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RYAN TEDDER (ONE REPUBLIC): “Streaming zahlt keine Mieten!”

Sänger von One Republic lobt Radio-Hitparaden vs. Streaming-Hits

Es ist zwar kein reines Schlagerthema, aber RYAN TEDDER, Musikproduzent, Komponist und Sänger der Band ONE REPUBLIC, hat auf seiner Instagramseite einen interssanten Aspekt ins Spiel gebracht, den schon einige Musiker genannt haben, auch aus der Schlagerszen. RYAN TEDDER sagt: “Sucker‘ war ein Billboard-Nr.1-Hit. Ich würde fünf davon gegen einen Radio-Nummer-1-Hit eintauschen.

Viel zu geringe Beteiligung der Songautoren bei Streaming-Dienstleistern

RYAN TEDDER begründet das wie folgt: Er meint – an alle gerichtet, die als Songautoren ihren Lebensunterhalt verdienen wollen gerichtet – dass mit Streaming selbst bei großen Hits “kein Blumentopf zu gewinnen ist”. So lange es für den Song selber (hier ist nicht die Aufnahme, sondern offensichtlich die Komposition bzw. das Werk  gemeint) keine nennenswerte Gewinnbeteiligung des Streaming-Umsatzes gibt, ist es schwierig mit dem Geldverdienen als Songautor. 

Wertschöpfung durch Radio

Es ist schon erstaunlich, was RYAN TEDDER seinen Fans bei Instagram verrät und welchen Tipp er gibt: Wichtig ist es demzufolge, einen Radiohit zu landen. Das “gute Old-Fashion-Radio” mache demzufolge 80 bis 90 Prozent der Einnahmen von Musikautoren aus. Anders herum seien Milliarden von Streams beeindruckend, aber ein “Streaming-Hit”, so RYAN TEDDER, bezahle nicht die monatliche Miete, geschweige denn den Lebensunterhalt.

Radiopromoter enorm wichtig

Für uns durchaus überraschend, aber sehr interssant ist, dass RYAN TEDDER großen Wert auf “eine aussterbende Kunst bei großen Labels”legt. Seinen Worten zufolge ist es wichtig, Songs im Radio zu pushen, hier lobt er explizit sein “rebublicrecords-Team” dafür, in dieser Hinsicht wichtige und gute Arbeit zu leisten.

RYAN TEDDERs Einschätzung gilt auch für den Schlager

Die Worte des international erfolgreichen Songautoren und Musikers geben zu denken. Wenn sogar ein Riesenhit wie “Sucker” für den Autoren – so interpretieren wir das – bei den Streamingdienstleistern quasi kein nennenswertes Geld abwirft – die aber die Charts immer mehr dominieren, ohne für die Musik Erschaffenden von Wert zu sein, ist offensichtlich für die Kreativen wichtig, andere Alternativen zu finden. Und diesbezüglich spielt das Radio noch immer eine große Rolle.

SWR 4

Danke, SWR4

Auf den Schlager bezogen: Danke an SWR4, teilweise HR4, Radio B2, Schlagerparadies und Co. – und Kopfschütteln in Richtung WDR4 und Konsorten über nach wie vor nicht vorhandene Solidarität den Musikschaffenden gegenüber…

Foto: Wikipedia

 

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Schlagerprofis – Der Podcast Folge 023

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Deine Schlager-Stars

Eine Antwort

  1. Sehr gut das Thema aufzugreifen. Man kann SWR4 gar nicht häufig genug danken, dass sie dem Schlager weiter die Treue halten.

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