Markus Söder Foto: Bayerische Staatskanzlei

MARKUS SÖDER mit Herz für bayerische und deutsche Kultur: „Mehr Blasmusik im BR!“

MARKUS SÖDER: Ein Ministerpräsident mit Herz für Blasmusik – und deutsche Kultur

„Mehr Blasmusik im BR!“ – SÖDER setzt auf das, was Bayern ausmacht

Man muss MARKUS SÖDER politisch nicht in jedem Punkt folgen, um eines anzuerkennen: Wenn es um bayerische Traditionen, Volksmusik und Blasmusik geht, versteckt der Ministerpräsident seine Verbundenheit mit der eigenen Kultur nicht. Ganz im Gegenteil: Aktuell fordert SÖDER ausdrücklich „Mehr Blasmusik im BR!“.

Im Zuge der Reform des Bayerischen Rundfunks müsse das Thema Bayern eine stärkere Rolle spielen, so SÖDER. Dabei gehe es ihm insbesondere um das, „was originär Bayern ist“. Gerade bei der Blasmusik sieht der Ministerpräsident Nachholbedarf.

„Woche für Woche sind Tausende von Menschen bei Blasmusik, bei Festen, bei Veranstaltungen“, sagt SÖDER. Diese Musik sei inzwischen „irgendwo hin verbannt worden in die hinteren Teile des Programms“. Das könne man verbessern.

Blasmusik ist für MARKUS SÖDER Teil des bayerischen Lebensgefühls

Das ist eine bemerkenswerte Ansage – gerade in einer Zeit, in der über den Stellenwert regionaler Traditionen und kultureller Identität immer wieder diskutiert wird. Immerhin hat auch der neue Bundestrainer ja in anderem Zusammenhang (zurecht) dieses „Fass aufgemacht“.

Blasmusik ist in Bayern schließlich weit mehr als Marschmusik. Sie gehört zu Volksfesten, Vereinsleben, kirchlichen Festen, Schützenfesten, Dorffesten und zahlreichen anderen Veranstaltungen. Der BR selbst beschreibt sein Blasmusikangebot als Spektrum von traditioneller, moderner, bayerisch-böhmischer und konzertanter Blasmusik.

Und genau diese Breite ist wichtig: Wer Volksmusik und Blasmusik als bloßes Relikt vergangener Zeiten betrachtet, übersieht, dass dahinter bis heute ein aktives Vereins- und Gemeinschaftsleben steht.

Mal einfach die eigene Kultur leben

Vielleicht ist genau das der Punkt, der an SÖDERs Aussage interessant ist: Nicht alles muss neu erfunden, umbenannt oder modernisiert werden.

Während andernorts beispielsweise darüber diskutiert wird, ob traditionelle Weihnachtsmärkte lieber „Wintermärkte“ heißen sollten, sagt SÖDER ziemlich unmissverständlich: Schaut doch auch einmal auf das, was tatsächlich aus Bayern kommt und dort gelebt wird.

Das ist keine Absage an andere Kulturen. Es ist zunächst einmal ein Plädoyer dafür, die eigene Kultur nicht kleinzureden.

Und vielleicht darf man das auch einmal völlig unaufgeregt feststellen: Deutsche beziehungsweise regionale Kultur zu pflegen, ist nichts Anrüchiges. Traditionen dürfen existieren, ohne dass man sich für sie rechtfertigen muss. Das so zu formulieren, trauen sich nicht viele Politiker, umso bemerkenswerter ist die doch sehr klare und deutliche Wortwahl des Bayerischen Ministerpräsidenten – klasse!

SÖDER ist dabei nicht nur politischer Beobachter

Dass der Ministerpräsident seine Liebe zur Musik nicht ausschließlich in Sonntagsreden bekundet, hat er inzwischen mehrfach unter Beweis gestellt.

Bei „Inas Nacht“ griff SÖDER selbst zum Mikrofon. In der Sendung sang er „Sie hieß Mary Ann“ von FREDDY QUINN. Der NDR dokumentierte den Auftritt ausdrücklich als musikalischen Beitrag der Sendung.

Und auch beim Oktoberfest zeigte sich SÖDER musikalisch: 2025 veröffentlichte er eine eigene Version des Wiesn-Klassikers „Sweet Caroline“. Für die Aufnahme ging er sogar ins Studio; zusammengestellt wurde das Musikvideo mit Bildern vom Oktoberfest.

Man kann darüber natürlich schmunzeln – und das darf man bei einem solchen Auftritt sogar ausdrücklich. Aber eines lässt sich nicht bestreiten: MARKUS SÖDER hat keine Berührungsängste mit volkstümlicher und populärer Festkultur.

Zwischen Blasmusik, Volksfest und Schlager

Und genau hier wird es auch für die Schlagerwelt interessant.

Denn zwischen Blasmusik, Volksmusik, Schlager und deutscher Unterhaltungsmusik gibt es seit Jahrzehnten zahlreiche Berührungspunkte. Das gemeinsame Element ist häufig die unmittelbare Nähe zum Publikum: Musik, die bei Festen funktioniert, die Menschen mitsingen lässt und die nicht erst einer kulturwissenschaftlichen Erklärung bedarf, um ihre Wirkung zu entfalten.

SÖDERs Forderung nach mehr Blasmusik im BR kann deshalb durchaus als Plädoyer für mehr sichtbare regionale Kultur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verstanden werden.

BR Heimat zeigt bereits heute, dass traditionelle Musik und moderne Formen nebeneinander funktionieren können. Dort erklingen beispielsweise Polkas, Märsche, Walzer und Potpourris – gespielt sowohl von Spitzenensembles als auch von Dorfkapellen.

Ein Ministerpräsident, der auch mal selbst singt

Natürlich ist MARKUS SÖDER Politiker. Und natürlich gehören seine Aussagen in einen politischen Kontext.

Aber aus Sicht eines Musikblogs darf man durchaus einmal die andere Seite betrachten: Da ist ein Ministerpräsident, der sich öffentlich zu bayerischer Kultur bekennt, mehr Blasmusik im Bayerischen Rundfunk fordert, bei INA MÜLLER zum Mikrofon greift und beim Oktoberfest sogar „Sweet Caroline“ singt.

Das muss nicht jedem gefallen.

Aber vielleicht ist es gerade in Zeiten, in denen viel über kulturelle Identität diskutiert wird, auch einmal wohltuend, wenn jemand ganz selbstverständlich sagt:

Das ist unsere Kultur. Das gehört zu uns. Und deshalb darf es auch im Radio und Fernsehen seinen Platz haben.

Mehr Blasmusik im BR?

Warum eigentlich nicht!

Foto: Bayerische Staatskanzlei

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