Freddy Quinn war die erste Eins: Herzlichen Glückwunsch: 60 Jahre deutsche Charts! 0

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Okay, erst 1977 hat der BVMI bzw. damals der „Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft“ so etwas wie die „offiziellen Charts“ etabliert, deshalb wurde vor rund zwei Jahren auch das Jubiläum „40 Jahre Charts“ gefeiert.

ABER: Die ersten deutsche Verkaufshitparade hat sicherlich der Musikmarkt etabliert. Die erste Ausgabe des inzwischen leider eingestellten Branchenmagazins erschien vor 60 Jahren: am 15. Juli 1959. Gegründet wurde das Fachblatt von Hans R. Beierlein, der bis zum heutigen Tage als bedeutender und einflussreicher Musikmanager gilt. Überregional bekannt wurde Beierlein als Manager von Udo Jürgens, dessen Karriere er stark beeinflusst hat. Sein erster Coup war aber sicher die Gründung des „Musikmarkts“, der bereits in seiner ersten Ausgabe vor 60 Jahren die erste Verkaufshitparade veröffentlicht hat.

Die heutigen offiziellen Charts erkennen das offensichtlich auch an, denn die Hitparadenplatzierungen werden auf der Homepage „offiziellecharts.de“ seit 1959 notiert – also auch die Hitlisten, die vor der 1977 in Zusammenarbeit mit media control entstanden sind.

Zufällig sind wir auf dieses sehr interessante Jubiläum gestoßen. Der allererste Spitzenreiter der deutschen Charts war Freddy Quinn, dessen „Gitarre und das Meer“ damals ein Riesenhit war – ein Schlager, der bis heute unvergessen ist. Freddy lebt noch heute – schade, ganz offensichtlich hat er sich leider(!!!) total aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Die Zweitplatzierte Caterina Valente hingegen hat erst kürzlich ein Interview gegeben – wir berichteten HIER darüber. Mit „Tschau, tschau Bambina“ war sie auf dem 2. Platz der ersten deutschen Hitparade.

Bronze holte sich damals ein Instrumentaltitel: Chris Barbers Jazzband war mit „Petite Fleur“ erfolgreich.

Was wir unglaublich spannend finden: ALLE DREI Erstplatzierten der Charts von vor unglaublichen 60 Jahren leben noch, was auch für den „Erfinder“ der Charts, Hans R. Beierlein, gilt. Offensichtlich ist Erfolg mit deutschen Charts gesundheitsförderlich…

Sehr schade finden wir, dass es den Musikmarkt nicht mehr gibt. Immerhin gibt es aber noch das Fachblatt, das man vielleicht als Nachfolgeorgan des Musikmarkts gibt, nämlich die „Musikwoche“. Die berichtet aktuell z. B. wie folgt über die Quote der Carmen-Nebel-Sendung vom vergangenen Samstag – Zitat: „3,26 Millionen ZDF-Zuschauer sahen am 13. Juli „Willkommen bei Carmen Nebel“. Das sind gut 500.000 weniger als bei der vergangenen Ausgabe vom 4. Mai.“ Hier sieht man, wie wichtig ein neutrales Branchenblatt ist, das einfach nüchtern-neutral die Fakten benennt.

Insofern denken wir gerne 60 Jahre zurück an die Geburtsstunde des „Musikmarkts“, der sich über Jahrzehnte hinweg als Branchenblatt etabliert hat und dessen Artikel stets wohlwollend-kritisch formuliert waren, was bekanntlich auch der Anspruch der Schlagerprofis ist.

Also auch ohne großen Medienrummel, ohne Hinweis der GfK, ohne irgendwelche mediale Präsenz: Wir gratulieren wem auch immer (den Musikmarkt gibt es ja nicht mehr, insofern gratulieren wir einfach Hans R. Beierlein) zu diesen großartigen Jubiläum und freuen uns auf die nächsten sechzig Jahre offizielle Charts… – und träumen insgeheim davon, dass die damals Beteiligten (Freddy Quinn, Caterina Valente, Chris Barber, Hans R. Beierlein) vielleicht doch noch einmal Lust haben, sich an die aufregende Zeit anno 1959 zu erinnern… oder um es mit einem weiteren Hans R. Beierlein-Hit zu sagen: „Träumen kann man, was man will“..

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Schlagerprofis-Klartext: Die Albumcharts in unserer Analyse 0

Okay, „zuerst bei Schlagerprofis“ – diesen Anspruch können wir diesmal nicht erfüllen. Aber dennoch wollen wir noch mal einen Blick auf die für Schlagerfreunde erfreulichen aktuellen Charts werfen.

Am erfolgreichsten lief Oonagh durch das Ziel. Sie schaffte es in die Top-5. Ihre beiden ersten Alben schafften es in die Top-3, das ist diesmal nicht ganz gelungen. Es gab eine Fanbox, und sie hatte ihren Auftritt bei Florian Silbereisen. So gesehen ist ihre Platzierung sehr ordentlich, aber kein sensationeller Erfolg.

Zum vierten Mal in FOlge Top-10 – Platz 8 für Giovanni Zarralla ist ein toller Erfolg. Sicher wird auch der Auftritt bei den „Schlagern des Sommers“ zu diesem Erfolg beigetragen haben – aber andere Teilnehmer der Show konnten sich bei weitem nicht so gut platzieren.

Dass Oli.P die Top-10 knacken konnte und damit das zweite Pferd im Stall von Christian Geller war, das es hoch in die Charts geschafft hat, ist einerseits ein schöner Erfolg – andrerseits gibt es eine dicke Fanbox von ihm und es wurde viel Promotion gemacht. Ob das alleine rechtfertigt, ihn bei allen relevanten Schlager-Tour-Veranstaltungen (Schlagerfest XXL und Schlagernächte) einzuladen, wird sich zeigen.

Schlagertitan Bernhard Brink hat die beste Chartsplatzierung seiner über vier Jahrzehnte andauernden Karriere erreicht – und das ganz ohne Fanbox. Mit Fanbox hätte es vermutlich für die Top-10 gereicht. Aber auch so haben Autogrammstundentour und Silbereisen- und andere TV-Auftritte ihre Wirkung getan. In unseren Augen ein ehrlicher Chartserfolg.

Zum sechsten Mal Top-15 – dass das ein toller Erfolg für Semino Rossi ist, darüber muss man wohl kein Wort verlieren. Herzlichen Glückwunsch! Auch Ben Zucker hat es zum 10. Mal in Folge in die Top-20 geschafft. Ein schöner Erfolg, über den es nichts zu diskutieren gibt – außer, dass das ohne den Silbereisen-Support wohl kaum möglich gewesen wäre…

Drei Sängerinnen haben die Top-20 NICHT, aber immerhin die Top-30 geknackt. Am besten lief Laura Wilde mit „Lust“ durch’s Ziel. Die hatte am Sonntag einen Auftrit bei Kiwi im Fernsehgarten – ob das reicht, um erstmals eine zweite Woche die Charts zu knacken, wird sich zeigen.Immerhin: Laura hat BEI WEITEM nicht den TV-Support, den eine Sonia Liebing hatte, die massiv von vielen Seiten unterstützt wurde und damit immerhin die Top-30 erreicht hat, aber eben nicht „mehr“, was vielleicht dem geschuldet sein könnte, dass sie keine Fanbox und keine Autogrammstundentour hatte. Dennoch finden wir bemerkenswert, dass Silbereisen-TV-Präsenz weniger bringt als eben Autogrammstunden-Tourneen. So gesehen: Glückwunsch an Laura! Dritte im Bunde der Top-30 ist eine Sängerin, die aktuell zwar nicht bei Silbereisen war, aber trotzdem schon wieder die  Top-30 geknackt ha: Beatrice Egli. Acht Wochen Top-30, das hat nicht mal das Vorgänger-Album geschafft, so gesehen müssen wir das einfach loben, auch wenn wir immer noch traurig sind, nicht für eine Rezension bemustert worden zu sein. Da wir aber fair sind, gratulieren wir zu diesem zugegeben tollen Erfolg- auch OHNE „Schlager des Sommers“-Support.

In den Top-100 gibt es weitere interessante Entwicklungen- dass Helene Fischer eine Woche VOR ihrem ZDF-Stadion-Konzert es in die Top-100 geschafft hat, aber Kathy Kelly trotz Silbereisen-Auftritt das nicht geschafft haben und Brenner trotz x-facher Silbereisen-Präsenz es mal wieder nicht hinbekommen haben – geschenkt. Letztlich ist es wirklich spannend, welche Alben sich auf lange Sicht über viele Wochen und Monate halten. Es bleibt spannend, und wir von den Schlagerprofis berichten gerne weiterhin neutral für euch.

 

 

WIR MACHEN URLAUB 0

Urlaub

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Nach den aufregenden letzten Monaten habe wir uns eine kleine Auszeit verdient. Auch (Schlager-)Profis müssen mal Pause machen.

Wir besuchten diverse Events, unser ‚Rasender Reporter‘ Kevin Drewes führte tolle Interviews und die Redaktion recherchierte unermüdlich die tollsten und spannenden News für euch.
Nun ist es mal an der Zeit, die Füße für eine Woche hochzulegen und die ‚Sonnentankstellen-Pose‘ einzunehmen.

In der Zeit vom 19.08.2019 – 23.08.2019 bleibt unsere Redaktion geschlossen.

Selbstverständlich sind wir nicht komplett von der Bildfläche verschwunden – topaktuelle News bringen wir bis Freitag bei Facebook und Instagram! Selbstverständlich werden diese dann nachträglich redaktionell am Wochenende hier bei den Schlagerprofis nachgeliefert!

Wir wünschen euch eine tolle Woche, bis dahin
Eure Schlagerprofis