HELENE FISCHER: In den Schlagercharts fast ohne Konkurrenz!
Es ist kaum zu glauben: In den aktuellen Schlagercharts sind VIER Alben der Top-5 von HELENE FISCHER:
- Platz 1: Best Of
- Platz 3: Helene Fischer
- Platz 4: Rausch
- Platz 5: Farbenspiel.
Damit nicht genug, sind weitere zwei Alben von HELENE in den Top-20 zu finden („So wie ich bin“, 13. und „Von hier bis Unendlich“, 16.).
Vier weitere Alben in den Top-20 konnte ROLAND KAISER platzieren. Mit anderen Worten teilen sich HELENE und ROLAND die Hälfte(!) der Top-20 Schlagercharts. Was einerseits für die beiden absoluten Topstars des Schalgers erfreulich ist, ist für den Schlager natürlich ein Desaster: Die anderen Namen sind einfach so gar nicht angesagt, man muss den Fakten ins Gesicht sehen. Immerhin: MAITE KELLY ist mit „24/7“ auf Platz 2 vertreten.
Ganz nüchtern ist auch festzustellen, dass in der aktuellen Chartwoche ANDREA BERG mit null Alben in den Top-20 vertreten ist. Wir vermuten, dass sich das angesichts des fulminanten Auftritts am Wochenende bei FLORIAN SILBEREISEN zeitnah ändern wird 🙂
Aktuell gilt es, HELENE FISCHER zu einer weiteren unfassbaren Bestmarke zu gratulieren – vier HELENE-Alben in den Top-5 – das dürfte schon rekordverdächtig und historisch sein…
Danke an Manu S. für den Hinweis zu diesem Thema!











8 Kommentare
Auch wenn einige anscheinend darauf noch bestehen, werden meiner Meinung nach die Vergleiche zwischen Helene und dem „Rest“ immer unpassender und unangebrachter. Es ist ein bisschen wie David gegen Goliath. Während kein anderer Künstler, der in der Schlagerwelt stattfindet, um es mal so zu sagen, Stadiontourneen spielen kann, Andrea, Roland und Andreas schaffen nur einzelne Stadionkonzerte, sind selbst die Arenatourneen von Andrea Berg nur ein Drittel so groß wie Helenes, obwohl einige meinen sie beinahe auf eine Stufe zu stellen.
Selbstredend ist auch Helene nicht mehr auf der Beliebtheitsstufe, wie sie 2015 war, aber ich glaube leider, dass wir gerade dabei sind anzufangen zu sehen, wie ihr Stern anfängt zu taumeln. Nur wenige der Konzerte aktuell sind wirklich restlos voll, die ganze Geschichte jetzt mit Amsterdam und Arnheim war eine Schmach, um es mal vorsichtig zu sagen und zumindest habe ich das Gefühl, dass sich immer mehr Leute abwenden. Ich habe so meine Zweifel daran, ob Helene bei der nächsten Tour nochmal in die Niederlande geht, nachdem der Gelredom vielleicht zu 2/3 oder maximal nur 3/4 gefüllt war. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sie keine Doppelkonzerte mehr macht, selbst in Köln nicht.
Dass sie alle anderen trotzdem noch dermaßen in den Schatten stellt, ist irgendwo mal wieder mal ein Armutszeugnis, das man den anderen ausstellen muss.
Nicht zu vergessen, die unzähligen negativen Erfahrungen mit Live Nation und Ticketmaster von Fans!
Da werden VIP Plätze mit bester Sicht beworben und tatsächlich ist Helene dann überwiegend von hinten zu sehen. Da klopfen sich die Tonleute begeistert (iüS) auf die Schenkel, wie doch die neuen Bässe Größe und Gewicht sparen, ein LKW weniger benötigt wurde, Kosten gesenkt werden konnten und kein Wort dazu, dass bisher sehr gute Plätze aufgrund dieser Anlage unzumutbar wurden.
Geht’s um Tickets für Fans mit 100 % GdB, dann gibt’s statt einer inhaltlichen Antwort nur ein peinliches Ping-Pong-Spiel zwischen Veranstalter und Ticketmaster.
Da wurden Plätze verkauft, auf denen dann eine Kamera stand …
Jede negative Erfahrung für sich betrachtet, vielleicht noch verschmerzbar … aber es kumuliert und Shadow Banning z.B. auf Insta (Leutgeb, Universal) verzögert aber verhindert doch nicht den Austausch zwischen den Fans!
Dazu kommen die negative wirtschaftliche Entwicklung Deutschland auf der einen und Preisentwicklung bei den Tickets auf der anderen Seite, undurchsichtige Freigabe der Plätze … in einigen Stadien wurden die Preise für Sitzplätze im IR am Ende etwa halbiert, hat Fans die rund 2,5 Jahre zuvor ihr Ticket kauften, auch nicht gerade begeistert.
Helene’s aktuelle Tour hat mich begeistert. Ticketkauf ist inzwischen allerdings ein Lotteriespiel geworden und ich kann verstehen, wenn sich Fans dies nicht mehr antun können oder wollen.
Ja… Leider stellt Helene selbst auch alles in ihrem direkten künstlerischen Umfeld in den Schatten. Ihre Leistung auf der Bühne ist nach wie vor Weltklasse. Aber dass sich ihr Management nicht herablässt, sich wenigstens mal für die Umstände zu entschuldigen, die entstanden sind, ist erbärmlich.
Ich kaufe mir sowas eh nicht, aber andere Fans haben auch die mangelnde Qualität oder Kreativität des Fanshops kritisiert oder jetzt wieder die VIP-Geschenke. Da waren, vermutlich, so Kühlschrankmagnete dabei, wo Atemlos durch die Nacht einfach falsch geschrieben war und die dann ab dem 2. Konzert in Berlin rausgenommen wurden aus dem Paket. Weiß nicht, ob die wieder dazugekommen sind. Diese Unprofessionalität kann man bei Nachwuchskünstlern oder Künstlern in 3. Reihe noch akzeptieren. Das steht aber in extremem Kontrast zu Helenes Professionalität auf der Bühne.
Dass Helenes Musik leider auch nicht unbedingt auf Helenes Niveau ist, darüber habe ich schon viele Kommentare geschrieben. Das muss ich jetzt nicht weiter vertiefen hier.
WatchNoCatch: Ja, sie ist mega erfolgreich, aber den „Rest“ ein Armutszeugnis auszustellen, finde ich eine Frechheit von dir. Wer bist du denn, daß du dir so was heraus nimmst? Sorry, aber ich bin froh, daß es den nichtwürdigenden „Rest“ gibt. Denn ich bin jemand, der Helene überhaupt nicht mehr hören kann, aber das ist ja, Gott sei Dank, nun mal Geschmackssache. Ach, und übrigens ist ihr „tolles“ WM-Lied, nach 3 Wochen, nicht mehr in den Midweek-Singlescharts Deutschlands, um auch mal die andere Seite zu erwähnen.
Das Lied finde ich selber auch nicht gelungen. Also treffen Sie keinen wunden Punkt damit bei mir.
Diese Frechheit ist aber doch keine Frechheit, sondern die nackte Wahrheit. Als regelmäßiger Besucher dieser Seite werden Sie doch bestimmt die zahlreichen Beiträge zu den Erfolgen des „Rest[s]“ hier mitbekommen. Lange Chartläufe von Schlageralben in den offiziellen Albumcharts gehören der Vergangenheit an. Außerdem gibt es etwas, das man recency bias nennt. Auf Deutsch anscheinend Rezenzeffekt, also dass Musik die neuer ist eine höhere Aufmerksamkeit bekommt als ältere. Jetzt ist aber Helene mit 4 Alben in den Top 5 mit Musik, die bald mindestens 5 Jahre alt ist. Was schließen wir daraus? Dass kein anderer Künstler es schafft ein Album zu produzieren, dass auch nur annähernd den Konsum immer noch erfährt, den zum Teil Helenes „Uraltalben“ erreichen. Durch die Tour gerade ist das natürlich nochmal verstärkt. Die Charts der letzten Monate zeigen das grundlegende Problem aber trotzdem. Die Alben um Helene herum wechseln sich immer wieder ab, bis sie aus den Top 10 raus sind und Helene bleibt komfortabel drin. Nur die 2, 3 Alben von Roland Kaiser sind etwas länger dort vertreten. Von den Andrea Bergs, Maite Kellys und Beatrice Eglis ist nur Balance von Beatrice mit Platz 20 gerade ein Album von diesen 3, was über 50 Wochen in den Charts ist. Andrea Berg ist gerade überhaupt nicht vertreten. Und dann wollen Sie mir jetzt versuchen zu sagen, dass das nicht im Vergleich zu Helene ein Armutszeugnis ist? Wenn die Ansprüche im Keller sind, dann wundert es mich nicht, aber gute Schlagermusik ist in den letzten Jahren noch seltener geworden, als sie ohnehin schon war. Beatrices Balance zum Beispiel ging schon sehr in Richtung Popschlager, was ja in Ordnung ist. Meine Meinung ist, dass lediglich Maite Kelly gerade mit ihrem letzten Album ein paar gute oder passable, je nachdem eben, wo dann der eigene Anspruch ist, Schlager in einer kleineren Menge produziert hat und somit nicht nur einen Glückstreffer gelandet hat.
Ich weiß ja nicht, warum sie Helene nicht mehr hören können. Ist die Musik nicht Schlager genug? Das wäre eine nachvollziehbare Entscheidung und auch ein Punkt, warum ich geschrieben habe, dass die Vergleiche von Helene zum „Rest“ immer unpassender wird und somit auch irgendwo ihre Einordnung in die Schlagercharts. Ist es aber Helenes politische Meinung, dann haben Sie Pech gehabt. Finden Sie Helenes Konzerte auch „albern“ und zu viel „Zirkus“, dann ist das nicht nur eine Beleidigung für Helene und Zirkusartisten, wenn viele so in der Art darüber reden, sondern eine fehlende Wertschätzung für diese außergewöhnlichen Leistungen der Akrobaten und nur ein Spiegel für das, was in der Schlagerwelt zur Zeit vor sich geht. Eine Hofierung und ein Abfeiern von etwas, was maximal nur Mittelmäßigkeit ist. Abgesehen davon, dass Helene Akrobatik in 2 oder 3 von über 20 Liedern nur macht und es somit weit davon entfernt ist die Gesamtheit des Konzertes zu definieren. Ich hoffe mal für Sie, dass es lediglich der erste Punkt ist. Dann beschweren Sie sich bei Ihrem Idol, dass ein solches Bild, wie die Schlagercharts gerade abbilden, möglich ist.
Selbst wenn außerhalb der Schlagerblase Schlager immer unbeliebter wird, was ist denn der neueste Evergreen innerhalb der Schlagerblase? Meine erste Idee wäre Regenbogenfarben. Der ist es aber zu einem sehr großen Teil aufgrund der Botschaft. Die immer lacht? Eigentlich wie Atemlos genauso wenig ein Schlager, meiner Meinung nach, sondern ein Poplied. Dann landen wir ja schon bei Warum hast du nicht Nein gesagt. 12 Jahre alt…
Sehe ich auch so, und das ist schon traurig. Andrerseits – rückblickend muss man die unfassbare große Qualität der Schlager der insbesondere 70er Jahre loben. Wahnsinn, wie viele absolute unzerstörbare Evergreens damals „geboren“ wurden. In der Tat, in den letzten 10 Jahren gibt es ja fast gar keinen großen Schlager-Hit mehr, den jeder mitsingt – Songs wie „Atemlos“, „Warum hast du nicht nein gesagt“, „Einen Stern“ etc. sind ja auch schon viele Jahre alt. Die „ARD Schlagerwelt“ hat kürzlich mal Listen mit den TOp-3-Hits des Jahres in Sachen „Schlager“ kommuniziert – da packt man sich an den Kopf, was da teilweise als „Hit des Jahres“ verkauft wurde, was das ganze Dilemma zeigt…
Ja. Ich muss gestehen, vor 10 Jahren war mein Blick auf Schlager auch noch komplett anders, vollkommen undifferenziert. Wenn meine Oma die Flippers-CD angemacht hat, auch wenn das nochmal länger als 10 Jahre her ist, haben meine Eltern und meine Tante und Onkel, wie man hier sagt, gekühmt und wollten das schnell wieder ausmachen. Dass im Rest der Bevölkerung Schlager, besonders bei Jüngeren, das Todesurteil für den Musikgeschmack darstellt, darüber müssen wir nicht reden. So war ich im Gruppenzwang Schlager auch fürchterlich zu finden.
Dann hab ich 2018 angefangen mich mit Helene zu beschäftigen aufgrund dessen, dass sie in der Liste der 10 bestverdienenden Sängerinnen der Welt in diesem Jahr war. Da ist mir erst zum ersten Mal so richtig bewusst geworden, was Helene überhaupt macht und dass das mit Schlager gar nicht mehr soo viel zu tun hat.
Beim Aufarbeiten ihrer Auftritte bis dahin hab ich mich dann natürlich mehr mit Schlager auseinandersetzen „müssen“. Zuerst fand ich dann einige ihrer ersten volkstümlicheren Schlager gar nicht mehr so schlecht. Und morgen früh küss ich dich wach etc.. Dann später waren auch die Flippers gar nicht mehr so schlimm, zwar immer noch nicht cool, selbstverständlich, aber eben nicht mehr schlimm, sondern angenehm. Das ging dann so weiter, bis ich irgendwann zu der Erkenntnis in den letzten Jahren gekommen bin, dass der Schlager selbst nicht das Problem ist, sondern die überproportional große Menge an schlechten Beispielen von Schlager, die, vermeintlich, im Gegensatz zu bei anderen Genres an die Oberfläche der Aufmerksamkeit der Bevölkerung kommt. Und was eigentlich schon am eklatantesten war, war, wie viel talentierter Schlagersänger damals waren. Wenn ich zum Beispiel eine Aufnahme von Jürgen Marcus in der Hitparade sehe oder eine Katja Ebstein… die konnten ja singen. Auch ein Roland Kaiser, der konnte richtig gut singen, auch wenn ihr Kollege vom Podcast ihn nicht leiden kann…, wann kommt eigentlich eine neue Folge? Aber selbst wenn das nicht so wäre, ist meiner Meinung nach Udo Jürgens allein schon der Beweis, dass Schlager genauso gut sein kann, wie jede andere Musik. Man muss eben nur Talent haben.
Wenn man sich die „Stars“ heute anschaut, bei allem Respekt… Sie mag ja noch so fanlieb sein und wunderbar gemeinnützig, dafür verdient sie wirklich Respekt, aber Andrea Bergs Gesang ist mehr Sprechgesang als richtiger Gesang, noch schlimmer Kerstin Ott. Ben Zucker drückt so dermaßen beim Singen, dass man das nur auch schwer Gesang nennen kann. Gabaliers „Gesang“ ist auch… gewöhnsbedürftig, so wie ich das sehe. Beatrice hat eine angenehme und für mich sehr typische Schlagerstimme. Wird es aber anspruchsvoller, kommt ihre Stimme auch nicht mehr so richtig mit. Maite hat unter den Schlagersängerinnen vermeintlich noch die beste Stimme. Allerdings fande ich viele ihrer Auftritte in jüngerer Vergangenheit eher ungelungen. Sie war schon immer sehr theatralisch, aber das hat jetzt gefühlt nochmal eine neue Stufe erreicht, die meiner Meinung nach auch wieder etwas befremdlich wirken kann. Ihre Musik ist, wie ich schon geschrieben habe, besser als die der anderen. Ein Kuss in Paris ist zwar ein generischer Massenwarenschlager vom Charakter her, aber wenn man es eben trotzdem gut ausführt, kann es auch trotzdem funktionieren. Ich mag den. Roland Kaiser wird leider langsam ein bisschen zum Trauerspiel. Ich habe ein paar Aufnahmen von seiner Tour jetzt gesehen und er sieht nicht mehr wirklich gesund aus. Er steht in schiefer Haltung auf der Bühne und quält sich zum Teil fast schon die höheren Töne rauszukriegen. Zumindest ist das mein Eindruck. Das ist jetzt wirklich höchstspekulativ und eigentlich gehört sich sowas nicht. Aber ich meine beim Silvesterbooom, oder irgendeiner anderen Show, gesehen zu haben, wie sehr eine seiner Hände gezittert hat. Ich hab jetzt zwar nicht mehr danach darauf geachtet, es ist mir tatsächlich auch jetzt gerade erst wieder eingefallen, aber mich würde nicht wundern, falls in nächster Zeit eine Meldung käme, dass er unter Parkinson leidet. Das wäre natürlich sehr bedauerlich. Howard wird sich bald auch zur Ruhe setzen. Dann ist die alte Garde weg und dann sind wir wieder bei dem Problem angekommen, was schon so oft hier aufgekommen ist. Wo ist talentierter Nachwuchs in dieser Größenordnung? Joa, talentierte Sänger sind vielleicht da, aber, wie ich finde, zumindest im Blickpunkt der großen Sendungen, keine mit außergewöhnlich großem Talent.
Ich weiß nicht, ob ich soweit gehen würde, aber wenn das noch ein bisschen so weitergeht, bräuchte man ja fast schon eine neue Helene (der ersten Karrierehälfte), um das sinkende Schiff zu retten. Wo der Trend immer mehr zu fast schon Ballermannschlager geht, wenn man es im Pop nicht schafft, geht man zum Schlager, wenn man es im Schlager selbst nicht schafft, geht man zum Partyschlager mit Endstation Ballermann…, wäre vielleicht ein Reset nötig und wieder mehr volkstümlicher Schlager notwendig für eine Trendwende eben. Aber ich kann mir vorstellen, dass ich damit auch vollkommen daneben liege…
Bleibt einem wohl nichts anderes übrig als zu hoffen und die teilweise traurige Prozession hier weiter zu beobachten…
Warum wird mein Kommentar nicht gezeigt?