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PETER PETREL: Unvergessen bei den Fans – von deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern aber wohl doch!
Zugegeben – in den letzten Jahren war er ziemlich zurückgezogen, man sah ihn kaum noch in den Medien. Und dennoch: PETER PETREL hat eine sehr erfolgreiche, Jahrzehnte andauernde Karriere hingelegt und war oft in den öffentlich-rechtlichen Medien zu Gast, auch in der ARD („Montagsmaler“, „MOT“, „Café in Takt“ und und und). Er brachte es mehrfach, sogar in unterschiedlichen Dekaden und Konstellationen, auf Platz 1 der ZDF-Hitparade. Wieder einmal zeigen öffentlich-rechtliche Medien, wie „zugewandt“ sie dem Schlager sind.
Von der ARD bis zur ZDF-Hitparade
Denn: Zumindest nach unserer Kenntnis wurde der Tod von PETER PETREL weitgehend ignoriert. Dass die Tagesschau bzw. tagesschau.de darüber nicht berichtet hat – okay, dafür war der Name vielleicht nicht „groß“ genug und PETER womöglich nicht „links“ genug – man sah sich also nicht befleißigt, über den Tod des Künstlers zu berichten. Die ARD, aber auch das ZDF – wer ein Gegenbeispiel findet, kann das gerne kommentieren – WIR haben zumindest keinen Bericht über den Tod des Sympathieträgers finden können.
ARD-Schlagerwelt berichtet über vieles – aber nicht über PETER PETREL
Besonders bitter finden wir einen Blick auf das ARD-Schlagerportal „ARD-Schlagerwelt“ (wozu ein öffentlich-rechtlicher Sender ein eigenes Schlagerportal hat, das gerne auf Recherchen anderer zurückgreift, notwendig ist, ist noch mal eine andere Frage) spannend. Dort wird aktuell über den neuen Lebensgefährten von MARGOT HELLWIG und den Kinderwunsch von ANNA-CARINA WOITSCHACK berichtet. Der Tod von PETER PETREL wurde hingegen nicht zum Thema gemacht, abgesehen vielleicht von einem Beitrag auf ARD-Sounds (was wir schon als sehr versteckt empfinden, noch dazu in einem Format namens „Die ARD Schlagerparty“ (!).
Österreichischer ORF berichtet über den Tod von PETER PETREL
Eine wichtige Ausnahme gibt es allerdings: Der österreichische öffentlich-rechtliche Rundfunk ORF hat sehr wohl über den Tod des Sängers berichtet. Unter der Überschrift „Schlagersänger Peter Petrel gestorben“ veröffentlichte news.ORF.at eine Meldung über den Tod des Sängers. Damit zeigt zumindest der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Österreich, dass der Tod eines bekannten Schlagersängers durchaus als berichtenswerte Nachricht eingestuft werden kann.
Schlagersänger Peter Petrel gestorben – news.ORF.at
Private Medien erkennen den Nachrichtenwert
Wir finden: Wer solche Prioritäten setzt, darf sich nicht wundern, wenn die eigene Existenz hinterfragt wird. Kleiner Trost: Dem privaten Sender n-TV war die Nachricht des Todes von PETER PETREL immerhin eine Meldung wert, selbst der SPIEGEL hat berichtet. Schön, dass diese privaten Medien den Nachrichtenwert erkannt haben, aber auch den Respekt vor dem Lebenswerk des Künstlers haben, den Tod von PETER würdig zu kommunizieren.
Foto: Daniela Jäntsch
Danke an Marcel Jordan für seinen Hinweis zu diesem Thema!












Ein Kommentar
Bei hr4 wurde am vergangenen Sonntag in der Sendung „hr4 Oldies“ an Peter Petrel erinnert.