zwar nicht im Fernsehgarten, dafür aber in Formaten wie Markus Lanz und Kölner Treff mit großartigen Auftritten vorstellen durfte.

ZDF-SCHLAGER-Fernsehgarten: 2,22 Mio. Zuschauer – Marktanteil 19,6 Prozent

Einen kompletten Abschied vom Schlager haben die Mainzelmänner aber nicht genommen. Am gestrigen Sonntag stand der Schlager im Mittelpunkt. Mit erfolgreichen Schlagerstars wie Ben Zucker und den Höhnern erreichte der Fernsehgarten die bislang beste Quote der Saison (in der 5. Show des Jahres): Großartige 2,22 Mio. Zuschauer schalteten bei „Kiwi“ ein. Auch der Marktanteil kann sich sehen lassen: 19,6 Prozent. Bei den „jungen“  Zuschauern bis 49 Jahren konnte das ZDF ebenfalls punkten: Immerhin 420.000 Zuschauer (Marktanteil: sensationelle 10,2 Prozent) lockte der Fernsehgarten vor die Bildschirme. Das ist ein toller Erfolg für die Show – aber auch für den Schlager!

Immer wieder sonntags: 1,27 Mio. Zuschauer – Marktanteil 14 Prozent

Vor dem Fernsehgarten feierte Stefan Mross die Premiere seiner neuen „Immer wieder sonntags“-Bühne. Die Show wurde vom fatalen Brand im Europapark Rust überschattet, von wo aus die Sendung live ausgestrahlt wurde. Auch wenn Stefan gewohnt souverän durch die unterhaltsame Show führte und ebenfalls hochkarätige Stars wie Beatrice Egli dabei hatte, muss man konstatieren, dass er knapp eine Million Zuschauer weniger vor die Geräte holen konnte. Dennoch ist die Quote absolut ordentlich und bietet sicher noch Luft nach oben.

Wir von den Schlagerprofis bedauern etwas, dass das ZDF mit seiner „Verjüngungskur“ zumindest am vergangenen Wochenende mit guten Quoten belohnt wurde, geben aber fair zu, dass der Erfolg den Mainzelmännern Recht gibt. Andrerseits war das ZDF mutig genug, auch Sängerinnen wie Claudia Jung einzuladen, die nicht Dauergast in anderen Shows sind. Und dass ausgerechnet der „Schlager“-Fernsehgarten Top-Quoten eingefahren ist, werten wir als tollen Erfolg des Genres.

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MICHELLE begeistert 1600 Fans beim Tourauftakt in Gera 0

Es war ein besonderer Moment für viele Michelle Fans. Nach über zwei Jahren tourt sie wieder live mit Band durch Deutschland.

Bei Michelle weiß man nie, was einen erwartet. Die Künstlerin erfindet sich immer wieder neu, was sicherlich ein Grund ist, weshalb sie seit Jahren zur ersten Liga des deutschen Schlagers gehört. Es ist Punkt 20 Uhr als drei riesige LED Wände zu leuchten beginnen. Ein Intro, das in der heutigen Zeit seinesgleichen sucht, Spannung und Neugier werden geweckt, für den Bruchteil einer Sekunde ist Michelle zu sehen.

Und plötzlich steht sie da – Michelle – im Rampenlicht. Sie eröffnet ihre Show mit einem Song des neuen Albums. „Lass sie reden„, was könnte passender sein. Ihre Band hat sie völlig neu zusammengestellt. Jung und dynamisch könnte man die vier Jungs bezeichnen. Begleitet wird sie von einem Schlagzeug, Gitarre, E-Bass und Keyboards. Anscheinend musste man etwas Platz machen, denn auch vier Tänzer sind diesmal an Bord. Und die wirbeln sowohl Michelle als auch die Bühne ganz schön durcheinander.

Eine absolute Seltenheit in Michelles Live-Karriere ist die aktuelle Setlist. Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren spielt sie wieder ihren ersten Single-Hit „Und heut Nacht will ich tanzen“ und nicht nur das. Auch „Erste Sehnsucht“ und der „Traumtänzerball“ finden zurück ins Repertoire. Überhaupt ist der erste Teil wie eine Reise in die Vergangenheit. Zwar finden auch neue Hits wie „Große Liebe“ ins Programm, dennoch dominiert die Jean-Frankfurter-Zeit.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Show. Die Band ist im Hintergrund, und Michelle steht oftmals allein auf weiter Flur. Sicherlich ist das so gewollt, und viele Interpretationen erinnern an ihre „Feste“-Auftritte. Aber Uwe Kanthak und sein „Michow-Concerts“-Team scheinen alles richtig gemacht zu haben, denn die Stimmung ist bombastisch. Das Publikum steht aber ab dem dritten Song, und Michelle feiert sich, die Menschen und den Abend.

Bei „Dein Püppchen tanzt nicht mehr“ ist die Halle endgültig am Beben. Nach der Pause geht es direkt rasant weiter. Noch bevor der erste Ton ertönt, steht Gera erneut Kopf und Michelle kann in „80 Küssen“ um die Welt reisen, auch „Ich tanz dich einfach weg“ findet den Weg vom neuen Album auf die Bühne.

Im Anschluss folgt ein akustischer Teil, wo es unter anderem in „Das Hotel in St. Germain“ geht. Auch beim Einlauf ins große Finale beweist Michelle ein glückliches Händchen und haut ihre Hits wie am Fließband raus. „Wer Liebe lebt“ bildet unter standing ovations das Ende des offiziellen Teils. Während sie im Zugabeteil ihren „Idiot“ im Publikum sucht, kommt Matthias Reim zu „Nicht verdient“ via Leinwand auf die Bühne. Zum Abschluss geht es nach „Paris„. Da das Publikum vehement Zugaben fordert, kommt Michelle trotz des bereits erscheinenden Lichts in der Halle nochmal hinaus und singt die Gänsehaut Ballade „Es gibt Dich„.

Unser Fazit: Das Showkonzept ist völlig neu, und Michelle mutet Ihren Fans einiges zu, da der Wandel zur „Dancing Queen“ ohne Vorankündigung kam. Wer sich darauf einlässt, wird einen fantastischen Abend erleben. Dennoch sei angemerkt: Ein bisschen trauern wir der „alten“ Band rund um Christoph Papendieck nach.

Foto: Anelia Janeva

NORMAN LANGEN präsentiert „Cordula Grün“ im Discofox-Style 0

Der Discofox-Spezialist Norman Langen (bzw. genauer gesagt seine Plattenfirma TELAMO) hat eine gute Idee gehabt – der Song, den der Österreicher Josh. ursprünglich zum Hit gemacht hat (wir haben früher als mancher TV-Show-Spezialist HIER auf die Qualitäten des Songs hingewiesen), kann nun auch die Clubs und damit die Foxtänzer der Nation begeistern. Norman hat eine tanzbare Version dieses Riesenhits erstellt – sehr zur Freude der tanzwütigen Fans.

Der Titel ist bereits am vergangenen Freitag erschienen und somit bereits auf den einschlägigen Downloadportalen erhältlich.