Peter Maffay Schlager Du

Peter Orloff enthüllt Geheimnis um Peter Maffays Hit „Du“

Ende der 1960er Jahre war Peter Orloff ein erfolgreicher Schlagersänger, der u. a. als einer der ersten Sieger der legendären ZDF-Hitparade Geschichte schrieb. Orloff hatte aber nicht nur Gesangstalent, sondern war auch als Komponist tätig. Vertraglich war er seinerzeit an das Cornet-Label von Heinz Gietz gebunden. Gemeinsam mit Dr. Michael Kunze, der später Superhits wie „Die kleine Kneipe“ und „Griechischer Wein“ textete, schrieb er den Song „Du“ und bot ihn seiner damaligen Plattenfirma an. Die winkte allerdings ab – Orloffs Vermutung zufolge, weil sein damaliger Produzent den Titel nicht selbst geschrieben hatte.

Orloff und Kunze glaubten aber an ihren Titel und boten ihm einen jungen Nachwuchssänger namens Peter Makkay an, den Kunze im Sommer 1969 in einer Münchner Folkkneipe kennenlernte. Die damalige Plattenfirma Telefunken biss an – der Rest ist Geschichte: „Du“ wurde ein lupenreiner Nummer-1-Hit und ein toller Start für einen Sänger, der bis heute zu den erfolgreichsten Stars der Musik-Szene zählt.

Sprechteil auf Maffays Single von Michael Kunze interpretiert

Dem Pfälzischen Merkur verriet Peter Orloff jetzt ein Geheimnis, das wohl selbst Schlagerexperten und sogar manchen „Schlagerprofis“ bislang nicht bekannt war (- auch wenn es hier und da schon mal zu lesen war -): Den Sprechteil auf Peter Maffays Debut-Single hat dieser gar nicht selber eingesprochen, sondern Textdichter Dr. Michael Kunze. Maffay konnte das Orloffs Aussage zufolge selbst nicht machen, weil er damals noch einen zu starken Akzent hatte (er stammt ja aus Rumänien und war damals in Bayern ansässig und sprach einen entsprechenden Dialekt, insbesondere das rollende „r“ wurde damals wohl als störend empfunden.

Und so war es Kunze, der im November 1969 folgenden legendären Text interpretierte: „Du, ich will Dir etwas sagen, was ich noch zu keinem anderen Mädchen, zu keinem anderen Mädchen gesagt habe … ich hab’ Dich lieb …“. Ob es wirklich am rollenden „r“ lag – oder daran, dass Maffay den Text nicht sprechen konnte, ohne laut loszulachen – da sind wir uns nicht sicher. Zumindest konnte Textdichter Kunze diesen Text vermutlich authentischer vortragen als Maffay höchstselbst – die Vorgabe war schließlich, den Part ernst(!) und mit viel Gefühl vorzutragen.

Orloff selbst konnte wegen seiner vertraglichen Bindung den Sprechteil nicht einsprechen. – Gemeinsam mit Kunze verhalf er Peter Maffay aber zum Erfolg – der Künstlername wurde ersonnen (Makkay klang zu sehr nach „Macker“), und auch die Garderobe wurde für das Nachwuchstalent bestimmt. Außerdem wurde Maffay angehalten, den Titel 1 Oktave höher zu singen als er das zuvor gewohnt war. Letztlich können die Schlagerprofis nur konstatieren: „Alles richtig gemacht…“.

Quelle: https://www.pfaelzischer-merkur.de/region/zweibruecken/ich-bin-dem-schlager-weiter-sehr-verbunden_aid-23872917

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