CD Cover Gott of Schlager

Christian Steiffen: Der “Gott of Schlager” darf nicht in die Schlagercharts

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Seit es Schlager gibt, gibt es auch Schlager-Parodien. In den 1990er Jahren war Guildo Horn wohl der Erste, der aus dem Kreis der Parodisten in den Kreis der Schlagersänger aufgenommen wurde. Wenig später gelang das auch Dieter Thomas Kuhn, in die Riege der anerkannten “Schlagersänger” aufgenommen zu werden, obwohl auch er einen parodistischen Ansatz verfolgt.

Über einen längeren Zeitraum hinweg haben diese beiden Musiker eine Marktlücke erfüllt, die eine große Anzahl an Fans erfreut hat. In den letzten 20 Jahren hat kaum jemand erfolgreich diesen Ansatz erfolgt, mit einem gewissen Christian Steiffen schickt sich nun jemand an, in eine ähnliche Kerbe zu hauen. Auch Christian Steiffen verfolgt den augenzwinkernden kabarettistischen Ansatz. Allerdings singt er eigene Songs, die aber schon nach Verballhornungen klingen.

Genau genommen könnte man sagen: JUBILÄUM! Zehn Jahre Christian Steiffen, denn 2009 entwickelte der Schauspieler Hardy Schwetter diese Kunstfigur – mit wachsendem Erfolg. “Ferien vom Rock’n’Roll” – das Album schaffte es 2015 auf einen achtbaren 63. Platz der Albumcharts.

Recht überraschend hat Christian Steiffen nun noch einen draufgesetzt. Eigentlich komplett ohne mediale Begleitung – zumindest ohne TV-Auftritt und auch mit sehr überschauberarer medialer Berichterstattung (zumindest in der einschlägigen Schlagerszene) hat er es aus dem Stand in die Top-20 geschafft. Rang 17 für das Album “Gottt of Schlager” ist ein toller Erfolg.

Für uns vollkommen und absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar: Warum wird das Album nicht in den SCHLAGER-Charts gelistet? Warum darf der “Gott of SCHLAGER” sich nicht bei Bernhard Brink präsentieren? (Denn: Es ist anzunehmen, dass es das Album “GOtt of Schlager” locker in die maßgebliche Top-50 der “Schlager des Monats” schaffen dürte)

Wir sind gespannt, wie es mit Christian Steiffen weitergeht und finden, dass einige der Titel (z. B: “Kack- kack- kack- kack Karneveal”, “Ja die Punkmusik”) sehr spaßig klingen.

Abschließend wollen wir den Pressetext und die Tracklist nicht vorenthalten:

1. Hier ist Party
2. Wie der Wind
3. Schöne Menschen
4. Ich breche in die Naccht
5. Verliebt – verlobt – verheiratet – vertan
6. In Budapest beim Schützenfest 1810
7. Ja ja die Punkmusik
8. Kack kack kack kack Karneval
9. Ich fahr’ so gern zur See
10. Das neue Jahr

Pressetext:

CHRISTIAN STEIFFEN – GOTT OF SCHLAGER Das Warten hat ein Ende, endlich ist es da: sein drittes Meisterwerk!!! Nüchtern und sachlich, wie immer gewohnt reflektiert. Gott of Schlager – so der Titel des dritten Ergusses – ist ein weiterer Höhepunkt im Steiffen-Oeuvre. Und Christian Steiffen steht wieder voll im Saft. Schon in der Wahl des Albumtitels greift Christian auf das von ihm so perfekt inszenierte und auch zelebrierte Stilmittel der Untertreibung zurück und fügt hinzu: Worte können mich und dieses Album nicht beschreiben. Der Begriff Gott of Schlager kann nur ein Versuch sein, wird aber für immer eine Krücke bleiben… . Und er hat natürlich recht: Schon der erste Titel macht deutlich, dass die Ferien vom Rock´n Roll vorbei sind: Hier ist Party verbindet Elemente der klassischen Discomusik mit modernem Sprechgesang. Bei Wie der Wind geht es um Freiheit, Verdauung und Vergänglichkeit, beleuchtet in einem Country-Song, der sich in psychodelische Sphären steigert. Mit Schöne Menschen widmet sich Christian der hässlichen Fratze des Schönheitswahns von den Gebrüdern Grimm bis heute. Das autobiografische Stück Ich breche in die Nacht beschreibt eine Nacht und lotet dabei die Gegensätze von Durst und Heimweh sowie Übelkeit und Gesellschaft aus. Das ist nicht nur persönlich Erlebtes, das ist große Poesie in vollendeter Komplexität der Lyrik. Verliebt Verlobt Verheiratet Vertan ist selbsterklärend, gefolgt von fälligen klassischen Themen des deutschsprachigen Chansons wie Schützenfest, Seefahrt, Silvester, Punkmusik und natürlich dem Karneval. Alles dargebracht im wunderbar weichen Timbre von Christians Stimme, das wie immer perfekt korreliert mit den Harmonien und Arrangements seines Freundes und Mitproduzenten Dr. Martin Haseland (jetzt neu mit Umhänge-Keyboard). Das sind neue große Melodien eines sich stetig selbstübertreffenden Poeten und Entertainers. Die Christianisierug hat wohl noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht, aber dass der Steiffen immer grösser wird, stört den Steiffen nicht: Ich zwinge ja niemanden zu meinen Konzerten zu kommen die kommen alle freiwillig. Alles kann, nichts muss. Und so wird er auch mit diesem Album wieder auf große Fahrt gehen.

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2 Antworten

  1. Beim Wort Schauspieler hätte ein “L” gereicht und der gute Mann heißt “Hardy Schwetter” und nicht “Harry Schwetter”.

    “Sylvester”ist übrigens auch falsch. Der letzte Tag im Jahr ist immer noch Silvester.

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