Heino Weniger ist mehr Akustik

HEINO geht gegen Werbung eines AfD-Politikers vor!

HEINO: BILD berichtet über Eskalation einer falschen Wahlwerbung

Er ist sonst eher für sonnige Volkslieder und gute Laune bekannt – doch diesmal versteht HEINO keinen Spaß, worüber BILD.DE zu berichten weiß. Der Kult-Sänger zieht vor Gericht und geht scharf gegen eine Wahlwerbung vor, die ihn plötzlich als Unterstützer einer Partei darstellt, mit der er nach eigenen Aussagen nichts zu tun haben will. Auslöser ist ein Social-Media-Post eines AfD-Kandidaten aus Brandenburg. Darin wurde mit einer Anspielung auf HEINOs Hit „Blau blüht der Enzian“ gearbeitet und gleichzeitig behauptet, der Sänger würde den Politiker wählen (angesichts dessen, dass blau ja die Farbe der Partei ist). Für HEINO ein absolutes No-Go. „Diese Aktion geht mir eindeutig zu weit“, stellt er klar und findet noch deutlichere Worte: Er empfinde das Vorgehen als „Unverschämtheit“.

Jetzt lässt der 87-Jährige Taten folgen. Über seinen Manager HELMUT WERNER hat er beim Gericht eine einstweilige Verfügung beantragt. Damit soll verhindert werden, dass sein Name oder Image erneut ohne Zustimmung politisch ausgeschlachtet wird. Doch damit nicht genug: HEINO fordert zusätzlich satte 250.000 Euro Schmerzensgeld. Der betroffene Politiker gibt sich inzwischen kleinlaut. Er bezeichnet sich selbst als Fan, war sogar auf Konzerten des Sängers – und will den Post lediglich aus Begeisterung erstellt haben. Gelöscht ist der Beitrag inzwischen zwar, doch für den Volkssänger reicht das nicht. Die Sorge: Solche Aktionen könnten jederzeit wieder passieren.

Der Fall zeigt, wie schnell Prominente unfreiwillig in politische Kampagnen hineingezogen werden können, und wie empfindlich die Grenzen zwischen Fan-Hommage und unzulässiger Vereinnahmung sind. Gerade im aufgeheizten Klima sozialer Medien kann ein einziger Post enorme Wellen schlagen. (In dem Zusammenhang ist interessant, dass auch die Münsteraner Gruppe ALPHAVILLE sich mit einer Vereinnahmung konfrontiert sind und dagegen vorgeht – in dem Fall ist niemand Geringerer als DONALD TRUMP derjenige, der ohne Absprache die Musik von ALPHAVILLE für seine Zwecke genutzt hat, wogegen sich die Band wehrt).

 

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