Die Roy Black Story – Teil 7: Ende der Polydor-Ära 0

Comeback in der ZDF-Hitparade

Im Frühjahr 1977 diente Ralph Siegel seiner Biografie zufolge zunächst seinem Schützling Rex Gildo ein Lied an, das der bzw. sein Manager ablehnte. Danach nahm Siegel den von Kurt Hertha getexteten Schlager mit Roy Black auf. „Sand in Deinen Augen“ wurde Roys erster Verkaufserfolg seit weit über vier Jahren und schrammte denkbar knapp an den Top-10 vorbei. Und: Erstmals seit über acht Jahren trat Roy wieder in Dieter Thomas Hecks ZDF-Hitparade an. Hintergrund könnte sein, dass Roy im März 1977 mit Hitparadenstars und Heck eine kleine Tournee absolvierte (ein Konzert fand z. B. am 26. März 1977 in der Münchner Olympiahalle statt). Selbst die BRAVO interessierte sich wieder für Roy: Immerhin schaffte er es nach mehreren Jahren Abwesenheit wieder in die Top-3 der BRAVO-Hitparade.

Erste Begegnung mit Wolfgang Kaminski

Die ZDF Hitparaden-„Abstinenz“ könnte ein Fehler gewesen sein – mit Roys Erscheinen in Hecks Schlagertempel kam es zu einem viel beachteten Comeback – der Titel war zwei Mal Platz 1 der Fernsehshow. Die Single erschien am 4. April 1977. TV-Termine konnte er in Deutschland aber zunächst nicht absolvieren, weil er im April viel umjubelte Konzerte in Kanada und den USA mit seiner Band gab, bei denen seine „Sand in Deinen Augen“-Single ausgesprochen gut ankamen. Historisch ist auch sein Konzert „Tanz in den Mai“ 1977 im Hagener „Parkhaus“. Das war nämlich das erste, das ein gewisser Wolfgang Kaminski veranstaltete – später dazu mehr.

Während es beruflich für Roy endlich wieder anfing, rund zu laufen, gab es privat einen Rückschlag. Nur kurz nach der Geburt des Sohnes Torsten wurde Silke erneut schwanger, fühlte sich aber absolut nicht in der Lage, das Kind auszutragen – Ende März 1977 ließ sie das gemeinsame Kind abtreiben. —

Erfolg in den Niederlanden

Nachdem Roy am 2. Juni 1977 „Sand in Deinen Augen“ in Rainer Holbes „Starparade“ sang, stellte er seinen Titel am 11. Juni 1977 in der ZDF-Hitparade vor – Chartseintritt war am 11. Juli 1977 – einer von vielen Belegen, wie wichtig seinerzeit die ZDF-Hitparade als Umsatz-Verschaffer war. Der Titel war auch in den Niederlanden, wo Roy im September 1977 erstmals bei Harry Thomas‘ „Schlagerfestival“ auftrat, in holländischer Sprache ein Erfolg („Geef mit je Hand“). Kurios: Mit 377 Punkten landete Roy mit „Sand in Deinen Augen“ den Hit des Jahres der RTL-Hitparade, erhielt für diesen Schlager aber keinen Löwen.

Überraschendes Ende der Zusammenarbeit mit Ralph Siegel

Sehr erstaunlich ist, dass Roy mit der nächsten Single erneut den Produzenten wechselte. Der später sehr erfolgreiche Harold Faltermeier hatte mit dem von ihm komponierten und produzierten Stück „Die Liebe kommt oft über Nacht“ (Text: Robert Frank-Jacobi) keinen nachhaltigen Erfolg. Absolut merkwürdig ist, dass der Titel nicht in der ZDF-Hitparade vorgestellt wurde, nachdem Roy dort wie erwähnt zuvor zwei Mal als Spitzenreiter die Bühne verließ.  Dafür durfte er seinen Titel am 10. Dezember 1977 in Ilja Richters „Disco“ und am 21. Dezember des Jahres in der „Drehscheibe“ präsentieren. Auch dieser Song lief erfolgreich in der RTL-Hitparade, und Roy war der erste deutschsprachige Künstler, der es schaffte, mit gleich 2 Titeln in der RTL-Hitparade vertreten zu sein. Zum Jahresende 1977 gab es einen weiteren Karriere-Meilenstein: Roy trat für eine Woche im 2-Mal täglich im Dresdner Kulturpalast auf. Im Februar 1978 gab es daraufhin ein weiteres Gastspiel in der DDR, begleitet vom „Orchester Schwarzweiß“. Diese Ost-Konzerte haben Roy sehr befriedigt, weil das ostdeutsche Publikum Roy bejubelte, wie er das zu Beginn der 1970er Jahre von seinen westdeutschen Fans kannte.

Kooperation mit Harold Faltermeyer führt nicht zum Erfolg

Offensichtlich war man in jener Zeit sehr experimentierfreudig. Auch die nächste Nummer wurde von Harold Faltermeyer produziert. Diesmal nahm der sich ein Stück der Band „Scream“ vor. Das Lied „Saturday Girl“ schrieb der Gitarrist dieser Band, Karl Schochus, der weder zuvor noch nachher jemals in der Schlagerszene aufgetaucht ist. Trotzdem wurde seine Komposition für Roy Blacks A-Seite gewählt. Den Text „Trauriges Mädchen“ schrieb der damals schon sehr etablierte Dr. Michael Kunze – das Mädchen blieb aber traurig, ein Hit gelang erneut nicht.

Der Titel erschien auch auf Roys erster nach 5 Jahren erschienenen und gleichzeitig letzter Polydor-LP namens „Neue Lieder“, die ebenfalls von Harold Faltermeyer produziert wurde.

Mit „Heute Abend feiern wir ein Fest“, einer Nummer, die Harold Faltermeyer zusammen mit dem Udo-Jürgens-Textdichter Wolfgang Hofer schrieb, war auch kein Blumentopf zu gewinnen. Den Titel präsentierte Roy auch im Rahmen einer Sommertour (Bädertour), die ihn im Juni und Juli durch 29 deutsche Städte führte, Tour-Manager war erstmals Wolfgang Kaminski, mit dem er am 14. Juli 1978 einen Management-Vertrag abschloss.

 

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Die JUNX – Gewinnspiel beendet – große Resonanz – über 50 Teilnehmer 0

Als sich unser rasender Reporter am vergangenen Montag zum Interview mit Christopher und Gunnar, „Die Junx“, traf, klügelten die drei Nordlichter ein Gewinnspiel aus. Es gab dreimal jeweils die aktuelle CD „BÄM“ sowie eine handsignierte Autogrammkarte zu gewinnen. Die Resonanz überraschte, schnell folgten etliche Kommentare, es wurde zigmal geteilt. Unter genau zweiundfünfzig Gewinnern wurden dann heute die drei Gewinner per Lostopf ermittelt.

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Das Video von der Auslosung könnt ihr euch HIER ansehen. Und HIER findet ihr das Schlagerprofis-Interview mit den Junx.

Kevin Drewes

 

CATHARINA SCHWARZ: „Mädchen im Spiegel“ erntet tolle Kritiken – Fans wollen mehr 0

Erst vor kurzem haben wir von der neuen Single „Mädchen im Spiegel“ von Catharina Schwarz HIER berichtet. Den Titel fanden wir gut. Er punktet mit tollem, ausgefallenem Text und starkem Sound.

Das ist nun auch vielen unserer Lesern und vielen Hörern von Catherinas Musik aufgefallen. Diese fordern, dass der Titel im Radio gespielt werden und auch im TV präsent sein sollte. Entsprechende Diskussionen sind in einigen Foren schon vernehmbar. Uns erreichten Nachrichten, die hinterfragten, warum Catharinas Song schlechter sein soll als beispielsweise die hoch gelobten neuen Amigos-Schlager…

Wir von den Schlagerprofis können nur befürworten, dass Catharina mehr Präsenz zeigen darf! Die Klickzahlen schnellten bis zum jetzigen Zeitpunkt innerhalb kurzer Zeit in die Höhe, bei ITunes (um nur ein Beispiel zu nennen) landete der Song gerade erst auf Platz 11 in der Kategorie „ANGESAGT SCHLAGER“ und wer weiß, in welche Höhen das noch gehen wird.  

Der Titel wurde übrigens vom Erfolgsproduzenten Peter Jordan, der erst kürzlich Platin für seine Tätigkeit für Ben Zucker bekam, produziert. Zudem ist bei ihrem inzwischen dritten Titel neu, dass Catharina den Song selbst mitgeschrieben hat. Eine sehr gute Entscheidung, steckt in ihr da doch Riesentalent.

Ihre vorherigen Songs waren  „Wir laufen los“ und „Mach mir nichts vor“. Letztgenannter schnellte in die Air Play Charts und hielt sich dort ganze 11 Wochen, für eine Debüt-Single und einen, zu damaliger Zeit, absoluten Neuling in der Szene ein ordentlicher Erfolg. Gerade arbeitet sie an ihrem ersten Album und gruppiert Autoren um sich, die bereits einen großen Namen haben, um Catharina bei ihren eigenen Gedankengängen und Texten zu unterstützen. Und auch die Fans sind da gefragt, denn nur gemeinsam geht’s!   

Kevin Drewes