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UTE FREUDENBERG erhält den Weimar-Preis 2026
Große Ehre für eine der bekanntesten Stimmen Ostdeutschlands: UTE FREUDENBERG wird mit dem Weimar-Preis 2026 ausgezeichnet. Der Stadtrat der thüringischen Kulturstadt folgte in seiner Sitzung am 17. Juni dem Vorschlag der Jury und würdigt damit das jahrzehntelange künstlerische Schaffen der gebürtigen Weimarerin.
Oberbürgermeister PETER KLEINE informierte die Sängerin persönlich über die Entscheidung. Die offizielle Preisverleihung findet am 3. Oktober 2026, dem Tag der Deutschen Einheit, in der Weimarhalle statt.
Eine Karriere zwischen Ost und West
UTE FREUDENBERG wurde am 12. Januar 1956 in Weimar geboren und entdeckte schon früh ihre Leidenschaft für die Musik. Bereits mit 15 Jahren wurde sie bei einem Ferienlager entdeckt. 1972 gelang ihr der Durchbruch bei einem Nachwuchswettbewerb, der ihr den Weg ins Fernsehen ebnete. Nach ihrem Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar gehörte sie 1976 zu den Gründungsmitgliedern der Rockband „ELEFANT“.
Mit der Band veröffentlichte sie mehrere erfolgreiche Produktionen und entwickelte sich schnell zu einer der populärsten Sängerinnen der DDR. In den 1980er-Jahren wurde sie viermal in Folge zur „Beliebtesten Sängerin des Jahres“ gewählt – eine außergewöhnliche Auszeichnung, die ihre enorme Popularität unterstreicht.
1984 zog UTE FREUDENBERG nach Düsseldorf. Dort arbeitete sie als Studiosängerin und trat international auf, unter anderem in den Niederlanden und auf Kreuzfahrtschiffen. 1988 übernahm sie unter dem Künstlernamen HEATHER JONES den Titelsong zum Tatort „Pleitegeier“.
„Jugendliebe“ – ein Song für die Ewigkeit
Nach ihrer Rückkehr nach Weimar im Jahr 1996 knüpfte UTE FREUDENBERG nahtlos an ihre Erfolge an. Mit ihrer UTE-F-LIVE-BAND veröffentlichte sie weitere Alben und etablierte sich auch nach der Wiedervereinigung als feste Größe der deutschen Musikszene.
Untrennbar mit ihrem Namen verbunden bleibt jedoch der Titel „Jugendliebe“. Der Song entwickelte sich über Generationen hinweg zu einem Kult-Hit und wurde 2005 zum beliebtesten Osthit aller Zeiten gewählt. Bis heute gehört das Lied zu den bekanntesten deutschsprachigen Schlagern überhaupt.
Engagement über die Musik hinaus
Neben ihrer musikalischen Laufbahn engagierte sich UTE FREUDENBERG stets auch sozial. Für dieses Engagement wurde sie 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Darüber hinaus war sie als Fernsehmoderatorin tätig und begeisterte ihr Publikum auf zahlreichen Tourneen.
2023 feierte die Künstlerin ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum – ein beeindruckender Meilenstein in einer Karriere, die bis heute Generationen von Musikfans verbindet.
Würdigung einer Botschafterin Weimars
Mit dem Weimar-Preis ehrt die Stadt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das geistig-kulturelle Ansehen Weimars verdient gemacht haben. Seit seiner Einführung im Jahr 1990 zählt die Auszeichnung zu den höchsten Ehrungen der Stadt.
Die Wahl von UTE FREUDENBERG erscheint daher folgerichtig: Kaum eine andere Künstlerin hat den Namen Weimar über Jahrzehnte hinweg so erfolgreich in die deutsche Musiklandschaft getragen. Mit ihrer authentischen Art, ihrer unverwechselbaren Stimme und ihrer engen Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt hat sie sich einen festen Platz in der deutschen Musikgeschichte erarbeitet.
Die Verleihung des Weimar-Preises 2026 würdigt somit nicht nur eine außergewöhnliche Karriere, sondern auch eine Künstlerin, die bis heute als kulturelle Botschafterin ihrer Heimatstadt wirkt.











