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Ein musikalischer Paukenschlag zum Jubiläum: Joachim Witt verzaubert das 35. Geraer Höhlerfest
Wenn eine Thüringer Tradition auf eine deutsche Pop- und Rock-Legende trifft, ist Gänsehaut vorprogrammiert.
Zum 35. Jubiläum des Geraer Höhlerfestes gab es in der ostthüringischen Metropole einen absoluten Live-Höhepunkt: Niemand Geringeres als das musikalische Chamäleon Joachim Witt betrat die Hauptbühne vor dem Kultur- und Kongresszentrum und sorgte für einen unvergesslichen Konzertabend.

Gänsehaut-Atmosphäre zum Auftakt
Das traditionsreiche Höhlerfest, das in diesem Jahr im Rahmen des 789. Stadtjubiläums mit zehntausenden Besuchern gefeiert wurde, fand direkt zu seinem Auftakt seinen ersten großen emotionalen Höhepunkt.
Als die mittlerweile 77-jährige NDW-Legende JOACHIM WITT das Scheinwerferlicht betrat, lag eine ganz besondere Spannung in der Luft. Mit seiner unverkennbaren Bühnenpräsenz, einer gewohnt intensiven Performance und der perfekten Mischung aus Melancholie, Pathos und elektronischen Rock-Klängen zog der Ausnahmekünstler das Publikum vom ersten Ton an in seinen Bann.

Von NDW-Meilensteinen bis zu modernen Hymnen
Die Menge in der Geraer Innenstadt feierte den Künstler frenetisch, der auf eine jahrzehntelange, facettenreiche Karriere zurückblickt. Neben Klassikern seiner Laufbahn wie dem NDW-Kultsong „Tri Tra Trullala (Herbergsvater)“ oder späteren Meisterwerken wie dem kraftvollen „Rübezahl“ und epischen Songs wie „Schwör mir“ zeigte Joachim Witt einmal mehr seine immense Bandbreite.
Spätestens als sein Jahrhundert-Hit „Die Flut“ oder gar Live-Verneigungen vor Ostrock-Klassikern wie dem legendären „Bataillon d’amour“ (das im Original von der Band Silly stammt) über den Platz hallten und die Menge textsicher einstimmte, verschmolzen Künstler und Publikum zu einer Einheit. Die markante Stimme von Joachim Witt verlieh dem Abend im herbstlichen Gera eine fast schon magische, tiefgreifende Atmosphäre.

Ein Auftakt mit Nachwirkung
Der Auftritt von Joachim Witt setzte Maßstäbe für das gesamte Jubiläumswochenende, das neben dem Konzert mit Highlights wie einer spektakulären Drohnenshow, dem historischen Festumzug und dem bunten Treiben in den historischen Höhlern begeisterte.
Das Konzert beim 35. Höhlerfest bleibt als ein hochemotionaler, kraftvoller Musikmoment in Erinnerung, der eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass der Ausnahmekünstler auch im fortgeschrittenen Alter nichts von seiner Faszination, seiner Härte und seiner poetischen Wucht verloren hat.

Text und Foto: Marcel Krawetzke











