Dieter Thomas Kuhn

DIETER THOMAS KUHN hört auf: 2027 noch drei Abschiedskonzerte in Berlin und Stuttgart!

DIETER THOMAS KUHN: „Singende Föhnwelle“ kündigt endgültigen Abschied an

35 Jahre lang begeisterte DIETER THOMAS KUHN mit Schlaghose, Glitzer-Outfits, Sonnenblumen und seinem legendären Brusthaartoupet die Schlagerfans. Was Anfang der 1990er-Jahre als augenzwinkernde Schlager-Parodie begann, wurde längst zum Kult. Nun kündigt der 61-Jährige tatsächlich seinen endgültigen Abschied von der Bühne an.

DIETER THOMAS KUHN und seine „Kapelle“ biegen auf die Zielgerade einer außergewöhnlichen Karriere ein. Nach mehreren Abschieden soll 2027 nun wirklich Schluss sein. Geplant sind drei große letzte Konzerte: Am 24. Juli 2027 tritt die Band in der Stuttgarter MHP-Arena auf, am 6. und 7. August 2027 folgen die letzten beiden Konzerte in der Berliner Waldbühne.

„Es fühlt sich noch nicht wie ein Abschied an“, sagt KUHN – und macht gleichzeitig deutlich, dass die Entscheidung diesmal sehr gut überlegt sei. Ein einfaches Bühnen-Aus auf Zeit ist demnach nicht geplant.

Aus einer Schlager-Parodie wurde Kult

Als DIETER THOMAS KUHN Anfang der 90er-Jahre mit seiner Kunstfigur auf die Bühne kam, war zunächst gar nicht vorgesehen, dass daraus eine jahrzehntelange Karriere entstehen würde. „Als es 1992 losging, habe ich immer gesagt: Das geht ein paar Monate, dann ist Schluss“, erinnert sich KUHN laut ntv.de.

Doch aus den Monaten wurden Jahre – und aus einer bewusst überzeichneten Schlagerfigur ein echtes Kultphänomen. Die Föhnwelle, das Brusthaartoupet, die Schlaghosen und die glitzernden Bühnen-Outfits wurden zu den unverwechselbaren Markenzeichen des Sängers.

Was zunächst wie eine Persiflage auf den Schlager der 70er-Jahre wirkte, entwickelte eine ganz eigene Dynamik. DIETER THOMAS KUHN machte aus Kitsch Kult und begeisterte damit Generationen von Fans. Sogar der Spiegel berichtete schon 1994:

Dieter Thomas Kuhn

Abschied auch aus Loyalität zur Band

Ein wesentlicher Grund für das bevorstehende Ende ist die schwere Erkrankung des Gitarristen PHILIPP FELDTKELLER. Seine gesundheitliche Situation hatte in den vergangenen Jahren bereits Auswirkungen auf zahlreiche Auftritte.

Für DIETER THOMAS kommt ein Austausch des langjährigen Weggefährten offenbar nicht infrage. „Wir machen das zusammen – oder wir machen es gar nicht“, lautet sein Credo. Damit ist der Abschied auch Ausdruck der besonderen Verbundenheit innerhalb der Band.

Die letzten drei Konzerte sollen deshalb nicht einfach nur Auftritte werden, sondern ein großes gemeinsames Fest nach 35 Jahren Bühnengeschichte.

Kinofilm blickt auf 35 Jahre DIETER THOMAS KUHN zurück

Passend zum angekündigten Bühnenabschied kommt am 17. September 2026 der Kinofilm „Und es war Sommer“ in die deutschen Kinos. Regisseurin JULIANE SAUTER sichtete dafür mehr als 180 Stunden Archivmaterial und begleitete DIETER THOMAS KUHN und seine Band außerdem über einen längeren Zeitraum sowie auf ihrer Tour 2024.

Der Film blickt auf die Geschichte der Band zurück und zeigt dabei nicht nur Konzertaufnahmen. Auch Backstage-Szenen, Tourbus, Garderobe und persönliche Einblicke gehören zum Film. Im Mittelpunkt steht dabei neben der Musik auch die jahrzehntelange Freundschaft innerhalb der Band.

DIETER THOMAS KUHN: „Das war immer unser Credo“

Dass der Abschied für KUHN diesmal tatsächlich endgültig sein soll, wird auch durch seinen Blick auf die eigene Vergangenheit deutlich. Bereits 1999 hatte sich die Band zunächst verabschiedet. DIETER THOMAS KUHN wollte damals zeigen, dass er musikalisch auch abseits seiner bekannten Schlagerfigur funktionieren kann.

Eine Clubtour mit anderer Musik brachte allerdings die Erkenntnis, dass ihm dabei etwas Entscheidendes fehlte: der gemeinsame Spaß. „Das bin nicht mehr ich“, blickt KUHN zurück. Der Erfolg war auch sehr übersichtlich – der Versuch, als „KUHN“ Karriere zu machen, misslang:

Bild von Schlagerprofis.de

Das Comeback mit den bekannten Markenzeichen erwies sich im Anschluss anschließend als die richtige Entscheidung. Bis heute stehen bei den Konzerten Musik, Humor, Übertreibung und das Gemeinschaftsgefühl im Mittelpunkt.

Eine Schlager-Kultfigur sagt Adieu

Besonders bemerkenswert ist für DIETER THOMAS KUHN, dass sein Publikum längst über mehrere Generationen reicht. Fans, die ihn bereits in den 90er-Jahren erlebt haben, kommen ebenso zu seinen Konzerten wie junge Schlagerfans.

Nach 35 Jahren auf der Bühne soll nun aber tatsächlich das letzte Kapitel beginnen. „Natürlich wird es schwer, sich von der Bühne zu verabschieden“, sagt Kuhn. Schließlich habe ihn die Musik 35 Jahre lang begleitet und sei sein „grandioses Leben“ gewesen.

Was danach kommt, weiß der Sänger selbst noch nicht. Nach dem letzten Lied in der Berliner Waldbühne dürfte zunächst einmal eine große Leere entstehen. Für die Fans steht allerdings schon jetzt fest: Die „singende Föhnwelle“ wird dem deutschen Schlager auch nach ihrem Bühnenabschied als eine der außergewöhnlichsten Kultfiguren in Erinnerung bleiben.

 

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3 Kommentare

  1. Warum taucht DIETER THOMAS KUHN in den großen Samstagabend-Schlagershows (Silbereisen, Zarella) so gut wie nie auf?

    Fehlende Einladungen? Oder andere Gründe?

    1. Ich habe gehört (Achtung! Nur Erzählung, ob es stimmt, weiß ich nicht), dass KUHN bei diesen großen Shows gar nicht auftreten WILL. Ob das stimmt, entzieht sich meiner Kenntnis, ich könnte es mir aber durchaus vorstellen.

      1. Hallo,
        ich vermute, daß die Formate der Shows gar nicht zu den herrlich überzeichneten und mit so viel Spaß, Freude und Humor dargebrachten Liedern von Dieter Thomas Kuhn und seiner Kapelle passen würden.

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