Agnetha

AGNETHA von ABBA wird 75 – Schlagerprofis Story zum Geburtstag

AGNETHA: Schlagerprofis-Story über ihre Karriere in Deutschland

Gleich mit mehreren deutschen Grand-Prix-Teilnehmern der 1970er Jahre arbeitete die blonde ABBA-Schönheit AGNETHA FÄTLSKOG zusammen. Auch wenn sie sich 2-mal dem „Deutschen Schlagerwettbewerb“ stellte (und beide Male es knapp nicht bis ins Finale schaffte), war sie nie als Solo-Interpretin beim ESC dabei.

Liiert mit deutschem Schlagerproduzenten – schon, als sie BJÖRN kannte

Nach Deutschland gelotst hat AGNETHA der Produzent DIETER ZIMMERMANN, der im Auftrag des MEISEL-Verlags und der Plattenfirma Metronome die schöne Schwedin nach Germania holen sollte. ZIMMERMANN hat sich einen Namen als Produzent von REX GILDO gemacht und nahm als CLIFF CARPENTER instrumentale Musik auf – u. a. zusammen mit EUGEN CICERO, dem Vater von ROGER CICERO. DIETER ZIMMERMANNs Aufgabe war es, die Karriere der in Schweden erfolgreichen AGNETHA FÄLTSKOG in Deutschland auf die Beine zu stellen.

Schnell loderte das Feuer und ZIMMERMANN verliebte sich Hals über Kopf in die Blondine – und machte gleich Nägel mit Köpfen: Als er AGNETHA in Schweden bei deren Tour besuchte (AGNETHA wirkte als Sängerin bei Jesus Chris Superstar mit), bat er bei ihren Eltern um die Hand von deren Tochter – die Verlobung war am 22. Juli 1968 perfekt. Übrigens: Schon damals kannte AGNETHA ihren späteren Mann BJÖRN, der seinerzeit dachte, dass er keine Chance mehr bei der attraktiven Sängerin hätte.

Verlobung gelöst

Nachdem – anders als geplant und erwartet – AGNETHAs Karriere nicht richtig ins Rollen kam, wurde die Verlobung mit DIETER ZIMMERMANN schon kurze Zeit später wieder gelöst. Auch wenn es eine gute künstlerische Zusammenarbeit gab, gab es nämlich Differenzen, weil AGNETHA nicht selbständig agieren konnte und DIETER anscheinend nicht genügend Vertrauen in das eigene künstlerische Potenzial von AGNETHA hatte. Ein Problem war wohl, dass DIETER seine Tätigkeit im Sinne der Musikindustrie priorisierte und versuchte, AGNETHA von seinem Standpunkt zu überzeugen – die wiederum fühlte sich wohl unverstanden.

Verlobter DIETER ZIMMERMANN an Leukämie verstorben

Tragisch: ZIMMERMANN erkrankte im Frühsommer 1978 an Leukämie und verstarb am 2. Oktober 1978 im Alter von nur 34 Jahren. Davon erfuhr AGNETHA im Rahmen der Aufnahmesessions des Songs „Dream World“, die am 27. September 1978 starteten und wegen des Schocks über den Tod des ehemaligen Verlobten erst einmal abgebrochen worden sind. Der Song wurde offiziell damals auch nicht veröffentlicht und erschien erst Jahre später auf der 1994 erschienenen Box „Thank You For the Music“.

Weitere Ironie des Schicksals: Am Tag der Hochzeit von BENNY und ANNI-FRID (6. Oktober 1978) soll DIETER ZIMMERMANN beigesetzt worden sein.

Nur kurz nach der gescheiterten Beziehung mit AGNETHA gelang DIETER ZIMMERMANN ein toller Coup: Für KATJA EBSTEIN schrieb er den deutschen Beitrag zum Grand Prix 1971 und holte einen hervorragenden 3. Platz für Deutschland.

AGNETHA entschied sich bewusst für Deutschland

Rückblickend auf ihre Zeit in Deutschland verriet AGNETHA der Welt 2013 in einem Interview,dass sie nach ihrem ersten Erfolg in Schweden bewusst den Schritt nach Deutschland gewagt habe, weil hierzulande bereits Skandinavinnen wie SIW MALMKVIST, SIW INGER, WENCKE MYHRE und GITTE erfolgreich waren. Die ersten deutschen Aufnahmen entstanden nach ihrer Aussage im Berliner Hansa-Studio (nahe der damaligen Mauer).

Später habe sie es nach Frankfurt verschlagen – „zum Glück“ sei es aber zu keiner großen Karriere in Deutschland gekommen. Spannend ist der Satz:

„Ich fand meine deutschen Lieder gar nicht schlecht, aber keines davon kam in die Charts“.

Hier eine Übersicht über die deutschsprachigen Singles von AGNETHA:

Robinson Crusoe / Sonny Boy

  1. Robinson Crusoe (Dieter Zimmermann, Giorgio Moroder, Fred Jay)
  2. Sonny Boy (Dieter Zimmermann, Hans-Ulrich Weigel)

Agnetha Robinson Crusoe

Die erste AGNETHA-Single erschien im Mai 1968 und wurde von DIETER ZIMMERMANN und FRED JAY geschrieben. Ein weiterer Coautor des Songs ist der bis heute bekannte GIORGIO MORODER. In einem Interview mit der Welt sagte der:

„Ein deutscher Produzent hatte sie aus Schweden nach Berlin geholt, wollte unbedingt, dass sie auf Deutsch Schlager singt. Und da habe ich mit ihr 1, 2 Lieder aufgenommen. Daraus ist dann nichts geworden. Später habe ich gelesen, dass sie es gehasst hat, auf Deutsch zu singen.“

In Fankreisen heißt es, dass diese Aussage so nicht richtig sei. AGNETHA habe demzufolge durchaus gerne auf Deutsch gesungen, allerdings gefielen ihr viele der für sie geschriebenen Titel nicht. Man muss dazu auch wissen, dass AGNETHA ausgezeichnet und weitgehend sogar – anders als manche skandinavischen Kolleginnen – akzentfreies Deutsch sang.

Senor Gonzales / Mein schönster Tag

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  1. Senor Gonzales (Dieter Zimmermann / Georg Buschor) (Prod. Thomas Meisel)
  2. Mein schönster Tag (Howard Evans / William Jenkins / Hans-Ulrich Weigel) (Prod. P.M.)

„Senor Gonzales“ ist ein Song, den ein Jahr zuvor MANUELA für ihr Album „Rund um die Welt“ aufgenommen hatte. Nachdem AGNETHA den Titel im Dezember 1968 auf Single veröffentlichte, zog MANUELAs Plattenfirma Telefunken nach und veröffentlichte auch ihre Version. Allerdings wurden beide Aufnahmen keine Erfolge. Die B-Seite „Mein schönster Tag“ ist die deutsche Version des PERCY-SLEDGE-Songs „Between These Arms“.

Concerto d’amore / Wie der Wind

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  1. Concerto d’amore (Hans Blum) (Prod. Thomas Meisel)
  2. Wie der Wind (Dieter Zimmermann / Hans-Ulrich Weigel) (Prod. Thomas Meisel)

Ihren ersten TV-Auftritt in Deutschland absolvierte AGNETHA beim „Gala-Abend der Schallplatte“ am 22. März 1969. Sie eröffnete diese „Uraufführung deutscher Schlager“-Sendung mit dem von HANS BLUM komponierten Titel „Concerto d’Amore“. Den Titel nahm AGNETHA auch in schwedischer Sprache auf: „Det handlar om kärlek“.

Interessant: Fanangaben zufolge soll AGNETHA sich mit „Concerto d’amore“ gegen die Plattenfirma durchgesetzt haben, die einen anderen Schlager präsentieren wollten.

Auch die B-Seite erschien auf Schwedisch: „Som en vind kom du till mig“. Die Melodie zu „Wie der Wind“ hatte DIETER ZIMMERMANN  noch für AGNETHA komponiert, die diesen Song sehr schön gefunden haben soll und nachher ja auch einen schwedischen Text geschrieben hatte. ABBA-Fan SCOTTY11 weiß zu berichten, dass AGNETHA die Melodie geliebt habe, vom Text aber nicht überzeugt gewesen sei. Nachdem dennoch der deutsche Text blieb wie er war, hat sie dann zumindest auf Schwedisch einen Text geschrieben, der ihr besser gefiel.

Wer schreibt heut noch Liebesbriefe / Das Fest der Pompadour

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  1. Wer schreibt heut noch Liebesbriefe? (Dieter Zimmermann / Fred Jay) (Prod. Thomas Meisel)
  2. Das Fest der Pompadour (Dieter Zimmermann / Renée Marcard) (Prod. Thomas Meisel)

Mit diesem im April 1969 erschienenen Schlager bewarb sich AGNETHA für den deutschen Schlagerwettbewerb 1969, kam aber nicht in die Endrunde – leider wurde der Song aus der Radio-Vorentscheidung, die im DLF zu hören war, „aussortiert“. Die Songautoren wurden auf der Single nicht veröffentlicht – damals war das so Usus beim Deutschen Schlagerwettbewerb.

Mit der B-Seite („Das Fest der Pompadour“) trat AGNETHA in der ZDF-Drehscheibe auf. Nach glaubhaften Angaben eines Fanforums war der TV-Auftritt in der Drehscheibe der zweite TV-Auftritt überhaupt von AGNETHA, die zuvor lediglich in Schweden in der TV-Sendung „Studio 8“ schon einmal im Fernsehen zu sehen war – da allerdings mit großem Erfolg, da ihr präsentierter Song „Jag var sä kär“ im Anschluss ein Riesen-Hit wurde.

Fragezeichen mag ich nicht / Wie der nächste Autobus

  1. Fragezeichen mag ich nicht (Hans Blum / Horst Bredow) (Prod. Günter Henne)
  2. Wie der nächste Autobus (Dieter Zimmermann / Fred Jay) (Prod. Thomas Meisel)

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Als AGNETHA in einem Interview mit der Welt auf ihre Zeit in Deutschland angesprochen wurde, erwähnte sie ausgerechnet den ersten Titel aus der Zeit nach DIETER ZIMMERMANN: Anfang 1970 erschien „Fragezeichen mag ich nicht“, produziert von GÜNTER HENNE.

Zu „Wie der nächste Autobus“, der letzten beruflichen Zusammenarbeit von AGNETHA mit DIETER ZIMMERMANN, schrieb 1970 „Die Schallplatte“:

„Die talentierte blonde Sängerin aus Skandinavien vergleicht auf dieser Scheibe die Liebe mit einem Autobus. Die Musik ist besser als der Text. Der Name Agnetha, der sich inzwischen eingeprägt hat, gibt der Platte Chancen.“

HORST BREDOW, der Coautor, ist DIETMAR KINDLER, der später WDR4 mit ins Leben gerufen hat.

Ein kleiner Mann in einer Flasche / Ich suchte Liebe bei dir

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  1. Ein kleiner Mann in einer Flasche (Billy Meshel / Curl List) (Prod. Günter Henne)
  2. Ich suchte Liebe bei dir (Joachim Heider / Joachim Relin) (Prod. Günter Henne)

Eine Anspielung an die damals populäre TV-Serie „Bezaubernde Jeannie“, in der BARBARA EDEN weiblicher Gast in einer Flasche war, entstand als Gegenpol der im Juli 1970 veröffentlichte Song „Ein kleiner Mann in einer Flasche“, die deutsche Version des PETER-DOYLE-Songs „If You Can Put It In A Bottle“. Arrangiert wurde der Titel vom sehr bekannten Arrangeur JO PLEE.

Die B-Seite schrieb JOACHIM HEIDER und brachte den Song später bei seinem damals erfolgreicheren Schützling MARIANNE ROSENBERG unter, die den Titel „Ich suchte Liebe bei dir“ auf ihrem Album „Fremder Mann“ veröffentlicht hat. Spannend: Später hat MARIANNE bekanntlich auch einige der großen Hits von ABBA gecovert („Nur Sieger stehen im Licht“ und „Ich sah deine Tränen“). Diesen Titel hätte AGNETHA auch gerne für die deutschen Schlagerfestspiele eingereicht, konnte sich aber gegen die Männerdominierte beratungsresistente Szene nicht durchsetzen, dazu gleich noch etwas mehr.

Rätselraten um verschollene Aufnahme „Hokus Pokus“ – PETER KRAUS „übernimmt“ Titel

Zum endgültigen Bruch mit ihrer Plattenfirma Metronome dürfte es gekommen sein, als Metronome AGNETHA erneut zum „Deutschen Schlagerwettbewerb“ nominierte und einen Song von HANS BLUM (, dessen „Mädchen von Seite 1“ später siegreich sei würde,) einreichte: „Hokus Pokus“. Für ein Demoband sang AGNETHA diesen Titel ein. Laut Angaben des ABBA-Experten „Scotty“ schaffte AGNETHA damals den 13. Platz – eine Stimme fehlte, um beim Finale dabei zu sein – so hat es nicht ganz „gepasst“.

Die damalige Live-Aufnahme von AGNETHAs „Hokus Pokus“-Gesang könnte durchaus noch in den Archiven des DLF schlummern – eben wegen des Mitschnitts der Qualifikationsrunde zum Schlagerwettbewerb.

Der „Hokus Pokus“-Song wurde entgegen anders gearteter Planungen nie als Single veröffentlicht, weil sich AGNETHA dagegen sperrte. Eine Demoaufnahme, die im DLF in der Vorrunde im April 1970 gesendet wurde, muss aber existieren. Spannender Fun Fact: PETER KRAUS hat diesen Song später veröffentlicht und sogar am 29. August 1970 in der ZDF-Hitparade gesungen. Es war der einzige reguläre Hitparaden-Auftritt des Rock’n’Roll-Stars.

Diesmal setzte sich also AGNETHA gegen die Herrenriege durch – der Song „Ich suchte Liebe bei dir“ wurde statt „Hokus Pokus“ aufgenommen. Da im Anschluss der künstlerische Anspruch AGNETHAs und der kommerzielle Ansatz von Metronome nicht mehr zusammen passten, ging die Sängerin damals weg von Metronome.

Übrigens – nach Angaben des ABBA-Experten „Scotty“ müsste es noch ca. zehn weitere unveröffentlichte deutschsprachige Aufnahmen von AGNETHA geben, die dann aber nicht fertig gestellt worden sind. Ihm zufolge hat die blonde Schönheit ALLE von DIETER ZIMMERMANN komponierten schwedischsprachigen Titel auch auf Deutsch aufgenommen (u. a. „Lek med Dina Dockor“, „Glön Honom“ oder „Skal kära vän“). Als Textdichter trat u. a. ULLI WEIGEL in Erscheinung. Weiters sollen angeblich auch noch weitere unveröffentlichte deutschsprachige Songs in den Archiven schlummern.

So soll es deutsche Aufnahmen der Songs „Tag min Hand lat oss bli vänner“ und „Hjärtats Kronpins“ geben.

Geh mit Gott / Tausend Wunder

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  1. Geh mit Gott (Enrico Morricone / Joan Baez / dt. Text Fred Jay)
  2. Tausend Wunder (Agnetha Fältskog / dt. Text Ben Juris = Jean Frankfurter)

Im September 1971 erschien die erste Single von AGNETHA bei ihrer neuen Plattenfirma CBS. Mit ihrem vierten Deutschland-Aufenthalt gelang es ihr, erstmals auch eine eigene Komposition durchzubekommen – allerdings „nur“ als B-Seite.

Bei der A-Seite handelt es sich um die deutsche Version der Titelmelodie des Films „Sacco & Vanzetti“, der im April 1972 in Deutschland uraufgeführt wurde. Das von ENNIO MORRICONE geschriebene Lied erhielt von FRED JAY den deutschen Text: „Geh mit Gott“ und wurde im Original vom JOAN BAEZ gesungen: „Here’s To You“. Mit gleichem Text veröffentlichte auch RENATE KERN diesen Song, später gab es auch eine deutsche Version von TRUDE HERR.

Im Original war es ein Protestsong für die unschuldig hingerichteten Sacco & Vanzetti und somit durchaus ein Statement gegen die Todesstrafe („And agony is your triumph“ – „agony“ bedeutet Todeskampf). Bei der deutschen Version handelt es sich um so etwas wie ein Abschiedslied an eine zu Ende gegangene Liebe. Bei der Melodie ist interessant, dass der spätere Eurovisions-Siegersong „L’oiseau et l’enfant“ sehr ähnlich komponiert wurde wie „Here’s To You“.

Am 12. Juni 1972 absolvierte AGNETHA mit diesem Titel ihren zweiten Auftritt in der ZDF-Drehscheibe.

Bei der B-Seite („Tausend Wunder“) handelt es sich um die deutsche Version der AGNETHA-Eigenkomposition „Jag skall göra allt“. Spannend: Den deutschen Text schrieb damals „BEN JURIS“ – dabei handelt es sich um den HELENE-FISCHER-Entdecker JEAN FRANKFURTER.

Komm doch zu mir / Ich denk an dich

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  1. Komm doch zu mir (Robert Puschmann / Sven Linus) (Prod. Bernd Simon)
  2. Ich denk an dich (Agnetha Fältskog / Ben Juris) (Prod. Bernd Simon)

Die letzte im November 1972 erschienene deutschsprachige AGNETHA-Single komponierte ROBERT PUSCHMANN. Den Text schrieb der damals populäre BERND SIMON unter seinem Pseudonym SVEN LINUS (er war auch als Sänger unter dem Namen SIMON BUTTERFLY populär). BERND SIMON war der Sohn des bekannten Schlagersängers und -komponisten HANS-ARNO SIMON. Er produzierte die deutsche Version des Riesenhits „Butterfly“.

ROBERT PUSCHMANN beteiligte sich mit der von ihm gegründeten Gruppe MEETING POINT, bei der auch HERLINDE GROBE alias „BIANCA“ mitwirkte, die sehr ähnlich aussah wie AGNETHA, an der Vorentscheidung zur Eurovision 1976.

Die B-Seite „Ich denk an dich“ ist die deutsche Version des von AGNETHA komponierten Liedes „Han Lämnar Mig For Att Komma Till Dig“, das auch auf ihrem vierten Studioalbum „När en vacker tanke blir en sang“ veröffentlicht wurde. Im Original erinnert die Ballade thematisch an „Marleen“: Eine Frau verliert ihren Mann an die beste Freundin – so hat AGNETHA diesen Text geschrieben.

Ironie des Schicksals: Dieses Lied entstand im Original in Zusammenarbeit mit BJÖRN ULVEAUS, der offensichtlich für den schwedischen Text zuständig ist. Übersetzt heißt es im Originaltext: „Er wird mich verlassen um bei Dir zu sein – bei Dir, meiner besten Freundin. – Es fühlt sich so hart an, wenn sich das Glück wendet. Ich mach Dir keine Vorwürfe, dass es geschehen ist.“ – Für damalige Zeiten ein erstaunlich offener und lebensnaher Text.

Auch hier hatte der deutsche Text einen anderen Inhalt als das in diesem Fall schwedische Original – erneut geht es um eine unerfüllte Liebesbeziehung – auch diesen Text schrieb „BEN JURIS“ alias JEAN FRANKFURTER.

CD-Sampler

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Im CD-Zeitalter kamen natürlich Begehrlichkeiten auf, die AGNETHA-Songs auch in Form eines Samplers zusammenzustellen. In Japan wurde der erster Sampler dieser Art bereits Ende der 1980er Jahre als Fanclub-CD produziert: „Agnetha in Germany“ enthielt in der Tat alle 16 deutschen AGNETHA-Songs – allerdings ist das Cover aus dem Jahr 1979 nicht besonderes geschickt gewählt. Unterschiedliche Quellen gehen von einer Auflage von 300 bis 500 Stück von dieser CD aus.

Anders als bei späteren Versionen sind auf „AGNETHA in Germany“ noch  zwei englischsprachige Bonustracks drauf: „Golliwog“ und „Here For Your Love“.

Fünf Jahre später veröffentlichte das deutsche Label Royal Records den Sampler „Geh mit Gott“. Spannend: Angeblich – laut ABBA-Fan „Scotty“ – gab es hierzu eine offizielle Genehmigung von AGNETHA, das gilt auch für die Japan-Auflage fünf Jahre zuvor. Initiiert wurde „Geh mit Gott“ vom ABBF Fan Club und Record Service in Roosendaal – eine offizielle Veröffentlichung, die für Fanclubs limitiert war.

Und schließlich gab es – ebenfalls offiziell, ebenfalls aber nicht im Handel – den Sampler „AGNETHA FÄLTSKOG – die deutschen Singles“, der in Argentinien zu beziehen war und in Deutschland (in den Metra-Studios Köln) digital remastered wurden und über Quaver-Records vertrieben wurde.

Happy Birthday!

Am morgigen Samstag wird AGNETHA, die Traumfrau fast einer ganzen Generation von Männern, unglaubliche 75 Jahre alt. Da man nicht im Voraus gratulieren soll, tun wir das nicht, sondern wünschen ihr für die nächsten 75 Jahre alles Gute, bestmögliche Gesundheit und weiterhin viel Freude an der Musik!

Wer mehr über AGNETHA und ABBA erfahren will, wird sicher im informativen ABBA-Forum fündig.

 

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Schlagerprofis – Der Podcast Folge 065

In dieser Folge unterhalten wir uns ABOR & TYNNA. und blicken auf die Schlagerwoche zurück…

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