PRINCE DAMIEN: Ein Dschungelkandidat 2020? 0

Alle Jahre wieder… kommuniziert nicht etwa RTL, sondern die BILD-Zeitung die Namen der Teilnehmer des Dschungelcamps „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“. Um hier als „prominent“ zu gelten, reicht in diesem Jahr u. a. ein 11. Platz bei DSDS, sofern man von Kopf bis Fuß tätowiert ist. Erstmals (wenn wir das richtig beobachtet haben) ist auch ein DSDS-Sieger mit an Bord, nämlich PRINCE DAMIEN, der damit als einer der prominentesten Dschungelteilnehmer des kommenden Jahres gehandelt wird. Immerhin trägt er einen der wenigen Namen, den wir schon einmal gehört haben.

In dem Zusammenhang haben wir in einem Forum bezüglich der Prominenz des kommenden Dschungelcamps einen wie wir finden treffenden Vergleich gefunden: „Prince Damien als bekanntester Teilnehmer einer Promi-Show ist aber schon irgendwie wie ein dreibeiniger Dackel mit zehn Kilo Übergewicht als Gewinner eines Hunde-Wettbewerbs“ – dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen…

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Theaterstück „Ein Festival der Liebe“ begeistert mit musikalischer Zeitreise in die 70er Jahre 0

Seit dem 12.10.2019 wird das Stück „Ein Festival der Liebe“ vom Niederdeutschen Theater Delmenhorst uraufgeführt. Das Konzept: Eine Musikrevue in die 70er Jahre und die Dialoge dazwischen ganz norddeutsch auf Platt. Da scheint mächtig Herzblut in die Produktion geflossen zu sein, denn sowohl Darsteller, Bühnenbild als auch die Story sind perfekt umgesetzt. Jeder Titel fügt sich hervorragend in die Geschichte ein. Zudem werden die großen Shows von damals toll geehrt.

Bevor das Stück beginnt, folgt ein Grußwort von Dirk Wieting. Der testet direkt mal die Erinnerungen der Zuschauer an die legendäre Sendung „Disco“ von Ilja Richter. Das bestens aufgelegte Publikum besteht den Test und ist bereit für eine Musikrevue in die 70er Jahre!

Die Handlung kurz umschrieben: Im Mittelpunkt steht Familie Meyerdierks. Vater, Mutter und die Kinder, welche u. a. große Fans von „Disco“ und der „ZDF-Hitparade“ sind. Haupt-Handlungsort ist deren Wohnzimmer (originalgetreu wie in den 70ern gestaltet) und das Studio der „Tagesschau“ (mit genialem Running Gag: Dirk Wieting platzt in die Sendung und wird vom Moderator umgehend verbannt) sowie weitere Schauplätze, die ebenfalls toll gestaltet sind.

Wir beginnen die Zeitreise im Jahr 1969, mit „Eine neue Liebe“ (auch wenn der Schlager etwas jünger ist), ehe die Familie bei „Der goldene Schuss“ 1000 Mark gewinnt. Neben den größten Schlager-Hits dieser Zeit sind ebenfalls Hits von ABBA und Boney M. im Stück integriert und bringen noch mehr Abwechslung mit. „Daddy Cool“ sorgt schon früh für eine klasse Stimmung.

Stark sind auch die Kostüme, insbesondere bei „Moskau“. Das Stück springt von Schauplatz zu Schauplatz und verbindet diese genial miteinander. Denn ob „Tagesschau“, „Dalli Dalli“ oder auch „Am laufenden Band“ – immer wenn die Familie Fernsehen schaut, wechselt das Bühnenbild. Dazu werden die Original-Melodien eingespielt, die Moderationen sind ebenfalls 1:1 – wenn man davon absieht, dass diese auf Plattdeutsch sind. Apropos Moderationen – für einen riesigen Lacher sorgt der Moderator, nach dem „Michaela“ sowie „Anita“ gesungen wurden: „Damit sind wir in den inneren Körperregionen angekommen!“. Das Publikum johlt.

Ebenfalls Kult und fester Bestandteil der 70er war „Ein Herz und eine Seele“ – so mimt Vater Meyerdierks den Ekel Alfred und auch das legendäre Zitat „Du dusslige Kuh“ fehlt nicht. Erneut lacht alles. Ebenfalls im Wohnzimmer findet einer der wohl besten Umsetzungen von Udo Jürgens Klassiker „Ein ehrenwertes Haus“ statt. Es wurde an jedes Detail gedacht, so mimen die Darsteller genau wie im Titel besungen die Nachbarn – sei es „die Frau von nebenan, die ihre Lügen nie für sich behalten kann“ oder auch „dieser Kerl, der seine Tochter schlägt“.


Auch das Bühnenbild der Kneipe würde Udo Jürgens stolz machen, denn auch diese Inszenierung ist genau so, wie man sich’s vorstellt. Peter Alexanders Hit „Die kleine Kneipe“ wird dort ebenfalls hervorragend performt. Vor der Pause folgte noch ein Hammer: Howard Carpendales Klassiker „Das schöne Mädchen von Seite 1“ wird ebenfalls 1:1 wie im Titel aufgeführt. Keine Frage – da wurde an jedes Detail gedacht.

Nach der Pause eröffnet der Anfang von „Wums Gesang – Ich wünsch mir ne‘ kleine Miezekatze“ die zweite Hälfte. Darauf muss man erst einmal kommen. Wir sehen die Damen im Wohnzimmer beim Putzen – man ahnt was kommt: „Das bisschen Haushalt“: Was danach kommt hingegen nicht: Eine erstklassige Umsetzung der bekanntesten Werbungsclips von damals, allen voran natürlich „Lenor“. Die Stimmung tobt.

Selbst das Fernweh kommt nicht zu kurz, denn Familie Meyerdierks plant eine Reise mit dem gewonnenen Geld. So erleben wir passenderweise die Titel „Über den Wolken“ von Reinhard Mey, „Tanze Samba mit mir“ sowie „Spanische Gitarren“.

Es wird wahrlich das perfekte Rundum-Paket in dieser Zeitreise geboten. Selbst an die „Les Humphries Singers“ wurde gedacht. Den perfekten Abschluss macht der namensgebende Song „Ein Festival der Liebe“.

Doch noch darf nicht Schluss sein – das Publikum steht und skandiert lautstark „Zugabe“. Es folgt ein Medley weiterer Klassiker sowie – ebenfalls perfekt platziert – „Gute Nacht Freunde“ von Reinhard Mey. Und da an diesem Abend eine Spezialvorführung stattfand, darf jeder der sich der Zeit entsprechend kleidete, noch Fotos mit dem Ensemble machen.

Wir waren begeistert. Eine so geniale Umsetzung hätten wir nicht erwartet. Das Stück verdient überregionale Aufmerksamkeit und man kann nur hoffen, dass es weitergeführt wird. Wir halten das Stück gar für so gut, dass es das Potenzial hat, auch in ganz Deutschland in den großen Sälen. Wenn man da eventuell vom Plattdeutschen abweicht, würde es ganz sicher nicht nur in Delmenhorst begeistern. Hier an der Delme passt es aber natürlich so hervorragend – halt typisch norddeutsch!

Einige Vorstellungen stehen bis zum 13.12.2019 im „kleinen Haus“ in Delmenhorst noch an – die Karten sind sehr begehrt. Schnell sein lohn sich also.

https://delmenhorst1.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/eventlist 

Fotos und Bericht: Kevin Drewes

Kolumne: DAS WORT ZUM SONNTAG – „Wahnsinn: Wahrheit!“ – Folge 1 0

+++Schlagerprofis-Kolumne+++Schlagerprofis-Kolumne+++

In den letzten Tagen erreichten und immer wieder Anfragen zu Themen auf anderen Portalen. Es werden Dinge kommuniziert, die „aufhorchen“ lassen. Wir Schlagerprofis arbeiten diese Dinge künftig sporadisch für euch auf.

Thema 1: Ein Drittel der GfK-Charts sind Schlagerbooom-Acts?

Ein Schlagerportal schreibt in dicken Lettern: „Denn in der Woche nach dem TV-Event sind nun ein Drittel der CDs in den allgemeinen deutschen Album-Charts (ermittelt durch GfK Entertainment) von Künstlern belegt“. Wie so oft wurde hier offensichtlich mal wieder ein Thema abgeschr… äääh, „übernommen“. Hintergrund dürfte die durchaus halbwegs korrekte Info der GfK sein, dass mehr als ein Drittel der Top-20(!!!) aus dem Schlagerbooom stammen. Das sind 40 Prozent – die GfK spricht von mehr als einem Drittel, und das wird dann halt ungeprüft so geschreiben. Die deutschen Album-Charts sind aktuell eine TOP-100. Von 100 Alben sind insgesamt 14 von Schlagerboom-Interpreten. Selbst, wenn wir das eine oder andere Album übersehen haben sollten („keine ist fehlerfrei“) sind das BEI WEITEM nicht ein Drittel. HIER haben wir mit eigener Recherche ermittelt, dass der Erfolg der Schlagerbooom-Acts dennoch gigantisch ist.

Thema 2: Super-Quote des Schlagerboooms wegen des Auftritts von HELENE FISCHER?

In einem neuen Branchennewsletter finden wir als allererste Meldung: „Spitzenquote für den Schlagerbooom – auch dank Helene Fischer?Wir sind der Meinung, dass die ohnehin bärenstarke Quote, die von der Konkurrenz im ZDF nicht mal ansatzweise erreicht wird – abgesehen von Gottschalks Hitparaden-Jubiläumssendung – NICHT durch Helene Fischer erreicht wurde. Dadurch, dass ihre Anwesenheit bis zum Schluss geheim blieb, wusste niemand, dass sie auftritt. Insofern hätte die Quote mit dem Wissen um Helenes Anwesenheit noch besser sein können – das haben wir in ähnlicher Form HIER auch so geschrieben. Wieso also durch ihre Anwesenheit eine Spitzenquote erreicht wurde, ist uns nicht schlüssig – aber okay, vielleicht weiß die „Branche“ ja, was gemeint ist.

Thema 3: „Silbereisen-lose Zeit“???

Ein großes Facebook-Schlagerportal schreibt heute allen Ernstes: „Leider beginnt nun die Silbereisen-lose Zeit„. Zur Erinnerung: Nach der Show „Alle singen Kaiser“ gab es eine sehr lange über halbjährige „Feste“-Pause, die nun vorbei ist. DAS war „Silbereisen-lose Zeit“. Am 2. November war der Schlagerbooom, nur vier Wochen später, noch im gleichen Monat, gibt es das „Adventsfest der 100.000 Lichter“. Zwischendurch werden am kommenden Montag noch die „Schlager des Monats“ aufgezeichnet, die auch im November noch ausgestrahlt werden. Wir fragen uns ehrlich, was man „geraucht“ haben muss, um auf eine „Silbereisen-lose Zeit“ zu kommen… HIER könnt ihr mehr zu diesem Thema lesen.

Sicher – es gab noch weitere „erheiternde“ Themen wie der angeblich letzte TV-Auftritt von Mary  Roos beim Schlagerbooom, aber wir haben uns mal auf die drei Highlights beschränkt. Diesmal gab es immerhin nicht die sonst bliebte Schlagzeile „Große Sorge um…“ – Wir wünschen allen Schlagerfreunden ein schönes Wochenende!

Foto: Kevin Drewes